Forum der Rasur

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Design94

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Im April 2025 ist er bei mir eingezogen, der rote Baron. :rolleyes:
Seine Rasuren waren stets etwas durchzogen.
Auf dem Kopf fand ich ihn eher in Ordnung.
Demzufolge lag er lange Zeit unbeachtet herum.

Ja, ich habe den Faden hier mitverfolgt und wollte es mit ihm noch einmal versuchen.
In zwei Durchgängen war Alles blank und das ohne Irritationen oder Rückmeldung vom Alaun.
Selbst AS vertrage ich mit ihm gut. Glück auf bei der Menge im Bunker.
Mit einer gebrauchten grünen Astra wie heute schreit das nach einer Wiederholung.
Dann dürfte er bleiben. daumenh!
Geh mal besser kein Risiko ein. Safty first!!
Ich bin mal großzügig und zahle Dir sogar 20€ Schrottwert incl Porto und nehme ich Dir dann ab.
Denk dran, man lebt nur einmal und Sorgen machen Falten!! :proud :cool:

EDIT: Oh man, habe die Zitronenbeisser hier vergessen. Also, das war Spaß, nur Spaß!!
 
Ziehen am Griff ohne leichten Druck würde kaum ein Haar schneiden, weil er sich nicht von selbst an der Haut festsaugt. Also muss immer irgendeine Art von Druck ausgeübt werden.
Dem stimme ich natürlich zu, ja. Der Bewegungsablauf, der bei der Benutzung eines Rasierhobels, mehr noch beim Messer, abläuft, ist sicherlich sehr komplex, und wollte man ihn detailliert erfassen und vermessen, eine schwer, vielleicht auch unmöglich zu bewältigende Aufgabe. Hat Gillette das jemals wirklich probiert?

Insofern sind Versuche der Beschreibung solcher Abläufe sehr vereinfacht und lückenhaft. Ich denke da nur mal an das Umfahren der Kinnkante. Wenn ich schreibe: "In N-S Richtung nur mit dem Eigendruck des Kopfes". An den Wangen noch verständlich. Der Kopf liegt auf, und ich ziehe am Griffende den Rasierer wie einen Anhänger hinter mir her. Ist der Kopf schwer genug, dann liegt er ausreichend an der Haut an. Aber dann kommt die Kinnkante. Der Hobel kippt Stück um Stück immer mehr in die Senkrechte, und dann unter der Kinnkante angelangt drückt er mit seinem Eigengewicht nach unten, und braucht hier natürlich Gegendruck. An der Halssenkrechten angekommen, lässt er sich dann vielleicht wieder einfach nur ziehen, je nach Hals und Richtung, und so fort. Und das alles noch in Einzelzüge unterteilt und zerlegt, die wieder so oder so sein können.
S-N, W-O und O-W gibt es ja auch noch. Und um den Mund herum ist sowieso alles irgendwie kompliziert.

Das ist aber wie mit allen handwerklichen Tätigkeiten. Der Versuch der Beschreibung des Vorgangs, und die praktische Erfahrung desselben sind natürlich zwei Paar Stiefel. Und je kunstvoller die Tätigkeit wird, desto unmöglicher der Beschreibungsversuch. Da ist der Versuch einer Beschreibung, dann vielleicht auch mehr so ein Fingerzeig des Möglichen, und die mit gewissen Mühen verbundene eigene Erfahrung sowieso nicht ersetzbar ;).

Also Leute, ihr müsst das letztendlich schon selber rausfinden, was euch am besten schmeckt :proud.

Just my two cents
 
Hat Gillette das jemals wirklich probiert?
Keine Ahnung. Aber jeder bevorzugt doch unterschiedliches Vorgehen, auch bei gleichem Hobel, gleicher Klinge oder auch beim Systemie. Der eine macht laaange Züge, der nächste ein Dutzend Minizüge usw. Da gibt es kein richtig oder falsch.

Als ich in Rasurforen anfing, haben mich zwei Dinge stark irritiert: Das dauernde Gerede von wegen bloß keinen Druck, kein Druck, ganz wichtig: kein Druck!
Alles Mumpitz, natürlich braucht es Druck, aber natürlich gefühlvoll.

Und dann das Gerede von irgendwelchen Winkeln, die man unter Umständen erst noch finden müsse! Welcher Winkel ist denn bitteschön gemeint, jeder meint was anderes, aber alle reden von Winkeln.

Ganz ehrlich: wer nicht völlig grenzdebil ist, dem erschließt sich doch auf Anhieb bei Betrachtung eines Hobels, in welchem Bereich so ein Teil die Haare absäbelt. Ob es einem eher Richtung "riding the cap", eher schabend "riding the guard" oder irgendwo dazwischen zusagt kann man ja individuell handhaben. Aber was soll da denn großartig zu finden sein? Daß es motorischer Übung bedarf, ist hingegen völlig klar.
 
Sag ich doch. Letztendlich muss man das für sich selber herausfinden ;).

Aber aus diesem ganzen Rauschen von persönlicher Einschätzungen und Erfahrungsberichten erschließt sich für mich schon meist eine Richtung, so grob wenigstens, ob das was für mich ist oder nicht. Hilft, mir zumindest, schon etwas.
 
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Apropos persönliche Erfahrungen: habe heute meinen Infinity (mit einer frischen Feather) zum ersten Mal auf einen Dreitage-Bart losgelassen.

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Gerade im ersten Durchgang erhebliches taktiles Feedback vom Rasierer, aber nicht von der Klinge... Das Ergebnis spricht dann für sich - ein spiegelglattes BBS ohne Irritation der Haut (zwei Durchgänge -mit und gegen-, kaum Touchups.)

Schöne Rasur.
 
Das freut mich zu hören. Aber was ist gemeint mit „…erheblich taktiles Feedback vom Rasierer, aber nicht von der Klinge…“. Durch die Rippe auf der Kappenkante, weil mehr auf der Kappe gefahren? Also mit Druck auf die Rippe?

Die Feather werde ich auf alle Fälle auch mal probieren. Ich denke am besten mit dem Titan S. Kann aber nur mit täglichem Bartwuchs aufwarten.
 
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Das freut mich zu hören. Aber was ist gemeint mit „…erheblich taktiles Feedback vom Rasierer, aber nicht von der Klinge…“. Durch die Rippe auf der Kappenkante, weil mehr auf der Kappe gefahren? Also mit Druck auf die Rippe?
Das taktile Feedback kommt nach meiner Wahrnehmung von der Rippe. Ich hatte einen neutralen Rasurwinkel / "leicht steep" (Griff näher zum Gesicht). 'Normaler' Druck.
Die Rippe liegt quer zur Rasur-Richtung, das sorgt nach meiner Wahrnehmung für dieses wahrnehmbare Feedback, das viele andere Rasierer so nicht haben. Die Rasurbewegung kommt dadurch nicht ins Stocken, das sei noch erwähnt. Deshalb ist das für mich auch kein Argument gegen den Rasierer. Und bei solch einem Endergebnis schon grad gar nicht :)

Kann aber nur mit täglichem Bartwuchs aufwarten.
Meistens ist das auch bei mir der Fall. Drei Tage zwischen den Rasuren ist eine absolute Ausnahme.
 
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