Forum der Rasur

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Alternative Schärfmethoden

Ich denke diese Form der Bretter ist den Steinen entlehnt, die auch im Museum ausgestellt waren.
Hat bei den Japanern bestimmt einen historischen Hintergrund im Zusammenhang mit dem Schärfen von Katanas.
Kann mir gut vorstellen, dass, wie Chuchillo anmerkt, die Facette leicht ballig wird. Das wiederum erhöht ja bekanntlich den Facettenwinkel. Die wollten ihre Schwerter sauscharf, aber auch robust genug, dass die nach dem ersten abgeschlagen Kopf in der Schlacht, nicht gleich stumpf sind.

Nur ne Vermutung
 
Das Eingangsvideo zeigt sehr gut, dass es auch andere Methoden gibt, wie man ein Messer scharf bekommen kann.

Als generelle Feststellung: Es geht keineswegs um wer recht hat oder nicht sondern "geht es anders auch", wie der Titel dieses Fadens schon vermuten lässt - rasiert das Messer zufriedenstellend ist doch das Ziel erreicht, egal wie. Egal ob Paste oder nicht oder mit Seife am Stein oder sonst noch was.. ist das Messer scharf und rasiert subjektiv angenehm ist das drumherum egal. Für mich gilt: Je besser man die einzelnen Methoden dokumentiert, dass jemand anderer das auch versuchen kann, desto besser ist dies für alle.

Ich selbst hab mir vor längerer Zeit nun schon eine Platte zugelegt (hier erwähnt), auf der sich Steine (natürlich auch anderes) konvex "schleifen" lassen. Ja, konvex - bauchig.
Der Erfinder dieser Platte hat sie sogar so weit entwickelt dass man 2 Arten von Steinen schleifen kann: Einen mit größerem Radius und einen mit kleinerem Radius.
Ohne da jetzt einem anderen Bericht vorgreifen zu wollen (der ist noch in Arbeit:flucht1).. man schleift/schärft eine Hohlung in die Schneide/Facette. Durch das Schleifen/Schärfen auf einem konvexen Stein wird die Schneide/Facette konkav. Das mag verrückt klingen und ich versteh auch vollkommen, dass das einigen gar nicht schmeckt, aber es ist einfach eine Möglichkeit wie man es auch machen kann und das Messer auch eine tolle Rasurschärfe erreicht. Die Standzeit der Klinge ist ein anderes Thema und die Erfahrung die man mitbringen sollte um auf konvexen Steinen regelmäßig top Ergebnisse zu erzielen ebenso.
Das ganze wurde im Faden "Convex angerichtete Steine" schonmal angefangen und der rare Kollege @JPO hat ein paar tolle Beiträge (ff) dazu gepostet.

Subjektiv ist das Rasuererlebnis anders/manchmal besser, objektiv wird das Messer beim Ledern und Rasieren lauter. Mehr dazu kommt dann im gesonderten Bericht.
 
Ich selbst hab mir vor längerer Zeit nun schon eine Platte zugelegt (hier erwähnt), auf der sich Steine (natürlich auch anderes) konvex "schleifen" lassen. Ja, konvex - bauchig.
Danke für den Link, da ist das Thema ja schon mal erörtert worden.

Da weist @Rotznase auch auf die Reparaturmöglichkeit mit konvexen Steinen hin.

Der Vorteil von den gewölbten Brettchen gegenüber maschinell drehenden Scheiben oder Steinen, ist dabei, daß man mit den Brettchen ganz langsam und vorsichtig an der Dünnung arbeiten kann, damit es nicht zu dünn wird.

Im Faden unter dem Link wurde die Auffassung vertreten, daß man damit die Facette konkav und spitzerem Schneidwinkel schärft. Das ist bei der Reparatur aber nicht so gemeint. Es geht um den Bereich der Dünnung, also zwischen Facette und Wall. Die Facette wird am Ende wieder auf dem planen Stein gemacht.
Und wenn man mehrere Brettchen von konvexer zu flacher benutzt, wird die Dünnung dann auch minimal konvex.
 
Und wenn man mehrere Brettchen von konvexer zu flacher benutzt, wird die Dünnung dann auch minimal konvex.
bzw. am Ende durchs Ledern sowieso. Da kann die Unterlage noch so gut/fest sein, alles was nachgibt macht eine minimal konvexe Schneide. (zumindest nach meinem Verständnis)
Es geht um den Bereich der Dünnung, also zwischen Facette und Wall. Die Facette wird am Ende wieder auf dem planen Stein gemacht.
Soweit ich das verstanden habe - bin kein Experte, was dieses Thema angeht - ist dieser von dir als Dünnung bezeichneter Teil anfangs Teil der Facette und dann später nicht mehr, weil er keinen Kontakt mehr hat zum Stein (jedoch kann man den wieder herstellen, indem einfach mehr Druck ausübt. Wie das gesamte RM auch, je hohler desto flexibler, darum muss man da schon auch drauf achten es nicht zu übertreiben). Die von dir beschriebene Dünnung ist die etwas breiter ausgefallene Facette, darum muss das Messer ja zur Reparatur. Wär schon spannend, das bei einem komplett runtergeschärften Messer mal zu probieren :)

Da weist @Rotznase auch auf die Reparaturmöglichkeit mit konvexen Steinen hin.
Ich verstehe den Post vom Kollegen jedoch so, dass mit rundem Stein die Hohlung bearbeitet wird.
 
bzw. am Ende durchs Ledern sowieso.
Beim Ledern ist man nur an der Facette bzw, auch an der Kante Facette zu Dünnung. Die Dünnung erreich man nicht und sie kann nicht durch Ledern Konvex werden.
Soweit ich das verstanden habe - bin kein Experte, was dieses Thema angeht - ist dieser von dir als Dünnung bezeichneter Teil anfangs Teil der Facette und dann später nicht mehr, weil er keinen Kontakt mehr hat zum Stein (jedoch kann man den wieder herstellen, indem einfach mehr Druck ausübt.
Wenn man die Dünnung nachschleift, macht man das nicht bis in die Spitze der Facette. Dann wäre es zu dünn. Man macht die Facette nur schmaler. Mit dem letzten fast planen Brett kann man dann die Scheidenspitze fast erreichen für die Konvexität der Dünnung.
Wenn man auf dem planen Stein beim Facette Setzen Druck ausübt, arbeitet man wieder auf der Kante Facette zu Dünnung, vielleich kriegt man damit auch einen fliessenden Übergang hin.

j0mber: Ich verstehe den Post vom Kollegen jedoch so, dass mit rundem Stein die Hohlung bearbeitet wird.

Die Dünnung ist die Hohlung des Viertelhohlschliffs.
 
Sehr interessanter Faden! daumenh!

Ich selber verwende seit längerer Zeit insbesondere zum Setzen der Fase die etwas brachial oder rabiat anmutende Methode, wie sie von Ulrik in seinen Videos, sowie in dem von @Hellas im Coticule-Thread verlinkten Video von BastlWastl gezeigt werden. Erst bei feineren Körnungen, bzw. Verdünnung im Falle der Dilucot-Methode, gehe ich zu herkömmlichen Schüben in nur eine Richtung über. Auch dort müsste man das nicht, aber man sieht dann besser und genauer ob es zum Undercut kommt.
Schnell, sauber, effektiv.
Ich erlebe bei Anfängern oft einen sehr großen Respekt und die Sorge, dass die Schneide des Messers extrem empfindlich ist (ging mir früher auch so) und daher auch beim Schärfen übervorsichtig sind. Das geht bei einigen so weit, dass sie ihre Messer nichtmal unter fließendem Wasser abspülen wollen. Man lernt aber mit der Zeit, dass auch fein ausgeschliffener Stahl trotzdem immernoch Stahl ist :)
 
Ich war ja nun seit Mai 2021 aus persönlichen Gründen wenig aktiv und habe nur manchmal mitgelesen. Meine Messer habe ich trotzdem benutzt.
Fazit: Der Schwarze Stossriemen einmal pro Quartal war ausreichend die Schärfe zu halten. Bei Messern die schon immer etwas eigen waren, hat die Reise grün-rot-schwarz zu guten Ergebnissen geführt. Meine Steine sind seit April 2021 trocken (leider).
Grüße,
Barbon
 
Bitte entschuldigt, ich habe die wohl interessanteste Alternative vergessen, die Kieselerde Methode (wenn ich es richtig im Kopf habe war es "Tetesept Kieselerde mit Maracujageschmack" ) von unserem Freund @Bartisto.
Dabei wurde die besagte Kieselerde auf einer Glasplatte als Schleifmittel für das Finish genutzt.
Da Bartisto mit 100% Sicherheit der erfahrenste Schärfer im deutschsprachigem Raum ist darf man davon ausgehen, dass es sehr gut funktioniert (ich habe es selbst noch nicht getestet).
Als Alternative wurde mir auch schon einmal Tonerde in Haarwachs genannt, wegen meines Teststaus konnte ich es aber noch nicht testen (es geht mir etwa so wie unserem Freund @Barbon, auch bei mir reicht in der Regel der Einsatz eines Riemens)
 
Bitte entschuldigt, ich habe die wohl interessanteste Alternative vergessen, die Kieselerde Methode (wenn ich es richtig im Kopf habe war es "Tetesept Kieselerde mit Maracujageschmack" )
soviel wie ich dazu gelesen habe
gibt es diese schon lange nicht mehr zu kaufen
und mit der neuen funktioniert es wohl nicht mehr
(stand in einem anderen Forum geschrieben)
 
soviel wie ich dazu gelesen habe
gibt es diese schon lange nicht mehr zu kaufen
und mit der neuen funktioniert es wohl nicht mehr
(stand in einem anderen Forum geschrieben)

Es war die Kieselerde von Abtei (und angeblich funzt nur die). Da gibt es das Pulver nicht mehr aber noch die Kapseln. Man könnte es also zur Not aus den Kapseln rauspulen. (Darf man hier Nachbarforen verlinken? Dann kann ich den gerne nachliefern.)
 
Vielleicht war das Messer schon vor dem Finisher scharf und ist dann nur stumpfer und damit sanfter geworden.
Ich vermute eher, dass du @Bartisto nicht kennst, sonst würdest du das nicht vermuten.
WENN einer den "Ehrentitel" "Schärfpapst" verdient dann er.
Soweit mir bekannt hat er inzwischen über 4000 Messer geschärft, von seiner Fachkenntnis im Bezug auf das Thema "Material" spreche ich jetzt noch nicht mal..
Ob diese Methode notwendig ist, oder ob es alternative Wege gibt, ist ja auch nicht Thema
 
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