Rasur am 21.10.2026
Basic-Care: Weleda Calendula Pflegeöl
Pre-Shave: Proraso Crema Pre Barba, Grün
Rasierseife: Noble Otter, Hamam
Rasierpinsel: Aveo Synthetik (NOM) Black Fibre
Rasierhobel: Greecult 2.0 mit Originalgriff, Platte CC I
Rasierklinge: Astra Superior Platinum (2) - die Grüne, noch mit Aufdruck, aus St. Petersburg
After-Shave: Nivea After Shave Balsam sensitive
Heute gab es eine Überraschung. Nicht mit dem Greencult. Der lieferte, wie ich das von ihm inzwischen gewohnt bin, wieder mit dieser betonten "in der Ruhe liegt die Kraft" Kompetenz so eine ganz erstklassige Wellnessrasur ab. Eine Technik die sich bei mir in letzter Zeit unter Verwendung der milden Platten verschiedener Rasierer, wie Windsor oder Freyja, entwickelt hatte, dieses ganz leichte "Drüberhuschen", in sehr kurzen und überlappenden Zügen, im ATG Bereich am Hals, das konnte ich heute auch mit dem Greencult Platte CC I äußerst erfolgreich anwenden. Diese "Huschtechnik" ist bei empfindlicher Haut im Halsbereich bei ATG sehr zu empfehlen.
Die Überraschung lag jedoch wo anders. Ich hatte heute, zum dritten mal in Folge, eine Rasierseife mit destilliertem Wasser aufgeschlagen, statt mit unserem harten Leitungswasser (ca. 20°dH). Ich hatte mir jetzt davon nichts weltbewegendes erhofft. Ein leicht verbessertes Aufschäumverhalten vielleicht, wie bei der Speick Rasiercreme, oder ganz geringfügig geringeren Seifenverbrauch, wie bei der MdC. Insofern war ich heute wirklich erstaunt, wie stark sich das Aufschäumverhalten der Noble Otter durch das destillierte Wasser verändert hatte. War krass. Bei vielen Artisan Seifen (Ariana&Evans, Hags, BBS, Noble Otter etc.) habe ich immer das Problem, dass die Seife nicht richtig schäumen will. Im Ergebnis hat das Ganze dann mehr Ähnlichkeit mit einer ganz leicht schaumigen Creme. Schaum kann man das gar nicht nennen. Hab mir immer gedacht. Da geht nicht mehr, aufgrund der meist hohen Überfettung dieser Seifen. Halbwegs akzeptabel wurde das nur mit Mugschäumung, unter Zuhilfenahme eines potenteren Dachshaarpinsels und ziemlich hoher Drehgeschwindigkeit.
Mit dem destillierten Wasser hatte sich die Seife heute fast von selbst aufgeschäumt. Ein paar wenige Runden mit dem kleinen Synthetikknoten brachten sofort einen beachtlichen, wenn auch noch grobporigen, aber doch schon üppigen Schaumberg hervor. Und das mit diesem kleinen, sehr günstigen, Synthetikpinsel. Durch weiteres Rühren ließ sich das ganze zügig vervollkommnen. Auch blieb dieser Schaum ziemlich stabil. Das wird jetzt interessant, auszuprobieren, welchen meiner vor sich hin dümpelnden Archivbeständen auf diese Weise Aufschäumsuperkräfte einverleibt werden können.
YMMV, klar doch!