Forum der Rasur

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Anleitungen zum Aufschäumen von Rasierseife und Cremes

Hier sind die wichtigsten Veränderungen der Schaumstruktur im Detail (Chrome/KI)
Ich bin da jetzt nicht so sicher, ob die KI von Rasierschaum spricht. Abtropfen des Wassers? Das soll doch in den Schaum hinein?
 
Ich vermute, bei mir ist zu wenig Wasser im Schaum. Der erste Auftrag im Gesicht ist noch prächtig. Danach wird die Schaumdecke dünner wahrscheinlich wegen Wasserabfluss.
Beim Gesichtsschäumen kenne ich mich nicht so gut aus. Aus Deiner Beschreibung heraus, tippe ich auf zu wenig Seife oder noch nicht vollständig aufgeschlagen. Ist der Schaum nämlich fertig, trennt er sich nicht vom Wasser. Jedenfalls nicht während der Rasurzeit.
 
Ist der Schaum nämlich fertig, trennt er sich nicht vom Wasser. Jedenfalls nicht während der Rasurzeit.
Genau. Das ist der Punkt. Bei einer guten Rasierseife, wenn sie richtig und vollständig aufgeschlagen wurde, befindet sich das Wasser in diesen vielen sehr sehr kleinen, mit dem bloßen Auge nicht mehr sichtbaren Poren.
Das ist das was die Klinge so schön gleiten lässt, und nicht irgendwelche zugegebenen Fette, oder sonstwas. Das nennt sich ja auch Nassrasur. Die Schaumstabilität (Stearin) ist eine Grundvoraussetzung bei Rasierseifen. Weswegen eine normale Seife nicht gut funktioniert.
Dazu muss der Schaum vollständig aufgeschlagen sein, mit welcher Methode auch immer.
So langsam kann ich mich gar nicht rasieren, dass da irgendwas zusammenfällt.
Vor dem Schaum einfällt, dass er ja auch zusammenfallen könnte, ist der längst im Ablauf verschwunden.
 
Ich bin Gesichtsaufschäumer und gehe auch davon aus, dass dieser perfekte Schaum auch eher nur im Mug geht.
Kann dazu nichts sagen, da ich schon immer nur im Mug aufschäume. Ich massiere den fertig geschlagenen Schaum dann schon nochmal im Gesicht mit kreisenden Bewegungen ein und pinsle noch ein paar mal hin- und her, aber nur kurz. Vollständig im Gesicht aufgeschäumt, wäre mir der Schaum, einschließlich der Rasierzeit, zu lange auf der Haut, was dieser, bei täglicher Anwendung, nicht so gut gefiele.
 
Kann dazu nichts sagen, da ich schon immer nur im Mug aufschäume. Ich massiere den fertig geschlagenen Schaum dann schon nochmal im Gesicht mit kreisenden Bewegungen ein und pinsle noch ein paar mal hin- und her, aber nur kurz.
Ich sehe da keinen Unterscheid, ob ich im Mug oder im Gesicht aufschlage. Im Mug finde ich es allerdings leichter zu korrigieren, wenn mal was schief gegangen ist.

Zu der Frage von @Cuchillo Ich denke nicht, dass das letzte Mü der Perfektion noch eine Rolle spielt. Gestern ist mir der Schaum in der Hektik (im Gesicht geschäumt) etwas zu wässrig geworden und war nicht richtig stabil. Da hatte ich dann ab dem 2. Durchgang so ne durchsichtige Suppe im Gesicht. Da die SV aber über hervorragende Gleiteigenschaften verfügt und der Schaum nicht völlig kollabiert ist, konnte ich mich noch gut zu Ende rasieren. Das wäre mit stabilerem Schaum vermutlich auch nicht besser gewesen.
 
Vollständig im Gesicht aufgeschäumt, wäre mir der Schaum, einschließlich der Rasierzeit, zu lange auf der Haut, was dieser, bei täglicher Anwendung, nicht so gut gefiele.
Aufschäumen im Gesicht geht bei mir auch viel schneller. Ich mache den Pinsel kurz nass, schlage ihn dann aus und lade tabac Original im Tiegel, dabei schäumt es noch recht wenig. Es wird erstmal vorrangig Seife aufgenommen. So 30 Sekunden. Dann kommt der Schaum ins Gesicht. Ich nehme mit der linken Hand Wasser auf und tupfe den Pinsel immer wieder kurz ein und schäume danach jeweils weiter. So insgesamt zwei Minuten. Dann ledere ich das Messer und lasse den Schaum einwirken. Nach drei bis vier Minuten rasiere ich mich dann. Der Schaum bleibt dabei meistens stabil und reicht mir von der Funktion. Wenn man zu viel Wasser nimmt wird es auch zu wässrig, die Seife schafft nur eine bestimmte Menge. Hier waren Palmo Stick, Wilkinson Schlumpf, Arko und auch die alte Talg basierte Tabac Original sehr tolerant, bei anderen Seifen muss man vorsichtiger Wasser nachnehmen, geht aber auch (Arko gibt es noch).
 
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Aufschäumen im Gesicht geht bei mir auch viel schneller. Ich mache den Pinsel kurz nass, schlage ihn dann aus und lade tabac Original im Tiegel, dabei schäumt es noch recht wenig. Es wird erstmal vorrangig Seife aufgenommen. So 30 Sekunden. Dann kommt der Schaum ins Gesicht. Ich nehme mit der linken Hand Wasser auf und tupfe den Pinsel immer wieder kurz ein und schäume danach jeweils weiter. So insgesamt zwei Minuten. Dann ledere ich das Messer und lasse den Schaum einwirken. Nach drei bis vier Minuten rasiere ich mich dann. Der Schaum bleibt dabei meistens stabil und reicht mir von der Funktion. Wenn man zu viel Wasser nimmt wird es auch zu wässrig, die Seife schafft nur eine bestimmte Menge. Hier waren Palmo Stick, Wilkinson Schlumpf, Arko und auch die alte Talg basierte Tabac Original sehr tolerant, bei anderen Seifen muss man vorsichtiger Wasser nachnehmen, geht aber auch (Arko gibt es noch).

[...] Ich bin Gesichtsaufschäumer und gehe auch davon aus, dass dieser perfekte Schaum auch eher nur im Mug geht.

Wenn das so wäre, wäre ich kein Gesichtsschäumer.

Ich mache es so wie du es beschreibst: Seife mit dem Pinsel aus dem Tiegel laden und unter mehrfacher Wasserzufuhr Schaum aufbauen. Ich nehme viel Seife auf und für den ersten Durchgang ist der Schaum dann perfekt voluminös deckend. Allerdings bin ich keiner, der nur mit den Spitzen schäumt, ich splaye das Haar ganz ordentlich und so ist mein ganzer Knoten voller Seife.
Was ich dann für den 2. und 3 Durchgang jeweils mache: Ich bilde mit Zeigefinger und Daumen einen Ring unten um den Knoten und ziehe damit den Schaum aus dem Pinsel nach oben raus und streiche ihn von dort zurück auf den Knoten und verteile ihn dann mit dem Pinsel wieder im Gesicht.

Das ist Schaum, der im Gesicht entstanden war und für das Bild aus dem Knoten 'gewonnen' wurde:


260410_6096_Blackland-Vector-SS_Maseto-2B24ST.jpg
250713_4160_MdC-Vetyver-Maseto-30ST-BlackbirdTi-OC.jpg
250302_3527_Blackbird-OC-Maseto-ST30-MDC-Original.jpg
250727_4337_Martin-de-Candre-Magellan-Kent-BK12-Blackbird-Ti-OC.jpg
 
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Ich hatte ja hier geschrieben, ich könnte mal Fotos hierzu machen. Also der Versuch von Reproduzierbarkeit.
So jetzt eine aktuelle Ergänzung zu dem "Versuch der Reproduzierbarkeit":

Ich hatte mich ja gefragt, inwieweit der Kalkgehalt des Wassers eine Rolle spielen könnte, und habe heute, unter Beibehaltung des Mischungsverhältnisses das ganze mit destilliertem Wasser ausprobiert. Also wieder 2 x 2,5 ml Messlöffel (gestrichen) von der Speick-Rasiercreme, und 8 x 2,5 ml Messlöffel destilliertes Wasser. Pinsel war wieder der Aveo mit dem kleinen Black Fibre Knoten. Der Schaum wurde im Ergebnis leicht cremiger. Die Konsistenz war vielleicht vergleichbar mit dem Verhältnis von 2 : 7, das ich vorgestern probiert hatte. Es geht bei dem kalkhaltigen Wasser also schon eine kleine Menge verloren, welche als Kalkseife ausfällt. Aber das ist nur sehr wenig, nur minimal. Kann auch sein, dass die Schaumkonsistenz leicht gewinnt. Aber auch das ist nicht sehr deutlich ausgeprägt.

Was aber sehr deutlich anders war: Die Zeitdauer, die benötigt wurde, um die Seife zu der von mir gewünschten Konsistenz aufzuschlagen, war deutlich kürzer. Gefühlt würde ich sagen nur halb so lang. Also statt 5 Minuten vielleicht nur 2,5. Ich habe leider nicht die Smartphone-Stoppuhr mitlaufen lassen. Aber es wahr deutlich. Der kleine Pinsel bekam plötzlich Superkräfte.

Wieso hatte ich das bisher nie probiert? Also volle Empfehlung, das mit dem destillierten Wasser zu versuchen. Es können natürlich auch andere Inhaltsstoffe im Trinkwasser eine Rolle spielen, nicht nur der Kalk. Bei unserem heurigen Frankreichurlaub (im ländlichen Bereich) hatte wir gechlortes Leitungswasser. Das fand ich jetzt auch nicht gerade förderlich, für die Schaumherstellung. Ich sollte die Werte meiner Tabelle mal mit destilliertem Wasser überprüfen und gegebenenfalls aktualisieren. Da wäre der Unsicherheits-Faktor Kalk dann raus.
 
lade tabac Original im Tiegel
Solche Seifen wie die Tabac, die schäumen sich fast von selber auf. Die Tabac würde ich schon als ausgesprochen schaumwillig bezeichnen (ich benutze die Tabac sehr gerne).
Seifen mit mehr natürlichem Inhaltsprofil, wie z.B. die Speick, brauchen da, nach meiner Erfahrung, im Mug mehr Zuwendung und Geduld. Kann auch sein, dass da bei solchen Industrieseifen wie der Tabac irgendwelche Chelatbildner oder sonstige Zusatzstoffe ein Rolle spielen, so dass das auch bei kalkhaltigem Wasser gut funktioniert.
 
So jetzt eine aktuelle Ergänzung zu dem "Versuch der Reproduzierbarkeit":

Ich hatte mich ja gefragt, inwieweit der Kalkgehalt des Wassers eine Rolle spielen könnte, und habe heute, unter Beibehaltung des Mischungsverhältnisses das ganze mit destilliertem Wasser ausprobiert. Also wieder 2 x 2,5 ml Messlöffel (gestrichen) von der Speick-Rasiercreme, und 8 x 2,5 ml Messlöffel destilliertes Wasser. Pinsel war wieder der Aveo mit dem kleinen Black Fibre Knoten. Der Schaum wurde im Ergebnis leicht cremiger. Die Konsistenz war vielleicht vergleichbar mit dem Verhältnis von 2 : 7, das ich vorgestern probiert hatte. Es geht bei dem kalkhaltigen Wasser also schon eine kleine Menge verloren, welche als Kalkseife ausfällt. Aber das ist nur sehr wenig, nur minimal. Kann auch sein, dass die Schaumkonsistenz leicht gewinnt. Aber auch das ist nicht sehr deutlich ausgeprägt.

Was aber sehr deutlich anders war: Die Zeitdauer, die benötigt wurde, um die Seife zu der von mir gewünschten Konsistenz aufzuschlagen, war deutlich kürzer. Gefühlt würde ich sagen nur halb so lang. Also statt 5 Minuten vielleicht nur 2,5. Ich habe leider nicht die Smartphone-Stoppuhr mitlaufen lassen. Aber es wahr deutlich. Der kleine Pinsel bekam plötzlich Superkräfte.

Wieso hatte ich das bisher nie probiert? Also volle Empfehlung, das mit dem destillierten Wasser zu versuchen. Es können natürlich auch andere Inhaltsstoffe im Trinkwasser eine Rolle spielen, nicht nur der Kalk. Bei unserem heurigen Frankreichurlaub (im ländlichen Bereich) hatte wir gechlortes Leitungswasser. Das fand ich jetzt auch nicht gerade förderlich, für die Schaumherstellung. Ich sollte die Werte meiner Tabelle mal mit destilliertem Wasser überprüfen und gegebenenfalls aktualisieren. Da wäre der Unsicherheits-Faktor Kalk dann raus.

Ich liebe es, dass Du immer an die Dinge rangehst wie ein Wissenschaftler! Vielen Dank und gerne weiter so :)
 
Heute war der dritte Versuch mit destilliertem Wasser zu schäumen, statt mit unserem harten Leitungswasser (ca. 20°dH). Diesmal mit der "Hamam" von Noble Otter.
Ich hatte mir jetzt davon nichts weltbewegendes erhofft. Ein leicht verbessertes Aufschäumverhalten vielleicht, wie bei der Speick Rasiercreme, oder ganz geringfügig geringeren Seifenverbrauch, wie bei der MdC. Insofern war ich heute wirklich erstaunt, wie stark sich das Aufschäumverhalten der Noble Otter durch das destillierte Wasser verändert hatte. War krass.
Bei vielen Artisan Seifen (Ariana&Evans, Hags, BBS, Noble Otter etc.) habe ich immer das Problem, dass die Seifen nicht richtig schäumen wollen. Im Ergebnis hat das Ganze dann mehr Ähnlichkeit mit einer ganz leicht schaumigen Creme. Schaum kann man das gar nicht nennen. Auch ist der Seifenverbrauch sehr hoch. Ich habe mir immer gedacht, da geht nicht mehr, aufgrund der meist hohen Überfettung dieser Seifen. Halbwegs akzeptabel wurde das nur unter Zuhilfenahme eines potenteren Dachshaarpinsels und ziemlich hoher Drehgeschwindigkeit im Mug.

Mit dem destillierten Wasser hatte sich die Seife heute fast von selbst aufgeschäumt. Ein paar wenige Runden mit dem kleinen Synthetikknoten brachten sofort einen beachtlichen, wenn auch noch grobporigen, aber doch schon üppigen Schaumberg hervor. Und das mit diesem kleinen, sehr günstigen Synthetikpinsel. Durch weiteres Rühren ließ sich das ganze zügig zu perfektem Idealschaum vervollkommnen. Auch blieb dieser Schaum ziemlich stabil. Die benötigte Seifenmenge lässt sich locker halbieren. Das entspricht dann, in etwa, dem Verbrauch, den ich bei den italienischen Weichseifen habe.

Das wird jetzt interessant, auszuprobieren, welchen meiner vor sich hin dümpelnden Archivbeständen auf diese Weise Aufschäumsuperkräfte einverleibt werden können.
 
Heute der vierte Versuch mit destilliertem Wasser. Diesmal war es eine Seife von BBS, „The Blues“.
Es hatte sich allerdings durch die Verwendung des destillierten Wassers überhaupt nichts verändert. Absolut nichts. Nicht die kleinste Kleinigkeit. Die Seife blieb, für mich, im Mug schwierig aufzuschäumen.
Der „Schaum“ blieb mehr so cremig, ohne Volumen, genauso wie bei der Verwendung unseres 20°dH Leitungswassers.
Ich fand das jetzt schon erstaunlich. Bei der Noble Otter gestern war der Unterschied erheblich, bei der BBS heute absolut Null. Das hängt also sehr stark von der Seife ab, ob das destillierte oder sonstwie entkalkte Wasser von Vorteil ist.
 
Hmm ... wenn ich hier so die wissenschaftlichen Ausführungen lese, mit Mengenangaben des Wassers im Grammbereich ....

Hat denn noch niemand betrachtet, ob das linksdrehende oder rechtsdrehende Aufschäumen des Rasierschaumes im Mug einen signifikanten Qualitätsunterschied ergibt? :)
 
Hat denn noch niemand betrachtet, ob das linksdrehende oder rechtsdrehende Aufschäumen des Rasierschaumes im Mug einen signifikanten Qualitätsunterschied ergibt? :)
Hier im Faden soll die Möglichkeit geschaffen sein eine eigene Aufschäumanleitung zu schreiben, Diskussionen sind meiner Meinung noch ok, wenn sie darauf inhaltlich beziehen und Sinn machen. @Mandelduft Deinen Beitrag würde ich eher in so eine Art Esoterikfaden richtig platziert sehen. @Nargothrond Haben wir schon so einen Faden und kann man das vielleicht dahin verschieben?
 
Hat denn noch niemand betrachtet, ob das linksdrehende oder rechtsdrehende Aufschäumen des Rasierschaumes im Mug einen signifikanten Qualitätsunterschied ergibt? :)
Oh, das ist eine wichtige Frage, die du hier stellst. Wie allgemein bekannt ist, dreht sich die Erde von West nach Ost, weswegen ja die Sonne im Osten aufgeht. Es ist also äußerst wichtig, dass der Schaum, so man diesen im Mug rührt, im Einklang mit der Drehrichtung der Erde bewegt wird. Man stelle sich also frühmorgens, mit Blickrichtung zur aufgehenden Sonne ins Bad, verneige sich dabei, und bewege den Pinsel, langsam und konzentriert, in kreisförmiger Bewegung, gegen den Uhrzeigersinn von West nach Ost. Alles andere ist wider die Natur und führt zu keinen guten Aufschäumergebnissen.
Bestimmt und wahrhaftig.
;)
 
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