Rasur am 30.05.2026
Basic-Care: Weleda Calendula Pflegeöl
Pre-Shave: Proraso Crema Pre Barba, Grün
Rasierseife: Barbiere di Figaro Classico (T.F.S.)
Rasierpinsel: YAQI Caramel 26MM Two Band Badger
Rasierhobel: Design94, Titan, langer Griff, mit SpaCe Beschichtung
Rasierklinge: BIC Astor Stainless (1) unbeschichtet
After-Shave: Davidoff Cool Water
100 % Gründlich, 100 % Reizfrei. So könnte man vielleicht die Rasurergebnisse des Design94 zusammenfassen, die sich hier so wiederholt einstellen, und das auf eine so lässige Art. Verglichen mit dem gestern verwendeten Tatara Nodamune (cap Nodachi, cc Masamune) finden sich äußerlich schon Parallelen. Beide vom Kopf bis zu den Füßen mit Anspruch designed. Der Design94 mit seinen Längsstreifen am Griff, der Tatara mit seinen kleinen punktförmigen Vertiefungen. Beide diesen Halbrunden Abschluss am Griffende. Die Größe der beiden Hobel unterscheidet sich jedoch, vor allem am Griff, schon gewaltig. Der eine luftig-leichte Opulenz, der andere sehr konzentrierte, auf das Wesentliche minimierte Gewichtigkeit.
Die Rasurcharakteristik ist jedoch sehr verschieden. Der Design94 erreicht diese Gründlichkeit bei der Rasur mehr defensiv, mit Geduld. Stetiges, mehrmaliges über die Haut streicheln, bis nichts mehr zu hören ist (der ist laut) kürzt die Haare Stück um Stück bis zum BBS. Ohne Reizung. Der Tatara (zumindest ab der Nodamune Kombi) geht da mehr offensiver, mehr mit schneidender Präzision zu Werke, und will auch Konzentration geführt werden. Wollte ich die beiden Rasierer als Persönlichkeiten beschreiben, dann würde bei mir, beim Design 94, der lässige italienische Modedesigner (obwohl der ja aus Deutschland kommt

), und beim Tatara der japanische ZEN-Meister, in imaginären Bildern erscheinen.
So verschieden sie auch sind, beides absolut tolle Hobel.