Über die Shavette zum Rasiermesser

Dieses Thema im Forum "Rasiermesser mit Wechselklinge (Shavette, Feather)" wurde erstellt von Batou, 17. März 2019.

  1. Batou

    Batou Very Active Member

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    Ich beschäftige mich nun schon eine ganze Weile mit dem Thema Nassrasur und liebe es, meine "weapons of choice" nach Lust und Laune zu wechseln. So kommt auch keine Langeweile auf und das Thema Nassrasur bleibt jeden Tag interessant.

    Das beinhaltet auch die abwechselnde Verwendung von Shavette und Rasiermesser. Man findet nach und nach die Vor- und Nachteile eines Rasiermessers mit oder ohne Wechselklinge heraus und findet auch ihre favorisierten Einsatzbereiche.

    Mit der Zeit macht man sich auch Gedanken, was man denn nun jemandem empfehlen sollte, der gerne den Weg zum Einstieg in die Messerrasur beschreiten möchte. Zunächst als Einstieg die Shavette wählen oder direkt ohne Umweg ein Rasiermesser samt allem Zubehör besorgen und damit beginnen?

    Nach Abwägen aller Vor- und Nachteile würde ich einem Einsteiger eher zunächst den Kauf einer Shavette empfehlen. Ganz einfach weil ein Einsteiger sich zunächst idealerweise ausschließlich mit der Technik der Messerrasur an sich beschäftigen sollte, ohne sich mit Problemen wie unzureichender oder ständig wechselnder Klingenschärfe, der Technik des Abziehen auf dem Lederriemen oder dem Problem des erforderlichen Nachschärfens auseinadersetzen zu müssen. In der Regel ist es nämlich die schiere Gesamtheit aller möglicherweise (oder besser wahrscheinlich) auftretenden Probleme, die den Einsteiger letztendlich demotivieren und ihn resignieren lassen.

    Allerdings würde ich unter diesen Randbedingungen dem Einsteiger unbedingt zusätzliche Empfehlungen für den Kauf einer geeigneten Shavette mitgeben. Zunächst mal die wichtigste Empfehlung von mir wäre, unbedingt eine Shavette mit großer Klingenlänge (d.h. breiten Wechselklingen) zu kaufen weil man nur so von der Rasurtechnik möglichst nahe an die richtige Messerrasur herankommt. In der Regel sind Shavetten um einiges leichter als "richtige" Rasiermesser. Man sollte also nicht unbedingt das leichteste aller leichtgewichtigen Modelle kaufen aber es wird letztendlich trotzdem auf einen Kompromiss hinauslaufen.

    Ein zusätzlicher Aspekt ist hier auch die Kostenfrage. Gerade bei Wechselklingenmessern gibt es extreme Preisunterschiede, wobei teurere Modelle nicht unbedingt auch eine bessere Wahl sein müssen. Geeignet sind z.B. auch preisgünstigere Modelle wie die bekannte Dovo Shavette oder die (oft recht ähnlich aussehenden) Konkurrenzprodukte der Firmen Tondeo oder Jaguar sowie baugleiche no-name Produkte, die oft qualitativ dem Original in nichts nachstehen. Die hier verwendeten Klingen (z.B. Dovo professional, Tondeo TSS3 etc.) haben eine effektive Schnittkante von 62mm und kommen dadurch schon recht nahe an die Länge der Schnittkante eines realen Rasiermessers heran.

    Ich selbst verwende einen Nachbau eines Tondeo Sifter Wechselklingenmessers in Ganzstahlausführung, den man für einen Preis unter 20€ erwerben kann (z.B. Roedter 1909 etc.) und mit dem ich sehr zufrieden bin. Was die Wahl der Klingen betrifft, habe ich persönlich mit den Tondeo TSS3 die besten Erfahrungen gemacht. Hier kann jeder selbst seine Klingentests durchführen und genauso wie beim Hobel die Klinge seiner Wahl finden.

    Natürlich ist eine Shavette kein Rasiermesser aber beherrscht man bereits die Rasur mit einer Shavette, ist der Wechsel zum Rasiermesser in der Regel problemlos möglich. Dann hat man auch genügend Zeit und Muße, sich mit den weiteren Fragen wie z.B. dem Ledern und Nachschärfen auseinandersetzen zu können.

    Ich hoffe, mit meinen oben beschrieben "morgendlichen Nassrasurgedanken" dem einen oder anderen Einsteiger ein wenig helfen zu können.
     
    #1 Batou, 17. März 2019
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2019
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  2. Hobelix

    Hobelix FdR-Pate

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    Befinde mich auch schon eine gewisse Zeit in der "Übergangsphase". Im Klartext:
    Über die Shavette zum Messer. Habe seit kurzem sogar 4 Billigheimer (Messer) und Streichriemen ins Repertoire aufgenommen. Bekomme aber keine Schärfe bei den Messern zustande. Werde demnächst meine "Steinchen" zum Einsatz bringen. (kommen bei meinen Taschenmesser zur Anwendung).
    Zurück zur Shavette. Kann nur bestätigen, dass ein schwereres Modell zum Erlernen der Handhabung von Vorteil ist. Das "Dovo-Teil", mit der Möglichkeit auch für längerer Klingen, gehört aber leider zu den Leichtgewichten. Wichtig für mich und die größte Hürde war die Haltung der Shavette im Einsatz. Der Hinweis aus dem Forum, linke Seite - linke Hand und rechte Seite - rechte Hand, sollte wirklich beachtet werden. Dann ruhig auch nur einen Durchgang ausführen und den Rest mit dem gewohnten Rasierer beenden. Bin zwar schon länger mit dieser Methode zugange, kann aber nach Lust und Laune "die Bereiche" erweitern. Mein Tipp, hier auch schon mehrfach angepriesen: Trockentraining. Shavette ohne Klingenbestückung nach der z.B. Hobelrasur.
    Also, einschäumen und Schaum abtragen. Trainiert zumindest mal die "Handhaltung" und "Führung" der Shavette.
     
  3. Batou

    Batou Very Active Member

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    Ehrlich gesagt, frage ich mich mittlerweile, ob das Thema Gewicht wirklich eine so große Rolle spielt. Wenn man sich z.B. den Bereich DE-Hobel anschaut, dort gibt es mittlerweile so viele gute Produkte, die aus Aluminiumlegierungen oder Titan gefertigt sind und von zahlreichen Abnehmern sehr positive Kritiken erhalten. Ein Hersteller in den USA hat sogar den längst ausgestorbenen Bakelithobeln ein erfolgreiches Revival ermöglicht. Letztendlich ist es meiner Ansicht nach viel mehr eine Frage der Gewohnheit und der Erfahrung als der unbedingten Notwendigkeit eines gewissen (Mindest-)Gewichts. Das betrifft sowohl Rasierhobel, als auch Wechselklingenmesser.
     
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  4. Hobelix

    Hobelix FdR-Pate

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    Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass durch das höhere Gewicht, das Verändern des Winkels, stärker wahrgenommen wird und besser "funktioniert".
     
  5. Paula

    Paula Very Active Member

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    Absolut! Vor dem Rasiermesser habe ich zuerst mit einer Dovo Shavette angefangen. Der Umstieg war, vom Ledern mal abgesehen, unproblematisch. Wenn ich mal keine Lust auf Ledern oder einfach Lust auf ein Wechselklingenrasiermesser habe, benutze ich die Jaguar Orca mit den langen Klingen ganz gerne.
     
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  6. maranatha

    maranatha Moderator FdR-Pate Gold FdR-Pate

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    Naja, ich weiß nicht. Meine Versuche mit der Shavette waren zwar recht erfolgreich, haben mir aber bei dem Zurechtkommen mit dem Messer in keinster Weise geholfen. Den Durchbruch mit dem Messer jetzt im dritten Anlauf hat nicht die Erfahrung mit der Shavette gebracht, auch nicht positiv unterstützt, denn ich empfinde ein Messer im Handling und auch im Spüren und Verhalten der Klinge als komplett anders. Der Durchbruch kam tatsächlich durch die Unterstützung und quasi durchgehenden Begleitung hier im Forum, die die Motivation zum Durchhalten gebracht hat.
     
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  7. ReliefpfeileR

    ReliefpfeileR Active Member

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    Es ist wie bei allem Anderen. Bei einem läuft's, beim Anderen nicht. Generelle Empfehlungen kann man in dieser Hinsicht nicht aussprechen.
    Man kann sehen, ob die Art der Rasur einem Spaß macht, da die Handhabung ähnlich ist. Nur sind Wechselklingenmesser (Frameback ausgenommen) nicht gleich einem Rasiermesser.

    Einige erfahrene Messerkünstler sind an dem Wechselklingenmesser gescheitert, einige rasieren sich damit lieber als mit dem Rasiermesser, manch einer beherrscht beides. Fast alle sagen das die Handhabung ähnlich, das Verhalten aber sehr unterschiedlich ist und eine leicht hohle Klinge schon mehr verzeiht, wie eine starre Klinge im Wechselsystem (ähnlich derben Messer).

    Ich bin eher am überlegen die Klinge ähnlich dem Messer auch mal über den Riemen zu jagen. Nicht wegen der Standzeit, eher wegen Wissen wollen.
     
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  8. SaschaK

    SaschaK Active Member

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    Selbst ein Wechselklingenmesser mit kurzen, also DE-Klingen (bei mir: Bluebeards Revenge), kann ein geeigneter Einstieg sein. Nämlich wenn es um Teilrasur und Konturen geht (bei Bart-Trägern). Man gewöhnt sich an die Handhabung und lernt die Präzision zu schätzen ohne am Anfang mit der langen Klinge nicht zu wissen wohin. Das so Gelernte lässt sich dann auf die längere Klinge ganz gut übertragen...
     
  9. Alvaro

    Alvaro Writes More Here Than At Work

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    Einen Nachbau des Tondeo Wechselklingenmessers?
    Würde mich interessieren.
    Ich kenne da nur den Nachbau der Shavette.

    Warum soweit gehen, es gibt doch den Merkur 45
     
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  10. Batou

    Batou Very Active Member

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    Wie ich sehe, werden meine Vorschläge und Ansichten doch recht kontrovers diskutiert. Für mich macht es vom Handling kaum einen Unterschied, ob ich nun ein Rasiermesser mit oder ohne Wechselklinge in der Hand halte. Die Vorgehensweise bei der Rasur und die angewendeten Züge sind exakt identisch. Lediglich was den Winkel betrifft, halte ich ein Rasiermesser tendenziell flacher und bei der Shavette sind die oft beschriebenen 30 Grad optimal. Mit den Gewichtsunterschieden habe ich keine Probleme aber vielleicht ist es bei mir ja nur die Routine, die meine momentane Sichtweise von der eines Einsteigers unterscheidet. Nassrasur ist eine sehr individuelle Angelegenheit.

    @Alvaro
    Das Roedter 1909 z.B. ist eine exakte Kopie des Tondeo Sifter classic.
     
  11. Hellas

    Hellas Klingenflüsterer Moderator Gold FdR-Pate

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    Ich gehöre da eindeutig zur Fraktion, die mit Wechselklingenmessern wesentlich schlechter zurecht kommt als mit Rasiermessern. Für mich sind das vollkommen unterschiedliche Dinge. Eigentlich sehe ich auch keinen Vorteil, eine bestimmte DE Klinge in ein Wechselklingenmesser zu spannen, statt in einen Hobel. Bei mir wird dann die Hobelrasur sanfter und gründlicher sein.

    Aber, ich habe jetzt zumindest mit einem Wechselklingenmesser meine "Frieden" mit der Sparte gemacht. Das ist der chinesische Artist-Club-Clon vom Alishop der auch die Gold Dollar und ZY-Messer führt. Die Rasur mit (bislang) Feather Pro Guard Blades kommt zumindest recht nah an eine Messerrasur (wenn auch nicht mit meinen besten Messern)
     
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  12. Alvaro

    Alvaro Writes More Here Than At Work

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    Okay, ich hatte ein anderes Model im Kopf.
     
  13. ReliefpfeileR

    ReliefpfeileR Active Member

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    Wie oben von mir zu lesen dachte ich das auch einmal. Jetzt bin ich an dem Punkt, an dem ich klare Unterschiede nicht so leicht belegen kann. Da es bei den WKM verschiedene Klassen gibt, ist ein pauschales Ratschläge gebn unmöglich.
    Ich beziehe mich jetzt einmal auf den Feather Artist Club SS. Wenn man lernt damit umzugehen, ist kein Messer verzeihender als dieses WKM. Hier wird in der selben Sanftheit gespielt. Ich nutze derzeit nahezu durchgängig das Kasho Captain Carbon. Stellt zwar eine Limited Edition dar, gleicht aber dem Feaher SS nahezu. Durch die "Lippen" wird die Haut nicht gespannt, wie es oft erwähnt wird, die Haut wird "vorgeschoben", aber auch gleichzeitig auf ganzer Klingenlänge auf eine Ebene gebracht, es sei denn, man nutzt bestimmte Klingenteile, was auch hier ohne Probleme funktioniert. Ich hatte mich kurzzeitig mit @efsk darüber ausgetauscht, weshalb die Klinge sanfter sein soll.
    Wenn gleichzeitig noch eine Klinge wie die ProGuard eingelegt wird, bringen die Drähte einen zusätzlichen Hautschutz, das man fast wie mit einem System arbeitet. Auch agressivere Klingen werden Handzahm in diesen Rasierern, das ich nicht sehen kann, ob ein Messer irgendwie noch sanfter sein kann.
    Bei beiden will die Rasur erlernt werden, anfangs haben ich mir jede Hautunebenheit entfernt, jetzt rasiere ich darüber hinweg als ob diese nicht vorhanden wären. Mir kommt es vor als ob ich sogar gefühlvoll Druck ausüben könnte, so sanft streichelt die Klinge über die Haut.

    DE Klingen, auch die WKM ähnlich den Feather DX spielen in einer anderen Liga. Hier kann man den Winkel freier wählen, jedoch fehlen die Stützräder des SS. Wenn ich mir die Berichte von @Hobelix durchlese kann man auch mit DE Klingem gute Rasuren erreichen. Die DX Klasse ist sanft, hat aber wieder eigene Tücken. Hier schein meist die niedrige Gewichtsklasse hinderlich.

    Alles in allem empfinde ich die Rasuren heute mit WKM wie Feather SS oder ähnlich als eine der sanftesten Rasuren die ich mir vorstellen kann, wobei man noch das Vergnügen hat auf verschiedene Klingen zurück zu greifen. Für mich ist die Feather Professionell Super eine klasse Klinge, scharf und doch sanft. Nur hab ich da bisher Probleme mit dem Hautschutz, woran ich aber arbeite.

    Wie ich schon wo anders empfohlen habe, entweder hochwertige WKM, da kann man auch bleiben, oder gleich auf das Messer und das Ledern über Hilfsmittel wie auflegen vom Leder oder Zeitungspapier erledigen.

    Viele Berichte von WKM stammen von Rasiermessernutzern, diese haben auch keine Lust mehr sich darin einzuarbeiten. Es spielt in der gleichen Klasse, die Handhabung unterscheidet sich aber doch etwas. Wie jeder Hobel, wollen auch diese Geräte erkundet werden um die Rasur zu erlernen. Das muss man auch mit dem Rasiermesser.

    Also @Extraordinary Gentleman, extra für Dich noch einmal zusammen gefasst. Wenn Du aber einen Umweg gehen willst, musst Du zuerst das WKM und dann das Messer erlernen. Ich rate Dir gleich auf das Messer zu gehen, wenn es das Messer sein soll. Ich finde Rasiermesser auch wunderschön, sehe aber keinen Mehrwert mehr für mich.
     
  14. Hobelix

    Hobelix FdR-Pate

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    Jede "Rasurgattung" hat seine Vor- und Nachteile. Doch für Alle gilt: Wer kann, der kann.
    (meine Meinung) o_O
     
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  15. Rasierwasser

    Rasierwasser FdR-Pate

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    @ReliefpfeileR @Batou Interessante Überlegungen. Ich muss mich da auch mal vertiefen. Ich hatte vor vielen Jahren mal ein RM gekauft und bin damit nicht wirklich gut zurecht gekommen. Seit rund 30 Jahren liegt dieses RM nun bei mir ungebraucht herum. Ich will mich aber nicht davon trennen. Wer weiss, vielleicht nehme ich wieder einmal einen Anlauf.
    Ein WKM habe ich noch nie ausprobiert.
    Ich kenn mich also weder mit RM noch mit WKM aus. Aber ich bin beim FdR und besonders in diesem Strang ja am richtigen Ort, um das zu ändern...:happy
     
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  16. Extraordinary Gentleman

    Extraordinary Gentleman Active Member

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    Ah, jetzt wird hier strangübergreifend diskutiert. Sehr gut!

    Da verweise ich doch mal hierhin.
     
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  17. Matchbox

    Matchbox FdR-Pate

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    Moin,

    ich halte es für wichtiger, dass man sich gut nass rasieren kann. Soll heißen Barthaare einweichen und einen guten Schaum hinbekommen.
    Das sollte man meiner Meinung nach beherrschen, damit der Einstieg ins Messern leichter wird.
    Und das kann einige Zeit (Wochen) dauern.
    Danach ist der Umgang mit dem Messer eigentlich ziemlich leicht, wenn man nicht zu ungeschickt ist.
    Man muss ja auch nicht direkt Babypoglätte anstreben.

    Viele Grüße

    Matchbox
     
  18. ReliefpfeileR

    ReliefpfeileR Active Member

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    Wunderbar, @Extraordinary Gentleman.

    Die offene Klinge zollt schon Respekt. Ich habe zum Glück recht frei agiert, auch die ersten Blessuren waren nicht so schlimm. Habe zwar etwas geblutet, dafür ohne Schmerzen. Wurde aber sehr schnell viel besser.
    Vor den Erfahrungen mit WKM habe ich nicht einmal einen Alaun besessen. Jetzt benötige ich ihn schon wieder fast nicht mehr. Dran bleiben, das Setup so gut wie möglich gleich halten, evtl.am Anfang für ein besseres Gleitverhalten mit Rasieröl sorgen, dann geht das schnell und problemfrei.
    Knapp eine Woche, dann sind die gröbsten Züge gelernt Feinheiten dauern länger, bin ich noch beschäftigt mit, wird auch noch dauern.

    Die kurze Klinge ist aber auch fix und wendig, da sind größere Klingen träger. Aber Angst das man sich ernsthaft verletzt muss man eigentlich nicht haben. Das muss man schon wollen, so nebenbei passiert das nicht so leicht.
     
    #18 ReliefpfeileR, 8. Mai 2019
    Zuletzt bearbeitet: 8. Mai 2019
  19. Barbon

    Barbon FdR-Pate

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    Danke für diesen Thread! Ich hatte mir vor Jahren mal eine Shavette mit Olivenholz-Griff gekauft. Die Versuche mit halben DE-Klingen waren gruselig, jedoch lief es mit der Tondeo TSS richtig gut. Dann lag es nur im Schrank, da ich meine Hobelsammlung stark erweiterte und mir die Shavette zu fummelig war.
    Ende Juni habe mir ein Messer geleistet und war mit der Rasur nur begrenzt zufrieden. Da ich nicht wusste ob es am Gerät oder der Technik liegt, habe ich die gute Shavette reaktiviert und siehe da, die Technik war es nicht. Ich nutze die Shavette jetzt jeden Tag und es läuft.
    Leider neige ich zum „Suchtverhalten“ und die ganzen schönen WKM hier...

    Liebe Grüße aus LE,

    Barbon
     
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  20. Batou

    Batou Very Active Member

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    Ich kann nur immer wieder von Wechselklingenmessern mit normalen (also schmalen) DE Klingen abraten. Shavetten mit breiten Klingen (>6cm) liegen gefühlt wesentlich näher an einem richtigen Rasiermesser und der Unterschied zu diesen schmalen Klingen ist schon groß (wenn nicht sogar gewaltig).

    Soweit meine 2 Cent zu diesem Thema.
     
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