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Merkur 23 c/b

947

Very Active Member
Da Merkur gerade aus bekanntem Grunde im Rampenlicht steht...und ich wieder daran erinnert wurde den 23c einmal zu testen, habe ich verwundert festgestellt, dass ausgerechnet dieser Hobel noch keinen speziellen Eintrag bekommen hat.
Ich kann wie gesagt leider noch nicht mitreden, da ich nur den 33c nutze, möchte aber gerne wissen wer dieses Modell besitzt...und wie die Erfahrungen damit sind.

Bin gespannt auf eure Berichte.
 
Vor knapp 4 Jahren hatte ich den Merkur 23c als Beginnerhobel meiner Hobelkarriere der
Neuzeit in Benutzung. Er hat prima damals mit der ASP Funktioniert und hat mir mit dieser
Klinge sanfte und gründliche Rasuren geliefert.
Er ist ein sehr sanfter Hobel, für mich ähnlich gelagert, wie der R89.
Jedoch hat er nicht die Gründlichkeit des R89 erreicht, woraufhin ich zum R89
gewechselt bin.
Die Verarbeitung des Merkur 23c war nicht besonders. Der Hobel hatte 2 Cromfehler
an der unteren Platte. Da ich damals noch keine Ahnung hatte, habe ich das akzeptiert.
Der R89 war ein Glanzstück dagegen.

Im Großen und Ganzen war ich zufrieden mit dem Merkur und hätte auch eigentlich mit
ihm weitermachen können. Aber die Neugierde auf andere Hobel war dann
doch zu stark. Ich habe es später etwas bereut ihn verkauft zu haben.
War er doch mein erster Hobel seit etwas mehr als 25 Jahre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab meinen in der Black Week gekauft. 6€ incl.Versand aus New York.
Toller Hobel der sich nach längerer Zeit der Nutzung nicht vor einen Progress oder Futur verstecken muss.Von der Nachhaltigkeit her gibt es bessere.Ich mag ihn
 

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Na ich habe ja bald wieder einen Merkur 23c. Bin mal gespannt wie er sich heute, nach fast 4 Jahren, im
Vergleich zum R89 macht. Vorallem weil sich ja, im Vergleich zu damals, meine Technik ja auch signifikant
verbessert hat.
 
@Asinnir : So, wie Du die Geschichte geschildert hast, ist sie ganz genau auch meine eigene, was meine "Karriere" als "Hobel-Heini" angeht. ;)

3,5 Jahre mit zwei Merkur 23C, der erste ging kurz nach Ablauf der Garantie kaputt, als er mir auf den Badezimmerboden fiel. Klar, sanft und gründlich genug sind die Merkur-Hobel schon, aber so richtig ist bei mir der Funke bei diesen Dingern nie übergesprungen. Nachdem ich das erste Mal einen Mühle R89 in der Hand gehabt hatte, war das Thema Merkur für mich eigentlich abgehakt. Den 42C, den ich zwischenzeitlich mal hatte, hatte ich mir aus reiner Nostalgie gebraucht zu einem sehr günstigen Preis gekauft und nach recht kurzer Zeit wieder abgegeben. Wie gesagt, in Sachen Merkur gibt's von mir inzwischen keinen Blick mehr zurück, nicht einmal einen wehmütigen.

"Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit", diesen Spruch hätte sich Dovo lieber mal zu Herzen nehmen sollen. Und Merkur, wenn auch nicht direkt von Dovos Insolvenz betroffen, ist auch noch nicht aus dem Schneider. Es kommt oft genug vor, dass eine Firma, die insolvent geht und keinen Investor findet, ihre Beteiligungsgesellschaften mit in den Strudel reißt. Merkur wurde schließlich schon vor ca. 25 Jahren nicht deshalb von Dovo übernommen, weil es so ein florierendes, auf Rosen gebettetes Unternehmen war...

Und mir fehlt ein wenig die Innovation bei Merkur. Immer nur vom Verkauf der Modelle von Anno Drehdich leben zu wollen, das wird auf die Dauer nicht gut gehen.

In Sachen Innovation, Experimentierfreudigkeit, aber auch Material- und Verarbeitungsqualität und nicht zuletzt Marketing hat Mühle den Solingern längst den Rang abgelaufen und ist zum eigentlichen Mekka deutscher Rasurkultur geworden. Der Markt ist einfach zu klein für diverse Hersteller, die allesamt mit Modellen von gestern und vorgestern im Mittelmaß vor sich hin dümpeln. Sanfte Hobel mit mittelmäßiger Verarbeitung (ist auch meine Erfahrung mit Merkur), das kann China mindestens genau so gut oder besser, und zwar für ein Drittel des Preises. Irgendwann hat das sogar der dümmste Verbraucher gemerkt.

Ich weiß, das sind kritische Worte, aber so sehr wie ich für die Mitarbeiter beider Firmen hoffe, dass sie nicht ihre Arbeitsplätze verlieren bzw. schnell neue finden, so wenig sehe ich mich in der Verpflichtung, Produkte von Dovo oder Merkur zu kaufen, solange es andere Hersteller gibt, die bessere Sachen für gleiches oder nur wenig mehr Geld herstellen. Das ist nun einmal die Natur der Marktwirtschaft, dass diejenigen Hersteller, die an den Bedürfnissen des Marktes vorbei agieren, irgendwann verschwinden. Man nennt das Marktbereinigung.
 
Und irgendwie stolpere ich über meine Worte von vor recht exakt zwei Jahren und denke, dass ich sie zumindest teilweise zurücknehmen muss. Denn ich habe ja tatsächlich einen Merkur 23-ähnlichen "Franken-Rasierer" in meiner Reisetasche: Der Kopf eines Merkur 23C und den Griff eines King C. Gillette, welcher in Länge und Gewicht weitgehend dem des Merkur 23 entspricht.

Und was soll ich sagen? - Ich habe mir in den letzten fünf Tagen während meines Aufenthalts in Berlin mit diesem Hobel täglich die Stoppeln aus dem Gesicht gekratzt und war überrascht, wie sanft, ohne auch nur den Hauch von Irritationen oder gar Rasurbrand, von Verletzungen erst gar nicht zu reden, und gleichzeitig auch gründlich der Merkur 23 seine Arbeit erledigte. Es gab überhaupt keine "Problemzonen" für diesen Rasierer, nach zweieinhalb Durchgängen (oben nach unten, unten nach oben, am Hals von rechts nach links) war alles spiegelglatt. Mindestens ebenso gut wie beim viermal teureren Rockwell 6S. Als Klinge kam übrigens meine Referenzklinge, die Gillette Silver Blue zum Einsatz, der Schaum wurde mit dem Mühle STF M aus Speich Men-RC im Gesicht aufgeschäumt und am Ende alles mit Pitralon Classic abgelöscht.

Im Grunde war das alles ein "back to the roots", aber in einem sehr positiven Sinn. Es hat mir einen unglaublichen Spaß gemacht, mich wieder mit diesem Hobel zu rasieren, und ich frage mich, ob ich mit den letzten fünf Jahren des Experimentierens mit diversen Hobeln, Klingen usw. wirklich soviel gewonnen habe, wenn ich ernüchtert feststellen muss, dass ich mich mindestens ebenso sanft und gründlich mit der Ausstattung rasieren kann, die ich vor fünf Jahren als "unzureichend" verworfen hatte:

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Ich mag den 23C, ebenso wie dessen kurzen Bruder, den 42C. Mancher wird den Griff des 23C als zu dünn empfinden oder als zu lang, aber ich muss zumindest für mich sagen: Das Handling ist super. Die berüchtigten Problemstellen unter der Nase oder am Hals lassen sich hervorragend erreichen und auch der geringe Durchmesser des Griffes stört mich nicht. Lege ich das Ende des Griffs auf das Ende meines kleines Fingersund halte den Griff mit Daumen und den anderen Fingern, habe ich eine sehr genaue Kontrolle und kann den Rasierer millimetergenau führen. Auch wenn der Rasierer ein sanfter ist, so ist er doch gründlich. In Kombination mit einer scharfen Klinge gelingen mir meistens hervorragende Rasuren mit 3 Durchgängen und Nacharbeiten ohne irgendwelche ungewollten Spuren. Daher ist der 23C mein "Klappt-immer"-Rasierer, den ich gerne nehme, wenn ich einfach nur gut rasiert sein möchte... ;)
 
... Im Grunde war das alles ein "back to the roots", aber in einem sehr positiven Sinn. Es hat mir einen unglaublichen Spaß gemacht, mich wieder mit diesem Hobel zu rasieren, und ich frage mich, ob ich mit den letzten fünf Jahren des Experimentierens mit diversen Hobeln, Klingen usw. wirklich soviel gewonnen habe, wenn ich ernüchtert feststellen muss, dass ich mich mindestens ebenso sanft und gründlich mit der Ausstattung rasieren kann, die ich vor fünf Jahren als "unzureichend" verworfen hatte...

Danke für Deinen Bericht und für Dein Fazit, das ich für mich so ebenfalls nur unterschreiben kann.

Der Merkur 23c war Anfang der 1990er- Jahre mein erster Rasierhobel, ich hatte ihn mir damals in einem leider längst nicht mehr existierenden Fachgeschäft in unserer Kreisstadt nach entsprechender Beratung gekauft.

Und obgleich in den folgenden Jahren sehr viele, zum Teil ganz erheblich teuerere, Hobel zu mir gekommen sind, greife ich bis heute sehr gerne auf meinen 23 c zurück, denn er ist aus meiner Sicht, ebenso wie auch der kleinere Merkur 34 c, sozusagen die Essenz eines Rasierhobels - ein seit Jahrzehnten hergestelltes, unprätentiöses, zum fairen Preis erhältliches, nachhaltiges (mein Exemplar befindet sich auch nach 30 Jahren regelmäßigen Gebrauchs in Bestzustand) Rasierwerkzeug, das ohne viel Aufhebens exzellente Rasuren produziert. goodjob!

Von daher ist der 23c aus meiner Sicht ein vielleicht manchmal unterschätzter Rasierhobel, der durchaus ein bisserl mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Er ist für einen Anfänger leicht handelbar, wird aber auch dem fortgeschrittenen Nutzer sehr viel Freude und ebenso sanfte wie gründliche Rasuren bescheren.

"Mehr Hobel" braucht man eigentlich nicht. Ich kann den 23c uneingeschränkt weiterempfehlen und hoffe, dass er noch lange im Merkur-Portfolio erhältlich sein wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich reihe mich gerne in die Riege der zufriedenen Nutzer ein. Mein 33c (kürzerer Griff) darf mich in jeden Urlaub begleiten und auch zu Hause wird er immer mal wieder gern genommen. Die Rasuren sind sanft, gründlich und mir auch nachhaltig genug. Und auch die etwas einfache Anmutung des Hobels gefällt mir.

und ich frage mich, ob ich mit den letzten fünf Jahren des Experimentierens mit diversen Hobeln, Klingen usw. wirklich soviel gewonnen habe, wenn ich ernüchtert feststellen muss, dass ich mich mindestens ebenso sanft und gründlich mit der Ausstattung rasieren kann, die ich vor fünf Jahren als "unzureichend" verworfen hatte
Geht mit ebenso. Zur Zeit nutze ich wieder meinen allerersten Hobel, den Mühle R89. Ich denke aber, dass das ausprobieren verschiedener Hobel der Rasurerfahrung zu Gute kommt und hilft aus jedem Hobel das Beste herauszuholen.
 
Ich mag den 23C, ebenso wie dessen kurzen Bruder, den 42C. Mancher wird den Griff des 23C als zu dünn empfinden oder als zu lang, aber ich muss zumindest für mich sagen: Das Handling ist super. Die berüchtigten Problemstellen unter der Nase oder am Hals lassen sich hervorragend erreichen und auch der geringe Durchmesser des Griffes stört mich nicht. Lege ich das Ende des Griffs auf das Ende meines kleines Fingersund halte den Griff mit Daumen und den anderen Fingern, habe ich eine sehr genaue Kontrolle und kann den Rasierer millimetergenau führen. Auch wenn der Rasierer ein sanfter ist, so ist er doch gründlich. In Kombination mit einer scharfen Klinge gelingen mir meistens hervorragende Rasuren mit 3 Durchgängen und Nacharbeiten ohne irgendwelche ungewollten Spuren. Daher ist der 23C mein "Klappt-immer"-Rasierer, den ich gerne nehme, wenn ich einfach nur gut rasiert sein möchte... ;)
Witzig, genau so mache ich das auch! :daumenhoch Ich habe jetzt den 34C in Gebrauch, aber die tun sich da ja nicht viel. Und ich dachte schon, da könnte ich mit der Einzige sein. Schön, dass es nicht so ist.
 
Hab mir vor paar Tage den 23c für 8€ inkl. Versand bei ebay kl. gekauft und heute die erste Rasur damit gehabt.
Wirklich sehr sanft, u. durch den langen Griff war das für die Beine sehr komfortabel..
Ich hab den 34c hier auch rumliegen, Aussehen ist fast identisch. (abgesehen vom griff)
Im vergleich würde ich sagen.. Vlt. nicht so gründlich wie der 34, dafür aber ziemlich schonend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Frage :
Hat vlt. jemand von euch die Kombi 23c + Lord Super Stainless getestet ?
Habe es heute versucht.... da passiert gar nix =) also wirklich nichts.
Als wäre gar keine klinge drin, obwohl man sie sieht.
Dann habe ich die klinge in den 34er getestet und das war dann wieder ok.
Also von wegen gleicher Kopf, generell Finde ich den 23c um einiges sanfter
 
Hallo Jasmin,

ich kann dir da nur beipflichten Jasmin. Gleiches Kopfdesign, aber andere Rasureigenschaften. Der 23C bedient mich ebenfalls spührbar sanfter und gestaltet die Rasur deutlich komfortabler für mich. Ich habe diesbezüglich auch bereits ein Video eingestellt, in dem ich genau darauf zu sprechen komme:



Wie bereits oben erwähnt, macht es u.U. Sinn den sehr dünnen Griff vom 23C gegen einen etwas schwereren Griff zu tauschen. In der Kombi mit dem Griff vom King C Gillette ist das z.B. einer meiner absoluten Lieblinge. Geradezu perfekt!

Herzliche Grüße
Jörg

<< GLATT-RASIERT >>
Rasur – Duft – Pflege / For Men
https://www.youtube.com/Glatt-Rasiert
 
danke jörg.. kenn das Video schon. hab dich schon vor paar Monate abonniert. :)
danke für deine Infos
 
Den Griff zu wechseln kann zu spürbaren Veränderungen im Rasurverhalten führen. Ich habe seinerzeit beim King C. Gillette den langen Griff gegen einen kürzeren getauscht. Damit rasiert er mich deutlich besser.

Wegen des kürzeren Griffs habe ich mir anstelle des Merkur 23c den Merkur 33c zugelegt. Gravierende Unterschiede im Rasurverhalten gegenüber dem 34c konnte ich nicht feststellen.
 
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