Stubble Cutter
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Ich bin ja noch ein kleines Review schuldig und nachdem ich bisher hier noch keinen Thread zu dem Hobel gefunden habe, dachte ich, ich mache mal einfach einen neuen Faden auf.
Ich habe den Hobel Ende November von meiner BEVA geschenkt bekommen, nachdem ich ihn @HGS neu abkaufen konnte. Wie es dazu kam, dass meine BEVA meinte, ich müsste ausgerechnet diesen Hobel haben?:
Ich saß abends vor meinem Rechner und habe mir einen Bericht über den Hobel durchgelesen und ging anschließend auf die entsprechende Website, als meine BEVA mir plötzlich über die Schulter sah. Ich rechnete mit einem: "Oh, schon wieder neuer Rasurkram?" Stattdessen kam ein "Unverschämtheit. Doppelter Namensdiebstahl......" Sie kennt meinen Nickname Stubble Cutter hier im Forum (hoffentlich meldet sie sich hier niemals an
). Nun ja, und mein tatsächlicher Vorname ist, Überraschung: Guido
Also kam von ihr nur: "Den musst du haben. Den will ich dir schenken". Da sagt man natürlich nicht nein. Also kam es, dass ich mich auf die Suche nach dem guten Stück gemacht habe und Glück hatte, dass der gute @HGS ihn im Zulauf hatte und ihn mir verkauft hat. Danke nochmal dafür.
Nun zum Hobel selbst:
Er kommt in einer schönen Box mit Einlage daher. Zum Lieferumfang gehört die Grundplatte mit Safety Bar sowie eine Platte mit Open Comp. Ferner ist ein passender Stand dabei.
Meine Ausführung ist in poliertem Messing, welches richtig golden glänzt. Die Verarbeitung aller Flächen und Grate ist einwandfrei. Einzig die Ecken der Topcap sind ein wenig spitz, aber das stellt keinerlei Problem dar.
Zu den technischen Daten:
Der Hobel ist aus poliertem Messing, ebenso der Stand. Das macht das ganze natürlich recht empfänglich für Fingerabdrücke, welche sich aber mit dem beigelegten Poliertuch gut wieder entfernen lassen.
Der Griff ist ca. 86 mm lang und fein gerändelt. Dabei ist er von unten auf einer Länge von ca. 51 mm hohl gebohrt und wiegt schlanke 55 Gramm.
Die Topcap wiegt zusammen mit der SB-Platte 47 Gramm und zusammen mit der OC-Platte 49 Gramm. Mit beiden Platten wird die Klinge seitlich komplett abgedeckt.
Der Hobel hat eine Blade-Gap von 0,77 mm bei neutraler Exposure.
Und wie rasiert er sich?
Ich würde ihn nicht als Autopilothobel bezeichnen. Er braucht schon etwas Aufmerksamkeit. Aber der Reihe nach.
Zunächst hatte ich, da ich ein paar Tage frei hatte und die OC-Platte ausprobieren wollte, mich fünf Tage lang nicht rasiert (Sakrileg). Nach der Dusche und dem Einschäumen mit einer SV fix eine neue Perma-Sharp eingelegt und ran ans Werk. Der OC mäht wirklich einiges beim ersten Zug weg und hat eine hervorragende Gründlichkeit zu bieten. Dabei gleitet der Hobel hervorragend mit seiner polierten Oberfläche über den Schaumteppich. Eine gewisse Winkeltoleranz ist vorhanden und je nach Anstellwinkel hat er einen sehr interessanten Klang. Er ist nicht leise und hat dann dabei etwas tönendes, so wie eine Glocke. Man hört halt, dass der Griff hohl ist. Nach drei Durchgängen hatte ich eine durchaus glatte Rasur, die allerdings nicht ganz BBS geworden war. Auch gab es zwei kleine Blutpunkte, was bei meinen anderen Hobeln eigentlich nicht mehr vorkommt.
Ich habe mich dann in den nächsten Tagen mit der SB-Platte rasiert. Die Gleit- und Klangeigenschaften sind identisch mit der OC-Platte. Die Rasuren waren insgesamt gründlicher. Dabei ist er Hobel eigentlich nicht sonderlich aggressiv sondern eher ein sanfter Vertreter.
Er liegt dabei gut ausbalanciert und angenehm in der Hand. Die Rändelung des Griffs ist nicht scharfkantig, aber so, dass der Griff auch mit seifigen Händen immer sicher gehalten werden kann. Er benötigt nicht viel Druck. Man kann ihn gut mit seinem Eigengewicht arbeiten lassen. Auch in dem schmalen Bereich unter der Nase (ich trage einen Henri Quattro, habe aber gut 5 mm unter der Nase frei rasiert) und im Bereich der Nasenlöcher ist er gut führig. Aufgrund seines Materials kann er ganz hervorragend Wärme speichern, was ich zumindest jetzt in den kalten Monaten als ganz angenehm empfinde.
Aber er hat auch eine Eigenart: Er fordert deine Konzentration beim Ansetzen. Ich habe mir bei den folgenden Rasuren gelegentlich kleine Ansetzcuts zugezogen in Situationen, in denen ich es nicht vermutet hätte. Kurz unkonzentriert und unvermittelt beißt er zu. Er kann also eine kleine Zicke sein.
Von der Nachhaltigkeit kommt er dabei allerdings nicht an meine Tophobel ran. Eventuell muss ich da noch ein paar andere Klingen (Feahter, Kai, Sputnik) durchtesten. Dafür geht er recht sanft mit der Klinge um. es kommt selten bei mir vor, dass eine Parma-Sharp bei mir fünf Rasuren überdauert.
Aufgrund seiner gelegentlichen Zickigkeit ist er für mich kein Daily Driver und auch kein Exithobel. Aber er ist ein optisch und haitisch sehr wertig gefertigter Hobel, den ich gerne in die Hand nehme und nutze, wenn ich weiß, dass ich Zeit und Ruhe dafür habe, also vorzugsweise sonn- und feiertags.
Ich möchte ihn definitiv nicht missen, denn er macht trotz seiner Zickigkeit durchaus Spaß und werde ihn (auch schon wegen des unverschämten Diebstahls meiner Namen und vor allen Dingen weil es ein Geschenk meiner BEVA war) auf keinen Fall wieder hergeben.
Ich habe den Hobel Ende November von meiner BEVA geschenkt bekommen, nachdem ich ihn @HGS neu abkaufen konnte. Wie es dazu kam, dass meine BEVA meinte, ich müsste ausgerechnet diesen Hobel haben?:
Ich saß abends vor meinem Rechner und habe mir einen Bericht über den Hobel durchgelesen und ging anschließend auf die entsprechende Website, als meine BEVA mir plötzlich über die Schulter sah. Ich rechnete mit einem: "Oh, schon wieder neuer Rasurkram?" Stattdessen kam ein "Unverschämtheit. Doppelter Namensdiebstahl......" Sie kennt meinen Nickname Stubble Cutter hier im Forum (hoffentlich meldet sie sich hier niemals an

). Nun ja, und mein tatsächlicher Vorname ist, Überraschung: GuidoAlso kam von ihr nur: "Den musst du haben. Den will ich dir schenken". Da sagt man natürlich nicht nein. Also kam es, dass ich mich auf die Suche nach dem guten Stück gemacht habe und Glück hatte, dass der gute @HGS ihn im Zulauf hatte und ihn mir verkauft hat. Danke nochmal dafür.
Nun zum Hobel selbst:
Er kommt in einer schönen Box mit Einlage daher. Zum Lieferumfang gehört die Grundplatte mit Safety Bar sowie eine Platte mit Open Comp. Ferner ist ein passender Stand dabei.
Meine Ausführung ist in poliertem Messing, welches richtig golden glänzt. Die Verarbeitung aller Flächen und Grate ist einwandfrei. Einzig die Ecken der Topcap sind ein wenig spitz, aber das stellt keinerlei Problem dar.
Zu den technischen Daten:
Der Hobel ist aus poliertem Messing, ebenso der Stand. Das macht das ganze natürlich recht empfänglich für Fingerabdrücke, welche sich aber mit dem beigelegten Poliertuch gut wieder entfernen lassen.
Der Griff ist ca. 86 mm lang und fein gerändelt. Dabei ist er von unten auf einer Länge von ca. 51 mm hohl gebohrt und wiegt schlanke 55 Gramm.
Die Topcap wiegt zusammen mit der SB-Platte 47 Gramm und zusammen mit der OC-Platte 49 Gramm. Mit beiden Platten wird die Klinge seitlich komplett abgedeckt.
Der Hobel hat eine Blade-Gap von 0,77 mm bei neutraler Exposure.
Und wie rasiert er sich?
Ich würde ihn nicht als Autopilothobel bezeichnen. Er braucht schon etwas Aufmerksamkeit. Aber der Reihe nach.
Zunächst hatte ich, da ich ein paar Tage frei hatte und die OC-Platte ausprobieren wollte, mich fünf Tage lang nicht rasiert (Sakrileg). Nach der Dusche und dem Einschäumen mit einer SV fix eine neue Perma-Sharp eingelegt und ran ans Werk. Der OC mäht wirklich einiges beim ersten Zug weg und hat eine hervorragende Gründlichkeit zu bieten. Dabei gleitet der Hobel hervorragend mit seiner polierten Oberfläche über den Schaumteppich. Eine gewisse Winkeltoleranz ist vorhanden und je nach Anstellwinkel hat er einen sehr interessanten Klang. Er ist nicht leise und hat dann dabei etwas tönendes, so wie eine Glocke. Man hört halt, dass der Griff hohl ist. Nach drei Durchgängen hatte ich eine durchaus glatte Rasur, die allerdings nicht ganz BBS geworden war. Auch gab es zwei kleine Blutpunkte, was bei meinen anderen Hobeln eigentlich nicht mehr vorkommt.
Ich habe mich dann in den nächsten Tagen mit der SB-Platte rasiert. Die Gleit- und Klangeigenschaften sind identisch mit der OC-Platte. Die Rasuren waren insgesamt gründlicher. Dabei ist er Hobel eigentlich nicht sonderlich aggressiv sondern eher ein sanfter Vertreter.
Er liegt dabei gut ausbalanciert und angenehm in der Hand. Die Rändelung des Griffs ist nicht scharfkantig, aber so, dass der Griff auch mit seifigen Händen immer sicher gehalten werden kann. Er benötigt nicht viel Druck. Man kann ihn gut mit seinem Eigengewicht arbeiten lassen. Auch in dem schmalen Bereich unter der Nase (ich trage einen Henri Quattro, habe aber gut 5 mm unter der Nase frei rasiert) und im Bereich der Nasenlöcher ist er gut führig. Aufgrund seines Materials kann er ganz hervorragend Wärme speichern, was ich zumindest jetzt in den kalten Monaten als ganz angenehm empfinde.
Aber er hat auch eine Eigenart: Er fordert deine Konzentration beim Ansetzen. Ich habe mir bei den folgenden Rasuren gelegentlich kleine Ansetzcuts zugezogen in Situationen, in denen ich es nicht vermutet hätte. Kurz unkonzentriert und unvermittelt beißt er zu. Er kann also eine kleine Zicke sein.
Von der Nachhaltigkeit kommt er dabei allerdings nicht an meine Tophobel ran. Eventuell muss ich da noch ein paar andere Klingen (Feahter, Kai, Sputnik) durchtesten. Dafür geht er recht sanft mit der Klinge um. es kommt selten bei mir vor, dass eine Parma-Sharp bei mir fünf Rasuren überdauert.
Aufgrund seiner gelegentlichen Zickigkeit ist er für mich kein Daily Driver und auch kein Exithobel. Aber er ist ein optisch und haitisch sehr wertig gefertigter Hobel, den ich gerne in die Hand nehme und nutze, wenn ich weiß, dass ich Zeit und Ruhe dafür habe, also vorzugsweise sonn- und feiertags.
Ich möchte ihn definitiv nicht missen, denn er macht trotz seiner Zickigkeit durchaus Spaß und werde ihn (auch schon wegen des unverschämten Diebstahls meiner Namen und vor allen Dingen weil es ein Geschenk meiner BEVA war) auf keinen Fall wieder hergeben.
