rätselhafter Zahnkamm-Zweiteiler - D.R.G.M.

Jos

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Unlängst erreichte mich mit einem Konvolut weiterer Hobel auch dieser:





... auf den 1. Blick wie ein Old-Type-Klon aussehende Zahnkamm, der sich auf den 2. Blick
allerdings als Zweiteiler entpuppte, konstruktiv gelöst auf diese ebenso originelle wie grundsolide Art:



Es wird mit dem ganzen Griff geschraubt, wie beim Dreiteiler, nur daß dieser eben fest verbunden ist.
Der auf dem Kopf stehende Schriftzug lautet "D.R.G.M.", was bekanntlich "Deutsches Reichs-Gebrauchsmuster" bedeutet,
also ein inländisches Erzeugnis. Sicher gehe ich nicht fehl wenn ich es zeitlich nicht vor 1920, und nicht nach 1930 einordne.

Nur fehlt jeder Hinweis darauf, wer das Dings verbrochen hat ... wer weiß mehr ?
 

efsk

De kip op de foto is niet Sieglinde.
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FdR-Pate
Gold FdR-Pate
Absolut keine Ahnung was es ist, aber diese Konstruktion mit Schrauben finde ich total Klasse.
 

Thorsten69

FdR-Pate
Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster. Aequator hatte um 1922 einen Double Ring Clone, versilbert. Aber ob es einer ist, wissen die Götter.
 
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Jos

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So einen Double Ring-Klon habe ich gefunden, aber die Zweiteiler-Konstruktion mit den Schräubchen hat der auch nicht ...
 

Jos

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So, heute hab' ich ihn getestet, mit einer Gillette Silver Blue. Er ist, dank des flachen Kopfes, bedeutend viel sanfter als ein Old Type, dennoch gründlich. Könnte ein Lieblingshobel werden :D .
Vielen Dank für Euren Input, auch wenn das Rätsel ungelöst bleibt ...
 

Tosca

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Vielen Dank für Euren Input, auch wenn das Rätsel ungelöst bleibt ...
Eine wirklich sehr interessante Hobelkonstruktion! Ich spekuliere man:
Auf Grund der Beschreibung der Konstruktion und der Bilder hatte ich eigentlich sofort eine Idee hierzu. Dazu muss ich aber etwas ausholen. Auf Grund der zahlreichen Kriegsinvaliden des 1. Weltkrieges wurden zahlreiche Hilfsmittel entwickeln und gebaut um deren körperliche Beeinträchtigungen auszugleichen. Es entwickelte sich z.B. geradezu ein Boom bei der Entwicklung neuer künstlicher Prothesen. Könnte dieser Hobel durch diese sehr spezielle Grundplatten-Griff Konstruktion für einen einhändigen Menschen nicht deutlich besser zu handhaben sein als, die damals üblichen 2 und 3-teiligen Konstruktionen? Ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass es bei dieser Konstruktion möglich sein sollte, mit einer Hand den Deckel (mit Klinge) zu fixieren und gleichzeitig den Griff im oberen Bereich zu drehen.
@Jos probiere doch bitte mal aus, ob du diesen Hobel mit einer Hand öffnen und schließen kannst. (Musst ja nicht gleich mit Klinge üben.;))

Ich hab es eben mal am Merkur mit einer Hand simuliert. Ja, es sollte möglich sein mit ein wenig Übung den Hobel sicher mit einer Hand zu öffnen und zu schließen.
 
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