Rasur am 11.04.2026
Basic-Care: Weleda Calendula Pflegeöl
Pre-Shave: Proraso Crema Pre Barba, Blau
Rasierseife: T.F.S. (Tcheon Fung Sing) Mastro Miché - Annuendo
Vorhaben: Jetzt durchgängig benutzen bis die Dose leer ist, damit wieder mehr Platz wird.
Ganz schön mühsam, jeden Tag die gleiche Seife

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Rasierpinsel: Omega Borste 10048
Borsten-Feeling auf die üppige Art.
Rasierhobel: Natu Shaving Razor, Farbe Copper
Ich wollte den jetzt unbedingt mal ausprobieren. Ich fand die Informationen darüber zur Kickstarter Kampagne recht interessant, hatte mich aber damals nicht daran beteiligt.
Auf der Natu Seite waren nur noch Grün und Copper verfügbar. Ich habe mich dann für Copper entschieden. Der Farbton geht leicht ins rosé, ist aber eher so ein gedecktes Kupfer. Ich finde die Farbe sehr angenehm, nicht zu kallig. Dem Rasierer lagen verschiedene halbe DE-Klingen bei, die auf mich jedoch alle keinen so vertrauenserweckenden Eindruck gemacht haben. Ich konnte hier die Hersteller bzw. Klingenmarken nicht zuordnen. Ich habe deshalb eine neue Amazon Eigenmarke Klinge halbiert (die mit dem Wilkinson Gefühl), also so mittelscharf. Die ganze Konstruktion mit der Deckelklappe wirkt auf mich sehr gut ausgetüftelt, präzise gefertigt und recht stabil. Die Klinge wird von starken Magneten gut gehalten und liegt mit ihren Eckeinbuchtungen an kleinen Erhebungen in Richtung der Schneidkante gut an. Ich hatte erst Bedenken, weil die Klinge ja in Richtungen Hobelrückseite nicht gegen Verschieben gesichert ist, und hier nur über die Magneten fixiert wird. Die Klinge hatte sich jedoch, trotz Auseinandersetzung dieser mit meinen drahtigen Kinnhaaren, nicht von der Stelle bewegt.
Der Hobel ist sehr sanft. Ich hatte eher vorsichtig begonnen, mit der Rasur, weil ich den Rasierer nicht kenne, aber dann schnell gemerkt, dass man den mehr mit typischem Systemrasierer Druck handhaben kann bzw. muss.
Bei der Handhabung des Natu ist es sehr von Vorteil, wenn man es gewohnt ist den Rasierhobelgriff mehr zur Haut hin zu ziehen und im hinteren Bereich zu greifen. Der Bewegungsspielraum des Kopfes ist nicht sehr groß, war aber für mich genau im richtigen Bereich. Ich kam jetzt auf Anhieb mit dem Natu sehr gut zu recht. Das Rasierergebnis war nicht ganz so gründlich wie bei dem gestern verwendeten Design94, aber schon sehr ordentlich, ist jedoch im Gegensatz zum Design94 mit deutlich mehr Arbeit verbunden. Vor allem am Kinn musste ich mehr nachputzen, und insgesamt mit kürzeren Zügen und mehr Ausspülen rasieren. Die Schaumkonsistenz war wie immer, ein mehr fetter und dichterer Schaumteppich. Beim händischen Halbieren der Klinge durch Knicken entsteht ja an den Bruchkanten eine leichte Biegung. Die lässt sich jedoch nach unten einlegen, so dass diese Biegung nirgends ansteht. Geht vielleicht auch nach oben, muss ich noch probieren. Der Griff ist fein geriffelt und liegt sehr gut in der Hand.
Irgendwelche Reizungen konnte ich, trotz dem dann doch (im Vergleich dazu wie ich das sonst so mache) eher hemmungslosen übers Gesicht Ackern, nicht feststellen.
Man merkt dem Rasierer an, dass hier mit viel Know-How intensiv nachgedacht wurde. Ich denke, dass das eine hervorragende Alternative zu Systemrasierern ist, für viele Nutzer viel ähnlicher dem gewohnten. Für Nutzer die mit traditionellen Hobeldesigns gut umgehen können bringt der Natu jetzt nicht unbedingt Mehrwert, ist jedoch eine sehr interessante Alternative und weitere Option. Vielleicht auch für Reisen, wenn nur Dosenschaum oder -gel zur Verfügung steht, für schnell und unkompliziert.
Ich werde den Natu sicherlich weiter benutzen, gefällt mir sehr gut der "Hobel". Beim nächsten Versuch vermutlich mit einer schärferen Klinge.
Rasierklinge: Amazon Eigenmarke (1), durch Knicken halbiert
Die Klinge mit der mysteriösen Herkunft und dem Wilkinson-Gefühl.
After-Shave: Proraso After Shave Lotion



viel Menthol, herrlich!