Es gibt also eine Grenze für die Hohlung mit nur einem Schliff.
Um ein noch hohleres (vollhohles) Messer zu erzeugen, braucht es also mindestens 2 Schliffe. Einen der bis zur Schneide durchläuft und einen mit kleinerem Durchmesser der nicht bis zur Schneide geht.
Zwischen diesen beiden Schliffen gibt es eine Überschneidung und das ist der Wall. Er ergibt sich also ganz von alleine wenn man ein vollhohles Messer schleift.
Dieser Wall wird dann mal mehr, mal weniger verschliffen und ist daher manchmal sehr stark und manchmal nur schwach ausgeprägt und kaum erkennbar. Es ist aber fast immer einer vorhanden. Fälle wo er gänzlich entfernt wird sind sehr selten.
Das hat auch einen einfachen Grund. Ihn zu reduzieren bringt nämlich nicht wirklich etwas, ist aber viel Arbeit.
Entscheidend für die Rasureigenschaften sind nämlich fast ausschließlich die beiden dünnsten Punkte der Klinge, die Seele in der Mitte der Hohlung und die Schneide selbst, bzw. die letzten 2-3mm zur Schneide hin. Die Dicke des Walls dazwischen hat kaum Einfluss. Erst wenn er gänzlich entfernt wird und die Klinge durchgehend ab der Seele hauchdünn bis zur Schneide verläuft ändert sich das Verhalten der Klinge radikal. Sie wird dann extrem flexibel, was aber soweit geht, dass man ein solches Messer nur noch schwer schärfen und abziehen kann. Auch die Rasureigenschaften sind besonders gegen den Strich schlechter.