Forum der Rasur

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Belgische Schleifsteine (GBB, BBB etc.)

Ich habe dazu eine Theorie: von den alten Steinen sind nur die Guten übrig geblieben. Die Schlechten sind schon lange im Müll gelandet....
Könnte ich nicht glauben, würde bedeuten, dass jeder (auch nicht interessierte) die Steine vor der "Entsorgung" testen müsste.
Ich vermute eher, dass man früher "eine Qualität" verkauft hat, heute aber ein "Image" nach dem Motto "Hauptsache Kasse machen solange es geht".
(Sorry bin da nach weit über 20 Jahren im Vertrieb immer sehr pessimistisch
 
Also mein gelber belgischer Brocken, den ich neu gekauft habe, scheint in Ordnung zu sein. Damit habe ich schon viele Messer gut hinbekommen.
 
Sind Steine nicht grundsätzlich (Millionen) Jahre alt?
Klar :kaputtlachen1

Aber man hätte früher Schichten nicht vermarktet die heute trotzdem vermarktet werden.
Ein anderes Beispiel dafür sind die Thüringer die heute neu vermarktet werden.
Man verkauft "Thüringer" obwohl die Schichten die früher als geeignet angesehen wurden erschöpft sind.
Die Steine sind zwar auch heute verwendbar, aber mit Sicherheit nicht mit den alten z.B. Escher vergleichbar
 
Klar :kaputtlachen1

Aber man hätte früher Schichten nicht vermarktet die heute trotzdem vermarktet werden.
Ein anderes Beispiel dafür sind die Thüringer die heute neu vermarktet werden.
Man verkauft "Thüringer" obwohl die Schichten die früher als geeignet angesehen wurden erschöpft sind.
Die Steine sind zwar auch heute verwendbar, aber mit Sicherheit nicht mit den alten z.B. Escher vergleichbar
Marketing und Propaganda ist alles. ;) Deshalb sind die alten ja auch so teuer.
Ach, was bin ich froh nur Sythies und Pasten-Reimen zu benutzten :flucht1 , eine Sorge weniger.
 
Stimmt, aber mittlerweile ist das Thema Schärfe keine der Sorgen.
Bleibt ja noch genug übrig, um das man sich sorgen müsste: Seife, AS, Messer Portfolio, Aufbewahrung, Pflege Wartung und Restaurierung, Riemen usw. :eek: (Ich glaub der Bestellfinger fängt wieder an zu zucken.)
 
ch vermute eher, dass man früher "eine Qualität" verkauft hat
Nope!

Auch wenn ich Gefahr laufe, schon wieder etwas doppelt und dreifach zu posten, krame ich hier noch einmal etwas aus der Kiste:

Die "Wm Frankfurth Hardware Company" hat in Ihrem 1917 erschienenen und >1700 Seiten dicken Katalog unter vielen kuriosen Waren auch haufenweise "Rasurkram", Rasierer, Riemen, Pinsel, Blades und eben auch Schärfsteine, angeboten.

Auf der Seite 1174 gibt es Genuine Belgian fine für 10$ das Dutzend und Genuine Belgian Extra fine für 20$ das Dutzend, Extra fine ist allerdings auch etwas größer! Womit bewiesen wäre, daß früher nicht nur eine Qualität verkauft wurde.

(nebenbei: Blaue Eschers mit Aufreiber wurden, je nach Größe für 4.5$ und 8$ verramscht.:p Die Leute wussten auch schon früher den Wert eine Sache einzuschätzen.)


(unten rechts auf S.1174) Weiß jemand was ein Hohenzollern Stein ist?
 
Ach, was bin ich froh nur Sythies und Pasten-Reimen zu benutzten :flucht1 , eine Sorge weniger.
Die mit 100% Sicherheit die Garantie immer gleicher Qualität bieten.

Womit bewiesen wäre, daß früher nicht nur eine Qualität verkauft wurde.
Ich meine ja auch mit "eine Qualität" nicht, dass es nur eine Qualitätsstufe gab, da gab es sicherlich mehrere.
(Siehe hierzu gerade die "Abstufung" nach Farben bei Escher)

Ich meine damit, dass Qualität im Vordergrund stand, und nicht die Vermarktung eines bestimmten "Rufs" den das Produkt hat.
Es ist doch schon seltsam wenn man früher den Abbau eingestellt hat weil die entsprechenden Schichten erschöpft waren, heute aber scheinbar wieder genügend vorhanden ist.

Und gerne noch mal, das ist eine, meine, generelle Betrachtung und bedeutet nicht, dass die heutigen Steine ungeeignet sind.
Wenn ich aber heute einen GBB kaufe wird er mit einer bestimmten Sicherheit nicht so wie die alten sein
Dass es genügend "neue" Natursteine gibt die geeignet sind, und zum Teil noch nicht einmal entdeckt sind, zeigt z.B. der Grey Slate.
 
(unten rechts auf S.1174) Weiß jemand was ein Hohenzollern Stein ist?
Feine Thüringer die Droescher unter seinem Label verkauft hat. Höchstwahrscheinlich auch aus den Escher-Brüchen.
 
Ich habe diesen Brocken mit anderen Dingen durch ein Tauschgeschäft erworben.Er stammt von einem älteren Herren , der damit seine Rasiermesser geschärft hat. Die Maße sind 15 x 5,5 x 1,8 cm. Ich habe beide Seiten abgerichtet und es ließ sich sehr schnell mittels Dia-Karte gelber Schleifschlamm bilden.Mit einem Rasiermesser kam auch nach kurzer Zeit Metallabrieb zum Vorschein .
Der Stein ist gesprenkelt und im Licht sieht man kleine Glitzerpunkte.Um was für einen gelben Brocken handelt es sich hier ( Schicht ) ?

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Ich habe auch, ehrlich gesagt, von Coticules keine Ahnung. Ich besitzte zwei Stück, von denen der eine naturverwachsen gelb/blau ist, sodaß es eigentlich drei Steine sind. Ich kann sie zum Finish einsetzen und das reicht mir für eine angenehme, zahme Rasur.
Um welche Schichten es sich bei den Steinen handelt, ist mir auch egal. Schließlich meinte unser Stahlrahmenradler doch mal, mal solche nicht in Lagen denken, sondern sich mit dem Stein auseinandersetzen.
 
Stahlrahmenradler

:)
Stimmt das hab ich so gesagt und sage es auch heute noch so. Zu Anfrage hab ich aus eben diesem Grund bisher auch noch nix gesagt (3 x mal sagen auf so wenig Platz ist unsäglich).
Wie @Paula schon gesagt (ui, nochmal) hat: Freuen, dass man einen hat, probieren, was er kann und wie er es gern hat und dann - einfach machen! In diesem Sinne: Viel Spass!
Und noch was: Es gibt nicht die konsistente "Lage". Die Gesteinsschicht mäandert zig km durch die Gegend, man müsste die Mine kenne, wo der Stein abgebaut wurde, um etwas zur "Lage" sagen zu können. Und auch dann wüsste man nur, wie er heißt aber nicht, was er kann. Das muss (besser: darf) man selbst rauskriegen.
 
Und auch dann wüsste man nur, wie er heißt aber nicht, was er kann. Das muss (besser: darf) man selbst rauskriegen.
Das spricht aber dafür, dass die heute neu verkauften nicht generell schlechter sind als die alten, sondern daß es immer konkret auf das Exemplar ankommt.
 
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