Forum der Rasur

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Bankriemen - mit oder ohne Filz drunter?

Drechsler

Active Member
Ich plane gerade drei Bankriemen. Zwei mit Leder, einer mit Jeansstoff. Bei dem Leder soll einer mit schwarzer Paste und der andere Natur sein der Jeans für Simichrome.

Ich habe einen Nadelfilz, geschätzt 7-8mm stark. Würdet ihr den zwischen Holz und Leder/Stoff machen? Oder direkt aufs Holz?
 
Nach meinem Verständnis muss ein gewisser minimaler Durchhang vorhanden sein. Wenn das Holz nicht flexibel ist (wie zB Balsam), dann würde ich tatsächlich Filz unter das Leder bzw. jeansstoff Kleben.
 
Zuerst wäre es wichtig den Begriff Bankriemen zu definieren, damit hier keine Missverständnisse entstehen. Ich kenne beklebte Bretter mit Leder als Stoßriemen.
Meinst Du das auch?
Ich habe solche beklebten Bretter (1cm bis 1,5cm dick) einmal mit einem Stück Iso-Matte unter eine Lederriemen gebastelt. Trotz der Mattendicke von gut 1cm, ist von Elastizität keine Spur. Dazu ist der Druck, den man ausübt, viel zu gering.
Bei meinem "Riemenbrett" aka Stoßriemen ist das Leder direkt auf das Brett geklebt. Eine Seite Naturleder, die andere Seite mit Baumwollstoff. Das Isomatten-Leder-Brett habe ich mit der schwarzen Bacher Paste bestrichen. Alle Brettchen benutze ich mit abgeklebtem Messerrücken. Erst auf dem Hängeriemen ohne Tape.
 
Das Holz ist nicht flexibel. Ich habe mir 4-Kant-Hölzer aus Eibe geschnitten und gehobelt. Ca. 7cm breit. So breit ist auch das angedachte Leder.
 
Bei mir verbiegt sich das Holz auch nicht, beim "Ledern"
Ich habe allerdings eine 8cm Breite gewählt, da ich es mag, wenn die ganze RM-Klinge aufliegt.
 
Es gäbe da noch eine Alternative zu deinen starren Brettern.
Es gibt einen Riemen mit Wechselplatten. Ich habe mir in der Vergangenheit mehrere Platten mit unterschiedlichsten Ledern dafür nachgemacht.
Die Bretter sind einfache 3mm Sperrholzbretter.
Den Halter für die Bretter kann man auch selber bauen und muss nicht den (teuren) Originalhalter nehmen. Ich hatte ihn zwar damals gekauft, würde ihn heute aber selber machen.
Ich habe inzwischen auch einen Bankriemenhalter gebaut, in den die Brettchen passen; davon gibt es aber leider keine Bilder. Aber auf dem letzten Bild kannst du die Nachbau-Endstücke und die zugeschnittenen Platten für meinen Riemen sehen.
In den Platten steckt eine eingeklebte U-Scheibe, in den Haltern ein Neodym-Magnet zu fixieren. (Die anderen nachgebauten Halter sind inzwischen aber auch schon weitergegeben)

Die Brettchen einfach spitz zulaufen lassen, statt der runden Aussparungen. Die Auflagen sind (ohne Nase) 1,5cm breit. Die Brettchen selbst haben 7,7x28cm

Dadurch, dass die Brettchen nur an den Enden aufliegen, hast du mit dem Sperrholz schon ausreichend „Federrung“. Und die Wechselplatten lassen sich einfach und beliebig reproduzieren und mit noch mehr Ledern bekleben, wenn man denn experimentieren will.

Und du bist doch auch ein Bastler.

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Eine sehr gute Frage die hier gestellt wird.
Wenn man sich Riemen dieser Art ansieht die derzeit angeboten werden findet man sowohl als auch, also mit Filz und ohne Filz.
Wenn man sich die historischen Vorbilder ansieht sind die aber mit Filz.
Wenn ich biegen lese Frage ich mich aber von welchen Kräften man da ausgeht.
Einfach Mal selbst ein Brett dieser Länge in die Hand nehmen und versuchen zu biegen.
Es geht hier nur um minimalste Kräfte die es abzufedern gilt, wofür der Filz gedacht ist.
Ich vermute, dass viele der heutigen Anbieter sich darüber keine Gedanken machen weil das Wissen nicht vorhanden ist.
Ich habe bei meinen selbst gebauten Riemen Bastel Filz mit doppelseitigen Klebeband auf ein Blech geklebt und darauf das Leder.
Das Blech kommt dann auf ein Brett mit Magneten und ist so austauschbar und platzsparend zu lagern
 
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