Forum der Rasur

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Aylsworth Atelier AC

Wäre auf mehr Feedback von Euch gespannt. Weil meine Eindrücke immer wieder so lange auseinander liegen.

Meines nach der zweiten Rasur ist etwas zwiespältig.

Richtig gutes Handling, schöne Materialanmutung.

Leider ein Paar Blutpunkte. Kann aber auch an der Schick liegen, die vor Entsorgung stand. Werde es nochmal antesten.

Die Gründlichkeit vergleiche ich leider immer wieder mit dem Horizon bei seiner gleichzeitiger Sanftheit.
Da hat der Atelier keine Chance.

Ich werde als nächstes die Pink nutzen. Danach mit dem Romulus vergleichen. Allerdings etwas ungerecht bei dem Preisunterschied. Da wird der Vergleich mit den Alpha Spirit oder Amakuni viel interessanter.

Freue mich drauf.

LG
 
Also ich würde dir auf jeden Fall erstmal die Pink empfehlen. Ich kann mich daran erinnern, dass du mal einen anderen Faden aufgemacht hast, hinsichtlich deiner empfindlichen Haut. Ich habe hier sowohl die Feather Professionell, die Schick Proline P 30, die Kai Captain Original und die Kai Captain Titan Mild Pink (vergitterte habe ich zwar auch, aber die kommen nur in die IBC Shavette, wenn ich einen schlechten Tag habe).

Von all den aufgeführten Klingen ist für mich die Pink tatsächlich die Mildeste und grundsätzliche die erste Klinge, die bei mir in einen neuen AC-Hobel kommt. Und von da teste ich mich dann weiter vor.
 
Disclaimer: Mein Review beschreibt offensichtlich meine Erfahrungen und Eindrücke, die von anderen Nutzern können natürlich massiv abweichen, da jeder andere Vorlieben hat (und auch eine andere Visage).

Nachdem der gute @Maaa den Hobel via Passaround zur Verfügung stellt, kam ich zu der Gelegenheit, den Hobel mal anzutesten. Vielen lieben Dank dafür nochmals!

Ich habe mich mit dem Hobel zwei Mal rasiert, am 12.05.2026 (mit Schick Proline) und am 15.05.2026 (mit Protouch MG).

Leider wusste ich eigentlich nach der ersten Rasur bereits, dass wir nicht zusammen passen. Befürchtet hab ich es sogar schon, beim Anblick dieses Bildes nach dem einlegen einer Klinge:

IMG_3565.jpeg


Die Herstellerangabe 0,5 mm Klingenspalt und 0,1 mm Exposition ließ mich darauf schließen, dass das eher ein bissiger Kollege ist, damit sollte ich auch Recht behalten.

Für mein (!) Empfinden bissige Kollegen hatte ich auch schon zwei Kandidaten, das waren der Vector und der General v2, mit beiden konnte ich mich rasieren aber Spaß machte es keinen.

Aktuell im Bestand sind noch der Spirit und der Amakuni, hier nochmal im Gruppenbild mit dem Atelier:

IMG_3563.jpeg


Zuerst mal die Pluspunkte:

Der Atelier ist ein sehr schöner Hobel, die Politur ist einwandfrei ausgeführt, das Gewicht mit 55 g sehr angenehm und auch der Schwerpunkt liegt gut. Selbst mit poliertem und nur teilweise geriffeltem Griff hatte ich nie das Gefühl, dass es an Grip fehlt. Die Minuspunkte beiseite ist die Rasur mit dem Hobel unfassbar nachhaltig, ich hätte mich zwar nach 48 h rasieren können, die Haut hätts mir aber nicht gedankt. Trotz der Kopfgeometrie hatte ich keine Probleme, nah an die Nase heran zu kommen.

Nun meine Minuspunkte:

Für meine Visage/Vorlieben hat der Hobel deutlich zu viel Klingenpräsenz. Bei der ersten Rasur mit der Schick Proline war das wirklich grenzwertig und ich musste aufpassen, dass das kein Gemetzel wird. Leider finde ich auch den durch die Kopfgeometrie vorgegebenen Winkel von 30 Grad wenig intuitiv (wie auf der Website jedoch beworben). Der Winkel schränkt die eigenen Möglichkeiten ein wenig ein, wie man den Hobel führen möchte. Ein weiterer Minuspunkt sind die recht scharfkantigen Ecken der Grundplatte, die sich vor allem in den Radien des Gesichts/Hals und beim XTG-Durchgang etwas unangenehm in die Haut bohren.

Bei der heutigen Rasur mit der Protouch MG war der Hobel wie erwartet deutlich zahmer - ich habe aber keinen Bedarf für einen SE AC Rasierer, bei dem ich (für mich) nur vergitterte Klingen einlegen kann.

Ich bin sehr froh und dankbar darüber, dieses schöne Gerät getestet zu haben, muss aber abschließen sagen, für mich ist er nix.

Für Connoisseure von Bladefeel und gründlichen Rasuren, die der 30 Grad Winkel nicht stört bestimmt eine Empfehlung.

Vielen Dank nochmals an @Maaa für die Möglichkeit, den Hobel zu testen!
 
Mein lieber Garagenparker,

ich danke Dir für Deine Schilderungen!

Ich habe mich Gestern mit der Pink rasiert und hatte echt Angst hier einen Shit zu schreiben. Hatte nämlich an mir schon gezweifelt.
Wieder Blutpunkte, zwei musste ich sogar etwas mit Papier versorgen da nach Kaltwasser die immer noch da waren.

Deine Schilderungen bestätigen aber meine Zweifel. Dann bin das wohl doch nicht ich. Wir passen also auch nicht zusammen, ich und der Atelier.
Der zwickt tatsächlich sowohl mit der Schick als auch mit der Pink. Und das spürt man. Nachhaltig ist er, ja ABER:

Der Winkel ist so schlecht von mir zu finden, das ich immer kleine Stellen nach dem Durchgang finde, wo feinste Härchen zu finden sind.
Oder aber auch wenn ich bestimmte stehen gebliebene Härchen weg rasieren will, mit dem Rasierer drüber gehe und die stehen immer noch da, sprich wieder der Winkel falsch....

Ich packe das schöne Ding in die Verpackung und in drei Tagen ist wieder mein Lieblingshobel dran: HORIZON

LG
 
Hmm, jetzt möchte ich mich doch auch mal zu dem neuen Aylsworth SE, dem Atelier AC (dessen Namen ich mir absolut nicht merken kann), melden.

Ich hatte zwar noch nicht wirklich viele Rasuren mit dem Teil, aber ich habe den Hobel nicht als aggressiv wahrgenommen. (Da ich gerade nicht zuhause bin, kann ich jetzt nicht sagen, welche Klinge ich drin hatte, aber es war jedenfalls keine vergitterte Klinge.)

Ja, er bietet tatsächlich Bladefeel, und man spürt die Klinge arbeiten. Aber als unangenehm habe ich das nicht empfunden. Was mich in tatsächlich etwas gestört hatte, sind die von @Garagenparker vollkommen zu Recht beschriebenen etwas scharfkantigen/spitzen Ecken der Schaumkante. Hier hätte eine leichte Abrundung gut getan. Naja, das kann man ja mit wenig Aufwand und etwas handwerklichem Geschick notfalls nachholen.

Insgesamt / ansonsten habe ich die Rasur mit dem Atelier als eher sanft empfunden, und ich habe eine eher empfindliche Haut. Aber wir wissen: Die Wahrnehmungen sind in der Hobelei sehr unterschiedlich.

Der Hobel hat mich hinsichtlich seiner Winkelanforderung an den Feather AS-D2 erinnert: Er rasiert nur in einem sehr engen Winkelbereich gut. Aber dann halt auch wirklich gründlich.

Was mich extrem überrascht hat: Aber das haben die Kollegen ja offenbar auch sehr ähnlich wahrgenommen: Der Atelier ist ein echtes Nachhaltigkeitsphänomen. Er kommt vielleicht nicht ganz an die Nachhaltigkeit eines Blackbird heran, aber ich bin nach der Atelier-Rasur schon wirklich sehr lange glatt.

Der Hobel ist außerdem sehr wendig und auch unter der Nase leicht zu manövrieren.

Was mich am Atelier aber tatsächlich etwas stört ist sein extrem geringes Gewicht. An sich mag ich leichtgewichtige Hobel, weshalb die Überzahl meiner Rasierer ja auch aus Titan ist. Aber beim Atelier habe ich den Eindruck, ich gehe mit einem Zahnstocher durchs Gesicht. Und das irritiert mich. Aber das mag anderen ja eher gefallen.

Mein Fazit:
Man muss sich an das Teil gewöhnen, weil es nur in einem enorm engen Winkel gut rasiert, dann liefert es aber sehr zuverlässig gründlich und überdurchschnittlich nachhaltig ab. In meiner Wahrnehmung ist die Rasur auch eher sanft. Der Hobel ist enorm wendig.
Die spitzen Ecken der Grundplatte stören etwas. Das enorm geringe Gewicht ist zumindest gewöhnungsbedürftig.
 
So, dann will ich mich auch mal zum Atelier von Aylsworth äußern.
Ich hatte ja das Vergnügen, den Hobel im Rahmen des Passarounds von @Maaa kennenzulernen, deshalb auch hier nochmal herzlichen Dank an @Maaa für die Organisation und das Vertrauen in uns. Ist ja keine Selbstverständlichkeit, einen neuen Hobel direkt auf die Reise zu schicken, um auch andere daran teilhaben zu lassen.daumenh!

Zwischenzeitlich habe ich vier Gesichts und eine Kopfrasur hinter mir, die mir für eine Beurteilung reichen. Der Hobel ist auch schon wieder unterwegs und kann bald vom Nächsten auf der Liste getestet werden.

Nach den ersten Berichten war ich etwas voreingenommen und bin sehr vorsichtig in die erste Rasur gestartet. Tatsächlich kam er mir etwas direkt vor, aber als sehr aggressiv empfand ich ihn erstmal nicht.

Ungewohnt war zunächst vor allem der Winkel.
Im Gegensatz zu meiner gewohnten Griffhaltung, musste ich den Griff im ersten Durchgang (von oben nach unten) sehr nah ans Gesicht halten, um, von der Schaumkante ausgehend, den richtigen Winkel zu finden. Schnell ertappte ich mich, mehr auf der Kappe, als auf der Schaumkante unterwegs zu sein, wenn ich den Griff gewohnheitsmäßig etwas anhob.

Im Durchgang von unten nach oben musste ich dagegen immer wieder bewusst den Griff näher ans Gesicht bringen, da ich bei diesem Durchgang den Griff normalerweise etwas weiter vom Gesicht weghalte und hierdurch der Atelier schnell den Kontakt der Klinge zur Haut verlor. Man gewöhnt sich aber schnell an den ungewohnten Winkel, so dass ich bei den folgenden Rasuren weniger darauf achten musste.

Beim Durchgang quer, insbesondere am Hals und unter der Nase, bekam ich das zu spüren, was auch schon in den Beiträgen vor mir bemängelt wurde: Die spitzen Ecken der Grundplatte piken regelrecht, wenn sie irgendwo hängenbleiben. Ich habe tatsächlich nach der ersten Rasur geprüft, ob die Klinge irgendwo an der Seite herausschaut, was aber nicht so war. Hier würde ich auf jeden Fall nacharbeiten und die Ecken entschärfen.

Bei der Nacharbeit an meinen störrischen und/oder empfindlichen Stellen, hatte ich zunächst das Gefühl, die Klinge reizt die Haut mehr, als es meine anderen SE-Hobel tun.
Nach der ersten Rasur war ich überzeugt, der Hobel ist nichts für jeden Tag. Das Ergebnis war aber gründlich und glatt und das AS hat zum Glück nicht übermäßig angeschlagen. Lag wohl in erster Linie an der frischen Schick

Am nächsten Tag war ich wieder zur Rasur bereit, und so habe ich mich nun 4 Tage am Stück mit dem Atelier rasiert. Das Handling wurde immer besser/gewohnter und eine besondere Vorsicht habe ich auch nicht mehr walten lassen. Die Rasuren empfand ich auch von Mal zu Mal sanfter.

Die Rasuren waren alle gut bis sehr gut, eine Bissigkeit konnte ich glücklicherweise nicht feststellen. Unter der Nase kommt man gut an der Haaransatz und auch bei meiner Königsdisziplin, Oberlippe gegen den Strich, kam ich gut zurecht.

Die Nachhaltigkeit bei den Rasuren war bei mir jetzt nicht außergewöhnlich hoch, da sind der Vector und auch der Amakuni gleichwertig bzw. nachhaltiger. Die beiden Rasierer sind mir aber auch schon in Fleisch und Blut übergegangen :proud) so dass es wahrscheinlich nur etwas mehr Übung mit dem Atelier braucht, um hier mitzuhalten. Tendenziell kann er es.

Die eine Kopfrasur war sehr gut, da ich hier tendenziell den Griff näher zum Kopf halte und ich so den effektiven Winkel sofort getroffen habe. Sehr angenehm und gründlich.daumenh!

Rasiert habe ich mich bei allen Rasuren mit der Schick Proline, wobei ich beim ersten Einlegen die Befürchtung hatte, die Klinge rutscht mit der einen Aussparung über den den dünnen Klingenhalter(nubsi) und könnte schief sitzen (siehe Bild). Das war aber nicht der Fall, die Klinge saß absolut parallel zum Deckel und Schaumkante (bei den anderen Klingen stellt sich diese Frage sowieso nicht).

IMG_20260519_154042.jpg


Was hat mir am Atelier gefallen:
  • Die Verarbeitung ist sehr gut
  • Das geringe Gewicht unterstreicht die Zierlichkeit und kommt mir sehr entgegen (muss wohl mal über Titan Vector und Amakuni nachdenken...)
  • Sehr gute Wendigkeit trotz etwas größerem Kopf (im Vergleich zu Vector und Amakuni)
  • Für mich für die tägliche Rasur geeignet
  • Der Griff rollt nicht weg :proud
Was hat mir nicht gefallen:
  • Die scharfen/spitzen Ecken der Grundplatte, die auf jeden Fall entschärft gehören

Würde/werde ich mir den Aylsworth kaufen? Mit meiner Ausstattung eher nicht, hier bin ich zu sehr zufrieden. Wäre das nicht der Fall, ja/vielleicht, aber dann müsste ich vorher noch weitere Hobel testen (z. B. Alpha Spirit, La Faulx, Horizon), um eine Entscheidung zu treffen. Insgesamt fand ich den Aylsworth Atelier aber sehr gut und mit zunehmender "Gewöhnung" immer besser.
 
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