Forum der Rasur

Registriere Dich jetzt kostenlos!

Dadurch bekommst Du Zugang zu dem geschützten Mitgliederbereich, kannst beim Gebrauchtmarkt mitmachen und stellst nebenbei auch noch sicher, dass niemand Dir Deinen Wunsch-Usernamen wegschnappt.

Gegen den Strich rasieren

Ich teile mal meine bescheidene Meinung mit.

Ich habe für mich festgestellt, dass die Vorbereitung auf die Rasur wichtig sein kann. Anders ausgedrückt, ist es keine gute Idee, die Barthaare nur kurz einzuschäumen und sofort draufloszuhobeln.

Für mich funktioniert irgendein Öl (Babyöl) vorher sehr gut (mein Sohn schwört darauf), auch minutenlanges Einwirken der Seife (und dann nochmaliges Einseifen mit relativ viel Wasser), ein feucht-heißes Handtuch vorher (obwohl mir das viel zu aufwändig ist) und heiß duschen vorher (obwohl ich gerne nach der Rasur (ausschließlich kalt) dusche. Viel mehr Vorbereitungsmöglichkeiten gibt es wohl nicht.

Am einfachsten ist es für mich, dass ich mich einseife, dann andere Verrichtungen im Bad erledige, mich erneut einseife und dann erstmal überall mit dem Strich und dann im zweiten Durchgang, auf jedes Areal abgestimmt, mal voll gegen den Strich den gesamter Hals und dann vorsichtiger, mit gestraffter Haut, auch noch gegen den Strich die Wangen und mehrmals quer zum Strich über und unter dem Mund, und dem Kinn, dafür dann aber mit mehreren Zügen arbeite. Kinn und rund um den Mund mögen es nicht so gerne gegen den Strich. Die Wangen finden quer allerdings auch oft besser.
Nacharbeiten muss ich oft noch am Kinn und rund um den Mund, was oft in einem chaotischen Hin- und Her mit kurzen, aber zielführenden Strichen endet (Wer sagt, dass 3 Durchgänge reichen? Eher 13 ;))

Ich habe festgestellt, dass es „flutschen“ muss und dass bestimmte Hautareale vorgespannt werden wollen. Ich nehme gerne meine eigene DIY Rasierseife mit Kaolin und Glycerin. Ich glaube jedoch, dass jede andere Rasierseife das auch schafft. Wie gesagt, Öl kann Wunder wirken.

Meine Rasierhobel sind eher mittelmäßig aggressiv, obwohl ich gerne die 5er Platte meines Rockwell 6s benutze. Den R41 finde ich auch knorke, jedoch erfordert er mehr Aufmerksamkeit und ist nicht für jeden Tag geeignet.

Hinterher wirkt, wenn nötig, ein Alaunstein Wunder, obwohl ich ihn wenig benötige, nur wenn ich zu grob war (siehe 13 Durchgänge). Kaltes Wasser ist gut, dann evtl. eine Creme und ein AS. Meist reicht mir die pflegende Seife (meine hat viele pflegende Öle, 10 % Überfettung, Glycerin…) und ein AS. Fertig.
Ich strebe auch BBS an, jeden Tag.

Nach der Umstellung von Systemrasieren und Dosenschaum dachte ich anfangs, dass das nie was wird und war schon echt enttäuscht. Ich dachte ich sei zu doof und dass man schon ganz schön nerdig sein müsse, sich mit diesen ganzen Herausforderungen arrangieren zu wollen.

Ich habe nun viel gelernt, einiges verstanden und begreife mittlerweile die alten Hasen hier im Forum!

Fazit: Bart vorbereiten, „flutschige“, pflegende Sachen auftragen, Bartwuchsrichtung beachten und Haut vorspannen, dann klappt es bei mir fast überall gegen den Strich und wird sehr glatt.

Ok, nix Neues, aber vielleicht für jemanden von Interesse.
 
Und ganz ehrlich: wenn es nur um ein optisch ordentliches Aussehen für acht Stunden im Büro geht, dann reicht auch ein Durchgang mit dem Strich, allzumal mit dem R41. Alles Andere ist eher für eine höhere Nachhaltigkeit und v.a. für das eigene Gefühl.

Wenn ich mich nur einmal die Woche rasiere (manchmal im Urlaub), ist gegen den Strich rasieren kein Problem.
Für die tägliche Rasur oder die Rasur jeden zweiten Tag ist das bei mir aber auch nach Jahren nix. Da muss dann mit+quer reichen, und das tut es dann auch. Optisch einwandfrei für den ganzen Tag, ein bisschen kratzig wenn man am Hals gegen den Strich streicht (macht außer meiner Frau eh niemand :cool:), aber das ist besser als eine Halspartie, die so aussieht, als käme sie frisch vom Fleischer.

Das hängt doch alles komplett vo Bartwuchs, Haut, und vielen anderen Faktoren ab. Man muss sich nicht krampfhaft gegen den Strich rasieren.
 
Konkret mach ich das so:

Geplant sind 3 Durchgänge, Hobel, Klinge nach Gusto.
Die ersten beiden Durchgänge mit und dann quer zur Wuchsrichtung.

Beim dritten Durchgang alles einschäumen und erst den Hals, dann die Wangen und rund um den Mund rasieren. Falls der Hals glatt genug ist, nur die Wangen und rund um den Mund bearbeiten.

Die Besonderheit bei der Rasur gegen den Strich ist der veränderte Winkel des Rasierhobels und das Straffen der Haut, was eine möglichst seifenfreie Region unterhalb der zu rasierenden Region erfordert.

Wenn also alles gegen den Strich rasiert werden soll, dann fange ich unten, am Hals, an. Der Trick ist: Man beginnt damit, dass man den Hobel im 90 Grad Winkel auf die Haut setzt und ihn dann bei gestraffter Haut nach oben zieht, in Richtung Kinn/Kieferknochen. Natürlich rasiert der nun nicht.
Das ist ja auch der erste Probezug. Jetzt verringert man schrittweise den Winkel, bis der Hobel anfängt zu „greifen““, also die Barthaare erwischt werden. Das fühlt und hört man deutlich!
Der Kontakt der Klinge zu den Barthaaren beginnt dann irgendwo bei 70 Grad. Der Winkel, das ist entscheidend, ist damit deutlich größer als bei der Rasur mit und quer zum Strich!
Diesen Winkel beibehaltend (!) rasiert man sich nun überall gegen den Strich, wenn es geht, mit vorgespannter Haut. Das funktioniert eigentlich sehr sicher und schnell.

Vorteilhaft ist es, wenn man nur die zu rasierenden Partien einschäumt, man in Etappen rasiert, weil dann das Spannen der dann seifenfreien Haut unterhalb besser klappt. Beim Rasieren der Wangen also den Hals nicht einschäumen.

Ich finde, dass man mit dieser Methode ein BBS Rasur recht sicher und schnell hinbekommt.

Ich habe früher immer den Winkel zu klein gehalten und mich verletzt.
Auch genug Wasser im Schaum ist wichtig, damit es gut flutscht.

Wie seht ihr das? Was sind eure Gegen-den-Strich-Rasur-Hacks?rasierensmilie
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben