Forum der Rasur

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Gillette TREO -- Rasierer für Leute, die sich nicht selbst rasieren können.

Sahra

Very Active Member
Dieser Rasierer wurde bereits 2017 entwickelt, ist aber in Deutschland noch nicht auf dem Markt. Gillette hat sich hier eines Problems angenommen, dass es nicht immer einfach ist, jemand anders zu rasieren, und dass auch manche Pflegebedürftige sich eine Nassrasur wünschen. Aber wie alle Produkte von Gillette aus jüngerer Zeit ist es nicht komplett durchdacht. Hier erst einmal die Eigendarstellung von Gillette, mit einem Werbespot, in dem das beworbene Produkt erst zum Schluss zu sehen ist. Der Spot selbst ist eine Geschichte über drei Generationen von Männern, inklusive amerikanischer Prüderie. (Duschen in der Unterhose?!)

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Ich gebe es zu, ich habe das Produkt nicht getestet und kann nichts zu den Rasureigenschaften sagen. Ich kenne mich aber ein bisschen mit der Herausforderung aus, jemand anders zu rasieren. Die meisten Haushalte haben keinen Friseurstuhl, und wenn man jemand anders rasiert, verdeckt man schnell selbst das Licht. Stillhalten können auch nicht alle.

Aber das Produkt selbst ist zu verschwenderisch -- es ist für 1-2 Rasuren ausgelegt und falls noch Rasiergel übrig ist, wird empfohlen, es als Aftershave zu verwenden. Gillette rechtfertigt dies damit, dass man für dieses Gel kein Wasser braucht und man nicht mehr als ein Produkt mit sich rumtragen muss. Ich habe diese Information aus den Antworten, die Gillette auf kritische Amazon-Rezensionen (es ist bei .com bereits erhältlich) gegeben hat.

Es ist auch ziemlich teuer. 15 Einwegrasierer kosten 24,95 US-Dollar.
 

Herne

Very Active Member
Danke für's Vorstellen. Mal was anderes und auch, wenn es hier eher ein Randthema ist, mit Sicherheit eines, daß in Zukunft in einer immer älter werdenden Gesellschaft mit immer mehr Pflegefällen eine größere Rolle spielen wird.

Ich empfehle jedoch dringend die Anpassung des Titels in Rasierer für Leute, die sich nicht selbst rasieren können.
So wie es jetzt da steht, liest man es im ersten Moment wie ... für Leute, die zu doof zum Rasieren sind .
 

Hellas

Klingenflüsterer
Moderator
Gold FdR-Pate

Sahra

Very Active Member
Ich verstehe den Einwand und sehe, dass ein Mod den Titel bereits verbessert hat. ;-)
 

efsk

The Music was Thud-like
Moderator
FdR-Pate
Gold FdR-Pate
OT : ich habe ein Gerät zuhause mit zwei graue und ein roten Knopf. Mit der roten bedient man die normale Funktionen, die ganz und gar NICHTS mit Alarmierung zu tun haben. Sehr ärgerlich.
/OT
 

BleedingEdge

Active Member
Fernsteuerung für das Garagentor? :D

Der Treo ist genau so ein Müll wie alle "Innovationen" von Gillette in der letzten Zeit: Der Markt ist gesättigt und Gillette versucht durch Einwegprodukte zu wachsen oder durch Saison-Artikel (z.B.
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) mehr Plastikmüll loszuwerden. Da ist es wenig tröstlich, wenn zumindest die
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.

Bei an sich langlebigen Produkten werden Sollbruchstellen eingebaut. Beispiel Gillette Styler: Genau wie bei
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ist auch bei mir ein Adapter mit einem Zahn weniger unterwegs. Die Adapter gibt es weder einzeln noch im 3er-Set nachzukaufen und natürlich bietet Gillette auch keine Dateien für 3D-Drucker an.

Die waren Pflegebedürftigen sitzen im Top-Management bei Gillette und erwarten dass die Kunden ihre Umsätze pflegen. Solche, die im Sinne der Gesundheit pflegebedürftig sind, können sich von ihrem Pfleger mit dem althergebrachten rasieren lassen.
 

Sahra

Very Active Member
Trotz meiner starken Kritik an Gillette, inklusive ihrer Werbekampagnen (und damit meine ich gar nicht so sehr den "The best men can be"-Spot) halte ich den Treo zumindest für halb-sinnvoll. Wie alle Einwegrasierer produziert er sehr viel Müll, und wenn man tatsächlich pro Rasur-Session eine ganze Tube verwendet, wächst der Müllberg durch die Tuben auch. Aber in Pflegeheimen und Krankenhäusern ist so ziemlich alles auf Einweg eingerichtet. Auch den Kamm, den ich mir einmal im Schwesternzimmer ausgeborgt habe, wollten sie nicht mehr zurück haben. Die riesigen Mengen an Müll, die in Müllsäcken und Abwurfbehältern landen, kann man nicht allein Gillette anlasten.
Eine einzelne Person, die nur einen einzigen Menschen zu rasieren hat, wird mit so etwas wie dem Fusion Pro-Shield wohl zurecht kommen. Aber der Zeitdruck in Pflegeeinrichtungen ist enorm.
Mein Vater hat in den 1970ern als Krankenpflegehelfer gearbeitet. Zu seinen Aufgaben gehörte es unter anderem, Patienten zu rasieren. Er arbeitete in der Urologie, und mehr als die Hälfte aller Patienten waren Männer über 70. Das zur Verfügung gestellte Rasierwerkzeug: Rasiermesser. Wenn zu der allgemein faltigen Haut noch eingefallene Wangen wegen fehlender Zähne kamen, reichte es nicht mehr, die Haut zu straffen, man musste, um es mit meinem Vater zu sagen, "das ganze Gesicht glatt ziehen". Ach ja, und das Rasieren vor der OP hat er auch gemacht.
Ich bin ein großer Freund von sowohl Messer als auch Hobel, aber irgendwo stoßen 100 Jahre alte Rasierkonzepte an ihre Grenzen.
 

BleedingEdge

Active Member
Das ist offenbar genau wie bei der CO2-Diskussion: Der macht aber noch viel mehr davon...!

Verstehe nicht, warum den Bewohnern nicht für die Dauer ihrer Existenz ein persönlicher Hobel zugeordnet werden können sollte.

Was die einfallenen Wangen angeht: Tennisball - da wird die Wange wieder schön konvex! :D
 

Sahra

Very Active Member
Es hindert Dich keiner daran, Dein eigenes, nachhaltigeres Altersheim aufzumachen. Und das ist nicht komplett zynisch gemeint. Wenn Du meinst, es geht, dann tu es.
 

BleedingEdge

Active Member
Der Proof-of-Concept ist mir zu aufwändig. Davon abgesehen gefällt mir die Zielgruppe nicht.

Gillette hat nach meinen Informationen das Einwegmodell erfunden. Die Rasierklinge ist ein Wegwerfartikel. Cartridge/Mehrklingensystem erhöhen den Klingenmüll. Besonders umweltbelastend sind die Rasierer, die komplett (also mit Griff) entsorgt werden.
 

Sahra

Very Active Member
King Camp Gillettes Rasierhobel war der erste mit einer Wegwerfklinge (1904), aber es gab bereits vorher Kronkornen (Painter,1892) und Kugelschreiber (Biro,1888) -- die haben nur länger gebraucht, um sich in Europa durchzusetzen. Wenn man bedenkt, dass die ersten Wegwerfklingen komplett verrosteten, sind sie sogar als biologisch abbaubar zu verstehen.
 

Sahra

Very Active Member
Korrektur: Das Patent von 1888 stammt von John J. Loud. Es handelte sich um einen Stift mit Stahlkugel.
 

Sahra

Very Active Member
Die Frage habe ich mir auch gestellt. Aber ich vermute stark, dass er als Einwegprodukt konzipiert war, da sich die dicke, schmierige Tinte, die man für Kugelschreiber braucht, nicht zum Einfüllen per Hand eignet.
 
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