Forum der Rasur

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„Freyja“ Rasierhobel von Nord Razors

Mir war der Hobel (erste 15 von Kickstarter) den Preis wert, ist ein Hobel, bei dem für mich (subjektiv) das Verhältnis Sanftheit zu Effizienz unübertroffen ist (und ich hatte bereits etliche Hobel von Tatara, Blackland, Aylsworth, Yaqi, DSC....). Habe inzwischen den Hobel in allen 3 Varianten als komplette Hobel. Ursprünglich hatte ich vor, von allen 3 Platten die für mich passendste zu behalten und den Rest zu verkaufen, kann mich abr bislang nicht entscheiden, welche gehen sollten, sind alle super. Obwohl, am beindruckendsten für mich ist die effiziente Platte, passte auch für mich, obwohl ich eher auf sanfte Hobel stehe
 
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Ich wollte einen Bericht über die Kopfrasur mit dem Freya Nord Razors auf der aggressivsten Platte mit den drei Punkten schreiben.

Rasiert habe ich mich mit einer veganen Seife von Southern Witchcrafts. Die vegane Basis erzeugt einen weichen, dichten Schaum, der den direkten Kontakt der Klinge mit der Haut überhaupt nicht behindert.

Wie wir wissen, ist die Haut am Kopf sehr gut gespannt, und in meinem Fall ist sie deutlich weniger empfindlich und anspruchsvoll. Deshalb bedeutet das Testen von Rasierern auf dem Kopf für mich die Möglichkeit, selbst sehr aggressive Rasierer zu testen, ohne Angst vor Schnitten oder Irritationen haben zu müssen.

Diesmal habe ich mich für die eher sanften Euromax Klingen aus Indien mit Platinbeschichtung entschieden.

Die Haupteigenschaft dieser Rasur würde ich als Effizienz und Komfort bezeichnen. Das Klingengefühl ist достаточно informativ, gleichzeitig aber sehr komfortabel. Dadurch kann man den Rasurvorgang hervorragend kontrollieren, und die Haut bleibt dennoch komplett ohne Schäden.

Genau dieses Gefühl und genau diese Rasurqualität kenne ich von Rasierern, die ich als „effizient und komfortabel“ be
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zeichne.
 
Soo, hab jetzt die ersten rasierensmilie mit dem Hobel, mit der milden Platte (*) und der recht milden Merkur-Klinge gemacht.
Meiner Meinung nach, ergibt sich damit wirklich eine milde Rasur, ohne Blessuren bzw. Blutpunkte.
Die Verarbeitungsqualität ist 1A, und der Griff absolut rutschfest.
Von der Geometrie finde ich, ist der (oder muss man „die“ sagen??:flucht1) Freja dem HENSON AL13 sehr ähnlich,
mit der großen „Auflagefläche“ auf der Haut.
Da der Freja aber etwas schwerer als die Alu-Variante des HENSON ist, läßt sich der Freja fast „Idiotensicher“ Handhaben ohne langes Suchen nach dem richtigen Winkel.
Trotz der angenehmen/milden Wirkung der Rasur, war das Ergebnis seeehr glatt, bei 2,5 Durchgängen. (m/g/Rest)
Bin mit dem Ergebnis insgesamt wirklich äußerst zufrieden daumenh!:herz1

Als nächstes bin ich gespannt, wie die Rasur mit der Standardplatte (**) ist. Da die Exposition positiv ist (+0.1mm), hoffe ich, dass der Freja sich trotzdem „Idiotensicher“ händeln läßt, und noch Gründlicher ist. :confused
 
Von der Geometrie finde ich, ist der (oder muss man „die“ sagen??:flucht1) Freja dem HENSON AL13 sehr ähnlich,
Mir kam da der Razorock Daily in den Sinn. Obwohl mir die Klinge im Daily stärker gebogen zu sein scheint (wie beim Henson). Beim Freya scheint das so, als ob der „geführte“ Winkel mehr oberhalb der Klinge in der Verdickung der Kappe steckt. Wäre es möglich, dass einer der Freya Besitzer ein Foto von der Stirnseite macht (möglichst verzerrungsfrei wäre natürlich optimal)? Dann könnte man die Winkel messen und die Geometrie besser erkennen. Vielen Dank schon mal.
 
Wobei in der Detailansicht die Auflagefläche an der Kopfplatte des Henson erheblich „gerader“ ist, als bei dem Freja.
Trotzdem bleibe ich dabei, für mich, sind die beiden ähnlich von dem Gefühl…
Kann aber auch täuschen :flucht1
 
Links ist der Henson, rechts der Frejer, denke diese Ansicht ist gemeint??
Ja, genau. Super, danke!
Der Freya verläuft dann an der Kappe nach oben runder.
Trotzdem bleibe ich dabei, für mich, sind die beiden ähnlich von dem Gefühl…
Ähnlich vom Gefühl klingt schon mal sehr vielversprechend. Bin schon sehr neugierig wie sich die Standard Platte gegenüber der Mild macht. Verglichen mit dem Henson oder Daily wäre die Mild vielleicht nicht so verkehrt.
Ich finde den Daily STANDARD ja schon ziemlich gut.
 
Man sieht hier aber schon sehr deutliche Unterschiede zum Henson. Insbesondere auch bezüglich der Klingenklemmung. Ich benutze beim Freyja egal mit welcher Platte immer zur vollen Zufriedenheit die Permasharp (diese Klinge scheint aber auch speziell für mich gemacht, sie war am Schluss dann doch immer in jedem meiner Hobel der Sieger)
 
Man sieht hier aber schon sehr deutliche Unterschiede zum Henson.
Ja, absolut richtig, wollte auch eher darauf hinaus, wie einfach der Winkel, mit der milden (*) Platte bei dem Freja zu finden ist. Da ist meine Meinung nach, der HENSON sehr einfach zu handhaben, und für mich das Mass der Dinge.

Aber was soll ich sagen, hab jetzt die ersten Erfahrungen mit der Standardplatte (**) gemacht. Mit der Merkur Klinge absolut keine Schnitte o.ä. der Winkel zum Ansetzen ist genauso einfach zu finden. :herz1 daumenh!, bei einer gefühlten besseren Gründlichkeit. Die positive Exposition hat sich positiv ausgewirkt. :flucht1
Das könnte ein Daily werden…
…mindestens für eine Woche :flucht1
Denn wer sich hier in dem Forum beteiligt, ist immer auf der Such nach dem Besseren.:kaputtlachen1
 
Hallo zusammen, nach ein paar Runden mit dem Freyja möchte ich hier auch noch meine Meinung kundtun.

TL;DR: Toller Hobel der wirklich gut rasiert, aber dennoch einige Minuspunkte hat und deswegen nicht einziehen wird.

Den Hobel hat mir ein geschätzter und überaus großzügiger Mitforist zum testen ausgeliehen. Tausend Dank :herz1

Meine RdT-Posts mit dem Freyja sind hier, hier, hier, da und dort. (In diesen habe ich mich aber mit Feedback zum Hobel etwas zurückgehalten)

Zu Beginn gleich mal ein Rasurbild:

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Geliehen wurde mir der Freyja mit der Standard- (••) und der Efficient- (•••) Grundplatte.

Das bei mir Hobel, die eine stramme Klingenspannung haben, ganz gut funktionieren, wusste ich schon länger (bspw. Karve Christopher Bradley). Ich habe die Entwicklung des Freyja mit Spannung verfolgt (hier auch nochmal der ganze Thread bei ATG).

Das Finish des Hobels ist wirklich makellos, man sieht zwar ein paar Bearbeitungsspuren, diese geben ihm aber sogar noch ein bisschen mehr Charme, als ein komplett totpolierter Kopf zum Beispiel.

Benutzt habe ich den Hobel ausschließlich mit „meiner“ Klinge für große Gaps, der Personna GEM DE.

Mein Resümee aus meinen 4 Rasuren mit der Standard-Platte:

Sehr wenig, aber vorhandenes Bladefeel, den Klingenspalt von 1,50 (?) mm bemerkt man eigentlich überhaupt nicht. Einmal habe ich mich etwas eingehangen, das wäre wohl mit einem kleineren Spalt nicht passiert. Er räumt gnadenlos ab, ist dabei aber wirklich unfassbar sanft zur Haut.

Bei der Rasur mit der Efficient-Platte:

Hier etwas mehr Bladefeel, aber selbst für mich immer noch im absolut erträglichen Bereich. Mit der Efficient ist er aber so effizient, dass ich mich a) nach 2 Tagen noch fast nicht rasieren brauche und b) das glaube ich auf Dauer auf die Haut geht.

Es war schon verrückt - jedes Mal hatte ich während bzw. nach der Rasur das Gefühl, dass der Geselle meine Haut stresst, diese hat das aber null gezeigt. Weder Feedback vom Aftershave, noch gerötete Stellen, nix.

Summa summarum waren das 5 schöne, sehr gründliche und v. a. mit der Efficient-Platte nachhaltige Rasuren, deren Ergebnis mich durchaus zufrieden hat sein lassen. Die Haut war null beansprucht (vgl. mit SE AC Rasur) und superduperglatt.

Für mich hat der Hobel aber auch einige Minuspunkte:

1. Der Preis!

Ja, der Hobel ist schick und toll gefertigt, es steckt Hirnschmalz drin, er rasiert gut. Aber einen 304 Edelstahlhobel für 300 Euro - selbst wenn der in der EU gefertigt ist - kaufe ich nicht. Ich bin gespannt, ob es Nord in Zukunft schafft, den Hobel günstiger anzubieten, indem man sich nochmal überlegt, wie man ihn kostengünstiger herstellen kann. Der innenliegende „Zahnkamm“ wird ewig brauchen auf der Fräse und ist meiner Meinung nach in dem Umfang gar nicht nötig.

2. Die Balance

Der Hobel ist für einen Edelstahlhobel nicht allzu schwer mit seinen etwa 90 Gramm, jedoch sind diese wie ich finde sehr unvorteilhaft verteilt. Ich fand ihn sehr kopflastig, was ich als unangenehm empfinde. Es wurde zwar mit der Zeit besser, jedoch hat mich das durchgehend gestört.

3. Der Griff

Der Griff ist schön, aber für mich leider nicht funktional genug. Durch die Kopflast hatte ich oft das Gefühl, er könnte mir gleich auskommen, v. a. wenn ich ihn am ungeriffelten/ungerillten Bereich genommen habe bzw. nehmen musste. Ich müsste wohl einen anderen Griff verwenden, da mich dieser auf Dauer nerven würde.

4. Der nach oben ausladende Kopf

Das ist fast das K.O.-Kriterium für den Freyja. Durch die Geometrie des Kopfes ist sehr viel Material zwischen Oberkante und Klinge, ich versuche das mal auf dem Screenshot hier darzustellen:

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Dieser Umstand macht es mir fast unmöglich, die Barthaare die quasi schon an der Nase herauswachsen, zu erwischen. Ein ähnliches Problem hatte ich auch mit dem La Faulx, dort gelang es mir aber dann irgendwann schon. Super nervig und echt ärgerlich, wenn der Rest sauber rasiert ist und da komme ich ums Verrecken nicht ran.

Vielleicht rede ich mir den Hobel auch madig, aber ein wirklicher Haben-Wollen-Reflex kam nicht auf.

Mein Bericht soll auch niemand davon abhalten, sich den Hobel zu beschaffen - man merkt, dass er mit Liebe zum Detail entwickelt wurde.

Vielen Dank nochmal an den Leihgeber!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein schöner Bericht von @Garagenparker, dem ich in vielem zustimmen kann. Vielen Dank dafür. Bei den positiven Punkten zu 100%, bei den "negativen" habe ich zumindest teilweise eine subjektive leicht andere Sicht aus der Benutzung von Freyas in allen Stärken.
zu1., der Preis : Leider nicht billig, aber hier hat jemand, glaube ich, ohne Rücksicht versucht den optimalen Hobel zu bauen, lange dran entwickelt, testen lassen.... Das Ergebnis solcher auch Detailverliebtheit ist dann leider auch der relativ hohe Preis (Ich habe Glück bei der Kickstarterkampagne gehabt und war bei den ersten Sets dabei, aber trotzdem teuer).
zu 2., mir persönlich passt eine gewisse Kopflastigkeit (beim Blackland Osprey kann man da ja durch das Gewicht im Griff die Balance verstellen, der wirkliche Effekt war für mich aber erstaunlich gering) und ist glaube ich einfach auch eine gewisse Gewöhnung.
zu 3., der Griff, ich habe an allen 3 Köpfen den Spiralgriff, ist optisch wunderschön (aber der ist m.E. wirklich zu teuer) und passt stilistisch. Wenn es nicht absoluter Stilbruch wäre, wäre wahrscheinlich die Roman Column in mattem Titan von DSCosmetics mein Lieblingsgriff. Der hat technisch überall gepasst. Mit der Balance habe ich beim Nord Griff kein Problem aber mit etwas feuchten Fingern ist er leider rutschiger als es die DSC-Säule war.
zu 4., das ist bei vielen Hobeln ein Problem, meist funktioniert das bei mir problemlos mit Freyja und im Notfall greife ich dann schnell kurz für diese Stellen zum SE-Klingenhobelchen wie dem Shield (ein Remus/Romulus, Vector oder Amakuni täte es auch)
 
Lieber @Gonzo107, danke für Dein Feedback zu meinen Zeilen.

Leider nicht billig, aber hier hat jemand, glaube ich, ohne Rücksicht versucht den optimalen Hobel zu bauen, lange dran entwickelt, testen lassen.... Das Ergebnis solcher auch Detailverliebtheit ist dann leider auch der relativ hohe Preis (Ich habe Glück bei der Kickstarterkampagne gehabt und war bei den ersten Sets dabei, aber trotzdem teuer).

Ich gebe Dir da zum Teil schon recht, aber nichtsdestotrotz kann man finde ich den Preis dennoch schwer rechtfertigen. Wenn bspw. Design94 einen Titanhobel inkl. Ständer Made in Germany für ca. 300 € verkaufen kann (siehe News heute), dann muss da beim Freyja noch was gehen.

Bei 2. und 3. gebe ich Dir recht, alles hauptsächlich Geschmackssache. Optisch passen die Griffe super zum Gesamtkonzept.

zu 4., das ist bei vielen Hobeln ein Problem, meist funktioniert das bei mir problemlos mit Freyja und im Notfall greife ich dann schnell kurz für diese Stellen zum SE-Klingenhobelchen wie dem Shield (ein Remus/Romulus, Vector oder Amakuni täte es auch)

Das kommt mir nicht in die Tüte, mir als Poliermuschi reichts schon nach der Rasur einen Hobel sauber zu machen, der muss dann auch alles können :flucht1
 
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