Forum der Rasur

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Faulenzerbart

Bavaria Blade

Writes More Here Than At Work
Ich weiß nicht mehr wann geschweige denn wer irgendwann auf die Idee kam, daß unrasiert sein, schick oder „in“ ist. Versteht mich nicht falsch, ein Dreitagebart kann gut aussehen, wenn er die Bezeichnung verdient. Für mich heißt das, saubere Konturen, sonst ist es kein Bart.

Wer die Bartstoppeln einfach nur sprießen lässt und das für cool hält, dem sei es gegönnt. Da fällt von mir auch mal die Bemerkung „Oh, ein Faulenzerbart“. Wenn dann der Protest kommt, „Das trägt man heute so“, kommt dann die Antwort: „Ja, unter der Brücke“. Wenn es dann ausartet; „Das ist ein Dreitagebart“ kommt mein o.g. Argument: „Ein Bart hat Konturen. DAS sieht nur ungepflegt aus“. Klar, daß man(n) sofort versteht, ich halte ihn für ungepflegt. Er versteht also nicht, daß er das durchaus sein kann. Es sieht nur nicht so aus. Der Mann kann durchaus gepflegt sein, evtl. sogar im Anzug mit Krawatte. Der wilde Bartwuchs macht für mich den guten Eindruck zunichte.

Klar, daß man zu Hause in der Werkstatt oder bei der Gartenarbeit, nicht immer rasiert ist. Meist duscht man anschließend und ist dann in der richtigen Kondition, sich auch zu rasieren. Auch für die Nachtschicht, wird man nicht immer geschniegelt und gepudert antreten. Aber wenn man mit seiner Göttlichen ausgeht, oder einer Einladung zum Essen folgt, sieht das doch anders aus. Besser gesagt, sollte es das für mich.

Wer für diese Situation das „keine Zeit“ Argument anführt, dem geht es wie mit Jogginghose bei Karl Lagerfeld. Der hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Sprich: Kann nicht Priorisieren. Wer ein gepflegtes Äußeres nicht als eine Priorität sieht, kommt in den Verdacht ein Faulenzer zu sein.

Ich könnte mir vorstellen, daß ich bei uns Rasurnerds offene Türen einrenne. Oder doch nicht? Wer sich wegen Hautstress nur alle drei Tage rasieren kann, hat wahrscheinlich noch nicht das ideale Equipment gefunden. Wer empfindliche Haut hat, kann mit einem Dermatologen die Ursache finden bzw. dann mit den richtigen Mittel gegensteuern. Es wird auch Fälle geben, wo es fast unmöglich ist, was ich allerdings als Ausnahmen sehe.

Schreibt Eure Meinung und Erlebnisse mit Faulenzerbartträgern hier rein. Ich freue mich auf eine sachliche Diskussion, auch mit solchen mit "Dreitagebart"
 
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Ich könnte mir vorstellen, daß ich bei uns Rasurnerds offene Türen einrenne. Oder doch nicht?
Ich halte es schlicht und einfach für übergriffig, derartige Diskussionen mit meinen Mitmenschen vom Zaun zu brechen. Es hat mich verdammt noch mal nichts anzugehen, ob und wie oft sich jemand rasiert oder nicht. Das ist und bleibt die Entscheidung jedes Einzelnen und geht mich nichts an. Und ich würde mir derartige Anpflaumerei auch sehr verbitten.
 
ja so sehe ich es ziemlich ähnlich, auch wenn ich gerade seit donnerstag sehnlichst auf die nächste rasur am morgigen sonntag warte. der grund der nicht durchgeführten rasuren war rasurbrand. entstanden durch meiner meinung nach neuen austesten einer RS. ab morgen wird dann alt bekanntes wieder verwendet. um zu schauen ob es wirklich diese eine RS ist, werden dann die anderen beiden von dem gleichen hersteller über einen längeren zeitraum gestestet.
und ja, seit dem ich der klassischem rasur verfallen bin (RM, zur hobelrasur bin ich zu blöde) gepaart mit einer guten work life balance rasierer ich mich durch lernen der technik mitlerweile täglich.
daher habe ich die gleiche ansicht wie @Bavaria Blade. ein wenig zeit am morgen zu investieren sich parat zu machen. dazu gehört die rasur, ebenfalls wie das trimmen des bartes und haare machen. genauso wie eine morgendliche körperpflege.

aber wie immer gilt es sei jedem selber überlassen, ob oder ob nicht.
 
MMn hängt das von der Gesamterscheinung ab. Allgemein denke ich, dass nur schlanke, halbwegs ordentlich gekleidete Männer sich das erlauben können. Sonst wirkt es schnell ungepflegt. Ein "richtiger" und für mich ästhetischer Dreitagebart steht zudem nicht jedem (Typsache), benötigt aber nicht unbedingt Konturen. Vielmehr sollte es aber ein Bart mit einer Länge im Bereich von 3-6 Tagen sein und nicht so ein 2-Wochen-Gezottel. Das finde ich wichtiger.

PS: Da mein Bartwuchs an den Wangen nicht dicht genug dafür ist (s. mein Nick), um das Kinn herum hingegen sehr dicht, fällt ein Dreitagebart für mich aus. 3-4 Tage geht noch aber ab Tag 5 sehe ich aus als hätte ich direkt aus den Nutella-Glas genascht. Somit ungepflegt und das geht gar nicht.
 
Es hat mich verdammt noch mal nichts anzugehen, ob und wie oft sich jemand rasiert oder nicht.
Ich darf dennoch eine Meinung dazu haben (und so ziemlich alle Leute haben auch eine Meinung zu der Erscheinung ihrer Mitmenschen auch wenn sie das vielleicht nicht einmal selber wissen). Ob und wo ich sie kundtue steht auf einem anderen Blatt. Hier darüber zu diskutieren finde ich vollkommen in Ordnung.
 
ja da gebe ich @Lochbart recht, ich habe einen kollegen auf arbeit bei dem sieht der 3 tage bart echt super aus. schwarze haare und dichter gleichmässiger bartwuchs hilft da sehr. bei mir auch nicht möglich. mir blieb nur ein henriquarte übrig. der hilft auch meine persönlichen rasurproblemstellen nicht rasieren zu müssen. und ich habe es mal vor ein paar wochen ausprobiert. auch wollte ich wissen wie das hier im forum beschriebene
zack-bart-ab-RM-gefühl so ist. zum leid der beva hat sich der versuch diese problemstelle in den griff zu bekommen nicht ergeben also wieder ein getrimmter bart.

ich kenne jürgen nicht persönlich, glaube allerdings nicht das er dem hobby fröhnt andere männer die fehlende rasur zu bemängeln.
 
So wie ich Jürgen verstanden habe, nimmt er es sich heraus, seine Mitmenschen diesbezüglich anzupflaumen. Lies sein Posting noch mal. Und das geht nicht, absolut nicht.
Ok. DAS würde ich nur bei (bestimmten) sehr guten Kumpels machen, wo ich mir auch mal eine Bemerkung über die Plauze erlauben darf.
 
Solange man seine Mitmenschen nicht in irgendeiner Form negativ beeinträchtigt, soll jeder in seiner Joggingpeitsche den Flaum sprießen lassen wie er will.
Ist mir egal, ob so jemand jetzt auf den ersten Blick meine Sympathie hat ist eine andere Sache.
 
Ich weiß nicht mehr (... viel polemisches Bla Bla gelöscht ...)
Ich freue mich auf eine sachliche Diskussion
Du beginnst ja schon mal sachlich und wertneutral.
Genauso gut könnte ich anmerken, dass wenn man das Kinn und die Oberlippe auslässt, das nichts mit Rasieren zu tun hat, eben Faulenzerrasur. ;)
 
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Ich sehe das recht einfach: Jeder soll sich so kleiden, rasieren oder eben nicht rasieren dürfen, wie er oder sie möchte – solange dem keine berechtigten Vorgaben entgegenstehen, etwa gesetzliche Bestimmungen oder bestimmte Anforderungen an Uniformen oder Gepflogenheiten im beruflichen Kontext..

Im Gegenzug erwarte ich allerdings auch, dass mein Äußeres von anderen einfach hingenommen wird, ohne dass man mich diesbezüglich zurechtweist oder meint, mir erklären zu müssen, was gepflegt, angemessen oder schön ist. Was jemand darüber denkt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Die Gedanken sind frei.

Für mich gehört es zu einem toleranten Miteinander, die eigenen ästhetischen Vorstellungen nicht zum Maßstab für andere zu machen. Gerade in einer Zeit, in der Menschen mit ganz unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und persönlichen Lebensentwürfen zusammenleben, sollte es selbstverständlich sein, zu akzeptieren, dass andere Menschen anders aussehen, als man es selbst gewohnt ist oder persönlich schön findet.

Man muss nicht alles gut finden, was andere tun oder wie sie aussehen. Aber man muss ihnen auch nicht ungefragt mitteilen, dass man es nicht gut findet. Toleranz bedeutet für mich nicht, alles schön finden zu müssen, sondern anderen ihre Freiheit zuzugestehen, auch wenn sie nicht den eigenen Vorstellungen entspricht.
 
Toll, daß die Diskussion in Gang kommt. Daß ich eine Meinung über das Erscheinungsbild anderer nicht jedem X-Beliebigen unter die Nase reibe, hätte ich vielleicht dazuschreiben sollen. Meine Meinung zu offerieren, bleibt meinem mittleren, näheren Umfeld vorbehalten. Ich werde nicht im Lokal an den Nachbartisch gehen und dem Herren sagen, was ich von seinem Äußeren halte.
Ob meine Teilbart der Faulheit geschuldet ist, kann ich verneinen, denn es macht mehr Aufwand als eine Komplettrasur. Der Ansatz des Argumentes hat mich trotzdem Schmunzeln lassen. Ich lache gerne mit anderen, auch über mich, wenn es die Situation hergibt.
 
Da fahre ich eine etwas andere Strategie: Solange ich von meinem Gegenüber nicht nach meiner Meinung zu seinem Äußeren gefragt werde, behalte ich sie für mich. Eine Ausnahme mache ich, wenn mir etwas besonders gut gefällt: Komplimente verteile ich durchaus ungefragt, egal ob an Freunde, Bekannte oder Kolleginnen und Kollegen. Aber auch das ist manchmal gar nicht so einfach.

Wenn mich jemand direkt nach meiner Meinung fragt, antworte ich natürlich ehrlich. Manchmal vielleicht "zu ehrlich" (Stichwort Weiße Lüge)... Aber auch dann bleibt es eben das: mein subjektives Empfinden, kein allgemeingültiges Urteil darüber, was gut aussieht, gepflegt ist oder wie man sich zu präsentieren hat.
 
Ich sage das meinen Assistenten immer, wenn sie unrasiert sind.
Das ist ja auch was anderes. Ich lache mich immer noch den tot über den Oberarzt, der auf dem Höhepunkt der Corona-Krise im ZDF-Interview ein Interview gegeben hat. Mit Rausche-Vollbart und FFP2-Maske. Den hätte sein Chef auch besser mal aufgeklärt. Oder wollte man der Überlastung durch Abschreckung vorbeugen? :rofl
 
Ich rasiere mich jede 5-6 Tage. Ich bin faul, und rasieren ist nicht mein Hobby
 
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