Forum der Rasur

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Schweineborste - Aber welche? Und wie?

Eigentlich wollte ich, bekennender Nicht- Experte in Sachen Pinsel,nichts zu dem Thema Einarbeitung eines Schweinchen sagen, finde aber, dass es nicht gerechtfertigt ist, dieses 3- Tage- Einarbeitungsprogramm als Vodoo, Unsinn und was weiß ich zu bezeichnen.
Natürlich kann man die Borste auch "by doing" einarbeiten, aber:
Mir war das zu kratzig und unangenehm im Gesicht.
So habe ich dieses 3- Tage- Programm durchgeführt. Selbstverständlich ohne den ( Holz) Griff zu wässern, sondern unterhalb des Griffes ca. 1 cm den Pinsel wasserfrei zu lassen
Wer das " Programm" durchführt ( ja, auch ohne Kühlschrank) wird optisch signifikante Änderungen, aber natürlich auch bei der Verwendung feststellen.
Na klar, wer diesen Pinsel 1- 2 Wochen am Stück nutzt, hat den gleichen Effekt. Aber warum quälen, wenn es doch einfacher geht?
Aber wie immer gilt: Jeder wie er möchte!
Nur eines verstehe ich bei vielen Youtubern nicht: viele nehmen den Pinsel aus der Verpackung und legen ohne Reinigung sofort los. Boah, widerlich!
Im Anschluss erzählen Sie dann noch etwas vom tollen Duft der Artisan- Seife....
:oops:
 
Na klar, wer diesen Pinsel 1- 2 Wochen am Stück nutzt, hat den gleichen Effekt. Aber warum quälen, wenn es doch einfacher geht.
In Rasurforen wird ja gerade so getan, als ob die Nutzung eines Borstenpinsels ohne eine ominöse vorangehende "Einarbeitung" mit Dauerwässern im Kühlschrank, durchwalken, Sandpapier und was weiß ich noch gegen die Genfer Konvention verstieße.

Man kann einen Borstenpinsel einfach benutzen, drei bis fünf Minuten wässern und dann los. Einen fabrikneuen Pinsel sollte man natürlich erst ein- oder zweimal gründlich mit Rasierseife auswaschen, um Rückstände von Chemikalien, Schmutz, Geruchstoffen etc. zu entfernen. Das gilt aber auch für Synthies und Dachse.

Der Borstie schäumt, da piekst nichts, alles kein Problem. Richtig ist, daß die Borsten im Laufe der Nutzung Spliss bekommen, auffiedern und so die Borstenenden etwas weicher werden, der Pinsel sich dann etwas fülliger anfühlt. Und ein alter Borstenpinsel verliert oft im Lauf der Zeit den Großteil seines ursprünglichen Backbones, was nicht jedem zusagt. Das ist insbesonders bei Semogues zu beobachten, dauert aber eher Jahre.

Das heißt, im Laufe der Zeit verändert ein Borstenpinsel etwas seine ursprüngliche Charakteristik. Darin unterscheidet er sich von Synthies und Dachsen. Aber aus dem Verlauf nun ein Gewese zu machen, ist mMn unnötig. Die Nutzung eines neuen Borstenpinsels ist doch nun wirklich keine Qual. Der funktioniert auch ganz ohne Spliss! Nur sollten die hydrophilen Borsten vor dem Schaumschlagen etwas gewässert werden. Dann sind sie weicher und fressen auch kaum Schaum.

Dieses ewige Gerede vom angeblich unabdingbaren Einarbeitungsprozess und wie man den verkürzen könne, verschreckt höchstens Neulinge und hält sie vom Ausprobieren ab.
 
Ich habe meine Borstenpinsel auf dem Handteller eingearbeitet.
Seife aufschlagen und die Handinnenseite einschäumen.
Und das einige Male hintereinander.
Der Geruch geht weg und der Pinsel wird gut vorbereitet,bevor er ins Gesicht kommt.
 
Ich scheine eine tote Nase zu haben? Ich habe meine Omgeaborste einmal länger eingeweicht und mich dann einfach rasiert. Da war nach 2-3 Rasuren nichts mehr zu merken.
 
Der Gestank ist sehr unterschiedlich. Manche neuen Borstenpinsel "duften" nur ganz leicht, wieder andere stinken gottserbärmlich. Mein schlimmster Fall war ein ungebleichter Zenith-Pinsel, der roch nach zwei Dutzend Nutzungen noch immer.
 
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