Forum der Rasur

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Schärfmethode Stromaufwärts?

Christoph_NOE

Active Member
Youtube hat mir ein Video vorgeschlagen, das etwas von der "üblichen" Schärfmethode abweicht.
Da ich mir nicht sicher bin ob man Youtube Links reinstellen darf, man findet es unter "The Easiest Honing Method That Saves You Money".

Hat das schonmal jemand probiert? ;)
Es klingt irgendwie sehr logisch und würde viele Problemchen mit nicht ganz so flachen Messern lösen können.
Ich will allerdings nicht unbedingt meine Steine in kleine Brocken zerschneiden um das mal zu probieren :bier1

Kurz zu Erklärung, es wird ein kleiner Stein entlang des Messers gerieben, nicht gegen die Schneide oder den Rücken am langen Bankstein wie "üblich".
Die Auflageflächen sind jeweils der Rücken und die Schneidkante, also eigentlich perfekt für krumme oder lächelnde Messer
 
Man könnte ja auch so Doppelsteine ala 400/1000 oder 3000/8000 in Blöcke schneiden, es müssen ja nicht zwangsweise Naguras sein... vielleicht will ja jemand seine Steine opfern weil er auf was besseres umgestiegen ist und das für uns testen :p:cool:
 
Warum soll das nicht gehen?
Ist ja sehr vergleichbar mit dem schärfen eines Küchenmessers
 
Genau dafür sind doch die so genannten "Finger Stones" gedacht...
Nope. Mit Fingerstones polierst du die flache Schneide von Schwertern oder japanischen Messern, die eine asymmetrische Schneide haben.

Ich persönlich habe keine Zweifel, das diese Art ein Rasiermesser zu schärfen funktionieren kann. Ich befürchte aber, dass die meisten zuviel Druck verwenden und sich nur einen fetten Grat züchten werden.

Ich schärfe auf die Weise meine Gartenmesser mit Scandischliff. Dadurch habe ich keine Sekundärphase und ich bekomm die Messer sehr gut scharf ohne großes TamTam. Ich habe mir auch extra grobe Naguras wie den Mushi oder Ban gekauft. Das geht gut aber ich verwende schon ordentlich Druck dabei.

Wer das erfolgreich umsetzt kann es gern mal psten. Ich bleibe bei der ursprünglichen Methode.

Viele Grüße Marko
 
Wer gut schmiert - der gut fährt


Eins kurz vorweg: Mir steht es fern, die Methode schlechtzureden oder gar aus irgendwelchen Gründen davon abzuraten. Ein jeder so, wie er mag und es für richtig hält.


Beim Betrachten des oben eingefügten Videos ist mir etwas aufgefallen bzw. in den Sinn gekommen, das bei einer Progression doch zu einem nicht unerheblichen Problem werden könnte: die meiner bescheidenen Meinung nach unbedingt notwendige Feuchtigkeit auf dem verwendeten Schärfstein. Es steht wohl außer Frage, dass bei einer Progression mit einem Rasiermesser, unabhängig vom verwendeten Schärfstein, ein gewisses Maß an Feuchtigkeit auf dem Schärfstein notwendig ist. Dieser Feuchtigkeitsfilm dient ja im Wesentlichen dazu, die Gleitfähigkeit des zu schärfenden Materials auf dem Stein zu erhalten und/oder zu verbessern, durch die Abrasivität entstandene Partikel abzuleiten, aber auch um förderliche Partikel zu binden, um sie im Schärfprozess zu halten und zu nutzen (Slurry).

Es gibt mit Sicherheit Schärfsteine, wie z. B. ältere KING (synthetisch) oder auch einzelne NAGURA, die vor einer Verwendung gewässert werden sollten oder gar müssen, aber gerade im Bereich der Natursteine, hier möchte ich die THÜRINGER, LaLune oder den GREY SLATE, aber auch jNat wie z.B. den OZUKU als Beispiele anführen, die nur äußerst wenig oder keine Nässe/Feuchtigkeit aufnehmen oder speichern. Zwar hat unser lieber Mitforist, Kenner und Könner @Hatzicho's Kotten , in einem Folgebeitrag zum Thema „Thüringer Schärfsteine“ in einem (nah verwandten) Nachbaruniversum geschildert, dass es früher nicht unüblich war, Thüringer Schärfsteine sowohl bereits unmittelbar nach dem Abbau als auch später im Gebrauch feucht zu halten, dennoch behaupte ich mal, dass diese Vorgehensweise heute wohl nur noch experimentell genutzt wird. Auch werden die meisten der heute am weitesten verbreiteten synthetischen Schärfsteine im Regelfall nur sehr kurz oder überhaupt nicht mehr gewässert, bevor sie genutzt werden. Die notwendige Feuchtigkeit wird heutzutage im Regelfall nur während der Progression durch Sprühflaschen, tröpfchenweise oder, wie ich es gerne beim Finish mache, mit bzw. unter laufendem Wasserhahn zugeführt.


Wie gewährleistet man also die Feuchtigkeitszufuhr bzw. wie erhält man den notwendigen Feuchtigkeitsfilm während der Progression bei dieser „Gegen den Strom“-Methode?

Hat da jemand schon Erfahrungen gesammelt und bereits eine Lösung gefunden?



… Immer neugierig bleiben!


Danke und Gruß
Gregor​
 
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