Forum der Rasur

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Fragen eines Blutigen Anfängers

Bei mir hat es tatsächlich fast zwei Jahre gedauert, bis sich meine Haut vollständig an den Hobel als Rasierer gewöhnt hat.

Am Anfang habe ich mir ein Equipment zugelegt, dass auf dem Papier zwar sehr ordentlich war, jedoch nie gute Resultate erzielen konnte. Also wechselte ich nach und nach zu Premium-Produkten, in der Hoffnung, dadurch eine bessere Rasur zu erleben.

Mit der Zeit wurde es auch besser. Aber nicht durch das Zubehör, sondern weil ich als Anwender besser wurde. Ich musste wirklich erst lernen, mich richtig zu rasieren. Und die Haut musste mir viele Fehler verzeihen.

Mittlerweile benutze ich auch oft das alte Zubehör sehr gerne und rasiere mich damit wunderbar. Also lag es (bei mir) zumindest nicht am Material, sondern an der fehlenden Erfahrung, dass die Rasuren nicht gut waren.

Ich muss aber auch sagen, dass das Lesen dieses Forums einen erheblichen Beitrag dazu hatte, dass ich heute sagen kann, mich mit fast jedem Hobel gut rasieren zu können.

Geduld, Technik und Erfahrung sind für mich die wichtigsten Punkte.
 
Was gern falsch verstanden/ gemacht wird ist die Einwirkzeit des Schaumes zu unterschätzen. Der darf schon ein paar Minutwn einqirken.
Danach die Pinselspitzen wieder ins Wasser und den Schaum wieserbefeuchten.

Kaltes oder warmes Wasser ist noch so n3 Sache. Muss man probieren. Macht auch nen Unterschied.

1.000 kleine Stellschrauben.
 
Das Pre- sowie das Après wird oft überschätzt* und kann gerade Anfänger ziemlich verwirren oder sogar zu Hautreizungen führen. Aus meiner Sicht sind die entscheidenden Stellschrauben und - wen man auch fragt - vermutlich die Schnittmenge aller Tipps:

1. Guter Schaum,
2. guter Schaum,
3. Übung mit dem Hobel in Deinem Gesicht. Das ist individuell (Anzahl der Durchgänge, Richtungen, Druck) und daraus folgend
4. eine funktionierende Routine (als Ausgangspunkt für "Experimente").

*Von Durex-Gel über kaltes Wasser bis zum warm-gedämpften Mimimi-Gesichtstupftuch nach der fünfminütigen Dusche bei 38,5 °C ist als Vorbehandlung alles möglich und wird alles praktiziert. Irgendwo gab es dazu mal ein Paper, das zeigt, dass die Haarschäfte einfach nur feucht sein und das wirksame Gleitmittel die Haut bedecken muss - der Rest ist demnach Feenstaub (Aber der ist die Nährlösung unseres Hobbies bzw. des FdR).
Die Nachbehandlung würde ich bei gereizter Haut so lange auf das Abspülen mit Wasser (ganz gleich, ob warm oder kalt) und Trockentupfen reduzieren, bis Du die Rasur optimiert hast. Andernfalls kannst Du nicht ausschließen, dass die Probleme vom AS etc. herrühren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Blutiger Anfänger, ja wer von uns kennt es nicht aus eigener Erfahrung.

Erstmal, der Rockwell ist klasse. Gib dir die Zeit.

Zweitens, meiner Erfahrung nach sind ein paar Tage Pause zwischen den Rasur, so sehe es auch juckt, eine sehr gute Sache.

Drittens, nach 3 Tagen könnte Platte 2 zu wenig sein, das musst du ausprobieren.

Viertens, hab Geduld mit dir.

Fünftens, ja es wurde alles gesagt, aber nicht von jedem.

Sechstens, viel Spaß beim Rasieren und beim reinkommen in dieses Wellness Ritual.
 
Danke für den Tip mit der Speick, die erzeugt einen deutlich besseren Schaum.
(oder ich muss bei der ToBS noch weiter rumprobieren)
Die Gilette Klingen laufen auch etwas leichter.
Nur am Kinn muss ich noch üben da es da immer zu leichten Blutungen kommt.
(oder ich bin immer noch zu enthusiastisch dabei bzw. gehe direkt 2-3 mal über die gleiche Stelle)
Der rest ist gem dem Alaunstein mittlerweile kein Problem
Bin gespannt wie sich das entwickelt

Die ToBS ist eigentlich im Forum bekannt und natürlich auch eine sichere Bank. Der „Fehler“ scheint mir eher bei der Schaumerzeugung zu liegen.

Das geht nicht von heute auf morgen und unter Zeitdruck schon gar nicht. Also bitte Zeit lassen – bei der Schaumerzeugung, bis die Qualität des Schaums richtig gut ist. Wenn das in der Woche nicht geht, dann vielleicht eher am Wochenende. Ein guter Rasierpinsel und eine gute Rasierschale sind vorhanden?

Ohne guten Schaum gibt es keine gute Rasur.

Die Stoppeln komplett einschäumen und den Schaum mindestens 3 Min. einwirken lassen.

Erst dann die Rasur vorsichtig und zunächst nur mit dem Strich beginnen – vielleicht auch ersteinmal nur die großen, glatten Flächen rasieren. Dazu gehört, dass man den Rasierwinkel des Hobels kennenlernt und testet, sonst sind cuts und Blutpunkte vorprogrammiert, insbesondere am Kinn und am Hals. Wird der "Widerstand" des RH auch nur etwas größer, (der Schaum trocknet im Verlauf der Rasur immer ein wenig an) würde ich mit dem Rasierpinsel ein, zwei Tropfen Wasser aufnehmen und komplett neu einschäumen. Erst dann die Rasur fortsetzen.

Dann nach und nach die Rasur verbessern.:)
 
Die ToBS ist eigentlich im Forum bekannt und natürlich auch eine sichere Bank. Der „Fehler“ scheint mir eher bei der Schaumerzeugung zu liegen.

Das geht nicht von heute auf morgen und unter Zeitdruck schon gar nicht. Also bitte Zeit lassen – bei der Schaumerzeugung, bis die Qualität des Schaums richtig gut ist. Wenn das in der Woche nicht geht, dann vielleicht eher am Wochenende. Ein guter Rasierpinsel und eine gute Rasierschale sind vorhanden?

Ohne guten Schaum gibt es keine gute Rasur.

Die Stoppeln komplett einschäumen und den Schaum mindestens 3 Min. einwirken lassen.

Erst dann die Rasur vorsichtig und zunächst nur mit dem Strich beginnen – vielleicht auch ersteinmal nur die großen, glatten Flächen rasieren. Dazu gehört, dass man den Rasierwinkel des Hobels kennenlernt und testet, sonst sind cuts und Blutpunkte vorprogrammiert, insbesondere am Kinn und am Hals. Wird der "Widerstand" des RH auch nur etwas größer, (der Schaum trocknet im Verlauf der Rasur immer ein wenig an) würde ich mit dem Rasierpinsel ein, zwei Tropfen Wasser aufnehmen und komplett neu einschäumen. Erst dann die Rasur fortsetzen.

Dann nach und nach die Rasur verbessern.:)
Ja die TOBS ist gut, aber ich finde die Speick macht tatsächlich den besseren, schlonzigen Schaum.
Kann natürlich auch ein Dosierungsproblem sein, wenn man direkt im Tiegel die RC mit dem Pinsel aufnimmt im Vergleich zu eben aus der Tube dosieren.
Wenn die Speick toll funktioniert, dann ist es wahrscheinlich weniger ein Problem der Überwässerung (also anfangs zu nasser Pinsel)
Ich sag einfach mal mit der Tobs ist auf jeden Fall guter Schaum möglich, also immer weiter tüfteln.

Ich kann nur von mir sprechen, wenn ich sage, dass die Speick eine der wenigen tollen RC ist die mir geblieben ist, alles andere ist dominiert von italienischen Weichseifen wie Cella Rot, The Goodfellas Smile (und andere TFS Seifen) und dann eben noch ein paar Ausreißer wie die gute Arko, Haslinger und die Tabac als normale / Hartseifen. Die meinen optimalen Schaum einfach näher kommen (intuitiver und toller aufschäumen für mich).
Das ist eben eine Lernkurve was dem eigenen 'Geschmack' trifft.

Für mich Tobs < Speick Men Creme = Nievau von italienischen Weichseifen/Talgbasierten für meine Haut und vom Schaum.
Rasieren kannste dich grundsätzlich mit allen gut.
 
Vieles wurde hier schon erwähnt, aber ein Punkt fehlt mir noch:

Wie hat sich die ToOBS nach dem Auftragen im Gesicht angefühlt? Hat es angefangen leicht zu brennen oder kribbeln?
Dann verträgt deine Gesichtshaut die ToOBS einfach nicht. Und auch das kann zu Rasurbrand führen.
Ich für meinen Teil mag die Rasiercremes von ToOBS geruchstechnisch, aber meine Haut mag sie eben nicht. Und ich habe eigentlich eine robuste Haut und kein Allergieproblem.
Ich denke, da bist du mit der Speick besser bedient.
Dann noch eine Frage, wie schäumst du den Schaum auf?
In einer Schale, in der Hand oder direkt im Gesicht?
Ich für meinen Teil bevorzuge die Gesichtsschäumung. Also erst mit dem vorgewässertem Pinsel die Seife oder Creme in der benötigten Menge aufnehmen und dann direkt im Gesicht aufschäumen. Der Vorteil ist, dass man dadurch die Kontaktzeit Schaum mit Barthaar verlängert. Funktioniert bei mir wesentlich besser, als in der Schale aufzuschäumen.

Dann noch eine Frage:
Wie setzt du den Hobel an? Es gibt da zwei grundlegende Unterschiede.
1. Riding the Bar: Das bedeutet, du setzt direkt mit der Schaumkante und oftmals auch mit der Klinge auf. Da ist es gerade für Anfänger schwierig immer den richtigen Winkel zu treffen.
2. Riding the Cap: Du setzt den Hobel mit der Kopfplatte auf das Gesicht auf und neigst ihn dann langsam, bis du die Schaumkante spürst. Das ist im Handling einfacher und sollte bei dem Rockwell ganz gut funktionieren.

Und das vielleicht Wichtigste:
Lass dich nicht entmutigen. Du schaffst das. Das ist alles keine Kernphysik. Hier im Forum gibt es genug Tips und Tricks, die dir weiterhelfen.
 
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