Forum der Rasur

Registriere Dich jetzt kostenlos!

Dadurch bekommst Du Zugang zu dem geschützten Mitgliederbereich, kannst beim Gebrauchtmarkt mitmachen und stellst nebenbei auch noch sicher, dass niemand Dir Deinen Wunsch-Usernamen wegschnappt.

Heute habe ich ein Messer geschärft...

Ist der NANIWA auch der letzte Stein oder hast Du nach den 120+ weitere Steine inkl. Finisher benutzt?
Es ging ja zunächst darum, so lange auf dem 800er (1k) zu bleiben, bis das Messer über die gesamte Länge Armhaare rasiert und das will nicht so recht gelingen.
Ich lese in der Abkürzung „DZ“ —> Doppelzüge, d.h. Du hast mit dem Rücken voran auf den Steinen geschärft, oder meinst Du „DZ“ auf dem Leder?
Sorry, meinte DS. Ich schärfe grundsätzlich Schneide voran.

Hier nochmal aktuelle Bilder nach dem 800er (aktuell):

2020_0628_074601_002.JPG2020_0628_080041_003.JPG2020_0628_080319_004.JPG2020_0628_080400_005.JPG2020_0628_080457_006.JPG
 
Es ging ja zunächst darum, so lange auf dem 800er (1k) zu bleiben, bis das Messer über die gesamte Länge Armhaare rasiert und das will nicht so recht gelingen.

Ich hatte bisher auch ein Paar solcher Messer, die, egal was ich getan habe, keine Schärfe annehmen wollten. Da hat sich wirklich nichts getan. Ich glaube, dass bei den Messern irgendwas in der Wärmebehandlung falsch gelaufen ist. Vielleicht ist das ja auch so ein Fall bei dir.
 
Bei deinen Aufnahmen, ich gehe hier vom Kopf der Klinge aus, sieht man schön, wie
die Klingengeometrie „krumm“ ist. Auf der einen Seite wird schon mächtig abgetragen,
während genau gegenüber der gleiche Bereich kaum bis keine Berührung mit dem Stein
hat.

polish_save 2.png


Es gibt für solche Geometriefehler verschiedene Lösungsansätze:

- Die Klinge bzw. das Messer so anheben, das der entsprechende Bereich den Stein erreicht.
+ Problem: Das bei späterem Auffrischen oder Nachschärfen genauso hinzubekommen, bzw. den Winkel wieder genauso zu „treffen“.

- Die Klinge mit diesem Bereich auf der Längskannte des Steines, d.h. auf schmalen Seite des Steines schärfen.
+ Problem: Eine sehr kippelige Angelegenheit, die auch schonmal bereits gut geschärfte Bereiche wieder ruinieren, entschärfen kann, schwierig zu reproduzieren.

- Die Klinge in verschiedenen Bereichen unterschiedlich mit Tape abkleben.
+ Problem: Das Ganze „richtig“ zu bemessen und bei Bedarf zu reproduzieren, sehr langwierig, kompliziert und schwierig.

- Bearbeiten/Verschleifen des Klingenrückens, bis die Geometriefehler egalisiert sind.
+ Problem: Ohne passendes Werkzeug und beachten der Wärmentwicklung sehr schwierig.
 
Zuletzt bearbeitet:
- Bearbeiten/Verschleifen des Klingenrückens, bis die Geometriefehler egalisiert sind.
+ Problem: Ohne passendes Werkzeug und beachten der Wärmentwicklung sehr schwierig.
Ich habe in der Tat schon überlegt, ob ich nochmal ohne Tape von vorne anfange, denn dann sollte sich ja die Geometrie gesamthaft anpassen und nicht nur die Facette, oder? (Honewear stört mich nicht, das soll rasieren)
 
denn dann sollte sich ja die Geometrie gesamthaft anpassen
Obacht! Wenn ich keinen Denkfehler mache, trägt man ja so parallel am Rücken und! an der Schneide gleichsam
Material ab, d.h. im Grunde würde sich dann nur die Stärke ändern, nicht die Geometrie bzw. der Geometriefehler.

Wenn, dann müsste man asymmetrisch, d.h. genau entgegengesetzt den Rücken am Auflagebereich bearbeiten.
 
@Lochbart ,
für mich kristallisieren sich da zwei Möglichten + 1, so weitermachen wie bisher, d.h. erneut auf
den 800‘er und mit Geduld und Spucke eh Wasser weitermachen, bis sich auch auf dem noch fehlenden
Bereich eine brauchbare Facette bildet oder es mit der Methode „gezielt anheben“ versuchen den
Bereich partiell bearbeiten. Ist zwar auch nicht unbedingt ein Selbstgänger, aber meiner bescheidenen
Meinung und Erfahrung nach, noch die praktikabelste.

Die „+1-Methode(en)“ wäre es, eine Abgabe des Messers z.B. an @Hatzicho's Kotten und dann die Geometrie
fachmännisch richten lassen. Eine weitere Option wäre es, einen erfahrenen Mitforisten zu finden, der sich
der Schärfung des Messers annimmt.
 
@DailyDriver Das Problem ist, dass sowohl Anheben als auch jemand anders schärfen lassen, das Ganze nicht reproduzierbar werden lässt und ich beim nächsten mal wieder da stehe, wo ich jetzt bin. Außer, derjenige macht dasselbe, was ich auch tun muss. Stumpf durchschärfen, bis die Geometrie wieder stimmt. Ich denke, da hilft nur Augen zu und durch. :(

Außer ich übersehe etwas. Deswegen frug ich. Also Danke nochmals!!!
 
@Lochbart, wenn Du eine Schieblehre hast, mess doch mal die Rückendicke vorne hinten und in der Mitte und guck mal, ob der Rücken gerade ist. Dann überlegst Du Dir vor dem neuen Durchschärfen wie der Rücken vorgearbeitet wird.
 
@Lochbart, wenn Du eine Schieblehre hast, mess doch mal die Rückendicke vorne hinten und in der Mitte und guck mal, ob der Rücken gerade ist. Dann überlegst Du Dir vor dem neuen Durchschärfen wie der Rücken vorgearbeitet wird.
Da hatte ich auch schon mal drüber nachgedacht, aber die Stelle, wo es nicht durchgeht ist ja sehr schmal. Würde der Rücken da schmaler sein, müsste es die Schneide ja dennoch. Denke von daher eher, dass die Klinge in sich krumm ist.
 
@Wenn die Klinge in der Schneide krumm wäre, dann müsste der dünnen Facettenstelle auf der anderen Seite eine breite Facettenstelle gegenüberliegen und das ist nach den Fotos nicht der Fall. D.h. es muss ein Buckel im seitlichen Rücken über der dünnen Facettenstelle da sein.
 
Schon möglich, aber der Rücken ist nicht über der dünnen Stelle bauchig dicker und wird dann zur Spitze sehr viel dünner?
Nein. Der Rücken ist insgesamt vorne etwas dicker. Ca. 0,1-0,2mm. Das erklärt natürlich, dass die Facette dort schmaler ist, aber es erklärt nicht die eine Stelle, die so schlecht getroffen wird.

@Wenn die Klinge in der Schneide krumm wäre, dann müsste der dünnen Facettenstelle auf der anderen Seite eine breite Facettenstelle gegenüberliegen und das ist nach den Fotos nicht der Fall. D.h. es muss ein Buckel im seitlichen Rücken über der dünnen Facettenstelle da sein.
Das stimmt. Daher vermute ich mittlerweile eher, dass das Messer bisher dort nicht aufliegend sondern am Griff leicht angehoben geschliffen wurde und dabei dem Übergang nicht genug Rechnung getragen wurde (also etwa erst komplett und dann nochmal am Ende abgehoben aber nur mit ca. 1cm Spitze auf dem Stein mit dann also verändertem Winkel).
 
Ich würde vor dem neuen Durchschärfen den Rücken um die ca 0,1-0,2 mm korrigieren. Ob beim Schärfen angehoben wurde oder nicht, kann man vielleicht durch Auflegen auf einen planen Stein herausfinden.
 
Ich würde vor dem neuen Durchschärfen den Rücken um die ca 0,1-0,2 mm korrigieren. Ob beim Schärfen angehoben wurde oder nicht, kann man vielleicht durch Auflegen auf einen planen Stein herausfinden.
Und wie soll das gehen, wenn der über die ganze Länge etwa 0,15mm breiter wird? Das entspricht im Winkel an der Facette ca. 0,5 Grad. Es hängt dann an der Stärke der Hohlung, in wieviel weniger Breite an der Facette sich das übersetzt. Wie man jedoch auf den Bildern sieht, wird diese ja durchaus erreicht, nur ist sie halt nicht mehr sehr breit. Das sollte jedoch - zumindest in der Theorie - mir komplett aufliegendem Rücken noch besser werden, oder?

Ich glaube eher, dass dieses ganze Gemurkse mit Anheben und an der Klingengeometrie Rumschleifen (sic!) solche "Problemmesser" erst produziert - außer, was ich bei TI nicht glaube, sie werden bereits schief und krumm produziert, wie z.B. bei Erbe. Dann würde ich damit das Problem nicht lösen, sondern nur auf die lange Bank schieben.
 
Und wie soll das gehen, wenn der über die ganze Länge etwa 0,15mm breiter wird?
Man könte ein Isolierband an der Schneide anbringen und den Rücken paralel zur Schneide schleifen. Oder das dünnere Ende des Rückens zum Heft durch Isolierband um 0,15 mm Verstärken und dann mit Druckbetonung auf die Klingenspitze den Rücken plan schleifen. Oder alles ohne Hilfsmittel und ständig nachmessen und Rücken auflegen zum kontrollieren.
Ich hab ja nicht behauptet, das es einfach ist und jeder könne das.
Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
 
Zurück
Oben