Forum der Rasur

Registriere Dich jetzt kostenlos!

Dadurch bekommst Du Zugang zu dem geschützten Mitgliederbereich, kannst beim Gebrauchtmarkt mitmachen und stellst nebenbei auch noch sicher, dass niemand Dir Deinen Wunsch-Usernamen wegschnappt.

nom - Rasierpinsel von Mühle

... werde mal bei meiner nächsten Mühle Bestellung hinterfragen was das ganze Bezeichnungswirrwarr soll :cowboy1
Ob das sinnvoll ist?
Auch die großen Supermarkt-Ketten vertreiben unter den Labeln "Ja", "Gut und günstig" etc. umetikettierte Ware anderer Hersteller. Dagegen ist m. E. nichts einzuwenden.
Ich finde es schön, dass unsere Einsteiger auf diese Weise zu preiswerten und brauchbaren Synthies kommen können. (Der andere Aveo ist eine Borste mit Rallye-Streifen, den ich albern finde.)
Auch die offiziellen nom-Pinsel finden sich im Angebot von Müller. Man hat also durchaus genügend Auswahl.
 
Ich kenne in Stützengrün bei Mühle eine sehr nette Mitarbeiterin mit der ich sehr guten Kontakt habe und auch persönlich kennen gelernt habe, von daher ist das doch kein Thema, ich werde mich nicht aufdrängen oder Empfehlungen abgeben. Ist nur eine reine Info für mich.
 
Der Holzgriff fühlt sich in der Hand angesichts des Preises in Ordnung an, von der Oberfläche her wie ein Kochlöffel. Mag mir jemand ein Pflegemittel (Öl? Klarlack?) für den Griff empfehlen, damit er lang in vernünftigem Zustand bleibt?

Ich habe mir auch so einen Pinsel gegönnt und diesen natürlich direkt ausprobiert. Da ich damit zufrieden bin und ebenfalls möchte das der Griff möglichst lange ansehnlich bleibt habe ich diesen mit Bootslack konserviert. Das ist nach all dem was ich mir bis jetzt nachgefragt und anderweitig recherchiert habe der haltbarste/unempfindlichste Anstrich für Holz im Nassbereich. Erfreulich ist, das dabei die Maserung des Holzes deutlicher sichtbar wird, und der Pinsel also eine optische Aufwertung erfährt. Ich habe die Oberfläche des Griffs übrigens vor dem Anstrich noch mit Schmirgelpapier geglättet (-> Kochlöffel ;-)), dem ist dann aber auch die Beschriftung "NOM" zum Opfer gefallen.
 
Von IKEA gab oder gibt es ein Holzöl zur Pflege von Schneidbrettern. Das habe ich genutzt um die beiden Griffe meiner NOM wasserfest zu machen.
Screenshot_20240325-100601_Gallery.jpg
 
Ich habe ebenfalls einen Graudachs-Pinsel von "nom", im Set mit einem Rasierhobel gab's den bei Drogeriemarkt Müller für einen verhältnismäßig kleinen Taler. Im Prinzip ist es die "nom"-Variante des Mühle Rytmo, also Rasierer und Pinsel mit Griffen aus geöltem Eschenholz.

Mühle schreibt in den beiliegenden Handhabungshinweisen, dass man die Holgriffe einfach alle paar Wochen mit einem Tröpfchen Speiseöl (Oliven, Sonnenblumen, Maiskeim, Raps oder whatever) einreiben, bis zum nächsten Tag stehen lassen und dann mit einem weichen Tuch auspolieren soll, dann würde das Holz seine Natürlichkeit behalten.
Leinöl geht natürlich auch, aber das braucht nach meiner Erfahrung etwa anderthalb bis zwei Wochen, bis es richtig eingezogen und getrocknet ist, so dass man das Holz mit einem fusselfreien Stoffballen auspolieren kann.

Der Graudachs selbst verrichtet seine Arbeit übrigens ganz ausgezeichnet, zumindest beim Schaumschlagen im Tiegel. Anfangs hat er ein wenig gehaart, aber das legt sich langsam. Auch der leichte Geruch nach nassem Fell wird allmählich schwächer. Ich bin sicher, der Graudachs und ich werden uns prima verstehen. ;)
 
Ich möchte euch hier mal meinen NOM Borstenpinsel präsentieren. Er ist mit 49 Einsätzen schon perfekt eingearbeitet.
Ich schätze hier besonders den hohen Loft und die lockere Bindung. So hat der Knoten richtig viel Platz für Schaum und ist somit leichter zu benutzen als zB die dicht gebundenen Knoten von Zenith.

Auf den Bilder ist der Knoten noch feucht und somit schön aufgepilzt.

IMG_3632.jpeg
IMG_3633.jpeg
IMG_3631.jpeg
 
Nur, Haarspliss hat er noch wenig. ;)
Ich vermute, da wird sich auch nicht mehr viel tun. Ich habe eine Borste von nom (Modell Max), die ich schon deutlich öfter benutzt habe und da zeigt sich auch fast kein Spliss. Vielleicht gibt es irgendwelche Tricks, um die Spitzen zu brechen, wenn man das will, mit Sandpapier zum Beispiel. Aber ob das funktioniert und was es bringt, weiß ich nicht.
 
Ich hab ihn mir jetzt nochmal genauer angeschaut, der hat schon ordentlich Spliss. Komischerweise ist das auf dem Foto aber nicht so gut zu erkennen. Hatte das Foto mit dem Handy aufgenommen. ich versuche demnächst nochmal ein Foto mit meiner Kamera zu machen. Vielleicht erkennt man es da besser.
 
Gut möglich, ich bin nur Nutzer, kein Experte. Im Vergleich zu meiner Omega und Semogue Borste, spürt man die Spitzen des Max deutlicher auf der Haut. Er ist auch im Vergleich recht fest gebunden und nicht so weit aufgepilzt wie bei Algy.
 
Möglicherweise beschnittene Spitzen
Wenn ich den mit der Lupe anschaue hat der tatsächlich guten Spliss, man erkennst es nur nicht auf dem Foto. Ein paar wenige Borsten haben keinen Spliss, das sind dann verkehrt herum eingesetzte Borsten. Der Knoten sieht nicht beschnitten aus.
 
Zum Vergleich sind hier meine nom Pinsel nebeneinander.
50999213rn.jpg


50999215bq.jpg



v.l.n.r

Borste Max: kräftig gebunden und harte Spitzen.

Silberspitze: wurde von blexa bereits beschrieben. Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Ich mag den Pinsel sehr.

Reindachs: Rückgrat ist angenehm, aber etwas pieksige Spitzen.

STF Synthetik: etwas klein aber sehr weiche Spitzen. Mein Favorit von nom.

Black Fibre Synthetik: Aufschäumkünstler, bringt mühelos alle Seifen zur Schaumexplosion.



So gut es mit dem Handy geht, habe ich mal von den Spitzen der Borsten eine Großaufnahme gemacht.
50999214fw.jpg


Einige wenige zeigen Spliss. Mehrere haben dünne Spitze und viele Borstenenden sind hart und vermutlich beschnitten.
 
Möglicherweise beschnittene Spitzen

Mein nom Borstenpinsel hat auf jeden Fall mal einen Friseur gesehen. Allerdings fühlt er sich mMn trotzdem sehr angenehm an. Ich bin aber auch kein Freund zu weicher Borsten und Spitzen. Ich hatte vor Ewigkeiten, noch vor der Bartschneider-Phase mal einen, welcher mir eindeutig zu weich war (auf jeden Fall Dachs, ob Silberspitz weiß ich nicht) und dann irgendwann aufgegeben wurde. Der hier ist schon trocken sehr angenehm. Da ich eh nur noch meinen Hals und die Wangen mit max 2 Strichen rasiere, stört es mich aber auch nicht, wenn er nicht ganz so effizient arbeitet. So viel Schaum brauche ich dann doch nicht (und Rasiercreme funktioniert ja eigentlich auch ohne Pinsel ganz gut).

Bin auf jeden Fall positiv überrascht. Hätte nicht gedacht, dass ich da für 6,99 nen Mühle erstanden habe.
 
NOM ist zwar die "Billigserie" von Mühle, was aber nicht schlecht bedeutet.
Ich finde es auch interessant wie gut "Billigpinsel" sein können
 
Zumal mal dazu auch noch sagen muss, dass es von der Marke Mühle selbst ja gar keine Borstenpinsel gibt. Wenn man also einen Mühle Borstenpinsel möchte muss man auf den NOM (oder Balea und co) zurückgreifen. Interessant wäre dann ob Mühle die Borstenknoten auch selbst bindet oder ob diese zugekauft werden.
 
Interessant wäre dann ob Mühle die Borstenknoten auch selbst bindet oder ob diese zugekauft werden.
Mühle hat zwei Abteilungen fürs Knotenbinden: Manuell werden die Köpfe aus dem teuren Material gebunden, also Dachs und STF. Die Köpfe aus preisgünstigem Material werden (mit größeren Materialverlusten) maschinell hergestellt, das sind Borsten- und die Black Fibre Köpfe.

Da gibt es im Netz Aufnahmen von, im Fernsehen des MDR gab es Berichte und auf Youtube und wohl auch auf der Mühle Website müsste sich Videomaterial dazu finden lassen.
 
Zurück
Oben