(andere) Hardware für Bartkonturen

SaschaK

Active Member
Hallo zusammen,

wer (gelegentlich oder dauerhaft) Bart trägt, egal welcher Form, hat sicher auch schon folgende Erfahrung gemacht: Was für die vollständige Gesichts-Glattrasur ein super Setup ist, kann fürs Konturieren des Bartes ungeeignet(er) sein und umgekehrt. Hier meine Erfahrungen dazu:

Mit dem Messer lässt es sich natürlich am vorzüglichsten und präzisesten konturieren, gerade bei normal-langer Klinge ein bisschen Übungssache, wie immer. Meines Erachtens eignet sich hier ein französischer Kopf deutlich besser als ein Rundkopf.

Auch Shavetten sind dafür super geeignet, für mich gerade solche, die mit (halben) DE-Klingen bestückt werden (können), was die Manövrierbarkeit verbessert bzw. vereinfacht. Da habe ich aber selbst kaum Erfahrungswerte, da ich von meiner Bluebeards-Shavette gleich Richtung Messer und dann Richtung Hobel abgebogen bin.

Aber auch Hobel gehen gut, für mich als (noch?) nicht so ausgefuchstes Messertalent die schnellere, sicherere (und bei größeren Flächen, z.B. am Hals, auch gründlichere) Alltags-Variante, allerdings gehen hier meine Vorlieben zwischen Bartkonturen und Glattrasur deutlich auseinander:

Für die für Konturen nötige Präzision und Manövrierbarkeit sind bestimmte Eigenschaften wichtiger:
- gerne kleiner, filigraner Kopf
- bei dem man gut sehen/einschätzen kann, wo die Klinge ansetzt
- gerne auch kürzerer/kleinerer Griff

Bei mir funktionieren da dem Gillette Old Type ähnelnde Vintage-Hobel sehr gut (Büchner/Rotbart Mond Extra, Le Coq, Leresche und bestimmt auch ein Gillette OT selbst), aber auch der Fatip OC, der mir persönlich bei der Komplettrasur zu kratzbürstig ist. Der kompakte Merkur 34c passt auch ganz gut, deutlich besser jedenfalls als ein Mühle/Jagger 89, zumindest für mich.

Mein Progress z.B. muss dagegen in Bartzeiten auf der Ersatzbank warten: Der wuchtigere Kopf ist für die Komplettrasur ein Traum, mir persönlich aber zu unübersichtlich für die Konturen-Feinarbeit.
(Dass der R41 auch in Bart-Zeiten in der Rotation bleibt, liegt vermutlich einfach nur ein seinem Lieblingshobel-Status bei mir. :D)

Geht es euch ähnlich?
 

Observer

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Ich kann mich kaum erinnern, wie das Gesicht unter dem Bart aussah... ;) Will heißen, ich trage schon seit ein paar Jahren Vollbart und hab daher auch einiges an Konturen (aber auch Flächen) zu rasieren.

Im großen und ganzen sehe ich das ähnlich. Wobei ich es auf einen Kern runter reduzieren würde: mit etwas Übung kann man mit jedem rasur-geeignetem Gerät passabel um einen Bart rum rasieren. Selbst mit einem Systemie, wobei ich die dafür, aus meiner persönlichen Sicht und Erfahrung, für am wenigsten geeignet halte.

Lange Klingen machen es vielleicht etwas einfacher gerade Konturen hin zu bekommen im Ansatz, sind aber auch manchmal etwas problematischer, weil einfach die Fläche zum manövrieren fehlt.
Im Großen und Ganzen rasier ich mich aber mit der Hardware, auf die ich Lust habe. Da ich den Bart länger habe, als ich mich nassrasiere, kenn ich es auch nicht anders. ;)
 

Samael

Active Member
Geht mir ähnlich. Für mich als Teilbartträger(Henriquatre) lieferten Hobel,egal welches Fabrikat, unbefriedigende Ergebnisse bei den Konturen. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen die Flächen wie gewohnt mit einem Gerät meiner Wahl zu rasieren und nach den übrigen 3 Durchgängen die Konturen mit einer Sedef in Form zu bringen. Auch wenn das Einlegen der Klinge ein Gefummel ist,eignet sie sich m.M.n aufgrund der freiliegenden Ecken perfekt um präzise zu arbeiten.
 

Rasurhobel

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Ich trage ebenfalls Teilbart und muss sagen das ein kleiner Hobel mit kleinem Kopf mit einer guten Klinge da gute Dienste leistet was das aus- und nachrasieren von Konturen anbelangt.
 

Glen Farclas

FdR-Pate
Also ich komme beim Rasieren der Bartkonturen mit dem Messer deutlich besser zurecht als mit dem Hobel. Die Messergröße spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Das funktioniert bei mir mit einem 8/8"-Messer ebenso gut wie mit einem 4/8".
Besonders flink ist aber das Wacker "Chevalier" mit seiner kurzen Klinge und dem Französchen Kopf. Da macht das Konturenrasieren einen Riesenspaß.:)
 

SanktVith

Member
Das ist aktuell genau mein Thema.
Seit einem halben Jahr bin ich überhaupt wieder mit dem Nassrasierer unterwegs (EJ 89) und hatte, da ich ebenfalls Teilbartträger bin, Schwierigkeiten mit den Konturen. Inzwischen klappt es deutlich besser.
Ich stimme Observer zu, dass es letztlich mit jeder Hardware irgendwie möglich ist. Man gewöhnt sich an das Handling und weiß irgendwann, wo die Klinge ansetzt. Etwas hakelig bleibt es mir mir, wenn ich längere Zeit zu faul war, den Elektro-Trimmer zu bemühen. Dann leidet die Treffsicherheit.
Über kurz oder lang wird bei mir noch eine Shavette einziehen. Da finde ich die Verwendbarkeit von geteilten DE-Klingen äußerst praktisch.
 

JamesBlond

Member
Ich trage auch einen Henriquatre und kämpfe immer mit den Konturen. Aktuell gehe ich alle 3 Wochen zum Barbier.

Ich überlege aber auch, mit einen Barttrimmer anzuschaffen. Ich krieg das mit nem Hobel einfach nicht so, wie ich das gerne hätte.


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riverrun

Active Member
Da kann ich nicht widerstehen und diese Instrumente in die Runde werfen:

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Nach 30 Jahren Vollbart habe ich vor ein paar Jahren mit der Nassrasur angefangen und vor ein paar Monaten gemerkt dass mein Bart mittlerweile dreiviertel Weiss ist und echt besch....eiden aussieht (Mein Haupthaar hat noch die selbe Farbe wie immer). Das wars. Nie wieder Bartsorgen. :daumenhoch

P.S.: Einfügen von Amazon links ist hier aber schwierig....
 
Zuletzt bearbeitet:

Gun

Member
Ich benutze für Konduren eine "Sedef" ohne Heft.
Außerdem habe ich sie mit einer Schwabbelscheibe "mattiert" damit es keine störenden Lichtreflexe von der Spiegelleuchte auf der Shavette gibt.
Meiner Meinung nach ist die Sedef das perfekte Werkzeug um sehr genau Konturen rasieren zu können.
Als Rasurgrundlage benutze ich ein Preshave Öl von DM.
Das hat zwei Vorteile... 1). ich sehe genau wo ich rasiere, und die Klinge gleitet sauber über die Haut, 2). Das Öl gleitet mit der Zeit zwischen die "Aufnahmeflächen" was gerade bei der Sedef den Klingenwechsel auf lange Sicht deutlich erleichtert. Ausserdem lasse ich die Klinge gute 1,5 mm aus der Aufnahme herausschauen um genau zu sehen wo sie sich beim Rasieren befindet.
Wenn ich die Klinge wechsele benutze ich zum Entfernen eine alte Kreditkarte, das funktioniert auch um den "letzten Rest" Klinge vollständig in die Aufnahme zu schieben.
Erleichternd hilft es auch bei halben DE Klingen den "Überhang" re+li mit einer Schere zu kappen.
 

Pirx

FdR-Pate
Bei mir hat sich für die Bartkonturen ein - bitte nicht schlagen! - Systemrasierer sehr bewährt, und zwar der Bic Metal.
Er hat einen sehr schmalen Kopf mit nur einer Klinge. Damit klappt es bei mir optimal.

My two cents
 
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