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Oliworks M3teorite

ankerbart

Gold FdR-Pate
M3teorite Stainless Steel – flach geführt, stark geliefert

Nach jeweils einer Rasur mit den 3 verschiedenen Trays des M3teorite, Mild, Medium und Aggressive, meine Vorstellung des Hobels. Ich habe keinen Faden zu Oliworks oder zum M3teorite gefunden.

Ein paar Bilder zu dem Hobel, damit ihr wisst, wovon ich spreche:

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Bauart & Winkel-Charakter
Der M3teorite ist als flach geführter Daily Performer ausgelegt: Herstellerseitig zielt er auf 20° Rasurwinkel, also klar „riding the cap“. Er ist winkeltolerant, belohnt aber die penible Winkeltreue mit hörbar mehr Effizienz, Ruhe und Nachhaltigkeit.
Gegenbeispiel Henson (30°): Der M3teorite möchte flacher an die Klinge geführt werden. Wer also„Kappenkontakt“ gewohnt ist, steigt ohne Umgewöhnung ein.

Das Gewicht spielt ihm zusätzlich in die Karten: im direkten Gefühl wirkt er massiger als viele Referenzen, was die kleineren Gaps überraschend nah an die nächsthöhere Effektivitätsstufe heranrücken lässt. Akustisch wird er pro Platte eine Spur lauter, nie schrill, eher ein sauberes „Feedback - o- Meter“ für Technik und Seifeneinstellung.

Daten & Einordnung
  • Mild: Gap 0,508 mm, Exposure 0,0686 mm
  • Medium: Gap 0,762 mm, Exposure 0,1372 mm
  • Aggressive: Gap 1,016 mm, Exposure 0,2057 mm
Praxis-Brücke (gefühlte Staffel im Vergleich zur "Blutt-Skala"):
Blutt 0.67 → M3teorite Mild → Blutt 0.86 → M3teorite Medium → Blutt 0.99 → M3teorite Aggressive → Blutt 1.20

Die Aussage dahinter: Durch Masse und flachen Winkel „performt“ jede M3teorite-Stufe eine Nummer erwachsener, als die nackte Zahl vermuten lässt.

Die drei Platten im Alltag

Mild – entspannt präzise

  • Gefühl: sehr sanft, ausreichend gründlich, sauber geführt.
  • Technik: flach ansetzen (20°), lieber „ziehen lassen“ statt drücken.
  • Einsatz: Daily Driver bei sensibler Haut / feinerem Bart; auch an „müden Tagen“ stressfrei.
Medium – Sweet Spot für viele
  • Gefühl: merklich mehr Zugkraft, ohne ruppig zu werden
  • Technik: 20° konsequent halten; der Hobel dankt’s mit autopilothafter Führung.
  • Einsatz: täglicher / zweitägiger Bart, wenn man „einmal drüber, sauber fertig“ sucht.
Aggressive – ehrlich, kalkulierbar
  • Gefühl: Bladefeel klar spürbar, aber ehrlich und gut lesbar; am gründlichsten im Trio.
  • Technik: weiterhin flach, kein Druck, Winkel als Leitplanke, dann „klinisch glatt“.
  • Einsatz: dichter Bart, höherer Anspruch an Nachhaltigkeit; Wochenend-Smoother.
  • Bemerkung: Die beste Balance aus Effizienz und Kontrolle – mein Favorit im System.
Technik-Tipps
  • Winkel zuerst: Flach ansetzen (Cap fühlen), dann minimal abrollen bis die Klinge arbeitet.
  • Seife „dichter“ führen: Der M3etorite mag kompakte, glänzende Texturen (Yoghurt-Schaum). Zu luftiger Schaum kostet Reserve.
  • Druck null: Die Masse erledigt die Arbeit, führen, nicht „schieben“.
  • Klingenwahl: Alles von sanft-scharf (z. Bsp. Personna Super/Platinum, Ladas, Minora) bis schärfer (Feather) wird funktionieren.
Pro & Contra (kurz)

Plus:
flacher, geführter Schneidwinkel; gewichtete Effizienz; klare Abstufung; akustisches Feedback; hohe Kontrolle bei korrekter Technik.
Minus: Wer klassisch steiler (Riding the Bar) rasiert, muss den Winkel umlernen; zu luftiger Schaum nimmt dem System Punch.

Fazit
Der M3teorite hat ein Winkel-Konzept mit Masse-Vorteil: flach geführt, präzise und nachhaltig.
Mild nimmt die Angst, Medium trifft die Mitte, Aggressive liefert Flaggschiff Ergebnisse, ohne Drama. Wer „riding the cap“ beherrscht und kompakten Schaum baut, bekommt ein stringent abgestimmtes Dreiklangsystem von sanft bis kompromisslos gründlich. Kaufempfehlung, insbesondere mit Blick auf die Aggressive-Platte als „Best-of“ der Reihe.
 
Sehr interessant, aber der Startpreis steht leider im Gegensatz zu meinem 2026-er Vorhaben "keine Einzelausgabe über 100€"
Evtl. landet ja mal einer (2-stellig) im MH.
 
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