Alvaro
Writes More Here Than At Work
Hallo zusammen.
Der Eine oder Andere hat von mir einen solchen Stein bekommen hat, und da es dazu Fragen gibt wie man mit dem Stein weiter verfahren muss, hier eine kleine Anleitung wie ICH dabei vorgehe.
An der Stelle sei gesagt, dass es noch andere Anleitungen zum planen eines Steins, oder zur Einarbeitung harter Steine (z.B. Arkansas) gibt.
Ihr solltet diese ebenfalls durchlesen.
Aber los gehts:
Ihr erhaltet den Stein so:
So sagt der Stein erst einmal gar nichts aus da er verschmutzt ist und so nicht kontrolliert werden kann.
Deshalb sollte der Stein erst einmal gründlich gewaschen werden, am besten unter fließendem Wasser damit alle Partikel abgespült werden.
So sieht der Stein danach aus.
(Schon etwas anders)
Jetzt kann der Stein kontrolliert werden.
Diese Kontrolle nimmt man am besten mit einem "Haarlineal" vor.
Ein Haarlineal ist ein Kontrollinstrument mit einer sehr präzisen "Kante"
Hier zwei Bilder eines solchen Haarlineals.
An dieser Stelle geht auch ein sehr gerades Lineal, aber dabei immer daran denken "je genauer ich kontrolliere, desto genauer kann das Ergebnis werden".
Die Kontrolle erfolgt durch das Auflegen der Kante.
Man sieht deutlich, am unter dem Haarlineal durchscheinenden Licht, dass der Stein nicht "plan" (plan =eben) ist.
An dieser Stelle muss ich sagen, dass der Steinmetz große Probleme hatte den Stein zu bearbeiten.
Diese Größe ist zum einen nicht gerade das Normale, zum anderen ist der Stein sehr schwer zu bearbeiten, da sehr hart.
Jetzt wird die Fläche des Steins mit Bleistift staffiert.
Bitte mit Bleistift da die Tinte eines Filzstifts in den Stein einziehen kann.
So kann zu einen keine vernünftige Kontrolle durch Abtrag stattfinden, zum anderen ist es nicht schön wenn die Striche später immer noch sichtbar sind.
Dabei besonders auf die Ecken achten da diese in der Regel am meisten "hängen" (nach unten gehen).
Im Anschluss wird der Arbeitsplatz vorbereitet.
Ich arbeite in einem "Arbeitswaschbecken" im Keller.
In dieses Waschbecken lege ich eine Granitplatte.
(Mit dieser Platte verhindere ich das Durchbiegen der Diamantplatte, oder sie dient als plane Auflage für Wasser Schleifpapier)
Eine solche Platte bekommt man für unter 1€ aus der Abschnittkiste (eigentlich Abfall) jeden Baumarkts.
Dann kommt Wasser in das Becken da ich unter Wasser arbeite.
(Der feine Staub des Steins ist unter Umständen Lungen gängig, und kann demzufolge Krankheiten verursachen (Krebs?)
Sollte man nicht unter Wasser arbeiten bitte immer mit einem Mundschutz der höchsten Kategorie.)
Auf diese Platte lege ich eine Diamantplatte der Körnung 150 (grob)
Auf dieser Platte wird der Stein jetzt bearbeitet.
Schon nach wenigen Schleifbewegungen sieht man die Stellen an denen der Stein abgetragen wird.
Bei den Schleifbewegungen sollte man darauf achten, dass man gleichmäßig über die Platte geht.
(Zum Beispiel in Form einer 8)
Man sollte ebenfalls darauf achten, dass man die Platte immer wieder einmal dreht (wegen der gleichmäßigen Abnutzung) , und auch die Platte immer wieder spült um ein Zusetzen zu vermeiden.
Was jetzt kommt fällt unter Churchills "Blut, Schweiß und Tränen" Zitat.
Es dauert bis der Stein wirklich plan ist.
Das liegt an der Härte des Steins, er gehört sicherlich zu den härtesten.
Ich habe bei meinen ersten Steinen etwa 2mm abgeschliffen, dementsprechend lange hat es gedauert.
Die gelieferten Steine sind zwar schon halbwegs plan, es wird trotzdem dauern bis der Stein plan ist.
Es ist der aufwändigste, und Zeit intensivste Arbeitsgang.
Nach zirka einer Stunde war mein Stein soweit.
Deutlich sichtbar sind die immer noch hängenden Ecken.
Normal muss man solange arbeiten bis die gesamte Fläche plan ist.
(Da ich aber eigentlich nur zeigen will wie es geht habe ich an dieser Stelle "Schluss" gemacht, und werde den Rest planen wenn ich Zeit habe.)
Jetzt kommt das gemeine: Ihr solltet den ganzen Arbeitsgang z.B. mit einer 500er, und wenn möglich noch feineren Diamtplatte (oder Wasserschleifpapier) wiederholen.
Diese Wiederholungen werden zwar nicht solange dauern (der Stein ist ja schon plan) sollten aber gemacht werden da sie den nächsten Arbeitsgang verkürzen.
Jetzt erfolgt das eigentliche Einarbeiten.
Der Stein wird auf eine stabile Fläche gelegt, und es kommt Öl auf den Stein.
Zur Einarbeitung nimmt man am besten einen Beitel wie diesen
Es darf gerne ein sehr billiger Beitel sein, da er ja nicht als Beitel genutzt wird.
Der Beitel wird mit der kurzen schrägen Fläche der Schneide aufgelegt, und mit Druck über den Stein geschoben.
Schon beim ersten Zug sieht man deutlich Abtrag.
Nach sehr kurzer Zeit färbt sich das Öl schwarz.
Ich muss auf diese Art und Weise die gesamte Fläche des Steins bearbeiten.
Wirklich die gesamte Fläche.
Bearbeitet ihr nicht die gesamte Fläche wird eine Schneide an der nicht bearbeiteten Stelle sonst immer wieder "rau", logisch der Stein ist es ja an der nicht bearbeiteten Stelle.
(Hin und Her, nach Links nach Rechts, kreuz und quer, einfach in alle Richtungen)
Man merkt dabei deutlich, dass der Stein bei der Einarbeitung immer glatter wird.
Wieweit ich bin kann ich dabei auf zweierlei Art feststellen.
1) "Ölwechsel" ich sollte das Öl immer wieder einmal abnehmen, und neues Öl auftragen.
Mit frischem Öl stelle ich fest, dass der Abtrag sich verringert da es länger dauert bis das Öl schwarz wird.
Je geringer der Abtrag desto feiner ist die Fläche.
2) Beobachtung der Beitelschneide.
An der Schneide des Beitels kann ich, genau wie bei einem Rasiermesser, am Schliffbild erkennen wie fein der Stein ist.
Dieses Einarbeiten des Steins wird zum Schluss mit einem Küchenmesser oder Rasiermesser oder Taschenmesser.... fortgesetzt, quasi um mit dem Messer den letzten Schliff zu setzen, und um zu kontrollieren wie das Ergebnis ist.
Ich habe meinen ersten Stein, der aus dem Pass Around, soweit eingearbeitet, dass er quasi auf "0" Abtrag war.
Sollte er damit "zu fein" sein, kann ich ihn mit einer Diamant Platte ganz sanft anreiben.
Ich muss dabei den für mich idealen Punkt finden, es kann sein, dass das nicht beim ersten Versuch gelingt.
Dann muss ich wieder "verfeinern".
So jetzt wünsche ich euch "Schnellen Erfolg und viel Spaß bei der Einarbeitung".
(Wenn ihr es hinter euch habt habt ihr euer Feierabendbier redlich verdient)
Der Eine oder Andere hat von mir einen solchen Stein bekommen hat, und da es dazu Fragen gibt wie man mit dem Stein weiter verfahren muss, hier eine kleine Anleitung wie ICH dabei vorgehe.
An der Stelle sei gesagt, dass es noch andere Anleitungen zum planen eines Steins, oder zur Einarbeitung harter Steine (z.B. Arkansas) gibt.
Ihr solltet diese ebenfalls durchlesen.
Aber los gehts:
Ihr erhaltet den Stein so:
So sagt der Stein erst einmal gar nichts aus da er verschmutzt ist und so nicht kontrolliert werden kann.
Deshalb sollte der Stein erst einmal gründlich gewaschen werden, am besten unter fließendem Wasser damit alle Partikel abgespült werden.
So sieht der Stein danach aus.
(Schon etwas anders)
Jetzt kann der Stein kontrolliert werden.
Diese Kontrolle nimmt man am besten mit einem "Haarlineal" vor.
Ein Haarlineal ist ein Kontrollinstrument mit einer sehr präzisen "Kante"
Hier zwei Bilder eines solchen Haarlineals.
An dieser Stelle geht auch ein sehr gerades Lineal, aber dabei immer daran denken "je genauer ich kontrolliere, desto genauer kann das Ergebnis werden".
Die Kontrolle erfolgt durch das Auflegen der Kante.
Man sieht deutlich, am unter dem Haarlineal durchscheinenden Licht, dass der Stein nicht "plan" (plan =eben) ist.
An dieser Stelle muss ich sagen, dass der Steinmetz große Probleme hatte den Stein zu bearbeiten.
Diese Größe ist zum einen nicht gerade das Normale, zum anderen ist der Stein sehr schwer zu bearbeiten, da sehr hart.
Jetzt wird die Fläche des Steins mit Bleistift staffiert.
Bitte mit Bleistift da die Tinte eines Filzstifts in den Stein einziehen kann.
So kann zu einen keine vernünftige Kontrolle durch Abtrag stattfinden, zum anderen ist es nicht schön wenn die Striche später immer noch sichtbar sind.
Dabei besonders auf die Ecken achten da diese in der Regel am meisten "hängen" (nach unten gehen).
Im Anschluss wird der Arbeitsplatz vorbereitet.
Ich arbeite in einem "Arbeitswaschbecken" im Keller.
In dieses Waschbecken lege ich eine Granitplatte.
(Mit dieser Platte verhindere ich das Durchbiegen der Diamantplatte, oder sie dient als plane Auflage für Wasser Schleifpapier)
Eine solche Platte bekommt man für unter 1€ aus der Abschnittkiste (eigentlich Abfall) jeden Baumarkts.
Dann kommt Wasser in das Becken da ich unter Wasser arbeite.
(Der feine Staub des Steins ist unter Umständen Lungen gängig, und kann demzufolge Krankheiten verursachen (Krebs?)
Sollte man nicht unter Wasser arbeiten bitte immer mit einem Mundschutz der höchsten Kategorie.)
Auf diese Platte lege ich eine Diamantplatte der Körnung 150 (grob)
Auf dieser Platte wird der Stein jetzt bearbeitet.
Schon nach wenigen Schleifbewegungen sieht man die Stellen an denen der Stein abgetragen wird.
Bei den Schleifbewegungen sollte man darauf achten, dass man gleichmäßig über die Platte geht.
(Zum Beispiel in Form einer 8)
Man sollte ebenfalls darauf achten, dass man die Platte immer wieder einmal dreht (wegen der gleichmäßigen Abnutzung) , und auch die Platte immer wieder spült um ein Zusetzen zu vermeiden.
Was jetzt kommt fällt unter Churchills "Blut, Schweiß und Tränen" Zitat.
Es dauert bis der Stein wirklich plan ist.
Das liegt an der Härte des Steins, er gehört sicherlich zu den härtesten.
Ich habe bei meinen ersten Steinen etwa 2mm abgeschliffen, dementsprechend lange hat es gedauert.
Die gelieferten Steine sind zwar schon halbwegs plan, es wird trotzdem dauern bis der Stein plan ist.
Es ist der aufwändigste, und Zeit intensivste Arbeitsgang.
Nach zirka einer Stunde war mein Stein soweit.
Deutlich sichtbar sind die immer noch hängenden Ecken.
Normal muss man solange arbeiten bis die gesamte Fläche plan ist.
(Da ich aber eigentlich nur zeigen will wie es geht habe ich an dieser Stelle "Schluss" gemacht, und werde den Rest planen wenn ich Zeit habe.)
Jetzt kommt das gemeine: Ihr solltet den ganzen Arbeitsgang z.B. mit einer 500er, und wenn möglich noch feineren Diamtplatte (oder Wasserschleifpapier) wiederholen.
Diese Wiederholungen werden zwar nicht solange dauern (der Stein ist ja schon plan) sollten aber gemacht werden da sie den nächsten Arbeitsgang verkürzen.
Jetzt erfolgt das eigentliche Einarbeiten.
Der Stein wird auf eine stabile Fläche gelegt, und es kommt Öl auf den Stein.
Zur Einarbeitung nimmt man am besten einen Beitel wie diesen
Es darf gerne ein sehr billiger Beitel sein, da er ja nicht als Beitel genutzt wird.
Der Beitel wird mit der kurzen schrägen Fläche der Schneide aufgelegt, und mit Druck über den Stein geschoben.
Schon beim ersten Zug sieht man deutlich Abtrag.
Nach sehr kurzer Zeit färbt sich das Öl schwarz.
Ich muss auf diese Art und Weise die gesamte Fläche des Steins bearbeiten.
Wirklich die gesamte Fläche.
Bearbeitet ihr nicht die gesamte Fläche wird eine Schneide an der nicht bearbeiteten Stelle sonst immer wieder "rau", logisch der Stein ist es ja an der nicht bearbeiteten Stelle.
(Hin und Her, nach Links nach Rechts, kreuz und quer, einfach in alle Richtungen)
Man merkt dabei deutlich, dass der Stein bei der Einarbeitung immer glatter wird.
Wieweit ich bin kann ich dabei auf zweierlei Art feststellen.
1) "Ölwechsel" ich sollte das Öl immer wieder einmal abnehmen, und neues Öl auftragen.
Mit frischem Öl stelle ich fest, dass der Abtrag sich verringert da es länger dauert bis das Öl schwarz wird.
Je geringer der Abtrag desto feiner ist die Fläche.
2) Beobachtung der Beitelschneide.
An der Schneide des Beitels kann ich, genau wie bei einem Rasiermesser, am Schliffbild erkennen wie fein der Stein ist.
Dieses Einarbeiten des Steins wird zum Schluss mit einem Küchenmesser oder Rasiermesser oder Taschenmesser.... fortgesetzt, quasi um mit dem Messer den letzten Schliff zu setzen, und um zu kontrollieren wie das Ergebnis ist.
Ich habe meinen ersten Stein, der aus dem Pass Around, soweit eingearbeitet, dass er quasi auf "0" Abtrag war.
Sollte er damit "zu fein" sein, kann ich ihn mit einer Diamant Platte ganz sanft anreiben.
Ich muss dabei den für mich idealen Punkt finden, es kann sein, dass das nicht beim ersten Versuch gelingt.
Dann muss ich wieder "verfeinern".
So jetzt wünsche ich euch "Schnellen Erfolg und viel Spaß bei der Einarbeitung".
(Wenn ihr es hinter euch habt habt ihr euer Feierabendbier redlich verdient)