Forum der Rasur

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Ausgabebereitschaft für einen Hobel

Wieviel würdet ihr ausgeben für einen Hobel

  • Bis 150 €

    Stimmen: 33 38,4%
  • Bis 200 €

    Stimmen: 17 19,8%
  • Bis 400 €

    Stimmen: 20 23,3%
  • Bis 500 €

    Stimmen: 3 3,5%
  • Über 500 €

    Stimmen: 9 10,5%
  • Unbegrenzt

    Stimmen: 7 8,1%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    86
Als Student muss ich mein Budget gut planen und achte daher sehr auf das Preis-Leistungsverhältnis bzw. den Nutzen, den man mit Mehrkosten gewinnt. Bei Rasiermessern ist unter 200 € kaum etwas anständiges (neu) zu bekommen. Soll es etwas ausgefallener sein, wird es schnell noch mehr. Hier bin ich also gerne dazu bereit, 250 € für ein schönes Messer in guter Qualität auszugeben. Bei Hobeln sieht es aber ganz anders aus, weil es für rund 30 € schon hervorragend rasierende Hobel von traditionsreichen Herstellern gibt. Für rund 100 € bekommt man auch schon toll verarbeitete Edelstahlhobel. Diesen Aufpreis bezahle ich gerne, weil der Hobel so potentiell deutlich haltbarer ist, wobei das wohl eher eine Sache der Psyche ist, weil zerstörte Zinkdruckguss Hobel ja nicht allzu häufig auftreten. Edelstahobel bieten aber häufig geringere Fertigungstoleranzen, wodurch zum Beispiel das Ausrichten der Klinge von alleine geht, was mir sehr wichtig ist. Persönlich habe ich für mich entschieden, keine Titanhobel zu kaufen, weil mir der deutlich höhere Preis im Vergleich zu Edelstahlhobeln kaum einen Nutzen bringt. Sie sind leichter, ja, aber das ist Geschmackssache und es lässt sich an fast alles gewöhnen. Ich bleibe dann lieber bei meinen Edelstahl- und Messinghobeln. Wenn ich einen Hobel für 200 € + sehe, reizt es natürlich schon, aber dann frage ich mich immer, ob der wirklich so viel besser rasiert, als ein Merkur? Die Verarbeitung wird sicherlich sichtlich besser sein, aber macht das für mich wirklich so viel aus? Aus diesem Grund habe ich bis 150 € angekreuzt, weil ich mir bisher kaum vorstellen kann, etwas teureres zu kaufen, einfach, weil für mich die Steigerung in Qualität und Rasurleistung nicht den Preisunterschied rechtfertigen. Manchmal probiere ich auch gerne chinesische Hobel, weil sie eine höhere Qualität und Rasurleistung zu niedrigen Preisen versprechen, aber das ist nicht das gleiche, wie ein Produkt von einem etablierten Produzenten, der viele Stunden in sein Produkt gesteckt hat. Gott sei Dank gibt es den MH, wo es möglich ist, teurere Hardware zu gutem Kurs zu bekommen. Sollte es dann doch nicht gefallen, kann man sie ohne großen Verlust weiterverkaufen.
Ob sich meine Ansicht verändert, wenn mir irgendwann ein höheres Budget zur Verfügung stellt, möchte ich nicht ausschließen. Aktuell ist aber nicht die Zeit für Luxusgüter, sondern für das solide Arbeitstier.
 
Ich habe inzwischen einen großen Teil meines Lebens hinter mir und bin in einem Alter angekommen, in dem ich die Dinge etwas anders gewichte. Ich möchte die Zeit, die vor mir liegt, bewusst genießen und mir die Freude an meinen Hobbys nicht durch allzu viele Vernunftüberlegungen nehmen lassen.

Die klassische Nassrasur ist für mich längst mehr als nur Körperpflege. Sie ist ein Hobby, eine Leidenschaft und ein Stück Lebensqualität. Und wie bei jedem Hobby gibt es Dinge, die einem einfach Freude bereiten. Dazu gehören für mich auch besondere Rasierer.

Natürlich weiß ich, dass ein Rasierer für 500, 600 oder vielleicht sogar 1.000 Euro nicht automatisch fünfmal so gut rasiert wie ein Modell für 100 oder 200 Euro. Darum geht es mir aber auch gar nicht ausschließlich. Mich interessieren die unterschiedlichen Konstruktionen, Materialien, Fertigungsqualitäten und natürlich vor allem die unterschiedlichen Rasurgefühle. Ich probiere gerne aus und bilde mir meine eigene Meinung.

Wenn mir ein Rasierer gefällt, ich ihn mir leisten kann und er mir Freude bereitet, dann kaufe ich ihn. Ob das nun wirtschaftlich vernünftig ist oder nicht, steht für mich nicht unbedingt im Vordergrund.

Ich habe auch nicht mehr den Anspruch, mein Geld bis zum letzten Tag zusammenzuhalten. Wie heißt es so schön: Das letzte Hemd hat keine Taschen!

Wir haben nur dieses eine Leben und wissen nicht, wie viel Zeit uns noch bleibt, unsere Interessen und Hobbys auszuleben. Natürlich sollte man dabei nicht über seine Verhältnisse leben und seine finanziellen Verpflichtungen nicht aus den Augen verlieren. Aber wenn die Rahmenbedingungen stimmen, warum sollte man sich ausgerechnet bei einem Hobby, das einem wirklich etwas bedeutet, ständig selbst beschränken?

Deshalb habe ich bei der Frage nach meiner persönlichen Preisobergrenze eigentlich keine feste Grenze. Wenn mich ein Rasierer begeistert, darf er auch etwas kosten.

Und ganz ehrlich: Ich freue mich lieber heute über einen schönen Rasierer in meiner Sammlung, als irgendwann festzustellen, dass ich mir vieles nur deshalb nicht gegönnt habe, weil es vielleicht nicht unbedingt notwendig war.

Am Ende muss jeder selbst entscheiden, wofür er sein Geld ausgibt. Meines gebe ich eben gerne für die Nassrasur aus.
 
Ich hab jetzt mal 400 angeklickt, da ich einen gebrauchten General ohne Griff für 350 erworben habe. Bei Hobeln bin ich aber fein raus, da ich nur 3 habe und fast keine Lust auf einen vierten da ich meine Exithobel schon gefunden habe. Den Vector könnte ich mir noch vorstellen auszutauschen gegen die Titanium Version. Alle anderen Hobel lösen bei mir kein Habenwollen aus.
Bei Seifen ist das aber wieder eine andere Geschichte. Und die Nassrasur ist bei weitem nicht so teuer wie mein anderen Hobbys - vor allem Harleys.
Von daher genieße ich die Vielfalt der Seifen und After Shaves.
Gruß Sportster
 
Der letzte Hobel in einem für mich schmerzlichen Preisbereich, war der Tatara Muramasa. In den letzten Jahren habe ich durch die Inflation und immer weiter steigenden Preisen weitgehend in allen Bereichen die Lust am Konsum verloren. Ist ja nicht so, dass mein Chef die steigenden Kosten mit einer satten Gehaltserhöhung abfängt.
Der Muramasa war der letzte Hobel der mich zu einer unvernüftigen Kaufentscheidung veranlasst hat, seit dem sehe ich jede Menge Hobel und Messer die mir gefallen, aber der Kaufwunsch bleibt einfach aus.
Bin irgendwie ohne Not zu einem Konsum-Grinch geworden...
 
Ich habe jetzt mal bis 500,- Euro angekreuzt, wobei der Teuerste aktuell wahrscheinlich mein neuer Rocnel SE50 sein wird. Wenn ich den Hobel plus MwSt, Zoll und allem drum und dran zusammenrechne, komme ich bei knapp 400,- Euro aus. Allerdings habe ich mir den bestellt, da ich das Prinzip immer schon sehr interessant fand und er seit Beginn meiner AC-Karriere auf meiner Wunschliste stand.
Die 500,- Euro würde ich für einen Hobel ausgeben wollen, der absolut innovativ ist und mich von Anfang an total begeistert. Mir gefallen zum Beispiel auch die teuren Adjustables von Rocnel. Aber da ist mir persönlich der Preis zu hoch. Das Geld investiere ich lieber in andere Sachen.
Das hängt aber auch damit zusammen, dass im Moment bei mir es ähnlich ist, wie bei einigen anderen, die sagen, der Kaufrausch ist vorbei.
Außerdem gibt es außer der Rasur noch andere Hobbys, die mir Spaß machen und auch ein bissl Geld kosten.
 
Herzliche Grüße an alle Forenmitglieder.
Mit 70 Jahren sehe ich die Dinge ein wenig anders. Da es nicht einfach ist, Geld zu verdienen, habe ich Respekt und Achtung davor. Wie ein anderer Forennutzer bereits anmerkte: Jeder kann frei entscheiden, wie viel er ausgeben möchte – solange es im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten bleibt.
Ich persönlich kaufe Rasierer: moderne Modelle, aber vor allem historische Stücke.
Ich würde mich nicht im engeren Sinne als Sammler bezeichnen, aber ich kaufe Rasierer, weil sie mir gefallen und – was noch wichtiger ist – weil ich sie auch tatsächlich benutzen möchte. Natürlich wird man, wenn man ständig neue Stücke erwirbt, zwangsläufig zum Sammler; mit der Zeit häufen sich Pinsel, Rasierer, Klingen und so weiter an...
Was mich betrifft, so habe ich mir ein Ausgabenlimit von etwa 100,00 bis 150,00 Euro gesetzt.
Ich sage das deshalb, weil man auf verschiedenen Verkaufsplattformen für gebrauchte Rasierartikel – etwa von Marken wie GEM, EVER READY, STAR KAMPFE, VALET, LERESCHE, SCHICK INJECTOR, PAL INJECTOR usw. – hervorragende Rasierer zu wirklich günstigen Preisen finden kann. Ein Beweis dafür ist mein letzter Kauf: ein EVER READY STREAMLINE JEWEL, komplett mit Originalverpackung und in perfektem Zustand – zu einem wirklich sehr, sehr vorteilhaften Preis von unter 60,00 Euro.
Ich frage euch: Sind wir uns sicher, dass ein Rasierer für 400 oder gar 700,00 Euro tatsächlich besser ist – in Bezug auf Schneidleistung, Effizienz, Hautschonung und andere Aspekte –, als eines der historischen Modelle, die ich erwähnt habe und deren Wert vielleicht nicht einmal 50 bis 60 Euro erreicht? Bitte entschuldigt die Länge meines Beitrags und eventuelle Fehler in meinem Deutsch. Ich bin Italiener und verwende Google Übersetzer, um auf Deutsch zu schreiben.
Euch allen eine gute Rasur!
 
Ich frage euch: Sind wir uns sicher, dass ein Rasierer für 400 oder gar 700,00 Euro tatsächlich besser ist – in Bezug auf Schneidleistung, Effizienz, Hautschonung und andere Aspekte –, als eines der historischen Modelle, die ich erwähnt habe und deren Wert vielleicht nicht einmal 50 bis 60 Euro erreicht?
Natürlich nicht. :kaputtlachen1

Aber die Diskussion ist auch irgendwie sinnlos. Ein Maserati fährt auch nicht so gut wie ein Porsche. Dafür ist er von Hand zusammengeschraubt und exklusiver, also eher was für's Herz und die Sinne. Wie man das dann für sich gewichtet, entscheidet halt ein jeder für sich. Vielleicht habe ich hart gearbeitet und Millionen verdient, kann das Geld aber leider nicht mitnehmen und habe keine Erben. Dann mache ich was Schönes mit dem Geld. Warum auch nicht? Oder ich spende es. Keine Ahnung. Ich bin ja nicht in der Situation. :lol
 
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