Forum der Rasur

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Wochensätze von Rasiermessern

In der Menschheitsgeschichte gab es doch seit jeher (Jäger und) Sammler. Noch nie war das Eigentum gleichmäßig verteilt,
ich würde deshalb darauf tippen, es ist wie heute, niemand brauchte mehr als ein Rasiermesser.
Ob damals mehr als heute ein Wochensatz Statussymbol war, weiß ich nicht - hier treffen sich doch eher Foristi, die mindestens einen Monatssatz haben...
 
Mich ausgenommen! Ich halte immer noch bei drei und werde das unangenehme Gefühl nicht los, um zwei zu viel zu haben. :lol
Eine Pein, die unser lieber @Fila Brasileiro gewiss nicht kennt, zählt er bei den Koraats doch längst schon in Jahressätzen. :lol
@Bergdoktor
Zuviel der Ehre :lol
Es ist bisher nur 1 Monatssatz zusammen gekommen . Ok ein langer Monat , mit ein paar Reservisten :lol
 
@Bergdoktor
Wohl keiner hier im Forum kennt dich besser als ich , also kann ich sagen du hast einen an der Waffel :flucht1
( Melde Button drücken unnötig , ich darf das sagen )
Mit deiner spärlichen Ausstattung hättest du hier nichts zu suchen , aber dennoch brauchen wir Mitglieder wie dich ganz besonders .
Zeigen Sie uns doch, wie man sich mit wenig glücklich und gut rasieren kann .

Du besitzt nur einen Hobel ( gewiss keinen schlechten ) mehr brauch man nicht , denn du wirst dafür sorgen das es immer rasiert .Deine drei Messer sind schon von Nöten ( beim dritten Neuzugang stand ich ja Pate ) wenn man wie du nicht selber schärft.
Mehr und da gebe ich dir recht bräuchte man wirklich nicht .

Werde die Tage mein neues Koraat vorstellen ,
es ist ein Originalgetreuer Nachbau eines alten Engländer :lol
 
Zum Thema "Messer leisten können", ob jetzt eins oder mehrere, selbst wenn sich der Städter eins leisten konnte oder hatte, war der Gang zum Barbier eher üblich. Das wurde erst mit den Sicherheitsrasierern weniger, hat aber auch da nie ganz aufgehört.
Mein Vater hat immer gerne erzählt, dass sein Onkel üblicherweise morgens auf dem Weg in die Fabrik, einen Stopp beim Barbier gemacht hat. Und als Direktor hätte er sicher auch ein oder mehrere Messer haben können (vermutlich auch gehabt). Leider ist der Gute gestorben, bevor ich auch nur ans selber rasieren denken konnte/musste.

Aber ich gehe stark davon aus, dass die Messer auch früher schon eher teuer waren, wenn die Qualität gestimmt hat, sonst hätte ein John Barber sicher keine Werbung in der Zeitung geschalten, in der er explizit vor (Billig-)Messern gewarnt hat, die unter dem Namen J. Barber verkauft wurden ... (Hatte da irgendwann mal eine Kopie von im Netz gefunden)
 
Also ich hab letztens erfahren das zum Barbier gehen nicht gleich bedeutet das man keine Rasiermesser hat. Ein Kollege von mir geht regelmässig zum Barbier um dort mit seinen eigenen Messer rasiert zu werden. Die Messer werden beim Barbier gelagert und wenn derjeweilig Kunde kommt aus der Schublade geholt.
Das könnte früher ja auch so gewesen sein.
 
Das könnte früher ja auch so gewesen sein.
War es auch. Wahrscheinlich abhängig vom Ort (Stadt, Land).
Ich glaube, als das Feldmann von Böker raus kam gab es einen Bericht dazu, da wurde das auch erwähnt. Meine ich aber schon öfter gelesen/gehört zu haben, dass früher viele ihr RM beim Barbier hatten und sich mit ihrem Eigenen rasiert haben lassen.
 
Das könnte früher ja auch so gewesen sein.
Definitiv! Und auf den Schalen alter Messer sieht man regelmäßig Ritzungen (Buchstaben, Zeichen, Zifferen, etc), die dazu dienten, die beim Barbier verbleibenden Messer dem Kunden zuordnen zu können.

Und nicht nur das, selbst Pinsel und Rasiertassen wurden vom Barbier verwahrt, wie man in diesem drolligen Video sehen kann (auf das Regal achten, nur die Messer entdecke ich dort nicht):

https://forum-der-rasur.de/forum/threads/cut-die-filmreife-rasur.884/post-80941
 
Interessant ist, das bei den meisten Wochensätzen die auch wirklich benutzt wurden und nicht als Wertanlage dienten, meistens nur ein oder zwei Messer abgenutzt sind, also regelmäßig verwendet wurden. Der Rest der Messer ist fast immer in top oder zumindest ungenutztem Zustand. Man hat also wohl meist die Wochensätze nicht unbedingt entsprechend ihrer Bestimmmung benutzt, sondern hat sie praktisch als Vorratshaltung gekauft bzw. ist entsprechend beschenkt worden.
 
Ein Kollege von mir geht regelmässig zum Barbier um dort mit seinen eigenen Messer rasiert zu werden. Die Messer werden beim Barbier gelagert und wenn derjeweilig Kunde kommt aus der Schublade geholt.
Das könnte früher ja auch so gewesen sein.
Genau so war das auch. Mein alter Herr hatte einen Schulkameraden der war Friseur und hat auch, wie früher üblich Männer rasiert. Stammkunden, die sich z.T. täglich zum rasieren einfanden, hatten dort ihren eignen Mug und Messer gelagert. Die Herrn, also mein Vater und sein Schulfreund waren Jahrgang 30, also war das wohl in den 50 iger Jahren. Schlussfolgerung, die Männer mit eigenem Equipment beim Barbier waren eher gesetzte wohlhabende Herrn, wohl deutlich jenseits der 40, Geschäftsleute, Büro und Bankangestellte.

Interessante Anekdote dazu, mein Herr Vater und noch 2 oder 3 Kollegen ließen sich jeweils Samstags von ihrem ehemaligen Schulkameraden, um seine Fingerfertigkeit zu verbessern und Routine zu erlangen, rasieren. Messerrasur, was sonst, und das für lau oder ein Glas Bier im Wirtshaus.

Übrigens hat er genau bei ihm auch, es war wohl 1963, weil sein alter Hobel kaputt war, seinen Adjustable gekauft, ja, genau dieser Slimboy der einen Ehrenplatz in meiner kleinen Sammlung inne hat, und auch noch regelmäßig zum Einsatz kommt.

Das waren noch Zeiten. Heute (fast) undenkbar.
 
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