Forum der Rasur

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Die Sache mit den Anreibern...

dirk

Gründer FdR
Admin
Wenn man selber Schärfen will, braucht man ja Steine. Wenn man Steine hat, braucht man (meist) Anreiber, um vor dem Schärfen diese "slurry" auf dem Stein zu erzeugen, durch die man überhaupt erst das Messer auf dem Stein schärfen kann.

Meine Frage an Euch ist: Welche Anreiber benutzt Ihr für welche Steine. Sowohl in Bezug auf Körnung bei beiden, als auch künstliche Steine vs. Natursteine.

Gerne auch mit Links zu den Anbietern/Händlern
 

Geier0815

Active Member
Die Sache mit den Anreibern hat zwei Aspekte: Der Erste wäre slurry zu erzeugen. Das ist bei vielen Steinen nicht nötig. Bei Schiefern ist es sogar kontraproduktiv wenn man vorher schon mit anderen Steinen auf ein gewisses Niveau gekommen ist. Das Gegenteil davon wäre zB der Belgier wenn man ihn schon für grobere Sachen verwenden will, bzw als einzigen Stein. Noch wieder anders sieht die Sache bei harten japanischen Natursteinen aus. Dort ist der eigentliche Stein mehr oder minder nur Träger für die Partikel der Nagura-Steine.
Was möchtest Du also genau wissen?
Der zweite Aspekt wäre die Reinigung bzw das Öffnen der Poren bei Steinen. Gerade harte Steine haben die Tendenz sich mit dem Metallabrieb dicht zu setzen, der Stein arbeitet dann immer langsamer. Dazu fällt mir persönlich der Shapton pro 1.000 ein. Bei dem hatte ich es das der frisch abgerichtet sehr schnell war aber nach spätestens 40 Schüben kaum noch etwas abgetragen hat, als würde man über eine Glasplatte schieben. Dazu kann ich dir aber nichts schreiben, da ich mich von dem Shapton getrennt habe bevor ich meine Naniwas gekauft habe, bei denen ja ein Reinigungsstein dabei ist, den man für die Naniwas allerdings nicht braucht. Rostradierer sollen für diesen Zweck angeblich auch recht brauchbar sein. Aber dazu müssen dir andere Leute etwas schreiben.
 

efsk

The Music was Thud-like
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Meine Charnley Forest mag überhaupt kein Anreiber.Meine Naniwa's mach ich das manchmal, aber sicher nicht immer, mit der DMT.
 

shelob

Offebächer Messerstecher äh ne Rasierer
Moderator
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Die Naniwas brauchen gar keinen Anreiber, bzw. Slurry. Hier nutzte ich den Anreibestein nur zum Poren öffnen, wenn ich merke es passiert zu wenig beim schärfen. Außerdem produzieren sie sowieso recht schnell Autoslurry, zumindest die weicheren Superstones.

Meine GBB reibe ich natürlich mit einem kleinen Brocken an. Dies ist für einen kompletten Schärfvorgang a la Dilucot ja auch zwingend erforderlich. Wobei hier wahrscheinlich auch eine Diamantplatte ihren Dienst tun würde, wenn man keinen Anreiber hat.

Japanische Naguras erzeugen, wie von Geier0815 schon gesagt, ja den eigentlichen Schärfschlamm mit dem geschärft wird. Hier gehe ich nach Lust und Laune beim Finish vor, meine aktuelle Lieblingskombi zum Finishen ist ein Nakayama Nagura auf einem Ozoku. (Gefällt mir besser als die Steine jeweils einzeln nur mit Wasser) hier vermischen sich dann Schärfpartikel beider Steine, das Slurry ist auch eher etwas milchiges Wasser und kein Brei wie bei den Belgiern.

Bei meinen verschiedenen Schiefern (Walisern und Thüringern) reibe ich meist mit dem gleichen Material (Stein) an, bevor ich zum reinen Wasserfinish übergehe. Da geht aber auch eine Diamantplatte. Meine Tests mit japanischen Naguras auf harten europäischen Steinen konnten mich bisher vom Ergbnis nicht überzeugen. Warum auch immer :cool:
 

efsk

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Doorsch

Active Member
Nun Anreiber machen Spass und ergänzen das ein oder andere Schärfset enorm. Für mich gibt es hier null Taboos noch irgendwelche Begrenzungen obwohl ich mich definitiv nur auf Natursteine beziehe! Bei Kunstteinen halte ich Anreiben ausser um Poren zu öffnen oder den Stein zu reinigen in der Regel für Sinnfrei, einfach weil Kunssteine so schon schnell genug sind....

In der Regel braucht man Anreiber um die Geschwindigkeit eines Natursteines zu erhöhen. Dh durch die Menge an Schleifschlamm lässt sich die Dicke und somit auch der Anteil an Abrasiven Partikeln regulieren. In der Kombination mit etwas Druck erreicht man mehr Abrieb also man erhöht die Geschwindigkeit.

Zusätzlich lassen sich gerade auf sehr harten Steinen (zb. Arkansas, versteinertes Holz, etc.) verschiedenste Anreiber einsetzen, dh so lässt zb. auf versteinerten Holz ein Japan Finish mit einem feinen Nagura herstellen. Man könnte aber auch mit einem Anreiber eines belgischen Brockens darauf arbeiten. Das mag auf den ersten Blick jeden Anfänger überfordern und man weiss gar nicht wie man denn was nun richtig macht. Am Schluss bleibt immer nur der weg das alles selbst auszuprobieren und zu schauen was man mit welchem Ansatz erreichen kann. Man kann davon berichten was man geschafft hat ob ein anderer der von den Erfahrungen gelesen hat das gleiche Ergebnis hinbekommt hängt dann wieder von vielen Faktoren ab!

Mein Fazit: Naguras und Slurry Steine machen einfach Spass und gehören dazu wie das Salz in der Suppe

Verschieden Slurry Steine auf Vrratchanska Schiefer (Bulgarien):
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Verschiedene Belgier:
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Thüringer Anreiber:
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Doorsch

Active Member

Mhhh Interessant, fand die Schwedensteine bisher immer ganz gut. Vom Prinzip her nähe des Thüringer Niveaus von dunkelblauen Steinen. Auch wenn minimale Abweichung feststellbar ist....hast du deinen Schwedenstein mal mit Wasser Glyzerin probiert. Einige der O-Ha Magnetsteine sind nach Aufdruck des Herstellers auch für Öl geeignet. Ich hatte einen der schon mit Öl versaut war und hatte auch damit ganz gute Ergebnisse.
 

sl

Very Active Member
Vllt. liegt es in meinem Fall auch daran, dass der LL Hybrid bereits extrem gute Ergebnisse bringt, insbesondere mit einem Tropfen Spüli. Glycerin auf dem Schwedenstein hab ich noch nicht versucht, mache ich dann aber demnächst mal, danke für den Tipp
 

dirk

Gründer FdR
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