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Rasur des Monats 2020/03

Trake

Very Active Member
Nun wird's aber höchste Zeit. Und da Kollege Hobelix gerade abwesend ist, übernehme ich das hier diesen Monat mal ausnahmsweise:

Motto des Monats: Offline Shaving

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Diesen Monat steht ein besonders gewagtes Experiment an. Schon seit einer Weile frage ich mich, wie es wohl wäre, wenn man nur Rasur-Produkte verwendet, die im lokalen Handel erhältlich sind. Nun wohne ich in einer - sagen wir mal - mittelgroßen Landeshauptstadt im Norden des Landes und trotzdem ist die Auswahl an Produkten hier - sagen wir mal - überschaubar.
Frage Nummer eins: Der Hobel!?
Von allen Rasierhobeln die sich bei mir so tummeln könnte ich nur den Merkur Futur und den gerade neuerworbenen Progress hier in einem traditionsreichen Fachgeschäft für Messer und andere scharfe Gegenstände ergattern. Und da ergibt sich schon das erste Problem: Ich kenne beide Hobel kaum. Ein solches Experiment also gerade mit einem unbekannten und dazu auch noch eigensinnigen Hobel wie dem Futur zu unternehmen ist schon grenzwertig, mit dem Progress auch gewagt, aber vertretbar.
Was das Klingen-Angebot angeht, sieht es schon etwas besser aus: Im erwähnten Messerfachgeschäft meines Vertrauens werden die Merkur-Klingen und Derbys angeboten, allerdings nicht die von mir durchaus geschätzte Derby Premium, sondern die (von mir nicht so geschätzte) Derby Extra. Die ansässigen türkischen Supermärkte führen nicht einmal diese.
So habe ich mich für die ISANA Klingen aus der Drogerie nebenan und für die Merkur Klingen (passend zum Hobel) entschieden mit denen ich zwar bisher keine besonders guten Erfahrungen gemacht habe, aber jeder verdient eine zweite Chance.
Den mir unbekannten Progress also mit zwei Klingen zu benutzen, die ich genau so wenig kenne grenzt natürlich schon an Leichtsinn. Aber ich sage ja immer: wir sind nicht zum Spaß hier!
Der einzige Pinsel, den ich im lokalen Handel erworben habe ist mein Mühle Rytmo. Ein solider, kuscheliger Dachs, der bei mir meistens im Tiegel seine Qualitäten zeigt. Backbone ist ihm ein Fremdwort. Beim zweiten Pinsel - und das fällt mir nicht leicht - muss ich allerdings schummeln. Ich habe kurz überlegt, meinen in Frührente geschickten Wilkinson Pinsel zu reaktivieren. Aber das Leben ist zu kurz, um es mit einer Wilkinson Borste zu vergeuden. Und mir jetzt nur dafür einen Borstenpinsel aus den angrenzenden Drogeriemärkten zuzulegen grenzt für mich dann doch etwas an Dekadenz. Ich greife deshalb zu meinem Semogue 1305, der sich neben dem Mühle Pinsel schon längere Zeit bewährt hat.
Die Seifen-Frage erweist sich wiederum als erfreulich einfach zu lösen: Da kommt die erst kürzlich hier nebenan erworbene Haslinger Schafmilch mal ausgiebig zum Einsatz.
Meine Begeisterung für sie kennt keine Grenzen, wie auch schon der geschätzte Kollege @Herne feststellen durfte. ;) Daneben ist die von mir ohnehin gefeierte ToOBS am Zug; diesen Monat mal die Sandelholz Seife! Gut, dass es hier zumindest an guten Rasierseifen nicht mangelt.
 
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