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Rasiermesser-Schärfkurs in Solingen

General C

Member
Liebe Leute, guten Tag,

wie ich soeben bereits ins Nachbar-Forum schrieb, hätte ich am 01.04. dieses Jahres einen Kurs zum Schärfen eines Rasiermessers in Solingen absolvieren sollen. Der Dozent sagte jedoch einen Tag vorher krankheitsbedingt ab. Nachdem ich ihm Genesungswünsche übermittelt hatte, dachte ich, dass sich dahinter auch eine gute Nachricht verbirgt. Man wolle sich nämlich, nach Ostern, nochmals melden und einen neuen Termin vereinbaren. Da ja hier auch Messer-Fans zu sein scheinen, dachte ich, ich rühre einmal die Werbetrommel. Bis Ostern sind es ja noch ein paar Tage und vielleicht hätte ja eventuell noch jemand Interesse, einen Schärfkurs zu absolvieren?

Viele Grüße

Christoph
 
Hallo allerseits,

in der Zwischenzeit hat sich ein wenig getan. Ich war zwar nicht in Solingen, jedoch bei einem netten Kollegen aus dem Forum, der mich in die Kunst des Messerschliffes einwies. Vorher ließ er mich jedoch ein paar Markierungen mit dem Bleistift auf meine Schleifsteine malen, um diese dann mit Hilfe einer Glasplatte und darauf befindlichem und durchnässten Schleifpapier mit 600er-Körnung abzureiben. Das Ergebnis war echt schockierend, denn die Markierungen wurden bei allen Steinen jeweils am Rand abgetragen, in der Mitte blieben sie jedoch bis zu vier weiteren Durchgängen mit dem zwischenzeitlich ausgewechselten Schleifpapier, bis sie dann verschwanden. Unter Brilles Aufsicht und mit Hilfe eines Mikroskops habe ich dann die Messer bearbeitet und mich am Samstag tatsächlich mit einem der beiden am Hals rasiert. Da ich im Moment Bart trage, bleibt die obere Hälfte der Bartzone unberührt. Das Messer glitt sanft durch den Bart und trennte die Haare sauber ab. Ein, zwei kleine Schnitte habe ich mir zwar geholt, aber das war nach so langer Abstinenz wahrscheinlich auch kein Wunder. Brille bat mich dann, das zweite Messer, welches ich in den letzten paar Monaten gekauft hatte, zu bearbeiten, was ich tat. Beim ersten sagte er, die Schärfe sei ausreichend und er rate nicht mehr zu einem Pastenriemen, auch, weil er damit keine Erfahrung habe. Bei dem zweiten, von mir seit Kauf nicht bearbeiteten Messer, wollte er es jedoch riskieren, und es wurde super-scharf, fast, genau wie das erste, und das mit nur drei, vier Zügen auf dem grünen Riemen, nach dem Schliff. Ich kann dem Kollegen nur immer wieder "Danke" sagen und hoffe, dass die nächsten Rasuren angenehm werden und ich die Schärfe der Messer halten und, bei Bedarf, wiederherstellen kann.
 

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Vorher ließ er mich jedoch ein paar Markierungen mit dem Bleistift auf meine Schleifsteine malen, um diese dann mit Hilfe einer Glasplatte und darauf befindlichem und durchnässten Schleifpapier mit 600er-Körnung abzureiben. Das Ergebnis war echt schockierend, denn die Markierungen wurden bei allen Steinen jeweils am Rand abgetragen, in der Mitte blieben sie jedoch bis zu vier weiteren Durchgängen mit dem zwischenzeitlich ausgewechselten Schleifpapier, bis sie dann verschwanden.

Du hast nicht erwähnt, mit welchem Stein Du schärfst, aber es scheint ja ein recht weicher abtragsfreudiger Stein zu sein...
Ich benutze für die Grundschärfe einen hellblauen NANIWA 500S, der ebenfalls recht weich und abtragsfeudig ist, oft sogar bis zum Finish mit nachlassendem Auflagedruck ohne Folgestein.
Dieser Stein zeigt bei einem Karbonstahlmesser jeden Schärfstrich an, wie mit einem Bleistift gezeichnet und er arbeitet sich bei lächenden Waten und Rundkopfmessern auch gerne mal in der Mitte ein. Das passiert nun mal wenn man Freihand kreuz wechselnd ohne Hilfsmittel schärft.
Nach mehrfachem Gebrauch ist er fast schwarz und zeigt einem, daß er gereinigt werden will. Das passiert bei mir mit einer harten 180 Korn Fingernagelfeile unter Wasser, wobei man genau sieht wo er sich eingearbeitet hat, wie bei Deinen Bleistiftmarkierungen.
Sobald er sauber ist, ist er auch wieder plan genug, auch ohne Glasplatte und 600er Papier... Dabei leidet er zwar und wird mit den Jahren immer dünner, aber bei dem Preis-Leistungsverhältnis eines NANIWA 5000S ist das tragbar.
Er hat bisher seit ca. 10 Jahren bestimmt schon ca. 300-400 Rasiermesser- und Messerklingen-Schärfungen hinter sich und hat noch kein Drittel seiner Dicke veroren.

Mit scharfen Grüßen aus der Klingenstadt
Rainer
(...nicht der oben erwähnte Solinger Schärfdozent... :D )
 
Hallo liebe Leute,

inzwischen ist das Thema ja doch ein wenig betagt, aber ich dachte, ich sollte Euch mal wieder berichten. Da die Messer so langsam ein wenig ruppiger wurden, dachte ich, der logische nächste Schritt, nachdem ich im Oktober beim Kollegen zur Unterweisung in der Schleifkunst war, ist, dass ich es ohne fremde Hilfe, aber dafür unter Zuhilfenahme eines Mikroskops, fertigbringen muss, die Messer wieder rasurbereit zu machen. Der Vorgang ist an und für sich schnell erklärt: erst die 800er-Runde, dann die 5000er, dann die 8000er und dann der Pastenriemen, jeweils mit Haartest, immer wieder. Diesen bestanden beide Messer bereits nach der ersten Runde, jeweils, sodass ich zur nächsten überging. Ob die Messer in der tagtäglichen Rasur taugen, muss ich die Tage sehen. Aber ich füge gern ein paar Bilder bei.

Viele Grüße!
 

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