Forum der Rasur

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Wie schärfe ich bei unterschiedlicher Klingenhöhe?

Drechsler

Active Member
Hallo,

ich hatte ja schon mal kurz das Valentini gezeigt.

Es scheint das Messer zu sein, das Riddick 2021 verkauft hatte und das jetzt zu mir gekommen ist.


2021 war schon deutlich zu erkennen, dass jemand das Messer ohne abzukleben und ohne irgendeinen Ausgleich zu schaffen, über die Steine gezogen hat. Das hat durch die Unterschiedliche Höhe der Klinge die Folge, dass zum einen der Rücken in der Mitte angeschliffen wurde (gerdade bei der SanMai Klinge nicht so schön) und zum anderen, dass die Fase in der Mitte der Klinge erheblich breiter ist als zu den Enden hin.

Nun meine Frage: Wie schärft man so eine Klingenform richtig?

Aus meinem Verständnis heraus hätte ich die Klinge in der Mitte mit mehr als einer Lage Klebeband abgeklebt. Halt so, dass eine gleichmäßig breite Fase entsteht.
 
polish_save.png


Auch auf die Gefahr hin, dass ich einem Denkfehler unterliege und somit völlig falsch liege…

Dein Messer hat ja im Gegensatz zu einem japanischen „Saito“ zwar auch einen krummen Rücken, aber
eine gerade Schneidkannte. Demnach sollte, insofern die Klinge symmetrisch und beidseitig gleich ge-
schliffen ist (ich meine hier den tatsächlichen (Hohl)Schliff, nicht die Schneidfase) der Rücken bzw. die
Kannte am Übergang zur Hohlung gerade und völlig plan zur Wate auf dem Stein liegen.(Der Bereich
„A“)

Ein hoher Fehlerfaktor ist der einfache Ansatz (C), dadurch das der Ansatz schräg zur Schneidkannte
verläuft, muss man quasi gleichzeitig auf zwei Punkte achten. Der Bereich „A“ dürfte kein Problem dar-
stellen, er dürfte durch die restliche, ja recht große Auflagefläche einfach mit genommen werden.

Wie gesagt, vorausgesetzt ist ein exakter Schliff. Somit kann ich mir das oben auf dem Foto erkennbare
„krumme“ Schliffbild der Facette eigentlich nicht erklären. Entweder hat ein Vorbesitzer sich angeregt durch
die geschwungene, krumme Form an eine „schwingende“ Führung der Klinge gehalten, dabei aber nicht bedacht,
dass die Schneidkannte ja eigentlich gerade ist.

Beim Abkleben würde ich das Tape nur auf die eigentliche Auflagefläche (_auf dem Stein) des Rückens platzieren,
dabei aber das Tape nicht! um die gesamte Rückenkannte auf die andere Seite führen, diese würde ebenfalls
mit einem eigenen Tape abgeklebt werden.

Die Frage, die es zu klären gilt: Hat der Rücken denn eine durchgängig gleiche Stärke? Denn nur dann, könnte
diese ja fast „normale“ Vorgehensweise funktionieren. So wie die Facette auf dem Foto ausschaut, bezweifle
Ich aber schon fast, dass dies der Fall ist.

Gruß
Gregor
 
Ich habe mir das noch mal alles genau angeschaut und auch ein wenig gerechnet.

Der Klingenrücken ist überall gleich breit. Abgeklebt wäre das ca. 5,4mm. Gefertigt war es tatsächlich wie ein „Saito“. Dann hat Rob Vakentini das Messer aber unten begradigt. Hätte man dann von unten geschaut, wäre es ungefähr eine sehr lang gezogene Ellipse gewesen. Daher kommt es dann auch, dass die Fase in der Mitte viel höher gezogen ist als an den Enden. Geht ja nicht anders.

Ich hatte, als ich das Messer das 1.mal gesehen hatte, den Denkfehler, dass der Winkel in der Mitte kleiner und damit die Fase größer wäre. In Wirklichkeit ist fa der Winkel größer, nur musste auch mehr Material abgetragen werden.

Bei gleichbleibendem Rücken hat die Klinge vorne eine Breite von ca. 31mm, in der Mitte von ca.25mm und hinten von ca. 29mm. Das würde beim schärfen zu einem Winkel von ca. 6,2 bis 5,0° führen. Um einen gleichbleibenden Winkel von 5° zu erhalten, müsste ich das Messer an den beiden Enden vermutlich mit mehreren Lagen Klebeband bekleben.

Würde so was Sinn machen? Oder einfach "normal" schärfen, so dass vorne ca. 6,2°, in der Mitte ca. 5,0° und hinten ca. 5,3° sind?

Viele Grüße
Michael
 
wäre es ungefähr eine sehr lang gezogene Ellipse gewesen.
Das ist das, was ich auch gemeint habe, ansonsten wäre das erkennbare Schliffbild auf beiden
Seiten des Messers meiner bescheidenen Meinung nach nicht möglich gewesen, bzw. derjenige,
der das Messer so geschärft hat, hat dabei nur allzu kräftig auf die Mitte gedrückt…

Ich würde das Messer ohne sonderliche Abklebungen so weiter schärfen, wie es jetzt ist. Ich glaube,
dass Du auf den zu schärfenden Bereich gerechnet, nicht unbedingt einen großen Unterschied zw.
den unterschiedlichen Graden merken wirst. Um diesen Fehler zu egalisieren, müsstest Du wohl
schon recht viel Material abtragen, sowohl an der Schneidkannte und/oder am Rücken. Eine andere
Möglichkeit wäre die Nutzung eines sehr schmalen Steines (Stichwort „Fischstäbchen) in Verbindung
mit einer, im Wortsinn zu nehmenden „schwungvollen“ Messerführung beim Schärfen.

Gruß
Gregor
 
Der Stein muss einfach breit genug sein, dass Du die gesamte Klinge auflegen kannst (falls nicht - schräg ansetzen). Dann kannst Du mit geraden Zügen und minimaler Abweichung in der Klingenbreite Kopf-Ansatz relativ gleichmäßig die gesamte Schneide schärfen.
Gut scharf! hatzicho
 
Die Klinge wurde ja schon Richtung Fase in der Mitte dünner geschliffen. Das ist der Bogen, den man sieht. Der ist so was wie eine 2.Fase.

Dann werde ich mal meine größten Steine raussuchen.:)
 
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