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Rocnel SE50 – 10th Anniversary Edition – Erste Eindrücke und Rasurerfahrung

Ist das nicht bei mehr oder weniger jedem Hobel der Fall ?
Bei den AC Klingen ist es wohl so, dass die unterschiedlichen Varianten von vornherein mit leicht unterschiedlichen Größen (Klingenbreite) gefertigt werden. Somit kann z.B. die Exposition viel besser variiert werden(Geometrie) . Während bei DE Klingen (außer der KAI) die Exposition ( Klingenbreite) immer gleich ist. ( Mal abgesehen von Fertigungstoleranzen)
 
Das hatte auf YouTube mal Shane Schwarzlander (hoffe er schreibt sich so) bei der Vorstellung von dem Vector erklärt.
So hab ich das in Erinnerung.
 
Kleine Korrektur:

Die 2026er Anniversary Edition wurde anlässlich des zehnjährigen Firmen-Jubiläums des SE50 neu aufgelegt. Gegenüber den früheren Ausführungen wurde …

Kleine Korrektur @ankerbart :cool:
Rocnel schreibt ,“ you actually had it right the first time! It is the SE50 model’s 10th anniversary. Rocnel itself is entering its 13th year.
 
Der Mechanismus mag zwar eigenständig sein, aber es hört sich extrem fummelig an und ist in meinen Augen eher eine Verschlilmmbesserung eines sonst erporbten und gut funktionierenden Prinzips. Den Schiebemechanismus trage ich ja noch mit, aber warum noch eine Schraube zur Fixierung, hätte man das mit einem Magneten oder einer federnden Kugel o.ä nicht eleganter lösen können? Oder den Griff als "Schraube" integrieren können?

So wirkt es auf einen unbeteiligten Dritten so, als hätte man unbedingt etwas eigenes entwickeln wollen und "form follows funktion" komplett vergessen oder wegignoriert.
 
Der Mechanismus mag zwar eigenständig sein, aber es hört sich extrem fummelig an und ist in meinen Augen eher eine Verschlilmmbesserung eines sonst erporbten und gut ….
Ich sehe das ehrlich gesagt anders. Nur weil eine Konstruktion auf den ersten Blick etwas komplexer erscheint als ein herkömmlicher Verschluss, ist sie noch lange keine Verschlimmbesserung.

Ein Magnet oder eine federnde Kugel mögen eleganter wirken, sind aber nicht automatisch die bessere technische Lösung. Gerade bei einem Rasierer, bei dem die Klinge sicher, stabil und spielfrei gehalten werden muss, zählen letztlich Zuverlässigkeit und Funktion mehr als eine möglichst geringe Anzahl von Handgriffen.

Auch „form follows function“ sollte man nicht allein nach optischer Eleganz oder konstruktiver Einfachheit beurteilen, sondern danach, wie gut eine Lösung ihre Aufgabe erfüllt.

Ich finde, man sollte hier nicht vorschnell unterstellen, dass jemand unbedingt etwas Eigenes entwickeln wollte. Eigenständigkeit ist schließlich nicht automatisch Selbstzweck. Und nicht jede technische Weiterentwicklung muss einfacher aussehen oder funktionieren als das, was man seit Jahrzehnten kennt.

Ob der Mechanismus tatsächlich fummelig ist oder einen konstruktiven Mehrwert bietet, sollte man meiner Meinung nach anhand der praktischen Erfahrung beurteilen – und nicht allein anhand einer theoretischen Betrachtung.
 
Der Mechanismus mag zwar eigenständig sein, aber es hört sich extrem fummelig an und ist in meinen Augen eher eine Verschlilmmbesserung eines sonst erporbten und gut funktionierenden Prinzips. Den Schiebemechanismus trage ich ja noch mit, aber warum noch eine Schraube zur Fixierung, hätte man das mit einem Magneten oder einer federnden Kugel o.ä nicht eleganter lösen können? Oder den Griff als "Schraube" integrieren können?

So wirkt es auf einen unbeteiligten Dritten so, als hätte man unbedingt etwas eigenes entwickeln wollen und "form follows funktion" komplett vergessen oder wegignoriert.
Die zusätzliche Schraube sorgt für eine extrem stramme Fixierung der Klinge. Dadurch werden Flattern und alle anderen unerwünschten Effekte fast komplett eliminiert. Das schafft sonst in der Form wahrscheinlich kaum ein anderer Hobel.
Dadurch, dass die Schraube nicht in den Griff integriert ist, hat man zumindest theoretisch die Möglichkeit einen anderen Griff an den Hobelkopf zu schrauben falls man das möchte.
 
Ist sicher eigenständig und hält bombenfest. Scheint mir aber sehr fummelig.
Ich habe meinen SE50 ja heute geliefert gekommen und natürlich sofort mal zerlegt.

Ich habe dabei festgestellt, dass da nix fummelig ist.
Du legst die Klinge auf die Erhebungen der Grundplatte, und sie liegt dann schon so stabil auf, dass sie nicht mehr verrutschen kann. Dann wird der Deckel auf die Grundplatte geschoben, was sehr präzise und einfach geht. Da verrutscht nichts.
Die Schraube, die in die Grundplatte eingeschraubt wird, ist recht lang, so dass sie sich sehr gut fassen lässt. Ferner ist sie am Anfang leicht angeschrägt. Die geht problemlos beim ersten Versuch in das Gewinde.

Ich behaupte mal, wenn man den Hobel dreimal auseinander- und wieder zusammengebaut hat, schafft man das mit verbundenen Augen.

Und morgen wird er mit der ersten Rasur getestet.
 
Erste Rasur mit dem SE50 heute und einer Feather Professionell Super.
Der Hobel liegt mächtig in der Hand. Bloß nicht fallen lassen, dann ist das Waschbecken hin!
Erster Durchgang mit dem Strich:
Ein schöner dunkler sonorer Sound. Und obwohl ich mich erst gestern rasiert habe, kommt da richt viel noch runter. Dann am Hals einen kleinen Augenblick nicht aufgepasst. Die Haut nicht ordentlich gespannt und den Hobel mit der Schaumkante angesetzt. Und Zack einen richtig fiesen Cut zugezogen. Ich sach nur lernen durch Schmerz.
Anschließend noch Durchgang zwei und drei durchgeführt.
Dabei peinlich genau darauf geachtet, dass ich den Hobel über die Kappe führe.

Anschließend habe ich noch Alaun benötigt, um den Cut zu versorgen. Allerdings gab es ansonsten keine nennenswerte Rückmeldung von der Haut bei einem hervorragenden Gesamtergebnis.

Ich bin mir sicher, das ist der Beginn einer sehr langen Freundschaft.
 
Da mir Rocnel massiv zu teuer ist, wird's bei mir sowieso bei einer theoretischen Spekulation bleiben.
Sehe ich auch so. Erscheint mir aus der Ferne ein eher unnötiges Gefummel zu sein. Und da meine Sehkraft langsam wirklich sehr bescheiden wird, kommt das für mich nicht in Frage. Und 175 Gramm für einen SE-AC-Hobel? Ich empfand die Sense mit dem Originalgriff schon als zu schwer. SE-AC beeindruckt mich durch zwei Sachen: Die Verwendung von dickeren, festen, stabilen Klingen und durch die schmale wendige Bauform. Aber 175 Gramm und wendig? Ich weiß nicht. Begehrlichkeiten weckt das bei mir so nicht.
 
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