Lord Vader
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Eine Bitte vorweg, vom Führen der müßigen Klon-Diskussion bitte ich abzusehen, dafür kann gerne ein extra Strang eröffnet werden. Hier soll es nur um die inneren Werte der Kandidaten selbst gehen.
Den R41 fand ich optisch schon immer toll. Ein ganz neues Design, was damals Maßstäbe gesetzt hat. Leider war mit der originale Zamak-41er oftmals etwas zu harsch und außerdem empfand ich die Zähne als kratzig und unangenehm auf der Haut. Der R41 GS sollte nach dem Empfinden vieler Anwender noch etwas aggressiver sein als die Zamak-Version. Das hat mich lange vom Kauf abgehalten. In Titan ist ein originales Modell von Mühle leider nicht mehr regulär zu beziehen.
Als dann Kämpfe seine 41er-Klone raus gebracht hat und auch eine Version in Titan erhältlich war (und die Titanen ja im allgemeinen etwas sanfter sein sollen als ihre Edelstahlkollegen), habe ich mal einen Versuch mit gewagt und einen bestellt. Ich bin mit diesem gut zurecht gekommen, mag aber eigentlich auch das Gewicht der Edelstahlhobel lieber und so habe ich danach noch den Kämpfe in SS bestellt. Tja, wie es der Zufall wollte, lief mir anschließend noch der DS Cosmetic Z0 in SS im MH über den Weg und fand in meinem Rasurschrank ein neues Zuhause.
Da ich auf diese Weise wie die Jungfrau zum Kinde zu einer kleinen 41er-Sammlung gekommen bin, schreit das ja nahezu nach einem Vergleich zwischen den Modellen. Und da durfte der R41GS als originaler Edelstahlvertreter natürlich auch nicht fehlen, und, ihr ahnt es schon, auch ihn kann ich nun mein Eigen nennen dank einer guten Gelegenheit im MH. Zu guter Letzt erreichte mich dann auch noch ein DS Cosmetic Z0 in Titan. Ja, was tut man nicht alles für die Wissenschaft, jetzt hab ich hier insgesamt 6 ähnliche Hobel rumliegen
Ich habe daraufhin in den letzten Wochen, ja eigentlich schon fast Monaten, die verschiedenen 41er schwerpunktmäßig verwendet und einen kleinen Test veranstaltet. Alle wurden mehrere Male mit einer Feather, der ASP und der ASS verwendet. Ob das nun die optimalen Klingen sind, kann ich nicht beurteilen, die Aufnahme weiterer Sorten inkl. hätte den Test allerdings wieder um Wochen verlängert. Getestet wurden die Klingen jeweils mit den selben Rasierseifen und es wurde immer auf eine Einweichzeit von 3 Minuten geachtet, damit immer gleiche Voraussetzungen vorlagen.
Eines vorweg, die Unterschiede zwischen den einzelnen Vertretern sind nicht so groß, wie man vielleicht denkt. Und die R41-Gene sind bei allen spürbar, was bedeutet, dass alle Modelle relativ aggressive Rasierer sind, die ordentlich abräumen. Ich bitte, das zu berücksichtigen, wenn ich den einen als sanft(er) bezeichne als den anderen. Das ist relativ zu sehen. Bei der Verarbeitung habe ich nicht jeden Minikratzer untersucht (da einige gebraucht erworben wurden, wäre das auch nicht fair), es wurde nur geschaut, ob es wirklich grobe Schnitzer gibt.
Allgemeine Beschreibung:
R41 Zamak – Das Original (NP ca.30 Euro für die Standardversion): Ich kaufte meinen ca. 2016, nachdem der Garstige überarbeitet wurde. Verarbeitung/Verchromung ist tadellos. Einziger Kritikpunkt, auf dem Hobelkopf findet sich weder eine Modellbezeichnung, noch der Markenname Mühle. Damals hatte der Hobel durch seine Form ein Alleinstellungsmerkmal, heute wäre das sicherlich aufgrund der ganzen Klone wünschenswert. Auf dem originalen Griff steht natürlich der Name Mühle!
R41 GS – Das Edelstahloriginal (NP ca. 130 Euro) : Tolle Verarbeitung, hier gibt es nichts zu meckern. Der Griff ist etwas dicker, er liegt dadurch sehr gut in der Hand und wirkt sehr wertig, und da hohl, ist er auch nicht zu schwer. Auch hier fehlen Name und Modellbezeichnung auf dem Hobelkopf wie bei der Zamak-Version, der Griff ist aber auch hier gebrandet.
Kämpfe R41 SS (St06-B11P, NP ca. 75 Euro): Tolle Verarbeitung, da gibts wie beim Original nichts zu meckern. Auf der Unterseite des Hobelkopfes findet sich weder der Herstellername noch die Modellbezeichnung. Auf dem Griff unten ist der Name allerdings eingelasert. die Toleranzen und die Passgenauigkeit sind so eng gewählt, dass die Rasierklinge zwar ohne Probleme auf den Hobelkopf aufgelegt werden kann, beim Zuschrauben und der damit verbundenen leichten Biegung verklemmt sich die Klinge dann aber ein wenig. Ist nicht wirklich dramatisch, beeinflusst die Rasur nicht und man kann die Klinge auch noch relativ problemlos wechseln, aber hier hätte etwas mehr Toleranz nicht geschadet. Dafür steht die Schneide kaum über und schließt fast mit der Kappe ab. Bei Mühle und DSC steht diese etwas freier, wenn auch nicht super viel mehr. Spezifikationen lt. Kämpfe: 0,95 mm Klingenspalt, 0,12 mm Exposure.
Kämpfe R41 TI (TI06-B11P, NP ca. 90 Euro): Hier gilt das selbe wie bei seinem Bruder in SS.
DS Cosmetic Z0 SS (NP 53 Euro (Kopf), ca. 75 Euro mit Griff): Ebenfalls sehr gut verarbeitet. Auf der Unterseite des Hobelkopfes ist der Name des Herstellers und die Modellbezeichnung vermerkt. Spezifikation lt. Hersteller. 1,0 mm Klingenspalt, neutrale Exposure. Die erste Version war wohl eine Kopie des Garstigen und auch dementsprechend aggressiv, m.W.n. fand danach dann eine Überarbeitung statt. Ich gehe davon aus, dass ich die V2 habe.
DS Cosmetic Z0 Titan (NP ca. 125 Euro): Hobelkopf ist sehr gut verarbeitet, siehe ansonsten Beschreibung DS Cosmetic Z0 SS. Angemerkt werden muss, dass der erste von mir bestellte Hobel einen Griff hatte, der eine fehlerhafte Gewindebohrung aufwies und nur sehr hakelig sowie mit etwas Kraftaufwand auf dem Kopf geschraubt werden konnte. Kopf selbst war ok, mit anderen Griffen klappte das problemlos. Trotzdem ging diese Version zurück. Danach erhielt ich einen Hobel mit dem Destroyer Griff. Hier wies der Griff einen leichten Grad im mittleren Bereich des Griffes auf, unangenehm und scharfkanntig, auch die Version ging zurück. Beim dritten Vertreter ist alles soweit ok.
Rasurverhalten:
Wie schon geschrieben sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Vertretern sind nicht so groß, wie man vielleicht denkt. Alle räumen ordentlich ab sind sind relativ aggressiv, die Klinge ist bei allen deutlich zu spüren. Komplett ohne Blutzoll ist die überwiegende Anzahl der Rasuren daher auch nicht abgelaufen, ein paar Pünktchen gab es eigentlich immer, wenn man Sie auch manchmal etwas suchen musste. Nach dem Abwaschen waren die allerdings meistens Geschichte. 2x gab es leider auch ein R41 typisches Massaker, obs an der Klinge lag (wahrscheinlich, war jeweils die dritte Anwendung mit der Feather und eigentlich hätte ich die unter normalen Umständen gewechselt, weil sie etwas drüber wirkte, habe das aber aufgrund des Tests halt nicht gemacht, geopfert für die Wissenschaft halt) oder an der Tagesform oder an beiden oder an gereizter Haut, kann ich nicht sagen. Allerdings wurde die Haut schon mehr als normal strapaziert, da die 41er oftmals täglich verwendet wurden. Der Test sollte schließlich nicht ewig dauern. After Shave gab daher oft mehr Rückmeldung als sonst. Das wurde aber zuletzt besser, wahrscheinlich hat sich die Haut an der Strapaze gewöhnt und/oder der Nutzer hat sich besser auf die 41er eingestellt. Er ist also schon auch als Daily Driver zu nutzen, wenn es denn sein muss. Gröbere Verletzungen gab es hingegen nicht. Hier nun das Ranking von aggressiv bis mild (natürlich relativ gesehen und natürlich extrem subjektiv).
Mühle R41 Zamak: Das Original empfinde ich als aggressivste und ruppigste Variante. Zudem spürt man die Zähne dieser Version am meisten, was ich ebenfalls als etwas unangenehm empfinde. Das ist bei den anderen Varianten nicht so ausgeprägt bzw. nicht vorhanden. Ergebnis war am ungründlichsten (relativ gesehen, ein Müh schlechter als das „Mittelfeld“)
Mühle R41 GS: Nicht ganz so aggressiv wie die Zamak-Variante, aber auch der ist sehr direkt und zupackend, kann aber auch relativ milde Rasuren abliefern. In Bezug auf die Gründlichkeit etwas besser als das Original aus Zamak, liegt mit den Kämpfe-Hobeln im „Mittelfeld“.
DSC Z0 SS: Vom Aggro-Level ähnlich die der 41GS. Bei richtiger Führung/mit der richtigen Klinge kann er relativ mild sein, aber er kann auch anders. Dabei allerdings äußerst gründlich, im Test der gründlichste, der immer Ergebnisse sehr nah am Optimum (Spitzengruppe) erreichte. Ein Müh besser als das „Mittelfeld“. Das von vielen empfundene „Monster“ ist der Z0 in der aktuellen Version jedoch nicht.
DSC Z0 Titan: Ich empfand ihn als milder als seinen Edelstahl-Bruder, er liefert aber auch eine super Gründlichkeit nah am Optimum ab, im direkten Vergleich vielleicht minimalst schlechter als der Z0 SS. Trotzdem in Bezug auf Gründlichkeit Spitzengruppe.
Kämpfe SS: Ist ebenfalls etwas milder als Z0 SS und R41 GS übermäßig aggressiv war er nämlich nie. Gründlichkeit kann sich ebenfalls sehen lassen, liegt im soliden Mittelfeld, einen Wimpernschlag hinter der Spitzengruppe.
Kämpfe TI: ähnlich mild wie sein Bruder aus SS, sie liegen schon sehr eng bei einander. Das Rasurergebnis ein klitzekleines bissl schlechter, doch eigentlich kaum messbar, Daher ebenfalls Mittelfeld. Insgesamt liegen der R41GS, der Kämpfe SS und auch der TI extrem nah bei einander, was die Gründlichkeit angeht. Ein genaues Ranking daher kaum möglich.
Schlusswort:
Die Zamak-Version klammer ich hier mal aus, da sie nur als Benchmark mitgetestet wurde, hier allerdings die „höherwertigeren“ Materialien im Vordergrund stehen sollen.
Grundsätzlich kann man alle Modelle empfehlen. Wer einen der edlen Gesellen sein eigen nennt, braucht eigentlich keinen weiteren zu kaufen. Dafür liegen sie zu nah bei einander. Grundsätzlich spricht natürlich viel für das Original, den R41 GS. Der originale Griff liegt zudem hervorragend in der Hand, weil er etwas dicker ist. Wer die absolute Gründlichkeit sucht, der sollte zum Z0 greifen. Insbesondere in Titan eine gute Alternative zum Original, das regulär nicht in diesem Material erhältlich ist. Wer eine Spur milder fahren möchte, dem lege ich die Kämpfe-41er ans Herz. Ob SS oder TI ist Geschmackssache, der Aufpreis für TI fällt hier allerdings äußerst moderat aus, was natürlich für das vermeintlich höher wertigere TI spricht?! Angemerkt werden muss bei den Kämpfes aber die Problematik mit der leicht verklemmten Klinge aufgrund zu geringer Toleranzen. Vielleicht wird das aber zukünftig noch angepasst.
Den R41 fand ich optisch schon immer toll. Ein ganz neues Design, was damals Maßstäbe gesetzt hat. Leider war mit der originale Zamak-41er oftmals etwas zu harsch und außerdem empfand ich die Zähne als kratzig und unangenehm auf der Haut. Der R41 GS sollte nach dem Empfinden vieler Anwender noch etwas aggressiver sein als die Zamak-Version. Das hat mich lange vom Kauf abgehalten. In Titan ist ein originales Modell von Mühle leider nicht mehr regulär zu beziehen.
Als dann Kämpfe seine 41er-Klone raus gebracht hat und auch eine Version in Titan erhältlich war (und die Titanen ja im allgemeinen etwas sanfter sein sollen als ihre Edelstahlkollegen), habe ich mal einen Versuch mit gewagt und einen bestellt. Ich bin mit diesem gut zurecht gekommen, mag aber eigentlich auch das Gewicht der Edelstahlhobel lieber und so habe ich danach noch den Kämpfe in SS bestellt. Tja, wie es der Zufall wollte, lief mir anschließend noch der DS Cosmetic Z0 in SS im MH über den Weg und fand in meinem Rasurschrank ein neues Zuhause.
Da ich auf diese Weise wie die Jungfrau zum Kinde zu einer kleinen 41er-Sammlung gekommen bin, schreit das ja nahezu nach einem Vergleich zwischen den Modellen. Und da durfte der R41GS als originaler Edelstahlvertreter natürlich auch nicht fehlen, und, ihr ahnt es schon, auch ihn kann ich nun mein Eigen nennen dank einer guten Gelegenheit im MH. Zu guter Letzt erreichte mich dann auch noch ein DS Cosmetic Z0 in Titan. Ja, was tut man nicht alles für die Wissenschaft, jetzt hab ich hier insgesamt 6 ähnliche Hobel rumliegen
Ich habe daraufhin in den letzten Wochen, ja eigentlich schon fast Monaten, die verschiedenen 41er schwerpunktmäßig verwendet und einen kleinen Test veranstaltet. Alle wurden mehrere Male mit einer Feather, der ASP und der ASS verwendet. Ob das nun die optimalen Klingen sind, kann ich nicht beurteilen, die Aufnahme weiterer Sorten inkl. hätte den Test allerdings wieder um Wochen verlängert. Getestet wurden die Klingen jeweils mit den selben Rasierseifen und es wurde immer auf eine Einweichzeit von 3 Minuten geachtet, damit immer gleiche Voraussetzungen vorlagen.
Eines vorweg, die Unterschiede zwischen den einzelnen Vertretern sind nicht so groß, wie man vielleicht denkt. Und die R41-Gene sind bei allen spürbar, was bedeutet, dass alle Modelle relativ aggressive Rasierer sind, die ordentlich abräumen. Ich bitte, das zu berücksichtigen, wenn ich den einen als sanft(er) bezeichne als den anderen. Das ist relativ zu sehen. Bei der Verarbeitung habe ich nicht jeden Minikratzer untersucht (da einige gebraucht erworben wurden, wäre das auch nicht fair), es wurde nur geschaut, ob es wirklich grobe Schnitzer gibt.
Allgemeine Beschreibung:
R41 Zamak – Das Original (NP ca.30 Euro für die Standardversion): Ich kaufte meinen ca. 2016, nachdem der Garstige überarbeitet wurde. Verarbeitung/Verchromung ist tadellos. Einziger Kritikpunkt, auf dem Hobelkopf findet sich weder eine Modellbezeichnung, noch der Markenname Mühle. Damals hatte der Hobel durch seine Form ein Alleinstellungsmerkmal, heute wäre das sicherlich aufgrund der ganzen Klone wünschenswert. Auf dem originalen Griff steht natürlich der Name Mühle!
R41 GS – Das Edelstahloriginal (NP ca. 130 Euro) : Tolle Verarbeitung, hier gibt es nichts zu meckern. Der Griff ist etwas dicker, er liegt dadurch sehr gut in der Hand und wirkt sehr wertig, und da hohl, ist er auch nicht zu schwer. Auch hier fehlen Name und Modellbezeichnung auf dem Hobelkopf wie bei der Zamak-Version, der Griff ist aber auch hier gebrandet.
Kämpfe R41 SS (St06-B11P, NP ca. 75 Euro): Tolle Verarbeitung, da gibts wie beim Original nichts zu meckern. Auf der Unterseite des Hobelkopfes findet sich weder der Herstellername noch die Modellbezeichnung. Auf dem Griff unten ist der Name allerdings eingelasert. die Toleranzen und die Passgenauigkeit sind so eng gewählt, dass die Rasierklinge zwar ohne Probleme auf den Hobelkopf aufgelegt werden kann, beim Zuschrauben und der damit verbundenen leichten Biegung verklemmt sich die Klinge dann aber ein wenig. Ist nicht wirklich dramatisch, beeinflusst die Rasur nicht und man kann die Klinge auch noch relativ problemlos wechseln, aber hier hätte etwas mehr Toleranz nicht geschadet. Dafür steht die Schneide kaum über und schließt fast mit der Kappe ab. Bei Mühle und DSC steht diese etwas freier, wenn auch nicht super viel mehr. Spezifikationen lt. Kämpfe: 0,95 mm Klingenspalt, 0,12 mm Exposure.
Kämpfe R41 TI (TI06-B11P, NP ca. 90 Euro): Hier gilt das selbe wie bei seinem Bruder in SS.
DS Cosmetic Z0 SS (NP 53 Euro (Kopf), ca. 75 Euro mit Griff): Ebenfalls sehr gut verarbeitet. Auf der Unterseite des Hobelkopfes ist der Name des Herstellers und die Modellbezeichnung vermerkt. Spezifikation lt. Hersteller. 1,0 mm Klingenspalt, neutrale Exposure. Die erste Version war wohl eine Kopie des Garstigen und auch dementsprechend aggressiv, m.W.n. fand danach dann eine Überarbeitung statt. Ich gehe davon aus, dass ich die V2 habe.
DS Cosmetic Z0 Titan (NP ca. 125 Euro): Hobelkopf ist sehr gut verarbeitet, siehe ansonsten Beschreibung DS Cosmetic Z0 SS. Angemerkt werden muss, dass der erste von mir bestellte Hobel einen Griff hatte, der eine fehlerhafte Gewindebohrung aufwies und nur sehr hakelig sowie mit etwas Kraftaufwand auf dem Kopf geschraubt werden konnte. Kopf selbst war ok, mit anderen Griffen klappte das problemlos. Trotzdem ging diese Version zurück. Danach erhielt ich einen Hobel mit dem Destroyer Griff. Hier wies der Griff einen leichten Grad im mittleren Bereich des Griffes auf, unangenehm und scharfkanntig, auch die Version ging zurück. Beim dritten Vertreter ist alles soweit ok.
Rasurverhalten:
Wie schon geschrieben sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Vertretern sind nicht so groß, wie man vielleicht denkt. Alle räumen ordentlich ab sind sind relativ aggressiv, die Klinge ist bei allen deutlich zu spüren. Komplett ohne Blutzoll ist die überwiegende Anzahl der Rasuren daher auch nicht abgelaufen, ein paar Pünktchen gab es eigentlich immer, wenn man Sie auch manchmal etwas suchen musste. Nach dem Abwaschen waren die allerdings meistens Geschichte. 2x gab es leider auch ein R41 typisches Massaker, obs an der Klinge lag (wahrscheinlich, war jeweils die dritte Anwendung mit der Feather und eigentlich hätte ich die unter normalen Umständen gewechselt, weil sie etwas drüber wirkte, habe das aber aufgrund des Tests halt nicht gemacht, geopfert für die Wissenschaft halt) oder an der Tagesform oder an beiden oder an gereizter Haut, kann ich nicht sagen. Allerdings wurde die Haut schon mehr als normal strapaziert, da die 41er oftmals täglich verwendet wurden. Der Test sollte schließlich nicht ewig dauern. After Shave gab daher oft mehr Rückmeldung als sonst. Das wurde aber zuletzt besser, wahrscheinlich hat sich die Haut an der Strapaze gewöhnt und/oder der Nutzer hat sich besser auf die 41er eingestellt. Er ist also schon auch als Daily Driver zu nutzen, wenn es denn sein muss. Gröbere Verletzungen gab es hingegen nicht. Hier nun das Ranking von aggressiv bis mild (natürlich relativ gesehen und natürlich extrem subjektiv).
Mühle R41 Zamak: Das Original empfinde ich als aggressivste und ruppigste Variante. Zudem spürt man die Zähne dieser Version am meisten, was ich ebenfalls als etwas unangenehm empfinde. Das ist bei den anderen Varianten nicht so ausgeprägt bzw. nicht vorhanden. Ergebnis war am ungründlichsten (relativ gesehen, ein Müh schlechter als das „Mittelfeld“)
Mühle R41 GS: Nicht ganz so aggressiv wie die Zamak-Variante, aber auch der ist sehr direkt und zupackend, kann aber auch relativ milde Rasuren abliefern. In Bezug auf die Gründlichkeit etwas besser als das Original aus Zamak, liegt mit den Kämpfe-Hobeln im „Mittelfeld“.
DSC Z0 SS: Vom Aggro-Level ähnlich die der 41GS. Bei richtiger Führung/mit der richtigen Klinge kann er relativ mild sein, aber er kann auch anders. Dabei allerdings äußerst gründlich, im Test der gründlichste, der immer Ergebnisse sehr nah am Optimum (Spitzengruppe) erreichte. Ein Müh besser als das „Mittelfeld“. Das von vielen empfundene „Monster“ ist der Z0 in der aktuellen Version jedoch nicht.
DSC Z0 Titan: Ich empfand ihn als milder als seinen Edelstahl-Bruder, er liefert aber auch eine super Gründlichkeit nah am Optimum ab, im direkten Vergleich vielleicht minimalst schlechter als der Z0 SS. Trotzdem in Bezug auf Gründlichkeit Spitzengruppe.
Kämpfe SS: Ist ebenfalls etwas milder als Z0 SS und R41 GS übermäßig aggressiv war er nämlich nie. Gründlichkeit kann sich ebenfalls sehen lassen, liegt im soliden Mittelfeld, einen Wimpernschlag hinter der Spitzengruppe.
Kämpfe TI: ähnlich mild wie sein Bruder aus SS, sie liegen schon sehr eng bei einander. Das Rasurergebnis ein klitzekleines bissl schlechter, doch eigentlich kaum messbar, Daher ebenfalls Mittelfeld. Insgesamt liegen der R41GS, der Kämpfe SS und auch der TI extrem nah bei einander, was die Gründlichkeit angeht. Ein genaues Ranking daher kaum möglich.
Schlusswort:
Die Zamak-Version klammer ich hier mal aus, da sie nur als Benchmark mitgetestet wurde, hier allerdings die „höherwertigeren“ Materialien im Vordergrund stehen sollen.
Grundsätzlich kann man alle Modelle empfehlen. Wer einen der edlen Gesellen sein eigen nennt, braucht eigentlich keinen weiteren zu kaufen. Dafür liegen sie zu nah bei einander. Grundsätzlich spricht natürlich viel für das Original, den R41 GS. Der originale Griff liegt zudem hervorragend in der Hand, weil er etwas dicker ist. Wer die absolute Gründlichkeit sucht, der sollte zum Z0 greifen. Insbesondere in Titan eine gute Alternative zum Original, das regulär nicht in diesem Material erhältlich ist. Wer eine Spur milder fahren möchte, dem lege ich die Kämpfe-41er ans Herz. Ob SS oder TI ist Geschmackssache, der Aufpreis für TI fällt hier allerdings äußerst moderat aus, was natürlich für das vermeintlich höher wertigere TI spricht?! Angemerkt werden muss bei den Kämpfes aber die Problematik mit der leicht verklemmten Klinge aufgrund zu geringer Toleranzen. Vielleicht wird das aber zukünftig noch angepasst.