Also hier mal eine (meine) Variante, nach ausdrücklicher Aufforderung des Fadenerstellers

. Das ist nur eine Variante von vielen.
Vielleicht bin ich auch der einzige Aufschäumer im Universum, der das so macht. Wäre also toll wenn da noch mehr Nutzer ihre Varianten, möglichst gut nachvollziehbar, hinzufügen würden.
Methode Mug mit Messlöffel
Das ist eine bewährte Methode die ich schon seit ca. 10 Jahre so anwende. Fast alles an meiner Rasiertechnik hat sich in den 10 Jahren in einer Art ständiger persönlicher Rasierevolution verändert, ohne bewußtes darüber Nachdenken. Das Aufschäumen im Mug, nach dieser Methode, ist geblieben. Vewendung findet hierfür eine RÖSLE Schüssel für den Küchenbedarf, Durchmesser 12 cm, Höhe 7,8 cm, Gewicht 233 g, aus Edelstahl.
Die Seife wird plan in einen Messlöffel gedrückt, 1,25 oder 2,5 ml stehen zur Auswahl, je nach Seifenkonsistenz, und dann von dort in den Mug befördert und an dessen Boden gleichmäßig verteilt. Eine genau definierte Wassermenge wird, auch wieder mittels bereits erwähnter Messlöffelauswahl in voller Menge, zugegeben, und dann mittels Pinsel durch beständiges Rühren zu Schaum möglichst optimaler Konsistenz gewandelt, welche sich in deutlich erhöhtem Rührwiderstand und glänzender völlig porenfreier Oberflächenausbildung offenbart. Im Schaum bilden sich dann meist auch so eine Art große "Blasen" oder "Fäden". Ich finde hierfür kein exaktes Wort.
Die in der Tabelle angegebenen Mengen beziehen sich auf die Meßlöffelanzahl: 1 = 1 x Meßlöffel mit 2,5 mm, 0,5 = 1 x Meßlöffel mit 1,25 mm. Der erste Wert ist der für Seife, der zweite Wert der für das Wasser (eigentlich eh klar)
Der Schaum geht bei mir eher in die cremigere, schlotzige Richtung. Je nach Rasierseife und Pinsel wird der Pinsel während des Rührens auch mehrmals am Rand des Mug abgestreift, da der Schaum erstmal im Pinsel verschwindet. Also Rühren, Abstreifen, Rühren, Abstreifen etc.. Das kann je nach Pinsel und Seife auch etwas dauern, bis zur Idealkonsistenz.
Das gleichmäßige Verteilen der Seife auf dem Mugboden ist, je nach Seife, mehr oder weniger wichtig. Manchen Seifen, wie z.B. MdC, Tabac, etc. lösen sich schnell beim Rühren auf. Manche Seifen, wie die von T.F.S. bleiben gerne mit einem Rest am Boden kleben, wenn diese nicht gleichmäßig verteilt werden. Der Bodendurchmesser der Schüssel, also der Bereich auf den ich verteile, beträgt ca. 7 cm.
Angemerkt sei hier noch, dass der Pinsel, mittels vorherigen Einweichens oder Vornässens, je nach Pinselart, und anschließendem kräftigen Ausschüttelns und am Handtuch Abrubbelns in einen wassergesättigten Zustand gebracht wird, so dass dieser weder Wasser aus dem Mug aufnimmt noch dorthin abgibt, was bei wechselnder Verwendung verschiedenster Rasierpinsel für die Reproduzierbarkeit des Ergebnisses von Bedeutung ist.
Dieser Schaum, mit seiner eigentlich schon idealen Beschaffenheit, wird dann, mittels des zuvor verwendeten Pinsels, auf die Gesichtshaut aufgebracht, durch kreisende Bewegungen in diese einmassiert, und dann mittels Hin- und Herstreichens, und gegebenenfalls erneut Auftragens, zu angenehm dickem Schaumteppich geformt.
Ich habe eine Tabelle mit den von mir bevorzugten Mischungsverhältnissen hinzugefügt. Das sind nur mögliche (bei mir bewährte) Ausgangswerte, für eigene Versuche.
Ich habe sehr viele Seifen (deutlich mehr als auf der Liste) im Bestand, die ich abwechselnd benutze. Die sind jedoch z.T. schon deutlich trockener als im Neuzustand. Ich füge hier dann, nach Gefühl, meist noch 0,5 bis 1,0 Messlöffel Wasser mehr hinzu. Ich schaue teilweise auch gar nicht mehr auf die Liste, weil ich die Mengen bei vielen Seifen schon verinnerlicht habe. Vielleicht sind die Angaben aber trotzdem hilfreich, für den Anfang.
Warum ich das so mache? Weil ich bei Aufschäumen im Gesicht, zur Erzeugung meiner persönlichen Idealkonsistenz, den Schaum zu lange auf dem Gesicht hätte, und mit dem Pinsel auf der selbigen zu lange herumreiben müsste, was diese durch Gereiztheit beantworten würde. Weil ich bei meist täglichem Wechsel meiner vielen verschiedenen Seifen zu viele offene Seifendosen zum Trocknen herumstehen hätte, was auch deren Haltbarkeit nicht zuträglich wäre. Und zu guter Letzt, weil ich auf diese Art immer, oder zumindest meistens, eine reproduzierbar optimale Schaumqualität erhalte. Und natürlich weil mir diese Art des Aufschäumens einfach Spaß macht.