Forum der Rasur

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Unterschiede in der Lederqualität bei Hängeriemen?

dirk

Gründer FdR
Admin
Hallo,

wenn man im Internet nach Hängeriemen sucht, werden viele verscheidene Modelle in unterschiedlichen Grössen und Lederarten angeboten.

Mich würden vor allem die Unterscheide in der Materielqualität auf der Lederseite und der Leinenseite intereressieren.

Worauf sollte man achten, gibt es überhaupt im Ergebnis praxisrelevante Unterschiede unabhängig von der Größe des Hängeriemens?

Ich habe bspw. einen Hängeriemen von Biber. Maße 4,5x 32cm Nutzfläche. Das Leder fühlt sich extrem weich und angenehm an. Ich das immer so schön weich? Woran erkenne ich eine sehr gute Qualität, wenn ich bspw. gebraucht kaufe?
 

efsk

The Music was Thud-like
Moderator
FdR-Pate
Gold FdR-Pate
Die verschiedene Lederqualitäten haben alle ihre eigene Eigenschaften.
Es gibt sehr weiches Leder. Es gibt Leder mit eine OBerfläche die fast wie Glass anfühlt. Es gibt Leder mit Haar. Es gibt Leder wo das Messer fast drauf klebt. Es gibt usw. Was gefäalt ist eine Persöhnliche Sache.
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gibt es ein Beschreibung von verschiedene Lederarten.
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gibt es ein andere Beschreibung von andere Lederarten.
 

Grognar

Active Member
Es gibt erschreckende Unterschiede. Manche Leder sind komplett ungeeignet und verhageln das Schärfergebnis und die Rasur. Ich habe das live bei Sammlern und bedauernswerter Weise auch Herstellern gesehen und gefühlt. Meist 100 Messer plus im WZ Schrank und im Bad nur Hobel...

Die Tierart muss als Erstes passen. Manche haben den falschen Fasernwuchs und du kriegst einen zu groben und harten Flor.
Fettleder werden zu schroff in der Oberfläche.
Pferdeleder können sehr sehr glatt werden und bleiben dabei weich, High End RM Finish. Eignen sich m. M. n. aber nur für eingearbeitete Messer oder als letzte Folge nach mind. einem samtflorigen Leder, wenn du es auf die Spitze treiben willst, wirklich.

Dann eine Frage der Oberflächenbehandlung.
Kein Sattler wird dir da seine Geheimnisse verraten.

Eine Kernjuchte guter Qualität kommt meist gut. Fein florig sollte es sein und sich gleichmäßig samtig anfühlen.

In der Bucht tauchen oft Billig Leder auf, wo Narbenverhärtungen zu sehen und spüren sind. Nur leider nie auf den Verkaufsbildern. Es ist sehr schwer, an gute Lederschnitte zu kommen und selbst Händler müssen gut beim Einkauf aufpassen.
 

Grognar

Active Member
Wenn du dicke Leder hast, wird sich der Riemen eher nicht aufwellen.
Dann sollte er aber nicht wie ein Brett daher kommen. Dafür wird das z. b. u. A. gewalkt, also leicht geknetet.

Aber da geht es auch gerne Richtung Glaubensfrage.
Manche Kleben die Leder eh auf Holz, also wenn du mich fragst,. spielt da Geschmeidigkeit eine eher untergeordnete Rolle. . Kommt auch darauf an, wie du schärfst oder ob du mit Durchhang arbeiten kannst.
 

Thunderlips

Active Member
Sorry das ich den alten Thread platze. Folgende Beobachtung habe ich gemacht, mittlerweile besitze ich auch verschiedene Riemen und Materialien. Ich hab für mich folgendes entdeckt, wenn ich auf zwei verschiedenen Leder abziehe, dann steigere ich die Sanftheit. Die Reihenfolge des verwendeten Leders spielt hier eine untergeordnetere Rolle. Ich hab hier einen sehr weichen Herold und einen Bieber Riemen mit einer glatten und leicht härteren Oberfläche.

Ich vermute einfach das man den Grat den man mit dem einen Leder nicht richten kann, mit dem anderen bzw. der anderen Oberflächenstruktur trifft. Ich hab leider kein Mikroskop, kann das evtl. jemand replizieren. Ich hab es mittlerweile an mehreren Messern getestet. Man fühlt auch wie sehr sich das Messer dann an die jeweiligen Riemen schmiegt.

Vorher waren die Messer auf Steinen, mein Finisher ist ein 12k Waliser. Danach ganz leichte & nur wenig Schübe CrOx. Im letzten Schritt folgt Baumwolle und danach anständig Ledern.

Ich weiß viele nutzen ja noch feinere Pasten. Aber wer nur CrOx da hat, kann das ja mal austesten.
 

Thunderlips

Active Member
Das ist ein Unterschied, man kann ja bis zur Bewusstlosigkeit abziehen. Irgendwann geht es nicht weiter. Ein Messer welches Neu vom Stein kommt, ziehe ich relativ oft ab. Ich hab es bei meinen Messern mit denen ich mich rasiere verspürt. Da ziehe ich auf beiden Riemen gerade mal 10-20x ab. Eine anständige Schärfe zieht sich gefühlt besser ans Leder. Was glaube ich nicht an den Durchzügen liegt. Manche Leute ziehen ja nur 2 - 3x im Monat ab. Ich war anfänglich nicht vollends zufrieden, was auch an den eigenen Fähigkeiten das rasierens lag. Neuer Stein, mehr Input in Form von Foren und Videos. Irgendwann hast du halt auch mal keine Haare mehr an den Armen. :motzer1

Ich hatte lange Zeit nur den Herold genutzt. Dann hab ich den anderen mal mit einbezogen, am Anfang konnte ich das schlechter beurteilen, da ich kaum fähig war mich ohne Cuts zu rasieren. Mittlerweile hab ich echt ein Gefühl dafür bekommen. Ich war froh irgendwann diese chirurgische Schärfe erreicht zu haben (Cuts bluten nicht). Die bleiben mittlerweile auch aus.

Ich sehe das mal als Feintunning. Es sind ja auch hier User unterwegs die auf mehreren Ledern abziehen. Vielleicht hat ja einer davon mal unters Mikro geschaut. Wie der Doktor sagt, wenn es einem selbst gut tut, dann kann es nicht verkehrt sein.
 

Trake

Very Active Member
Ich bin hier gerade drüber gestolpert und muss sagen, dass ich einen ähnlichen Eindruck habe. Ich habe im Prinzip drei Riemen: Latigo, Juchten und Cordovan und habe mir im Laufe der Zeit eine bestimmte Abfolge angewöhnt, mit der ich das Messer vor der Rasur über alle drei Riemen abziehe. Jedenfalls hatte ich immer den Eindruck, das Messer war bei der Rasur so sanfter als wenn ich nur einen der Riemen, egal welchen, verwende.
Ob die genaue Abfolge nun Sinn macht oder nur Voodoo ist, kann ich nicht sagen. Aber ich könnte in nächster Zeit mal wieder gezielter damit herumspielen und schauen, ob ich wesentliche Unterschiede bemerke.
 

nikipore

FdR-Pate
Ich mach's ähnlich wie @Trake. In einer immergleichen Abfolge von Latigo (rauh, eher grob) über Nappa (rauh, eher fein) zum Finish auf Cordovan (glatt). Oft gehe ich vor dem Cordovan noch ein paarmal über Hirschleder (rauh, sehr fein). Also eine Progression rauh nach glatt, grob nach fein. Die Zahl der Doppelzüge nimmt dabei tendentiell ab. Ich mach das nach Gehör und Gefühl, wann das Messer vom jeweiligen Riemen runter kann.
 
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