Forum der Rasur

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Linder Razolution als Einstieg?

Hallo liebe Leute,

momentan nutze ich einen Gillette Systemrasierer und ärgere mich gelgentlich über Hautirritationen, wenn die Klinge mal wieder stumpft ist und der Rasierer mehr zupft als rasiert. Ich rasiere alle drei Tage und das meist gegen den Strich, da es bei mir sonst nicht sauber aussieht. Fairerweise zum Thema Hautirritationen muss man sagen, rasiere meistens morgens im Gehetze und nutze auch kein Aftershave.
Die Idee schärfen statt wegzuwerfen gefällt mir ganz gut, deswegen überlege ich nun eventuell auf eine Rasierklinge umzusteigen. Würde wohl den Systemrasierer nicht ganz ersetzen, aber wenn ich mal Abends die Zeit nehme oder Wochenends eher.

Hobbymäßig Holzwerke ich gelegentlich und arbeite mit Holzhobel und Stechbeitel. Heißt zumindest Thema Schärfen wäre schon mal kein Fremdwort für mich, was Schärfsteine betrifft. Hier bin ich denke mit Läpp Platte, Shapton 2000, 5000 und Naniwa SS 8000 recht gut aufgestellt und kann mit diesem Schärfsetup anschließend die Haare auf dem Arm mit der Hobelklinge rasieren. Darüberhinaus macht mir das Schärfen selbst viel Spaß. Mikroskop habe ich allerdings nicht.

Vom Werkzeug her weiss ich, wer billig kauft, kauft zwei mal und wirklich Spaß macht es auch nicht mit billigem Werkzeug zu arbeiten. Allerdings weiß ich an dieser Stelle auch noch nicht ob ein Rasiermesser was für mich wäre, gerne würd ich mir an dieser Stelle gleich super tolle Kamisori Rasierer mit Yasuki blue paper steel kaufen, aber wenn der am Ende doch nur in der Schublade landet, wäre es ja auch glatt schade drum.

Daher die Frage, was haltet ihr von dem Linder Razolution als Einstieg? Gibt es beim Versandhändler momentan für spöttische 24€. Solinger Carbonstahl (1.2210) mit 60-61 HRC, klingt ja für den Anfang doch ganz solide?
Oder doch Kamisori weile diese mir subjektiv gut gefallen? Bei den japanischen Holzbearbeitungswerkzeugen und Küchenmessern hat mich jedenfalls die Qualität des Stahls überzeugt, beginnen aber erst bei 150€ aufwärts für Gebrauchte.
S
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für 300€ neu, allerdings bringt die Angabe Blue paper steel ohne Angabe der HRC wohl nicht so viel? Bzw. das kleinere Modell gäbe mit weißem Papierstahl gäbe es für 200 öcken.

Was macht einen guten Streichriemen aus oder welchen könnt ihr empfehlen? So manche Seite ist dann doch sehr geflutet mit Streichriemen von recht skurril klingenden Marken.
Ich danke für eure Geduld und bitte zu entschuldigen, dass dies wohl der tausendste Thread dieser Art wohl sein wird.
 

Trake

Very Active Member
Du meinst ein Rasiermesser und nicht eine Rasierklinge. Ein klassisches Rasiermesser ist für den Einstieg sicher besser als ein Kamisori. Ich kenne das Linder Razolution nicht, aber für das Geld bekommst Du auch schon ein wertiges gebrauchtes Rasiermesser das dann auch vernünftig geschärft würde.
Allgemein würde ich aber eher einen Einstieg mit einem Rasierhobel empfehlen und wenn Du Dich damit wohlfühlst, kannst Du es mit einem Messer probieren.
 

j0mber

Very Active Member
Guten Abend erstmal,

Super, dass du fragst bevor du kaufst. Das ist schonmal der richtige Weg. Um etwas einlesen wirst du nicht herumkommen.
Ich kann dir nur meine Meinung mitteilen, gehe davon aus, dass du an der Messerrasur interessiert bist und werde mich mal "eher" kurz halten:

1. Lass die Finger von solchen "beim Versanhandel Angeboten". Nur für deine Suche:
Schau dir mal an, was Dovo und Böker (die größten Rasiermesserhersteller der Welt) so für Preise verlangen, auch für die günstigsten Modelle. Unter 85 EUR oder so.. da bist du schon meist im second hand gebiet.
Du wiedersprichst dir folglich etwas, da das Messer zwar sicherlicher rasiert aber ziemlich wahrscheinlich nicht seinen Preis wert ist. Solch ein Angebot wie du da zeigst, das ist in den meisten Fällen nicht unbedingt das wahre und beschert nicht nur deinem Geldbeutel unnötigen Gewichtsverlust, sondern auch keine Freude beim Schärften. Ich entnehme deinen Angaben aber, dass du nicht unbedingt weißt, wonach du suchen sollst. Hier wird dir definitiv geholfen :)

2. Keine Kamisori für Anfänger. Stell dir mal vor, du hättest am Anfang deiner Holzarbeiter Karriere gleich mit Werkzeugen angefangen, die erstmal viele viele Arbeitsstunden wenn nicht Jahre an Erfahrung brauchen, bis du die überhaupt ordentlich benutzen kannst. Oder als Führerscheinneuling erstmal mit einer 720 PS starken Hellcat fahren würdest. Das wäre.. nunja einfach suboptimal. Klar kann man das machen, aber zum Lernen würde ich mal mit was normalerem Anfangen. Sieh mal hier https://forum-der-rasur.de/forum/threads/hugo-herbertz-bockla-40-5-8-vollhohl.7753/ zweifelsohne ein super Messer und es kommt top geschärft zu dir. Sieh mal im Mitgliederhandel hier nach einem 5/8tel Messer, wenn du eines findest, das dir da gefällt, dann nimm das. Ist wirklich besser wie irgendso ein Versandhandel Dings.

3. Kurzfassung: Kauf dir einen Hängeriemen, und zwar den hier
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möchtest du wirklich einen Spannriemen, dann gibts da altbewährtes wie den hier
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Beides tut was es soll, beides ist super. Als Anfänger ist der Spannriemen eher zu empfehlen, aber wenns was richtig gutes sein soll, dann gleich den Top Hängeriemen, den ich dir verlinkt habe.
Ein guter Riemen soll aus hochwertigem Leder gemacht sein, ein gutes Abziehgefühl haben und vorallem die richtige Größe haben. Je breiter desto besser, vorallem als Anfänger. Hier ist der verlinkte Riemen ehrlichgesagt schon das topmodel, viel "besser" wird es zu dem Preis wirklich nicht mehr, egal wo du kaufst.

4. Solltest du wirklich anfangen wollen Rasiermesser zu schärfen (sehr empfehlenswert, macht irre Spaß und da lernt man dann erst richtig, was "scharf" bedeutet) ist der 8k den du hast noch ein bisschen grob. Du kannst dir entweder einen feineren Synthetikstein holen, Shapton Pro 12k oder so, oder du hörst nach dem 8k auf und gehst gleich auf einen Naturstein (das ist aber alles Präferenz, da muss man einfach reinkommen). Hier im Forum ist durch user @Alvaro ein Naturstein bekannt geworden, der für kleines Geld schon ein super Ergebnis liefert. Hier musst du dich aber auch erstmal einlesen und auch üben (evtl holst du dir deinem online second hand laden der wahl ein paar günstige Rasiermesser um zu üben). Nach einer Weile schaffst du das dann bestimmt auch super oder du bleibst beim Werkzeugschärfen und lässt das Messer schärfen (von einem Kundigen hier im Forum: https://forum-der-rasur.de/forum/threads/angebote-wo-kann-man-sein-messer-schärfen-lassen.701/ ). Spart nicht nur Zeit sondern vorallem auch Lebenszeit des Messers.

5. Kein Supersteels im Rasiermesser. Gut, beim Aogami oder shirogami.. da würd ich noch eine Ausnahme machen, aber K390, M390, Maxamet etc. all diese Stähle sind nix fürs Rasiermesser. Wenns das beste mögliche Schneidergebnis liefern soll, bleib beim Silberstahl (Karbonstahl, 1.2210), kauf dir alte Rasiermesser aus Solingen oder Sheffield. Etwas um Welten besseres hat es da nicht gegeben in den letzten Jahrzehnten. Oder eben rostträge Rasiermesser von den üblichen bekannten Marken Dovo/Böker/J.A. Henckels, hier sind auch die älteren Semester schon besser als die neueren. Ich kann dir wirklich empfehlen, dass du erstmal hier im Forum oder dann online im Gebrauchtwarenhandel guckst.

Soo.. kurz war das jetzt nicht, aber ich hoffe das hilft dir schonmal weiter, sonst frag einfach drauf los.
 
Herzlichen Dank, dass man sich hier so viel Zeit genommen hat mir zu helfen.

1. Ja, stimmt. Beschäftige mich erst seit einigen Tagen mit dieser Thematik und wusste nicht so ganz nach was man schauen soll. Habe mich zugegebenermaßen aber bisher kaum eingelesen. Beim Linder habe ich nur Solingen gelesen und das dann alles in einen Topf geworfen.

2. Macht Sinn, habe auch hier nicht genug eingelesen. Schwierigkeit besteht hierbei darin dass der Anschliff nicht beidseitig ist und somit theoretisch nur mit einer Seite rasiert werden sollte und oder zusätzlich im Schliff? Ja, wenn man da ungeübt ist, führt das schnell zu Frust, wäre dann hier wohl nicht der richtige Ansatz. An der Stelle muss ich aber sagen, das Angebot hier im Forum für das Kamisori sieht echt verlockend aus, dazu noch der Schärfpass, da könnte man schon schwach werden. Rein logisch betrachtet bietet das Bockla den besseren Einstieg, preistechnisch auch, gerade wenn ich noch nicht weiß ob es was wird. Nicht dass ich am ende enttäuscht bin, weil es weiterhin "nur" rasieren ist. Aber wie gesagt, zumindest finde ich viel Spaß am schärfen meiner Holzwerkzeuge und zu sehen wie scharf diese nach einem solchen Vorgang dann sind.

3. Hier merkt man, dass ich meine Hausaufgaben noch nicht gemacht habe. Tatsächlich war ich mir über die unterschiedlichen Riemenarten noch gar nicht bewusst. Da bin ich an dieser Stelle noch ein wenig überfragt und würde für den Anfang den anwenderfreundlicheren nehmen, also wohl den Spannriemen.

4. Gerade als ich mit dem Holzwerken angefangen habe, habe ich bei den Schleifsteinen lange rumgegeizt, bis ich mir meinen ersten Shapton gekauft habe, Welten Unterschied. Seitdem nutze ich eigentlich nur diese 3 syntethischen Steine. Ich habe noch einen sho honyama, welcher mir durch Anwedungsfehler leider zersprungen ist. Dieser war eigentlich recht fein und sonst habe ich noch einen billigen MST Müller-Schleiftechnik Thüringer mit welchem ich bisher auch nach mehrfachem Abrichten keine tollen Ergebnisse erzielen konnte, also nur noch Briefbeschwerer eigentlich. Klingt ganz interessant, um welchen Naturstein handelt es sich da wenn man fragen darf?

5. Habe ich wohl zu sehr von Küchenmessern und Holzwerkzeugen auf Rasiermesser geschlossen. Muss aber sagen, ich liebe mein Aogami Super Holzhobel.

Das war auf jeden Fall schon viel Input. Ich bin auch sehr dankbar, gerade am Anfang ist es nicht ganz einfach all die Informationen zusammenzuklauben, auch wenn es Fragen sind die teils 100 mal gefragt werden.

Also wäre mein Plan jetzt mal so
  • Bockla oder Kamisori aus dem Forum
  • Finisher Naniwa 12k, Shapton 12k vielleicht einen Naturstein? Scheinen aber leider immer recht teuer oder viel Geduld bei der Suche
  • Spannriemen von oben
Und eine Menge einlesen.. Wird sich zugegebenermaßen ein wenig schleifen, da ich mich zur Zeit ziemlich erschlagen fühle von der Arbeit.
 

Nightdiver

Pinselbauer aus Leidenschaft
Gold FdR-Pate
Hersteller/Händler
Moin und willkommen auch von mir.

Von einem Kamisori würde ich für den Einstieg auch abraten. Das angebotene Bockla ist das perfekte Anfängermesser und der Verkäufer weiß, wie er ein Messer scharf bekommt; bei ihm habe ich auch das Schärfen gelernt.

Ob Hängeriemen oder Stoßriemen ist Ansichtssache. Ich bin damals direkt mit dem Hängeriemen angefangen, habe mir damit aber sicher auch das eine oder andere Messer wieder stumpf geledert.
Ein Stoßriemen ist daher für den Anfänger sicher besser geeignet, da du dich neben der Führung des Messers nicht auch noch um die richtige Spannung und den Durchhang des Riemens kümmern musst.
Ich persönlich würde dir diesen Stoßriemen empfehlen:

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Er ist zwar etwas hochpreisiger, aber du bekommst einen tollen Riemen, bei dem du dir, vor allem als Holzbasteler, schnell mit der Deku und 5mm Multiplex eigene Platten herstellen und sie selbst mit Leder bekleben kannst. Das ist vor allem als Anfänger interessant. Er sit breit genug, damit du ein Messer in voller breite auflegen kannst und auch länger als normale Stoßriemen, was später dann einige Doppelzüge beim Ledern erspart.
Als Anfänger wirst du dir beim Ledern des Messers unter Garantie den einen oder anderen Cut in deine Riemen zaubern. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Wenn du dann gleich mit einem sündhaft teuren Hängeriemen anfängst, tut jeder Schnitt doppelt weh. Bei dem anderen Riemen ein paar Platten selbst gemacht, ein bisschen vernünftiges Leder gekauft und die Platten damit beklebt, bist du bei unter 20€ und hast mindestens 2 Platten, denen ein paar Schnitte am Anfang nicht weh tun.

Anregungen dazu findest du u.a. hier:

Wobei der ganze Faden interessant zu lesen ist, nicht nur der eine Beitrag. Hier bekommst du auch viele Anregungen für selbstgebaute Hängeriemen.

Der Stein, den @j0mber meinte, ist der Grey Slate.


Es ist grundsätzlich „nur“ eine Schieferfliese für den Fußboden, aber dank der Experimentierfreude von @Alvaro hat sich gezeigt, dass diese günstige Fliese ein hervorragender Finisher für Rasiermesser ist und zu einem unschlagbaren Preis zu bekommen ist.
Ich selbst nutze ihn hauptsächlich für meine Messer und bin schwerst begeistert von dem Stein.

Bevor du aus unbekannter Quelle kaufst und später unglücklich mit deinen Erwerbungen bist, lies dich hier ein bisschen zum Thema ein und stelle deine Fragen. Hier im Forum wird dir immer geholfen.
Dein Bart wird auch in 2-3 Wochen noch da sein; und hier zu lesen oder zu fragen erspart dir später viel Lehrgeld.
 

Eisenkopf

Very Active Member
Wenn das erstandene Messer rasurscharf ist, benötigst du erstmal eigentlich nur ein Leder um es scharf zu halten.
Ich würde mich an deiner Stelle erstmal auf die Rasur an sich konzentrieren.
Nicht das du dir einen Stein kaufst den du am Ende nicht benötigst weil es dir nicht gefällt oder sonstiges.
 
Danke für die Anregungen. :)

Ich denk ich werd es noch die ein oder andere Nacht überschlafen, ansonsten wird es dann das Bockla Messer werden. :)
Stoßriemen selber bauen klingt auf jeden Fall sinnvoll, wenn man sich gerade als Anfänger mal schnell den teuren Riemen ruiniert. Tatsächlich bin ich bei der Wahl eines geeigneten Leders noch nicht ganz sicher, aber angeregt von obigem Thread auf
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gestoßen. Haltet ihr das Yakleder für geeignet? Schein ein wenig dünn?
Ansonsten halt der obige Spannschraubriemen oder mit den Strop it Wechselplatten selber bauen. Was meint ihr so?

An sich kann ich das meiste Schärfwerkzeug auch für mein Holzwerkzeug wiederverwenden, wäre denn der Schiefer eine sinnvolle Ergänzung nach dem Naniwa 8k?
 

Jenner

FdR-Pate
Also ich habe damals zum finishen vom werten @Polomo einen mustang und einen gray slate erworben. Top preis Leistung, wobei ich die ganzen teuren lapaner nicht kenne. Fakt ist, o.g. Machen was sie sollen und das gut!
 

Geier0815

Active Member
Für Holzwerkzeuge? Eher nicht. Bei "Anstatt" könnte man drüber nachdenken aber nicht noch zusätzlich. Spätestens beim ersten Holzkontakt wirst Du keinen Unterschied mehr merken und Du hättest noch einen zusätzlichen Arbeitsschritt. Ich persönlich bevorzuge für Holzwerkzeuge die Methode von Paul Sellers () mit billigen Diamantplatten aus China und einem Stück Leder mit Schleifpaste auf einem Holzklotz.
 

Alvaro

Writes More Here Than At Work
ist mit Sicherheit sehr gut, geht aber günstiger.
Wechselplatten sind sicherlich einfacher, und gehen auch günstiger wie die vom Strop it.
Ist da eine Frage ob es nur problemlos funktionieren soll, oder auch schön sein soll.
Aber Wechselplatten an sich sind ideal da man mehrere Leder oder Pasten mit dem gleichen Riemen nutzen kann.
Das ist auf Dauer Platzsparender und kostengünstiger als jedes mal einen neuen Riemen kaufen zu müssen.
Ist da aber auch die Frage wie experimentierfreudig du bist.
 

Bergdoktor

Very Active Member
Ja! Es ist sogar hervorragend geeignet. Ich verwende seit drei Jahren einen Yakleder-Hängeriemen und erziele darauf exzellente Ergebnisse. Dennoch würde ich einem Anfänger zu einem Stoßriemen raten. Die Gründe, die dafür sprechen, wurden hier ja bereits ausführlich dargelegt. Kannst dir ja einen aus Yakleder selber bauen.
 

Gato

Active Member
Hallo SpaghettiNudel,

ich habe ein Linder Razolution (Carbon Steel - handmade in Solingen) in Rotation
mit 2 Wacker, 1 Aust und 1 Thiers.
Ich bin immer wieder überrascht, wie gut das billige Linder-Messer im Vergleich
zur teuren Konkurrenz rasiert.

Ich halte daher das Linder Razolution für ein sehr gutes Einstiegsmesser, gerade wenn
man es für einen günstigen Preis bekommen kann.
Es eignet sich im weiteren Verlauf auch gut, um das Schärfen auf entsprechenden Steinen
zu erlernen. Hier kann man eventuelle Schleiffehler immer wieder korrigieren, ohne dass es
schade ums Messer wäre. Man lernt viel Schleiftechnik, wenn man eine gehörige Menge
Material abgetragen hat. Bei einem teuren Messer traut man sich vielleicht nicht richtig ran.

Dann noch für den Anfang einen billigen Lederriemen, um erst einmal loszulegen.

Mit der Zeit kommen die Erfahrungswerte. Vielleicht gibt es hier im Forum einen PassAround
zu Riemen und zu Messern.
Mit der Zeit werden dann auch andere Dinge wichtig, wie geeignete Seife und Einwirkzeit des Rasierschaums, Rasierpinsel, Rasieröl zur Vorbereitung der Haut, Finisher zum Abziehen,
und so weiter.

Jedenfalls ist das Linder Razolution ein gutmütiges Rasiermesser, mit dem man sich
sehr zufriedenstellend rasieren kann.

Das Bockla Messer kenne ich nicht. Ich nehme an, dass es sich ebenfalls um ein gutes Messer
handelt.
IMG_20210922_100118441.jpg
 
So, bin nun gut von den Forenkollegen ausgestattet worden. Darunter auch ein Stoßriemen mit Leder und Stoffseite. Dazu wollt ich mir dann wenn Zeit ist den Isana Synthetik Pinsel und Palmolive Rasierseife oder creme holen.

An der Stelle, was brauch ich noch um loslegen zu können?
Wäre morgen mal beim dictum vor Ort und hatte überlegt dort ein Stück Rindsleder für einen extra Riemen zu kaufen. Dazu dann noch Rapide Ledercreme und evtl. Thiers issard Schärfpaste. Bei letzterer so die Frage, brauch ich die? Fürs erste kommt ja das Messer abgezogen auf dem Thüringer, so wie ich es verstehe reicht da dann der blanke Lederriemen. Aber wenn ich eh schon im Geschäft bin?

Hab außerdem gehört heute ist "gönn dir Donnerstag" und würd mir weil ich sehr angetan bin von Citruspflanzen eine Rasierseife mit Citrusgerüchen holen. Kann mir wer was zur Taylor of old lime lemon creme sagen? Manche sagen ja die rieche recht künstlich. Ansonsten die Rasozero agrumella? Gern auch andere Vorschläge wenn ihr da was spaßiges habt. Steh auf so Seifen mit coolen Gerüchen.
:)
 

petti

Very Active Member
Von Taylor habe ich die Lavendel und Lime & Lemon im Gebrauch.
Für mein Empfinden sind die Düfte sehr natürlich. Zwischen dem Lavendel im Garten und der Creme rieche ich fast keinen Unterschied.
Die Limonen und Zitronen habe ich gerade nicht in natura.
Die Lime ist aber eine meiner Lieblingsseifen.
Wie immer, über Düfte schreiben ist wie über Architektur tanzen.
 

Nightdiver

Pinselbauer aus Leidenschaft
Gold FdR-Pate
Hersteller/Händler
Pasten ist eine Glaubensfrage. ich würde dir als Einsteiger erstmal davon abraten, denn das Messer von Hellas braucht garantiert nur Leder.
Setze dich erst einmal mit der richtigen Handhabung des Messers auf dem Riemen und im Gesicht auseinander, bevor du mit dem Voodoo, wie Pasten, spezielle Leder, Fette, bei Vollmond das Messer von einer Jungfrau scharfküssen lassen, etc. anfängst. Nicht gleich mit Schritt 20 anfangen, wenn man die Basics 1-19 nicht beherrscht....
 

Leiche

Very Active Member
ich wär eher für den Balea Synthetik Pinsel
der is schön weich und da müsste auch ein Ständer bei sein

da mein Isana Synthetik Pinsel etwas stachelig ist
gibt aber wohl Chargen die nicht pieksen

die Palmolive Rasierseife macht zwar was sie soll
aber
ich würde die Speik Men Rasiercreme in der Tube kaufen
die funktioniert ziemlich gut fürs Messer
 

j0mber

Very Active Member
And down the rabbit hole he falls ;)
bald ist es dann der "Möchte kaufen" Montag, "Drei Ausführungen des gleichen Produkts sind zu wenig"-Dienstag, "Muss ich haben" - Mittwoch, "Freilich geht noch eine Rasierseife/ein Rasiermesser mehr"-Freitag, "sagenhaft, so günstig gibts das nur heute"-Samstag und "soll ich jetzt echt schon aufhören mit dem Einkaufen"- Sonntag.:rofl
Geh es ganz gemächlich an oder besser "kauf am Anfang lieber wenig" und arbeite dich vor. Du hast nix davon, wenn du dich am Anfang erstmal voll eindeckst mit den teuersten Sachen (wie z.B. die unglaublich schöne anmutende Czech & Speake No.88 im anodisierten Aluminiumbehälter - eh nur 138 EUR, da ist aber die Seife glücklicherweise schon drin, oder die nicht zu vergessende Sebum Gold Customs wo du bei Rasierseife + AS/ASB bei 350 USD anfängst) oder auch den weniger teuren Sachen für 2-80 EUR. Nimm mal das was du hast und lerne damit mal. Finde heraus, wie du deinen Schaum magst. Rühr ihn mal ganz "trocken" an, dass fast kein Wasser drin ist und dann mal so, dass er dir vom Gesicht rinnt. Und dazwischen findest du dann mal deinen perfekten Schaum. Ob du das mit einem 5 EUR Tabacrasierseifenstick oder mit einer 25 EUR Artisan Seife aus den USA machst, das spielt (so finde ich zumindest) an sich keine Rolle. Lern einfach mal, und dann kannst du deinen Kenntnisbereich erweitern. Bisschen übers Ziel hinausschießen, das kommt immer mal vor und wenn wir ehrlich sind, ohne das wär diese Forum hier ziemlich leer. Nassrasur ist nicht nur Wohlfühlmomente finden, sondern auch Sammelleidenschaft :)
 
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