Also, heute habe ich mich mit einem Rasiermesser rasiert, das von Anfang bis Ende ausschließlich mit dem GBB geschärft wurde.
Ich glaube, ich beginne zu verstehen, was
@Wassermeister mit „Sanftheit“ gemeint hat.
Die Schneide fühlt sich nicht so direkt auf der Haut an.
Nach dem Schwedenstein „klebt“ das Rasiermesser förmlich an der Haut. Man spürt die Schärfe wortwörtlich. Man weiß ganz genau: Wenn ich jetzt nur ein bisschen ungeschickt bin, gibt es ein „Aua“.
Beim GBB fühlt es sich für mich nicht so direkt an. An manchen Stellen musste ich sogar mit der Hand prüfen, ob ich dort überhaupt etwas abrasiert habe.
Ganz automatisch ist mit dem GBB der Rasurwinkel etwas flacher geworden, also der Rücken näher zur Haut.
Und noch etwas: Ich habe viel leichter mit einem ziehenden Schnitt gearbeitet. Leider weiß ich nicht genau, wie es fachlich heißt, deshalb benutze ich ein Wort aus meinem Berufsleben.
Ich meine damit, dass das Messer nicht im 90-Grad-Winkel zum stehenden Haar geführt wird, sondern eher in einem Winkel von etwa 45 Grad.
Ich meine nicht den Winkel zur Haut, sondern die Stellung der Schneide selbst: ob Anfang und Ende der Schneide auf einer Linie stehen oder diagonal geführt werden.