Forum der Rasur

Registriere Dich jetzt kostenlos!

Dadurch bekommst Du Zugang zu dem geschützten Mitgliederbereich, kannst beim Gebrauchtmarkt mitmachen und stellst nebenbei auch noch sicher, dass niemand Dir Deinen Wunsch-Usernamen wegschnappt.

Nach 8 Monaten noch immer eingewachsene Barthaaren

In meinen Augen schon damals totaler Schwachsinn, denn glaubt man dieser Werbung, müsste die
erste Klinge ja weniger scharf sein, als die zweite.

Zugegebenermaßen gab es eine Menge Unsinn in der Fernsehwerbung. Aber die hier beschriebene Funktionsweise ist ausnahmsweise sehr real. Hast du dich überhaupt mal damit beschäftigt, wie eine Klinge ein menschliches Haar durchtrennt? Die geht nicht aufgrund ihrer Schärfe durch das Haar, wie beispielsweise ein Messer eine Tomate durchschneidet. Oder was glaubst du, warum der berühmte Haartest mit einem Rasiermesser nicht mehr funktioniert wenn man das Haar umdreht, also nicht mehr an dem Ende festhält, wo es in der Wurzel gesessen hat?
 
Hast du dich überhaupt mal damit beschäftigt, wie eine Klinge ein menschliches Haar durchtrennt? Die geht nicht aufgrund ihrer Schärfe durch das Haar, wie beispielsweise ein Messer eine Tomate durchschneidet. Oder was glaubst du, warum der berühmte Haartest mit einem Rasiermesser nicht mehr funktioniert wenn man das Haar umdreht, also nicht mehr an dem Ende festhält, wo es in der Wurzel gesessen hat?
Vielen Dank, dass Du meine Gedanken aufgenommen hast und so möchte ich es Dir gleichtun…

Natürlich habe ich mir über dieses Phänomen schon mehr als einmal Gedanken gemacht, zumal ich ja
meine Rasiermesser selber Schärfe und ein Anhänger des Haartestes* bin. Ich bin weder studierter
Biologe noch ausgewiesener Kenner der menschlichen Anatomie, aber ist es nicht so, dass das menschliche
Haar an der Außenseite aus mehreren Schichten Hornplättchen besteht, die einem Grashalm ähnlich, an
eine bestimmte Wuchsrichtung gebunden sind? Wenn ein schneiden des Haares durch eine Klinge ausschließlich
nur aufgrund der Wuchsrichtung und somit Form und Ablagerung der Hornplättchen möglich ist, warum
funktioniert dann eine Rasur überhaupt? Denn diese Hornplättchen, in der sich ja die Klinge quasi einhakt,
Stichwort „Haartest“, zeigen bei normalem Wuchs in die andere Richtung…von der Wurzel weg. Weiterhin stellt
sich mir dahingehend eine weitere Frage, was passiert, wenn die Haare, am Beispiel des Barthaares extrem
verwirbelt wachsen?

*) Mir ist es schon gelungen und ab und an gelingt es mir auch wieder, dass ich mit einem von mir frisch geschärftem
Rasiermesser einen positiven Haartest in beide Richtung des selben Haares hinbekomme…

polish_save.png


Quelle: WIKIPEDIA „Haar“

Gruß
Gregor
 
Und warum muss dann die erste Klinge eines Doppelklingen-Rasierers stumpfer sein damit das Prinzip aus der Fernsehwerbung des GII funktioniert?
 
In meinen Augen schon damals totaler Schwachsinn, denn glaubt man dieser Werbung, müsste die
erste Klinge ja weniger scharf sein, als die zweite.
Endlich finde ich jemanden, der meine Meinung zu diesem Thema teilt.

Aber die hier beschriebene Funktionsweise ist ausnahmsweise sehr real.
Und warum muss dann die erste Klinge eines Doppelklingen-Rasierers stumpfer sein damit das Prinzip aus der Fernsehwerbung des GII funktioniert?
Wenn die erste Klinge die gleiche Schärfe aufweist, würde sie schon das Haar schneiden und nicht nur hängen bleiben. Also warum schneidet erst die zweite Klinge?
 
Endlich finde ich jemanden, der meine Meinung zu diesem Thema teilt.



Wenn die erste Klinge die gleiche Schärfe aufweist, würde sie schon das Haar schneiden und nicht nur hängen bleiben. Also warum schneidet erst die zweite Klinge?

Es schneiden beide Klingen. Aber es ist schon ein gewisser Kraftaufwand notwendig um das Haar durchtrennen zu können. Dadurch wird das Haar etwas herausgezogen. Und bevor es nochmal in den Wurzelkanal zurück geht schneidet die zweite Klinge noch ein Stück mehr ab. Ich müsste nochmal danach suchen aber zu den Thema gab es sogar eine wissenschaftliche Veröffentlichung.
 
ein gewisser Kraftaufwand notwendig um das Haar durchtrennen zu können
Wird denn unterschiedlich fest gezogen mit den einzelnen Klingen? Nein, die sind doch nebeneinander eingebettet.
Dadurch wird das Haar etwas herausgezogen.
Warum nicht geschnitten? Weil die Kraft zu gering ist? Wieso schneidet dann die zweite Klinge?

Und bevor es nochmal in den Wurzelkanal zurück geht schneidet die zweite Klinge noch ein Stück mehr ab
D.h. die zweite Klinge schneidet schneller, als das Haar im Haarkanal verschwindet. Wie schnell muß man sich dann mindestens rasieren bzw. mit welche Geschwindigkeit muß der Rasierer über die Haut bewegt werden?

Ich müsste nochmal danach suchen aber zu den Thema gab es sogar eine wissenschaftliche Veröffentlichung.
Wenn Du Dir die Mühe machen würdest, wäre ich Dir dankbar. Es wäre sicher auch interessant zu wissen, wer getestet hat und wer die Studie in Auftrag gab.
 
Leider konnte ich innerhalb der kurzen Zeit nur die Patentschrift finden.


Das Funktionsprinzip (Hysteresis) ist hier beschrieben.
 
Leider kann ich sie momentan nicht mehr finden wobei man dazu wissen muss, dass viele wissenschaftliche Veröffentlichungen, die vor Jahren im Internet noch frei verfügbar waren, mittlerweile hinter Paywalls verschwunden sind.

Hier wird das Prinzip auch nochmal beschrieben. Es existiert also nicht nur in der Fernsehwerbung.

Ever Wonder About Razors? - Science World

Dass nicht wenige Männer Probleme mit eingewachsen Haaren im Zusammenhang mit Mehrklingenrasierern haben, die bei Verwendung einer einzelnen Klinge zur Rasur nicht mehr auftreten, bestätigt ja eigentlich genau dieses Funktionsprinzip. Die Schnittkante des abgeschnittenen Barthaars liegt unterhalb der Hautoberfläche und wenn dann eine dünne Hautschicht darüber wächst, verursacht dies die Probleme mit den eingewachsen Haaren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Leider konnte ich innerhalb der kurzen Zeit nur die Patentschrift finden.
Ich habe mir wirklich die Mühe gemacht und den ganzen Text gelesen. Als ich dann an folgende Stelle kam, haben sich Fragenzeichen auf meiner Stirn gezeigt.

Das erfindungsgemäße Mehrkanten-Rasiersystem bietet hervorragende Rasiereigenschaften, wobei die resultierende Rasur sowohl extrem glatt als auch extrem dicht ist. Obwohl die beteiligte Rasierwirkung nicht vollständig verstanden wird, scheint es eine dynamische Interaktion der Pluralschneiden mit den Haaren zu geben, die während des Rasiervorgangs geschnitten werden, was zu einer komfortablen, bequemen, sicheren und effizienten Rasur in einem niedrigen Tangentenwinkel der Klinge und einer Geometrie mit geringer Exposition führt. Das Rasiersystem sorgt für diese verbesserte dynamische Interaktion und erleichtert gleichzeitig den Fluss von Schmutz, der durch den Rasiervorgang entsteht, weg von der Rasierzone. Die bevorzugte Klingeneinheit und die Griffkonfiguration bieten ein ausgewogenes und einfach zu bedienendes Präzisionsrasiergerät, das in der Lage ist, eine wirtschaftliche Produktion in Serie zu ermöglichen.

Hier wird das Prinzip auch nochmal beschrieben.
Hier finde ich leider keine Beschreibung, sondern nur die Aussagen von jemandem, der von Elektro- auf Nassrasur wechselt. Dies scheinbar auch noch nicht lange durchführt.

Da es ja kaum noch Zweiklingen-Systeme gibt, sondern mittlerweile welche mit bis zu fünf Klingen, stelle ich mir folgende Frage.
Wenn die Funktion die Zweiklingen-Systemes wirklich so funktioniert, wie ist das dann bei drei Klingen? Zieht die Zweite Klinge das Haar noch weiter heraus, bevor die dritte Klinge schneidet? Wie ist es dann bei einem System mit vier oder fünf Klingen? Wie weit wird da das Haar herausgezogen?

Ich will damit nicht sagen, daß Systemies keine Berechtigung haben. Es sind aber eben nur überteuerte Systeme, die in unsere Wegwerfgesellschaft passen. Der schnell-schnell Effekt hat sich schon lange aus dem Berufsleben auf den pers. Bereich ausgeweitet. Siehe auch Dosenschaum. Wobei ich die Hoffnung habe, daß sich das über die nächsten Generationen zum Besseren entwickelt.
 
Wie zuvor beschrieben ist es eigentlich naheliegend:

Idealerweise trennt eine (1) saubere und scharfe Klinge (egal ob Messer oder DE/SE) das Haar direkt an der Hautoberfläche ab. Je näher es dort abgeschnitten wird, desto eher wächst das Risiko, für einwachsende Haare. Vor allem mit Systemie oder auch beim Versuch "zu gründlich" rasieren zu wollen... Deshalb muss man wissen, was die eigene Haut verträgt oder wo Schluss ist. Ein passender Spruch aus der Schrauberwelt: "Nach fest kommt ab!" Ist beim Rasieren ähnlich: "Nach glatt kommt Blut"! (nicht immer zum Glück)
 
Da es ja kaum noch Zweiklingen-Systeme gibt, sondern mittlerweile welche mit bis zu fünf Klingen, stelle ich mir folgende Frage.
Wenn die Funktion die Zweiklingen-Systemes wirklich so funktioniert, wie ist das dann bei drei Klingen? Zieht die Zweite Klinge das Haar noch weiter heraus, bevor die dritte Klinge schneidet? Wie ist es dann bei einem System mit vier oder fünf Klingen? Wie weit wird da das Haar herausgezogen?

Das sind alles berechtigte Fragen, die ich mir auch gestellt habe. Dass das System mit zwei Klingen so funktioniert wie beschrieben, davon bin ich selbst überzeugt. Wenn ich die Nachhaltigkeit einer Rasur meines GII mit einer Hobelrasur vergleiche, sehe ich deutliche Unterschiede. Und wie schon geschrieben, sind die Probleme mit eingewachsen Haaren im Zusammenhang mit Mehrklingenrasierern ja auch irgendwie eine Bestätigung, dass es so funktioniert wie beschrieben.

Was die Systemrasierer mit noch mehr Klingen betrifft, würde ich sagen, das war nur noch pures Marketing und bringt eigentlich kaum oder überhaupt keine Vorteile mehr. Es ist übrigens interessant, wenn man sich die ganze Entwicklungsgeschichte und die damit verbundene Patentschlacht anschaut. Wilkinson konnte seinen Quattro mit vier Klingen nur deshalb auf den Markt bringen weil Gillette nur exakt die 3 Klingen des Mach 3 patentiert hatte. Hätte die Patentschrift von Gillette einen Systemrasierer mit 3 oder mehr Klingen rechtlich geschützt, wäre das nicht möglich gewesen. Dass Wilkinson einen Rasierer mit 4 Klingen auf den Markt bringen würde, damit hatten die Patentanwälte von Gillette offensichtlich nicht gerechnet.

Meine persönliche Meinung zu der Sache, ich finde gerade der Gillette GII mit seinem starren Kopf ist ein phantastischer Rasierer und ich kann nur jedem empfehlen, ihn mal (mit den original Gillette Klingen) auszuprobieren um sich selbst eine Meinung zu bilden. Alles was mehr als zwei Klingen hat, hat nach meiner Meinung keinerlei Vorteile gegenüber Systemen mit zwei Klingen. Da ging es nur noch um pures Marketing und um entsprechende Marktanteile.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Bavaria Blade
Ich habe mir dein Posting nochmal genau angesehen. Ich nehme an, du hast dir den Text automatisiert übersetzen lassen. Vermutlich weil technische Fachartikel in einer anderen Sprache nur schwierig lesbar sind wenn man die speziellen Begriffe nicht kennt. Ist das so zutreffend?
 
Da ging es nur noch um pures Marketing und um entsprechende Marktanteile.
Ich bin der Meinung, daß alle Systemies auf diesem Marketing der "erst ziehen, dann schneiden" aufgebaut sind. Diese Grundidee ist so genial, wie dauerhaft in den Köpfen der Leute verankert worden. Was man damals mehrfach am Tag eingetrichtert bekam, blieb einfach hängen. Zur heutigen Werbung kann ich nichts sagen, da ich keine TV-Werbung ansehe. Nur noch streaming Dienste.
Dazu muß man sich natürlich auch die Zeit vor Augen führen, in der diese Werbung aufkam. Wer hat sich denn damals wirklich hingesetzt und die Aussage richtig betrachtet bzw. in Frage gestellt? Wir sind als heutige Nerds eine ganz andere Interessensgruppe, die jedes noch so kleine Detail der Nassrasur beleuchtet. In den 80er Jahren, war es wichtig viel und schnell zu arbeiten, um sich etwas aufzubauen. Da kam die schnelle Rasur mit schnellem Schaum aus der Dose genau richtig. Schnell musste es gehen. Da hat keiner an work-live-ballance oder me-time gedacht. Geschweige denn von Wellness für den Mann. Das war unmännlich und wurde belächelt. Vieles wurde von so manchem Macho-Vater an die Boomer Generation weitergegeben bzw. vorgelebt.

Ist das so zutreffend?
Ja, richtig. Daß dadurch manche Begriffe nicht fachlich richtig gewählt werden ist mir klar. Allerdings sollte aus dem Kontext der o.g. "erst ziehen, dann schneiden" - Effekt irgendwie erkennbar sein. Das habe ich nicht gefunden.
 
Oder, wie bei mir, "Nach glatt kommt eingewachsen". :lol
Das muß aber nicht nur am "falschen" Rasurzeug liegen. Mein Schwager hat so krauses Haar, daß sich das sogar im Gesicht zeigt. Zugegeben, stellt er ein Extrem dar, aber er kommt mit der Nassrasur gar nicht klar und muß sogar den Trimmabstand häufig nachbessern, damit es dann nicht juckt.
Wenn also die Barthaare auch nur eine leichte Welle machen, wird es für den Anwender schwierig, das richtige Equipment zu finden. Wenn wir die Neuzugänge betrachten, hat gefühlt jeder dieses Einwachsproblem, um was ich keinen beneide. Nur kann man im Zeitalter des inets die Recherche nach Abhilfe einfach gestalten. Darin sehe ich die Chance für Hobel und Co.
 
Zurück
Oben