Forum der Rasur

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Merkur 23 Inox

Ich habe mich in diesem Ausnahmefall dagegen entschieden, da die Verjüngung ja ansonsten nicht komplett verschwinden kann…und somit der baulichen Verbesserung entgegengewirkt wird.

Die Verjüngung finde ich richtig gut und ich denke, der INOX hätte sie von Anfang an verdient und haben sollen. Der damit verbundene Formschluss zwischen Deckel/Griff und Basisplatte wertet den Hobel definitiv auf. Da das nichts am Rasurverhalten ändert, wäre mein Urteil aber auch so nicht anders ausgefallen.
Deckel und Griff sind verschraubt und bewegen sich nicht, aber die Basisplatte konnte ohne die Verjüngung ziemlich weit längs verschoben werden, wenn der Griff nicht fest verschraubt war. Die Schlitze in der Basisplatte waren einfach zu lang für die Stege im Deckel. Warum auch immer die Schlitze so unnötig lang sind. Wahrscheinlich geht damit das Zusammensetzen einfacher. Mit der Verjüngung kann die Basisplatte sich jetzt nur noch so weit bewegen, wie die Verjüngung kleiner ist als die Bohrung in der Basisplatte. Das ist hoffentlich nicht viel.
Was die Kunststoffscheibe angeht, dürfte die dem Zweck der baulichen Veränderung nicht entgegenstehen. Die Scheibe muss nur deutlich dünner sein als die Höhe des verjüngten Teils des Griffs. Solange da noch was satt in der Bohrung der Basisplatte steckt, ist die Platte weiterhin fixiert. Ich benutze immer Scheiben und würde auch da eine nutzen.
 
Ich komme mit dem Inox mittlerweile besser klar.
Vom Handling und sein durchaus doch gutes Aussehen
gibt man den dann doch nicht so schnell weg.

Was jetzt noch nicht so klappt ist die Nachhaltigkeit.
Mal sehen ob das besser wird.

Ein Vorteil den ich noch sehe ist das er die Stellen wo andere
was stehen lassen, kommt beim Inox eher nicht vor.
Nasenflügel, Kinngrübchen. Man kommt besser in die Ecken.

Gruss
 
Lieber Kollege @M42 vn

Ich habe bislang zwar nur 3 Klingen ausprobiert und nur rund 7 Rasuren mit dem 23 Inox hinter mir... die Perma Sharp war sehr nachhaltig. Vielleicht einen Versuch wert für dich.

Viele Grüße
 
Ich teile hier einmal ein paar subjektive Erkenntnisse mit.

Ich habe den 23 Inox gegen drei weitere Edelstahlhobel antreten lassen, um zu sehen, wie sich diese neue Kreation von Merkur gegenüber anderen Konkurrenten so schlägt. Ausruhen auf jahrzehntelang hergestellten Zinkdruckgusshobeln war schließlich gestern! Und wenn man an die Neuzeit anknüpft, muss man (also Merkur) schon etwas auf die Beine stellen und bieten.
Meine Vergleichshobel sind der Blackland Blackbird, der Tatara Masamune und der Mühle Rocca. Als Testklinge habe ich die originale Merkurklinge gewählt. Für den Rasierschaum sorgte die Rasiercreme De Vergulde Hand. Die Rasierschaumeinwirkungszeit lag zwischen drei und fünf Minuten. Rasiert wurde jeweils mit drei Durchgängen (m/q/g).
Der Blackbird ist in meiner Sammlung so schließlich der beste Rasierhobel mit den gründlichsten und nachhaltigsten Rasurergebnissen. Auf einer Bewertungsskala von 1 - 10 liefert er Rasurergebnisse ab, für die ich eine "10" vergebe. Für den Tatara Masamune vergebe ich eine "9". Bei "8" liegt der Mühle Rocca und auch der Merkur 23 Inox, wobei ich meine, dass der Merkurhobel noch ein ganz kleines Quentchen bessere Rasurergebnisse abliefert. Diese subjektiven Ergebnisse kann ich leider nicht objektivieren, da mir keine vergleichbaren anderen kratzigen Oberflächen vorliegen, die meinen am nächsten Tag neugebildeten Bartstoppeln ähneln würden. Vielleicht müsste ich diese beim Schmiergelpapier suchen.

Gestern habe ich den langen Originalgriff des Merkur 23 Inox gegen den kürzeren und dickeren Edelstahlgriff des Ikon OC (die erste Serie) ausgetauscht. das war eine gute Idee, da sich das erzeugte Rasurergebnis für mein Empfinden dadurch noch verbessert hat. Ich meine sogar - natürlich ist meine Meinung nur subjektiv-, dass der Merkurhobel damit bezogen auf das abgelieferte Rasurergebnis das Nachhaltigkeitsniveau des Tatara Masamune erreicht hat. Insofern kann ich diesem neuen Rasierhobel eine wirklich sehr gute Note ausstellen.

Es ist schade, dass sich Merkur erst so spät dafür entschieden hat, auch einen Rasierhobel aus Edelstahl herzustellen und zu vertreiben. Damit sind bestimmt so einige Marktanteile verlorengegangen, die sich die chinesischen Hobelhersteller bereits früher gesichert haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Irgendwie komme ich nicht mehr so ganz mit. Hier wird ja geradezu so getan, als hätte Merkur mit dem "alten" 23 Inox einen unausgereiften Prototypen auf den Markt gebracht, den man nur eingeschränkt zur Rasur hätte verwenden können.

Die Verjüngung finde ich richtig gut und ich denke, der INOX hätte sie von Anfang an verdient und haben sollen. Der damit verbundene Formschluss zwischen Deckel/Griff und Basisplatte wertet den Hobel definitiv auf. Da das nichts am Rasurverhalten ändert, wäre mein Urteil aber auch so nicht anders ausgefallen.

Da Schraube und Griff immer an derselben Stelle sitzen, kann sich auch ohne die Vertiefung in der Grundplatte nichts verschieben, wenn man sich die Mühe macht, seinen Rasierhobel richtig zu verschrauben


Deckel und Griff sind verschraubt und bewegen sich nicht, aber die Basisplatte konnte ohne die Verjüngung ziemlich weit längs verschoben werden, wenn der Griff nicht fest verschraubt war. Die Schlitze in der Basisplatte waren einfach zu lang für die Stege im Deckel. Warum auch immer die Schlitze so unnötig lang sind. Wahrscheinlich geht damit das Zusammensetzen einfacher.

Wer sich mit einem nicht fest verschraubten Dreiteiler rasiert, hat um die damit einhergehenden Verletzungen aber auch wirklich gebettelt. :kaputtlachen1


Mit der Verjüngung kann die Basisplatte sich jetzt nur noch so weit bewegen, wie die Verjüngung kleiner ist als die Bohrung in der Basisplatte. Das ist hoffentlich nicht viel.

Wer weiß, wie man einen dreiteiligen Rasierhobel richtig zusammensetzt, hatte auch mit dem alten Modell keine Probleme, denn auch da saßen alle Teile bombenfest. Leute, es sind nur drei Teile, und bis Drei zählen kann hier doch wohl hoffentlich jeder. Ich halte mich wirklich nicht für ein technisches Genie, aber ich hatte bislang noch nie Probleme damit, einen Rasierhobel richtig zusammenzusetzen und dafür zu sorgen, dass alle drei Teile ohne Spiel zusammenpassten.


Was die Kunststoffscheibe angeht, dürfte die dem Zweck der baulichen Veränderung nicht entgegenstehen. Die Scheibe muss nur deutlich dünner sein als die Höhe des verjüngten Teils des Griffs. Solange da noch was satt in der Bohrung der Basisplatte steckt, ist die Platte weiterhin fixiert. Ich benutze immer Scheiben und würde auch da eine nutzen.

Ich habe noch nie eine Unterlegscheibe für einen Rasierhobel benutzt und würde das auch nie tun. Entweder ein Hobel funktioniert auch ohne so einen Tinnef einwandfrei, oder es handelt sich um eine Fehlkonstruktion, dann würde ich so ein Ding erst gar nicht verwenden. Jetzt mal ernsthaft: Ein Rasierhobel, zumal ein Merkur 23 Inox aus satiniertem Edelstahl, welcher im MIM-Verfahren hergestellt wird, ist ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand, kein Exponat für die Glasvitrine einer Poliertuchmuschi. :rofl :flucht1
 
Auch wenn die Begeisterung für den 23 Inox groß ist und er gute Ergebnisse abliefert, so löst er bei mir keinen „Haben wollen“-Reflex aus.
Ich finde ihn einfach nicht schön!
Für mich stimmen weder die Proportionen - langer dünner Griff, noch die Optik mit der aufgedruckten Merkur „Reklame“ .
Auch die Farbgebung und die Satinierung sprechen mich nicht an. Und auch das genutzte MIM-Verfahren finde ich wenig sexy .
 
Aber am Griff …
Bei den Chrom Modellen ist hier ja diese deutliche Prägung. Mich haben diese
Lasergravuren jetzt überhaupt nicht gestört, weil die Merkurhobel immer schon mehr diese Ausstrahlung eines Gebrauchsgegenstandes hatten. Ausreichend schön, weil Arbeitsgerät, was ja auch an den „einfacheren“ Riffelungen und Ziselierungen an den Griffen immer schon wahrnehmbar war. Bei Mühle dagegen wurde hier immer schon (seit dem Wiederaufleben der Firma) diese edle schmucke Anmutung angestrebt. Deshalb stört mich die Kappengravur auf dem Edelstahl R89 sehr. Beim Merkur jetzt nicht.
Allerdings wäre es kein Fehler den 34 Inox Einzeln ohne Kappengravur und Etui anzubieten.
Den langen Griff des 23c mochte ich auch nicht. Mit dem (gleichen) Griff des Inox gab es bei mir die „Grifferleuchtung“. Seit ich hier das „Griff am Ende halten“ für mich entdeckt habe, liebe ich lange Griffe.
 
So, nun möchte ich zu diesem Hobel auch mal meinen Senf dazugeben. Wenn dieses Forum nicht wäre, hätte ich mir diesen Hobel nicht gekauft. Habe einfach zu viele Exemplare inzwischen in meinem Schrank stehen – aber wer kennt diesen Zustand hier nicht :D.

Die vielen überaus positiven Berichte haben mich letztlich dann doch bewegt, nur diesen einen Hobel noch zu kaufen ;)... und was soll ich nach einigen Rasuren sagen: Ich bin schlicht begeistert! Den 23c (und auch den 33c) habe ich lange schon bei mir – gutmütige Gesellen, ohne dabei BBS-Monster zu sein. Dieser Hobel allerdings ist anders – gutmütig, sanft auf der einen Seite und super gründlich auf der anderen Seite. Top! Er schafft es ohne "Bladefeel" ein überzeugendes Ergebnis zu erzielen.
Die optische Anmutung im satinierten Finish gefällt mir sehr gut; auch das Gewicht ist stimmig.

Ohne zu übertreiben, aber dieser Hobel hat sich bei mir den ersten Platz geholt.
 
Auch wenn die Begeisterung für den 23 Inox groß ist und er gute Ergebnisse abliefert, so löst er bei mir keinen „Haben wollen“-Reflex aus.
Ich finde ihn einfach nicht schön!
Für mich stimmen weder die Proportionen - langer dünner Griff, noch die Optik mit der aufgedruckten Merkur „Reklame“ .
Auch die Farbgebung und die Satinierung sprechen mich nicht an. Und auch das genutzte MIM-Verfahren finde ich wenig sexy .

Dann rasiere dich einfach mal mit so einem Teil. Optisch finde ich den Merkur 23 weder in der verchromten noch in der Inox-Version wirklich schön. Aber rasieren tut das Teil absolut erstklassig, und das ist meines Wissens genau das, worauf es bei der Rasur ankommt. Gerade der lange, dünne Griff kommt mir persönlich sehr entgegen und auch der Umstand, dass der Rasierer sehr leicht und der Kopf schlank ist und damit auch das Erreichen schwieriger Stellen wie unter der Nase mühelos macht. Damit macht er genau die Nachteile wett, die mich vom Rockwell 6S abgebracht haben, der mir auf die Dauer zu schwer, zu unhandlich und mit zu kurzem Griff ausgestattet war.

Optisch finde ich z. B. den Mühle Rocca R94, den R41 GS und den Edwin Jagger 3ONE6 attraktiver als den Merkur 23 Inox, aber täglich rasieren möchte ich mich mit keinem von den dreien. Auch der Feather AS-D2 sieht m. E. besser aus als Merkurs "Arbeitspferd", ist aber vielen Berichten zufolge sowohl eine "Winkel-Zicke" als auch eine "Klingen-Diva" - auf beides kann ich gut verzichten. Der Merkur 23 ist ein gutes Beispiel für form follows function, wobei auf Ästhetik nicht gänzlich verzichtet wird, doch sie ist der Funktion untergeordnet, d. h., dort, wo Ästhetik die Funktion beeinträchtigt oder verkompliziert, muss sie geändert werden. Was natürlich auch eine Rolle spielt, sind betriebswirtschaftliche Aspekte: Für mehr Geld darf man auch höhere Ansprüche an die Qualität des Designs, des Oberflächenfinish usw. stellen. Ich erinnere mich daran, dass wir dieses (m. E. müßige) Thema schon einmal im Rockwell 6S-Faden hatten. ;)
 
Dass ich den inox 23 sensationell gut finde in Bezug auf die Rasureigenschaften, habe ich ja schon geäußert.

Was den langen, dünnen Griff anbelangt, so stehe ich grundsätzlich auch eher auf die kurze, etwas dickere Variante alla 34er oder Rex Ambassador. Jedoch habe ich mich sehr schnell wieder daran gewöhnt und schätze was das Handling anbelangt die lange, dünne Variante mehr. Ich bin seinerzeit beim Fatip Retro erstmalig mit langen, dünnen Griffen in Berührung gekommen, und habe es dort genauso schnell schätzen gelernt.
 
Ich stimme @CaptainGreybeard voll zu. Der 23 Inox sagte mir auf Bildern erst nicht so richtig zu, gerade dieser lange, spillerige Griff passte so gar nicht in mein Beuteschema. Aber ich wurde eines Besseren belehrt, das Handling ist wirklich prima, der Hobel ist für einen Stahlhobel leicht, wendig und führig und das Rasurergebnis allererste Sahne. Und die Optik war zwar nicht Liebe auf den ersten Blick, inzwischen mag ich aber auch die. Und selbst wenn es nicht so wäre, es ist ein Werkzeug, und da ist Ästhetik zwar nicht völlig Nebensache, aber doch nachrangig.

Merkur ist damit ein großer Wurf gelungen. Nur hätte man das ein paar Jahre früher in Angriff nehmen sollen.
 
Ich stimme @CaptainGreybeard voll zu. Der 23 Inox sagte mir auf Bildern erst nicht so richtig zu, gerade dieser lange, spillerige Griff passte so gar nicht in mein Beuteschema. Aber ich wurde eines Besseren belehrt, das Handling ist wirklich prima, der Hobel ist für einen Stahlhobel leicht, wendig und führig und das Rasurergebnis allererste Sahne. Und die Optik war zwar nicht Liebe auf den ersten Blick, inzwischen mag ich aber auch die. Und selbst wenn es nicht so wäre, es ist ein Werkzeug, und da ist Ästhetik zwar nicht völlig Nebensache, aber doch nachrangig.

Merkur ist damit ein großer Wurf gelungen. Nur hätte man das ein paar Jahre früher in Angriff nehmen sollen.
Dem kann ich nur zustimmen!
 
Ohne zu übertreiben, aber dieser Hobel hat sich bei mir den ersten Platz geholt.
Meiner ist auch gerade dabei sich an meinen Heißgeliebten ATT's vorbeizuschlängeln und das macht er gerade mal so ganz locker. Ich möchte mich nun nach 14 tägigem Gebrauch noch nicht ganz so weit aus dem Fenster hängen, aber der Inox hat bei mir Voll eingeschlagen.
 
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