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Crimson Legacy - Karmesinrotes Vermächtnis...

RasurKult

FdR-Pate
Hersteller/Händler
Servus zusammen,

ich weiß, ich weiß, heute ist nicht Sonntag, aber ich kann das Leiden des lieben Forumskollegen nicht mit ansehen, wenn er die neuen Schätzchen nicht zeigen kann/möchte, weil sie noch nicht standesgemäß präsentiert wurden, aber bereits bei ihm angekommen sind...

Diesen "Schmerz" möchte ich ihm gerne etwas nehmen und zumindest einen schon einmal vorstellen.

Und somit präsentiere ich euch den Crimson Legacy mit einer faszinierenden Karmesinroten Farbe im Epoxi und einer wunderbar wilden Maserung im stabilisierten Pappel Maserholz.
Grundsätzlich ist die Form an die "Wunschform" des Kollegen angelehnt und liegt wirklich ausgezeichnet in der Hand. Auch der Wunsch nach "Länge" konnte realisiert werden.
Der Pinsel hat einen Durchmesser von ca. 41mm und eine Länge von ca. 75mm und ist mit einem ausgezeichneten 24er Silberspitz bestückt.

Die dunklen Töne, sowohl im Holz als auch im Epoxidharz sprechen eine schwere, fast mystische Sprache, sieht aus, als hätte er schon viel erlebt, der Pinsel, und könnte so einige Geschichten erzählen.

Mit gefällt er und ich wünsche viel Spaß mit dem neuen Pinsel.
Somit natürlich klar: "nur gucken, nicht anfassen..."

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Crimson Legacy
Hotelzimmer, San Francisco, spät in der Nacht
Eine erfundene Szene im Geist von "Interview mit einem Vampir" (1994).


Daniel hatte die Kassette gerade eingelegt, als Louis zu sprechen begann, ohne auf eine Frage zu warten.

"Ich bin heute Nacht an einem Schaufenster stehen geblieben. Auf dem Weg hierher."

Daniel drückte die Aufnahmetaste. "Was haben Sie gesehen?"

"Einen Rasierpinsel." Louis lächelte, als wunderte er sich selbst über die Banalität. "Der Griff war karmesinrot, durchzogen von hellem, wild gemasertem Holz, als hätte jemand Bernstein in Blut gegossen und es eine Weile liegen lassen. Ich stand lange davor. Länger, als ich mir eingestehen möchte."

"Sie rasieren sich nicht."

"Seit zwei Jahrhunderten wächst mir nichts mehr, das man rasieren könnte. Man verliert so manches auf diesem Weg, aber dass mir ausgerechnet das morgendliche Ritual fehlt, hätte ich nie gedacht." Er sah zum Fenster. "Aber er sah aus, als könnte er Geschichten erzählen, und als hätte ihm nie jemand lange genug zugehört. Ich weiss, wie sich das anfühlt." Ein Blick auf das laufende Band. "Bis heute Nacht."

"Lestat hätte das Glas eingeschlagen", sagte Daniel.

"Lestat hätte das Glas eingeschlagen, den Pinsel zerbrochen und dem Besitzer erklärt, es sei ein Gefallen gewesen." Ein trockenes, müdes Lächeln. "Er hat nie begriffen, dass es eine Würde darin gibt, vor einer Scheibe stehen zu bleiben und sich nichts zu nehmen."

Das Band lief. Draussen wurde die Nacht ein wenig dünner.

"Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, was ein Vermächtnis ist", sagte Louis leiser. "Ich dachte, es sei das, was man hinterlässt. Dabei ist es etwas, das einen überlebt. Das Mindeste, was man ihm schuldet, ist, es nicht zu stören."

"Wissen Sie, wem er gehört?"

"Nein. Aber ich wette, einem Bassisten." Louis erhob sich. "Man erkennt sie an der Art, wie sie das Licht den anderen überlassen. Ich war auch einer. Nur dass mein Frontmann nie gemerkt hat, wer ihm den Takt gehalten hat."

Er trat ans Fenster, dorthin, wo bald der Morgen sein würde, und blieb einen Moment so stehen, wie er vor dem Schaufenster gestanden hatte.

"Bei einem Schaufenster gelingt es mir inzwischen, mir nichts zu nehmen", sagte er. "Bei allem anderen habe ich zwei Jahrhunderte geübt, und es gelingt mir noch immer nicht ganz."
 
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