Forum der Rasur

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Rasierseife selber machen

Sagt mal ... Ist es normal, dass sämtliche Apotheken in Hamburg kein NaOH und KaOH verkaufen wollen? Bin zwar erst seit einem Jahr wieder im Land, aber so lange war ich auch nicht weg (bin aber jetzt kurz davor, in den EC zu steigen und mich wieder zu verpissen ...).
Ja, die Erfahrung habe ich mit Apotheken auch gemacht, Giftbuch und so.
„Was? Sie wollen Seife machen? Sie wissen schon, dass das…“
„Jaja, ich kenne mich aus…“
Nervt
Man muss da nicht kaufen.
 
Ne ne. Als ich mich dann bis nach Bremen* durchtelefonirt habe, kam raus, dass sie es in den norddeutschen Bundesländern nur an bestimmten Kunden verkaufen "dürfen". Keine Ahnung, ob's ne einfache Vereinbarung oder ne offizielle Anweisung ist. Jetzt bestelle ich es halt, aber ich find's schon krass, dass ich wegen solchen Alltagschemikalien nach NRW fahren müsste, wenn ich es privat im Laden kaufen will. Bei Aceton und Wasserstoffperoxid habe ich ja Verständnis.


*Die Baustoffhändler hatten leider auch weder Pottasche, noch ungelöschten Kalk.
 
Apotheken haben ihre Gründe für die restriktive Abgabe von Natriumhydroxid.

1. Kein Kontrahierungszwang (Keine Pflicht zur Abgabe):
Im Gegensatz zu ärztlich verordneten Medikamenten unterliegt der Verkauf von Chemikalien in Apotheken keinem Kontrahierungszwang. Die Apothekenleitung kann selbstständig entscheiden, ob sie Gefahrstoffe an Privatpersonen abgeben möchte. Viele Betriebe verzichten aufgrund des hohen Haftungsrisikos pauschal auf diesen Service.

2. Gesetzliche Prüf-, Befragungs- und Aufklärungspflichten:
Nach der Chemikalienverbotsverordnung (ChemVerbotsV) ist das Apothekenpersonal zu einer strengen Überprüfung verpflichtet. Es muss der genaue, legale Verwendungszweck hinterfragt, die Identität und Volljährigkeit des Käufers kontrolliert sowie eine umfassende Gefahrenbelehrung durchgeführt werden. Bei begründeten Zweifeln an der Sachkunde oder einer missbräuchlichen Verwendung muss die Abgabe verweigert werden.

3. Extremer bürokratischer Aufwand und Deklarationspflichten:
Das Umfüllen oder Abwiegen von Natriumhydroxid aus Großgebinden im Apothekenlabor wird rechtlich als Herstellung eingestuft. Dies zieht eine verpflichtende Rezepturmeldung beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nach sich. Zudem müssen die Abgabebehältnisse exakt nach den Vorgaben der europäischen CLP-Verordnung (Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung) mit den korrekten Gefahrensymbolen und Sicherheitsphrasen deklariert werden.

4. Wirtschaftliche Unrentabilität im Verhältnis zum Risiko:
Der erhebliche zeitliche Aufwand für die Laborarbeit, die Dokumentation und das Kundengespräch steht in keinem wirtschaftlich tragbaren Verhältnis zum minimalen Verkaufserlös. Da bei formalen Fehlern in der Gefahrstoffabgabe empfindliche Strafen, Bußgelder oder wettbewerbsrechtliche Abmahnungen drohen, meiden die meisten Apotheken dieses wirtschaftliche Risiko.

Hat also alles seine Ordnung.

Ist schon eigenartig, dass man z.B. bei DM „Rohrreiniger“ mit NaOH für 1,25 €/0,6kg kaufen kann. Das ist zwar kein reines NaOH, aber nicht minder gefährlich.
 
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Hab bei zwei sehr interessanten, empfehlenswerten Anbietern Duftstoffe gekauft:

Fraterworks, Neuseeland.
Vorteile:
Der Preis pro Gramm sinkt bei größeren Mengen stark (Staffelpreise). Das ist ein sehr großer Vorteil!
Großes Angebot, man bekommt dort auch seltene, historische Parfümbasen.
Die (Einfuhrumsatz-) Steuer wird bei Käufen unter 150 Euro automatisch berechnet,
Nachteile:
Kleine Testmengen sind wegen des langen Versandwegs und der Versandkosten zu teuer.
Ab 150 Euro Warenwert muss man den Zoll selbst regeln.
Fraterworks bietet z.B. Ulravanil an, ein unglaublich starker Vanilleduftstoff, der sehr seifenstabil ist und nicht verfärbt. Ist in EU-Shops ausverkauft.

Perfumiarz, Polen.
Vorteile:
Es gibt keinen Zoll und keine Importgebühren innerhalb der EU.
Kleine Testmengen zum Ausprobieren sind sehr günstig.
Der Versandweg per normalem Paketdienst ist billiger.
Der Händler führt viele sehr interessante Originalstoffe (z.B. Rhubofix) von großen europäischen Herstellern wie Givaudan oder Symrise, die man woanders in der EU nicht bekommt, in kleinen Mengen.
Nachteile:
Es gibt kaum extrem günstige Preise für große Menge (kein Mengenrabatt).
Die exklusiven Spezialbasen von Fraterworks fehlen im Sortiment.

In der EU finde ich nur noch den niederländischen Shop hekserij.nl gut. Der hat auch Staffelpreise.
 
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4. Wirtschaftliche Unrentabilität im Verhältnis zum Risiko:
Der erhebliche zeitliche Aufwand für die Laborarbeit, die Dokumentation und das Kundengespräch steht in keinem wirtschaftlich tragbaren Verhältnis zum minimalen Verkaufserlös. Da bei formalen Fehlern in der Gefahrstoffabgabe empfindliche Strafen, Bußgelder oder wettbewerbsrechtliche Abmahnungen drohen, meiden die meisten Apotheken dieses wirtschaftliche Risiko.
Naja... Ich beziehe Medikamente für mehrere k€/Monat ab sofort nur noch bei reinen Online-Apotheken.

Entweder wollen die mich als Kunden oder nicht. So ein Zwischending spiele ich nicht mit.
 
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