Forum der Rasur

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Maxwell June Razors

Wenn jetzt noch der Griff wechselbar oder der Kopf einzeln zu erwerben wäre.
 
...wenn er in der EU zu kaufen wäre und aus VA bestehen würde...würde ich ihn mir ordern.
Finde die Idee/Design sehr gut!
 
Sehr interessantes Projekt und ein guter Ansatz, der aus meiner Sicht nicht zuende gedacht wurde.
Für mich hat dieser Mehrklingenrasier aber den entscheidenen Nachteil, den alle Mehrklingenrasierer für mich haben.
In dem Fall ist es auch egal, ob Systemrasierer oder Mehrklingen DE/SE Rasierhobel.
Zwischen den Klingen bleiben immer Bartstoppeln hängen und lassen sich nur schwer entfernen. Beim Leaf kann man
ja die Klingen zum Reinigen entfernen. Bei diesen System hier scheint es aber so, dass die Klinge nur einmal eingesetzt werden
kann und nach dem Entfernen muss einen neue Klinge eingesetzt werden. Leider wird auf der Homepage des Herstellers
nicht auf Reinigung und Klingenentfernung eingegangen. Der Kopf ist hinten geschlossen und es kann kein Wasser
durchlaufen. Auch bei den günstigen Klingenpreisen ist es für mich keine Option, die Klinge nach einer Rasur auszutauschen.
 
Hallo zusammen,

Es scheint zu diesem Rasierer bislang keinen eigenen Strang zu geben.

Anstelle von Wechsel-Baseplates hat dieser Rasierer drei Wechsel-Topcaps...

Hat jemand bereits eigene Erfahrungen damit sammeln können? Ist Deine Bestellung vielleicht schon eingegangen @Ventastic?
 
Den habe ich auch schon vor einigen Monaten gesehen,sehen interessant aus.
Die Baseplate sieht zumindest sehr ähnlich aus wie den von den Yates 921,
und preislich sind sie ja recht günstig.
 
Hallo zusammen,

Es scheint zu diesem Rasierer bislang keinen eigenen Strang zu geben.

Anstelle von Wechsel-Baseplates hat dieser Rasierer drei Wechsel-Topcaps...

Hat jemand bereits eigene Erfahrungen damit sammeln können? Ist Deine Bestellung vielleicht schon eingegangen @Ventastic?
Hallo @JAHE

tatsächlich hatte ich den Maxwell June DE nach einer längeren Lieferzeit mittlerweile viermal in Gebrauch. Bestellt habe ich die EX- und die Standard-Kopfplatte sowie dazu den kurzen, ausgehöhlten Griff.

Gewicht und Balance empfinde ich als perfekt. Alle vier Rasuren habe ich mit der EX-Kopfplatte absolviert, und alle waren überaus sanft und komfortabel, egal, welche Klinge ich verwendet habe.

Von der Effizienz kommt die EX-Kopfplatte allerdings nicht an einen Blackbird heran, sondern liegt für mein Empfinden vielleicht irgendwo auf dem Niveau der Lite-Platte.

Als Nächstes möchte ich die Standard-Kopfplatte ausprobieren. Ein erster kurzer Test heute Morgen mit ein paar weniger Zügen war schon vielversprechend. Eventuell lässt sich mit dieser Platte und etwas mehr Druck auch ein passables Ergebnis erzielen.

Stay tuned. :)

Ansonsten werde ich den Maxwell June eventuell bald an ein oder zwei andere Forenmitglieder weitergeben, die sicherlich noch aussagekräftigere Erfahrungen sammeln und hier niederschreiben können.
 
Hallo zusammen,

dank einer großzügigen Leihabe - an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank! - kam ich in den Genuss, den Maxwell June DE Rasierhobel zu testen. Ich bevorzuge i. d. R. sanfte Hobel mit geringem Spalt und/oder Exposition. Meine zwei aktuellen Favoriten sind der ATT Windsor R und die Nord Razors Freyja mit der Standard Platte.

Der Maxwell June Hobel hat in den englischsprachigen Foren, v. a. bei Bader & Blade recht schnell eine große Fangemeinde angesammelt, was mitunter an dem wirklich unglaublich fairen (lies: niedrigen) Preis liegt. In der Standardausführung mit einer Topcap und dem soliden Griff liegt der Preis bei 89 US-Dollar, und das für einen Made in US gefrästen Edelstahlhobel!

Wie @JAHE in seinem Eingangsbeitrag schon erwähnt hat, gibt es den Maxwell June DE in verschiedenen Ausführungen, jedoch wird hier anstelle der üblichen Basisplatte die Topcap ausgewechselt und ist in SX (sanft), Standard und EX (effizient) erhältlich.

Zum Hobel selbst gibt der Hersteller keine Informationen, was Gap und Exposition anbelangt. Was sich durch den Wechsel der Topcaps ändert, kann man sich somit auch nur zusammen reimen. Da die Exposition i. d. R. an der Baseplate/Schaumkante hängt, kann es diese schon mal nicht sein, und ich vermute damit eher eine Änderung des Spaltes und möglicherweise des Winkels der Klinge, wobei ich keine großen optischen Unterschiede zwischen der Standard- und der EX-Topcap erkennen konnte.

Was natürlich gesagt werden muss: „You get what you pay for”, die Ausführungsqualität des Hobels ist gut, man merkt aber schon, dass es eben kein „Luxushobel“ ist. Das Finish ist machined, mit deutlich sichtbaren Bearbeitungsspuren und v. a. an der Baseplate einige scharfe Ecken und Kanten. Überraschenderweise ist aber keines der Bauteile ein „Handtuchkiller“.

Habe versucht einige Eindrücke heute vorm wieder verpacken fotografisch einzufangen:

IMG_4827.jpeg

IMG_4828.jpeg

IMG_4830.jpeg


Die Testkonfiguration waren die Standard- und EX-Topcap mit dem kurzen, hohlen Griff.

Schande über mein Haupt, ich habe vergessen, den Hobel zu wiegen, bevor ich ihn wieder verpackt habe. Der Hersteller sagt dem hohlen, kurzen Griff ein Gewicht von 51 Gramm zu, dem soliden kurzen Griff 76 Gramm. Damit dürfte der Hobel den ich testen durfte ein Gewicht von etwa 90 Gramm gehabt haben - war perfekt!

Der kurze Griff ist ca. 84 mm lang, es gibt auch noch einen längeren Griff mit 96 mm (ebenfalls hohl und solide erhältlich) sowie einen passenden Stand.

So, viel geschrieben, nun zur Rasur. Hatte je zwei Rasuren mit der Standard- und EX-Topcap.

Soviel vorweg - der Maxwell June DE ist kein Hobel für Bladefeel-Connaisseure oder Liebhaber von aggressiven Rasierhobeln. Beide Topcaps waren mir vom Bladefeel her sehr sympathisch, auch die EX-Topcap ist alles andere als gefährlich. Die Standard-Topcap hat ein sehr, sehr ähnliches Rasurgefühl als der Windsor R und rasiert für seine Sanftheit überraschend gründlich und nachhaltig. Die EX-Topcap hebt die Effizienz ein wenig, jedoch auch zu Lasten des Komforts.

Der Hobel liegt während der Rasur super in der Hand, der Griff ist griffig und der „Bobbel“ am Ende gibt eine schöne Möglichkeit, die Fingerkuppe darin rasten zu lassen. Mit dem hohlen Griff ist der Hobel sehr gut ausbalanciert, sprich weder Griff- noch Kopflastig und lässt sich leicht führen.

Ich war wirklich begeistert von den Rasuren, vor allem von der Standard-Topcap!

Leider geht mit einem Versand über den Teich und der Einfuhr-USt der günstige Preis schnell massiv in die Höhe, was sehr schade ist. Für den Preis, der in den USA zu löhnen ist, ist der MJ DE ein wahnsinnig guter Hobel.

Werde ich mir einen kaufen? Nein - jedoch nur, weil er am Rasiergefühl sehr nah am Windsor R liegt. Falls jemand diesen nicht hat und daran kein Interesse hat, kann ich den MJ DE aber wirklich empfehlen.

Vielen Dank nochmals für die Möglichkeit, den Hobel zu testen zu dürfen!
 
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