Morgen werde ich ihn mit einer Schick Proline zum ersten Mal benutzen und bei Gelegenheit hier meine weiteren Eindrücke schildern.
Zwischenzeitlich habe ich mich einige Male mit dem Amakuni, sowohl im Gesicht, als auch auf dem Kopf rasiert.
Zuerst: Er ist perfekt verarbeitet und der Magnetverschluß macht richtig Spaß. Das Einlegen der Klinge wird zum Kinderspiel und das Aufsetzen des Deckels macht er fast ohne Zutun. Die Klinge sitzt fest, da flattert oder wackelt nichts. Wie ich schon oben schrieb, die Klinge berührt nie die Magnete, da diese etwas vertieft eingelassen wurden. Das spricht für eine lange Haltbarkeit. Die Reinigung (bei mir nach jeder Rasur) wird vereinfacht, nur noch ein kleines Teil (Deckel), das aus der Hand fallen kann. Zweiteiler eben. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich auch mit Vector/Shield und den Yaqis keine Probleme mit dem Klingenwechsel oder der Reinigung hatte. Aber mit dem Amakuni ist es einfacher.
Der Griff macht mir keine Schwierigkeiten, im Gesicht kommt mir tatsächlich der durchgehend gleiche Durchmesser des Griffs entgegen, da ich ihn insbesondere im Mundbereich oft unbewusst sehr weit oben greife. Auf dem Kopf fasse ich den Rasierer zweitweise sehr weit unten, auch da hatte ich von Anfang an keine Angst, dass er mir entgleiten könnte oder sich unkontrolliert dreht. Trotzdem hätte ich gerne einen Knubbel am Ende, das würde einfach das Gefühl verstärken, ihn fest im Griff zu haben.
Der Winkel stellt sich mehr oder weniger von selbst ein, was für eine ausreichend große Winkeltoleranz spricht. Ich habe jedenfalls einfach losrasiert, ohne bisher darauf zu achten, ob ich mehr über die Schaumkante oder den Deckel rasiere. Ich setze wie immer mit der Schaumkante zuerst an, der Rest ergibt sich von selbst und hat bisher sehr gut funktioniert. Ich hatte nie das Gefühl korrigieren zu müssen.
Unter der Nase macht der Amakuni keine Probleme. Alle Stoppeln direkt am Nasenansatz werden ohne besondere Vorsicht direkt gemäht. Ansetzen und weg, ähnlich wie beim Vector, nur gefahrloser.
Rasiert habe ich mich bisher nur mit der Schick Proline, die deutlich sanfter im Amakuni, als im Vector ist.
Insgesamt ist der Amakuni sanfter, aber nicht wirklich ungründlicher als der Vector.
Die höhere Sanftheit macht sich allerdings in der Nachhaltigkeit bemerkbar, hier ist der Vector mit der Schick Proline weiter vorn. Mit der Kai Protouch MG ist der Vector ungefähr vergleichbar mit dem Amakuni und einer Schick, sowohl in der Sanftheit als auch im jeweils sehr guten Ergebnis sowie in der Nachhaltigkeit.
Aufgefallen ist mir, dass sich das Gesicht nach der Rasur mit dem dem Amakuni glatter anfühlt.
Während der Vector eine samtige Glätte, wie die meisten SE Hobel hinterlässt, fühlt sich das Gesicht nach der Rasur mit dem Amakuni eher spiegelglatt an, vergleichbar mit einer guten DE-Rasur.
Die nächste Amakuni-Rasur will ich mit der Protouch MG durchführen (wäre dann die 9. Rasur mit dieser Klinge, meine bestellten sind noch unterwegs). Mal schauen, ob eine vergitterte (und fast ausgelutschte) Klinge auch im sanfteren Amakuni noch ausreichend abliefert, oder ob es dann zu viel der Sanftheit ist und der Amakuni spürbar ungründlicher wird. Morgen ist allerdings erstmal der neue Yaqi Excalibur Titan am Start.
Eigentlich wollte ich nach der Testphase die Entscheidung treffen, welcher der beiden Hobel (Vector/Amakuni) bei mir bleibt. Zwei gute Hobel brauche ich nicht, es würde immer einer zu kurz kommen. Im Moment könnte ich mich noch nicht entscheiden, beide sind klasse. Der Amakuni als sanfter und trotzdem gründlicher Zweiteiler mit Magnetverschluss und der Vector, der Ferrari unter den SE-Hobeln, der mit Bedacht gesteuert werden will, aber immer wieder Top-Rasurergebnisse abliefert.
Für mehr Likes gibt's noch ein Bild von meiner ersten Amakuni Rasur: