Zum Hersteller MANN & FEDERLEIN kann ich hier noch mein M&F #400 PUNXY vorstellen
mit wenig spektaklulärer Breite, dafür aber mit einer interessanten Hintergrundgeschichte...
Wie man sieht, handelt es sich um ein Exportmesser für den nordamerikanischen Markt, bei dem die Heftschalen wohl dort montiert worden sind.
Das geschah meist in Niederlassungen der Solinger Hersteller, die dafür eigens in New Jersey oder Pennsylvania eingerichtet wurden, oder in beauftragten Betrieben, mit denen die Solinger zusammegearbeitet haben. So wurden hohe Importzölle für Fertigwaren umgangen, indem nur die Klingen als Halbfertigware in den USA importiert wurden.
Die wohl auch dort hergestellte Ätzung
PUNXY mit dem
Indianerkopf verweist auf eine einstigen Ansiedlung der Lenni-Leape Delaware-Indianer, die in Unami-Sprache
Ponksad-uteney bzw. Punkwsutènay genannt wurde, was soviel wie "Stadt der Mücken" bedeutet und sich im heutigen Pennsylvania befindet.
Nach der Besiedlung durch die Europäer 1790 wurden diese dort durch ebenfalls die Sandmücken derart geplagt, daß sie die Kleinstadt weiterhin englisch gesprochen PUNKSUTAWNEY oder kurz PUNXY = Kleinstadt der Mücken nannten.
Indianisches Brauchtum wurde in der Zeit danach allerdings nur noch in der Form des "Groundhog-Day" gepflegt, der am 2. Februar, vergleichbar mit unserem "Siebenschläfer-Tag", mit dem Erwachen des Murmeltiers, den beginnenden Frühling voraussagen soll. Der Brauch geht zurück auf die Legende von "Wojak", dem Woodchuck-Murmeltier, das von den Delaware-Indianern als Urahn betrachtet wird.
Mit scharfen Grüßen aus der Klingenstadt
Rainer