Heute nun die erste Rasur mit dem gestern eingetroffenen Windsor H Titan. Bladefeel und Direktheit des Hobels sind deutlich höher als beim Windsor R Stainless. Nach meinem Empfinden würde ich ihn sehr ähnlich dem Oliworks Meteoriten mit Platte Aggressive Stainless einstufen. Wie beim Meteoriten ist das Klingengefühl bei steiler gestellter Klinge grenzwertig und driftet (für mich), zumindest mit der heute verwendeten Sputnik, schon etwas ins Aggressive ab.
Ich habe also die Klinge, wie ich das beim Meteorite Aggressive mache, sehr schnell flacher gestellt (Riding the cap, steiler Griffwinkel, flacher Klingenwinkel). Hier wird der Windsor H dann sehr sehr effizient, bleibt dabei aber im noch angenehmen und völlig reizfreien Bereich. An der Kinnlinie hatte ich heute ATG den Eindruck, dass er hier etwas zum Hoppeln neigt (grundsätzliches Titan Problem bei mir, weil Drücken meist ein No-Go). Deshalb demnächst mal der Versuch mit der Stainless H Basis-Platte im Titan und damit etwas mehr Masse. Auch würde ich beim nächsten mal eher eine mittelscharfe Klinge (RBC-Index) wie die Wilkinson probieren.
Meinem ersten Eindruck nach ist der Windsor mit H-Platte, im Gegensatz zur R-Platte, weniger der Hobel für den täglichen 7/52 Einsatz, sondern eher für ab und an mal, wenn Zeit und Muße da ist. Er erfordert mehr Konzentration, Achtsamkeit und Fingerspitzengefühlt, und "riding the cap". Dann startet er jedoch in der Pole-Position und geht ab.
Fazit: Cool
PS:
Dass das Ganze dann im Ergebnis sehr gründlich und glatt war, braucht eigentlich bei dieser Art Hobel nicht erwähnt zu werden. Eh klar.