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Urkunetrazor Assassin Master

Ich hatte mich sehr auf den Master gefreut, aber bei diesen Preisen bin ich ja ganz schnell bei 450 Euro inkl. Nebenkosten für den Titanen mit 2 Platten. Das ist mir ein China-Hobel nicht wert, zumal man ja auch noch garnicht weiß, wie er so rasiert. Fand die Preise für die erste Verson schon recht ambitioniert für China, aber da es eine Neuentwicklung war, will ich da noch nichts zu sagen. Aber der Preissprung jetzt ist nicht nachvollziehbar. Wenn andere Titanhobel für 100 Euro über Ali weggehen, dann dürften das hier höchstens 200 sein, das sollte dem Überarbeitungsaufwand mehr als gerecht werden. Auch finde ich die Limitierung und das damit verbundene "Druckmachen" völlig deplatziert.

Ist denn schon bekannt, ob es den Rasierer danach in einer nicht limitierten Version gibt, die dann ggf. günstiger ist. Auch hätte ich eigentlich lieber Edelstahl als Titan als Material. Das was zwar auf den Photos zu sehen, wurde dann aber doch nicht angeboten . Wenn es wirklich nur die 100 Stück gibt, ist es mMn ziemlich albern, den Hobel mit Hilfe verschiedener Forianer zu entwickeln, großes TamTam zu machen und ihn dann nur einem kleinen Teil zugänglich zu machen.

Ich kann nachvollziehen, dass dir 450 € für den Master zu viel sind. Einige deiner Schlussfolgerungen sehe ich allerdings anders.

Der Vergleich mit einem 100-Euro-Titanhobel von AliExpress hinkt für mich ziemlich. Nur weil zwei Hobel aus China stammen und aus Titan gefertigt werden, sind sie hinsichtlich Konstruktion, Fertigungsqualität und Oberflächenbearbeitung noch lange nicht vergleichbar.

Carry hat ausführlich dokumentiert, wie umfassend der Master gegenüber der ersten Version überarbeitet wurde. Das betrifft nicht nur die Kopf- und Grundplatte, sondern auch die Klingengeometrie, die Schaumabfuhr und den Griff. Hinzu kommt die aufwendigere Oberflächenbearbeitung. Ob sich das alles in der Rasur auszahlt, muss sich natürlich erst zeigen. Aber woher kommt die Annahme, dass dafür maximal 100 € Aufpreis gerechtfertigt wären?

Was mich besonders wundert, ist der unterschiedliche Maßstab, der offenbar im Vergleich zu europäischen/amerikanischen Herstellern angelegt wird.

Ein Nord Freyja mit zwei Platten hat bei Einführung ebenfalls schon oberhalb von 400 € gekostet - und der wird in Polen (und nicht in Schweden) gefertigt. Atelier Durdan hat 2022 mit dem Maurice auch im hochpreisigen Segment angefangen - und beide Hersteller, bzw. ihre Modelle waren zu Martkstart völlig unbekannt, und niemand wusste, wie sie rasieren.

Und zum Thema Limitierung: Als ich 2018 meinen ersten Wolfman geordert hab, gab es unangekündigte Drops, die von manchen Enthusiasten extra per Web-Monitoring überwacht wurden, um überhaupt eine Chance auf einen Hobel zu haben. Auch bei anderen Herstellern sind limitierte Serien, Wartelisten und begrenzte Bestellfenster Usus, siehe Rocnel, Ascender, Durdan, Tedalus, Carbon, etc. Das gab es sogar bei Seifen- (Mammoth Soaps, Southern Witchcrafts) und natürlich Pinselherstellern (Declaration Grooming, Wald, Trotter, Wolf Whiskers).

Warum soll also ausgerechnet die Limitierung auf 100 Exemplare bei Urkunet plötzlich ein "völlig deplatzierter Versuch" sein, künstlichen Kaufdruck zu erzeugen?

Dass Carry Anregungen aus der Community aufgegriffen hat, finde ich übrigens ausgesprochen positiv. Daraus entsteht für mich aber keine Verpflichtung, das Ergebnis anschließend unbegrenzt und zu einem bestimmten Preis anzubieten.

Ich behaupte nicht, dass der Master seine 450 € zwangsläufig wert ist. Das wird sich erst in der Praxis zeigen. Aber ich finde, wir sollten bei einem chinesischen Hersteller dieselben Maßstäbe anlegen wie bei europäischen oder amerikanischen Manufakturen. Die Herkunft sagt weder etwas über die Qualität noch über einen angemessenen Preis aus.
 
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Ich kann nachvollziehen, dass dir 450 € für den Master zu viel sind. Einige deiner Schlussfolgerungen sehe ich allerdings anders.

Der Vergleich mit einem 100-Euro-Titanhobel von AliExpress hinkt für mich ziemlich. Nur weil zwei Hobel aus China stammen und aus Titan gefertigt werden, sind sie hinsichtlich Konstruktion, Fertigungsqualität und Oberflächenbearbeitung noch lange nicht vergleichbar....

Was mich besonders wundert, ist der unterschiedliche Maßstab, der offenbar im Vergleich zu europäischen/amerikanischen Herstellern angelegt wird.

Ein Nord Freyja mit zwei Platten hat bei Einführung ebenfalls schon oberhalb von 400 € gekostet - und der wird in Polen (und nicht in Schweden) gefertigt. Atelier Durdan hat 2022 mit dem Maurice auch im hochpreisigen Segment angefangen - und beide Hersteller, bzw. ihre Modelle waren zu Martkstart völlig unbekannt, und niemand wusste, wie sie rasieren.....

Warum soll also ausgerechnet die Limitierung auf 100 Exemplare bei Urkunet plötzlich ein "völlig deplatzierter Versuch" sein, künstlichen Kaufdruck zu erzeugen?

Dass Carry Anregungen aus der Community aufgegriffen hat, finde ich übrigens ausgesprochen positiv. Daraus entsteht für mich aber keine Verpflichtung, das Ergebnis anschließend unbegrenzt und zu einem bestimmten Preis anzubieten.
Ich wollte Dir nicht auf die Füße treten. Bin generell kein Fan von Limitierungen und künstlicher Verknappung wie es einige Hersteller praktizieren. Wenn es einen Engpass gibt, alles fein, aber wenn nicht, sehr unschön. Das hat Blackland mit dem Black z.B. grundlegend besser gemacht, die haben klar gesagt, zunächst gibt es nicht viele, aber der wird dauerhaft im Programm sein...

Dass man Anregung aus der Community aufnimmt, finde ich ebenfalls klasse. Was ich aber zum Ausdruck bringen wollte, ich finde, es hat ein Geschmäckle, wenn man das "Wissen" der Community abgreift und die dann nichts davon hat. Es also nur ein paar Hobel gibt für wenige, die zudem noch ordentlich teuer sind. Und da spielt es dann auch schon eine Rolle, wo der Hobel her kommt und wie teuer dort produziert wird. Und wenn andere Titan-Hobel in sehr anständiger Qualität in China für nen 100derter zu produzieren sind, sind die Preise hier schon recht hoch.Mir ist natürlich klar, dass der Vergleich nicht zu 100 Prozent passt, und es im Einzelfall anders aussehen kann. Und klar, eine Verpflichtung, den neu entwickelten Hobel anzubieten gibt es natürlich nicht. Aber für mich persönlich passt es halt nicht so ganz. Ist halt meine Meinung.

Und natürlich erzeugt eine Limitierung einen gewissen Kaufdruck, da z.B. ich mich auf den Hobel durchaus gefreut habe, mich die Preise aber abgeschreckt haben und ich trotzdem lange überlegt habe, ob ich nicht trotzdem zuschlage, weil es ihn evtl. danach nicht mehr gibt. Hätte man mehr Exemplare hergestellt, so wäre der Entwicklungsaufwand auch auf mehrere Käufer zu verteilen gewesen mit ggf. günstigeren Preisen und mehr Leute hätten was davon gehabt und jeder hätte überlegen können ob und wann man sich den Hobel gönnt.

Zum Freyja, Rocnel und AD kann icht nur sagen, dass dieser mir auch deutlich zu teuer sind und ich daher keinen habe.

Ich wünsche aber allen Käufern viel Spass mit ihren Exemplaren, mir gefällt der Hobel jedenfalls sehr gut. Zum Glück muss ich mir ob des Kaufs nicht mehr den Kopf zerbrechen, der Master in Titan ist nun ausverkauft und die Bronze Edition interessiert mich jetzt nicht so. Ich hoffe jedenfalls, dass es irgendwann noch eine Normalo-Variante des Rasierers gibt, die hoffentlich zu erschwinglicheren Preisen angeboten werden.
 
Ich wollte Dir nicht auf die Füße treten. Bin generell kein Fan von Limitierungen und künstlicher Verknappung wie es einige Hersteller praktizieren. Wenn es einen Engpass gibt, alles fein, aber wenn nicht, sehr unschön. Das hat Blackland mit dem Black z.B. grundlegend besser gemacht, die haben klar gesagt, zunächst gibt es nicht viele, aber der wird dauerhaft im Programm sein...

Dass man Anregung aus der Community aufnimmt, finde ich ebenfalls klasse. Was ich aber zum Ausdruck bringen wollte, ich finde, es hat ein Geschmäckle, wenn man das "Wissen" der Community abgreift und die dann nichts davon hat. Es also nur ein paar Hobel gibt für wenige, die zudem noch ordentlich teuer sind. Und da spielt es dann auch schon eine Rolle, wo der Hobel her kommt und wie teuer dort produziert wird. Und wenn andere Titan-Hobel in sehr anständiger Qualität in China für nen 100derter zu produzieren sind, sind die Preise hier schon recht hoch.Mir ist natürlich klar, dass der Vergleich nicht zu 100 Prozent passt, und es im Einzelfall anders aussehen kann. Und klar, eine Verpflichtung, den neu entwickelten Hobel anzubieten gibt es natürlich nicht. Aber für mich persönlich passt es halt nicht so ganz. Ist halt meine Meinung.

Und natürlich erzeugt eine Limitierung einen gewissen Kaufdruck, da z.B. ich mich auf den Hobel durchaus gefreut habe, mich die Preise aber abgeschreckt haben und ich trotzdem lange überlegt habe, ob ich nicht trotzdem zuschlage, weil es ihn evtl. danach nicht mehr gibt. Hätte man mehr Exemplare hergestellt, so wäre der Entwicklungsaufwand auch auf mehrere Käufer zu verteilen gewesen mit ggf. günstigeren Preisen und mehr Leute hätten was davon gehabt und jeder hätte überlegen können ob und wann man sich den Hobel gönnt.

Zum Freyja, Rocnel und AD kann icht nur sagen, dass dieser mir auch deutlich zu teuer sind und ich daher keinen habe.

Ich wünsche aber allen Käufern viel Spass mit ihren Exemplaren, mir gefällt der Hobel jedenfalls sehr gut. Zum Glück muss ich mir ob des Kaufs nicht mehr den Kopf zerbrechen, der Master in Titan ist nun ausverkauft und die Bronze Edition interessiert mich jetzt nicht so. Ich hoffe jedenfalls, dass es irgendwann noch eine Normalo-Variante des Rasierers gibt, die hoffentlich zu erschwinglicheren Preisen angeboten werden.

Kein Thema, Du musst Dich auch bitte nicht entschuldigen. Zum Diskutieren sind wir ja hier daumenh!
 
Ich hatte mich sehr auf den Master gefreut, aber bei diesen Preisen bin ich ja ganz schnell bei 450 Euro inkl. Nebenkosten für den Titanen mit 2 Platten. Das ist mir ein China-Hobel nicht wert, zumal man ja auch noch garnicht weiß, wie er so rasiert. Fand die Preise für die erste Verson schon recht ambitioniert für China, aber da es eine Neuentwicklung war, will ich da noch nichts zu sagen. Aber der Preissprung jetzt ist nicht nachvollziehbar. Wenn andere Titanhobel für 100 Euro über Ali weggehen, dann dürften das hier höchstens 200 sein, das sollte dem Überarbeitungsaufwand mehr als gerecht werden. Auch finde ich die Limitierung und das damit verbundene "Druckmachen" völlig deplatziert.

Ist denn schon bekannt, ob es den Rasierer danach in einer nicht limitierten Version gibt, die dann ggf. günstiger ist. Auch hätte ich eigentlich lieber Edelstahl als Titan als Material. Das was zwar auf den Photos zu sehen, wurde dann aber doch nicht angeboten . Wenn es wirklich nur die 100 Stück gibt, ist es mMn ziemlich albern, den Hobel mit Hilfe verschiedener Forianer zu entwickeln, großes TamTam zu machen und ihn dann nur einem kleinen Teil zugänglich zu machen.

Zum Preis des Master in Titan sagt der Hersteller, dass der reine Materialpreis nur etwa 20–30 % der Gesamtkosten ausmacht. Der entscheidende Kostenfaktor sei vielmehr die Fertigung und insbesondere der hohe Anteil an Handarbeit.

Urkunetrazor versteht sich dabei nicht als klassischer chinesischer OEM-Hersteller, sondern als eigenständige Marke, die Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Vertrieb selbst übernimmt. Entsprechend seien die internen Entwicklungs- und Betriebskosten deutlich höher als bei Herstellern, die bestehende oder vergleichsweise einfache Designs in größeren Stückzahlen fertigen.

Gerade der Master sei in der Herstellung relativ aufwendig. Besonders die manuelle Nachbearbeitung und Politur nehme sehr viel Zeit in Anspruch. Aufgrund der Geometrie gebe es zahlreiche schwer zugängliche Bereiche. Interessant ist dabei, dass laut Hersteller selbst die matte Titanversion zunächst vollständig von Hand nachbearbeitet werden muss, um sämtliche CNC-Bearbeitungsspuren zu entfernen, bevor anschließend das matte Oberflächenfinish aufgebracht werden kann.

Auch die Gravuren verursachen erheblichen zusätzlichen Aufwand. Sie werden bewusst relativ tief ausgeführt. Damit die Konturen trotzdem sauber und scharf bleiben, wird mit geringer Laserleistung und mehreren Durchgängen gearbeitet. Laut Urkunetrazor benötigt allein die Gravur eines Satzes Baseplates etwa drei bis vier Stunden.

Hinzu kommt das Material selbst: Titan ist deutlich anspruchsvoller zu bearbeiten als Edelstahl. Werkzeugverschleiß, Bearbeitungsparameter und Ausschuss seien entsprechend höher. Genau hier sieht der Hersteller auch den wesentlichen Unterschied zu Titanhobeln für etwa 100 € von AliExpress. Diese seien häufig wesentlich einfacher konstruiert und würden ohne eine vergleichbar umfangreiche manuelle Nachbearbeitung produziert. Der Preisunterschied entstehe daher nach Aussage des Herstellers nicht allein durch das Material, sondern vor allem durch Fertigungszeit, Komplexität und Handarbeit.

Auch zur Frage, ob man überhaupt weiß, wie der Master rasiert, gab es eine klare Aussage: Die Entwicklung läuft inzwischen seit mehr als sechs Monaten. Während dieser Zeit habe es umfangreiche interne Tests und längerfristige Praxistests gegeben, wobei das Design kontinuierlich angepasst wurde. Die relevanten Abstimmungsparameter seien nahezu identisch mit der bereits getesteten Assassin-Debut-Version. Der Hersteller sieht das Rasurverhalten deshalb als ausreichend erprobt an.

Zur Limitierung auf 100 Stück sagt Urkunetrazor ausdrücklich, dass diese nicht künstlich erzeugt wurde, um Verkaufsdruck aufzubauen. Der Flaschenhals sei die manuelle Politur beziehungsweise Nachbearbeitung. Eine einzelne Person könne davon schlicht nur eine begrenzte Anzahl pro Tag herstellen. Die 100 Stück ergeben sich laut Hersteller somit aus der aktuell verfügbaren Fertigungskapazität.

Und damit ist auch die Frage beantwortet, ob nach der limitierten Titanversion noch eine günstigere Variante kommt:

Ja. Es ist eine Version aus 316er Edelstahl geplant.

Bei dieser soll der Fertigungsprozess erheblich vereinfacht werden. Dadurch soll der Preis massiv sinken. Urkunetrazor nennt aktuell einen angestrebten Verkaufspreis von ungefähr 99–109 US-Dollar.

Damit relativiert sich meiner Meinung nach auch ein wichtiger Punkt der ursprünglichen Kritik: Der Master soll offenbar nicht grundsätzlich nur 100 Käufern zugänglich bleiben. Limitiert ist zunächst diese besonders aufwendig gefertigte Version. Mit der kommenden 316L-Edelstahlversion soll anschließend eine wesentlich günstigere und einfacher zu produzierende Variante folgen.

Kurz gesagt: Der hohe Preis der Titanversion wird vom Hersteller hauptsächlich mit dem enormen Fertigungs- und Handarbeitsaufwand begründet – nicht mit dem Materialwert des Titans. Gleichzeitig ist eine deutlich günstigere Edelstahlversion für etwa 99–109 US-Dollar vorgesehen.
 
Vielen Dank fürs klarstellen. Da bin ich ja beruhigt. Wenn es eine Sonderedition ist, die hier besonders aufwändig hergestellt wird , ist das ja absolut ok. Wenn dann eine nicht limitierte "normale" Version folgt, die sich in der genannten Range befindet, passt das aus meiner Sicht. So hätte ich das auch erwartet und mir gewünscht. Dann warte ich mal ab und freue mich auf die Edelstahlversion.
 
Heute bei Instagram

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Edelstahl, aber keine Master Version? Wenn ich es richtig verstanden habe…
 
Moin,

heute erreichte mich eine Nachricht von Urkunetrazor, die bei mir für erhebliche Enttäuschung gesorgt hat.

Ich gehörte weltweit zu den ersten Käufern der auf 100 Exemplare limitierten Assassin Master Edition und war nach meinem Kenntnisstand der dritte Käufer. Bereits vor meiner Bestellung hatte ich mit dem Hersteller über meine Wunschseriennummer 007 gesprochen. Nach dem Kauf wurde mir diese ausdrücklich bestätigt.

Nun wurde mir kurz vor der erwarteten Auslieferung mitgeteilt, dass die Seriennummer 007 bereits einem anderen Kunden zugeteilt worden sei. Als Ursache nennt Urkunetrazor einen internen Fehler bei der Erfassung und Vergabe der Seriennummern.

Der Hersteller hat die ursprüngliche Zusage inzwischen schriftlich bestätigt und mir drei Alternativen angeboten: die Vergabe der Seriennummer 007 trotz einer dann bestehenden Doppelvergabe, die Auswahl einer anderen, einmaligen Seriennummer oder eine individuelle Namensgravur anstelle der Nummerierung.

Für mich sind diese Vorschläge bislang nicht zufriedenstellend. Bei einer ausdrücklich auf 100 Exemplare limitierten und nummerierten Edition gehe ich davon aus, dass jede Seriennummer nur einmal vergeben wird. Eine doppelte Nummerierung widerspricht meinem Verständnis einer solchen Sammleredition und beeinträchtigt für mich deren besonderen Charakter erheblich.

Was mich an der Situation besonders stört, ist weniger der Fehler selbst als die Tatsache, dass eine zuvor ausdrücklich bestätigte Vereinbarung nun nicht wie zugesagt umgesetzt werden kann.

Leider erinnert mich dieser Vorgang an frühere Erfahrungen mit Produkten aus dem Umfeld von OUMO und Urkunetrazor.

Bereits während der Entwicklungsphasen des ST-2 und ST-3 hatte ich den Eindruck, dass Produkttests und Verkaufsstarts zeitlich nicht immer nachvollziehbar aufeinander abgestimmt waren. Nach meiner damaligen Beobachtung wurden Produkte bereits im Webshop angeboten, während ausgewählte Kunden noch Gelegenheit zu Tests erhalten sollten.

Einen ähnlichen Eindruck hatte ich bei der Einführung des ersten Assassin-Rasierhobels. Auch dort überschnitten sich nach meiner Wahrnehmung angekündigte beziehungsweise laufende Testphasen mit dem Verkaufsstart des fertigen Produkts.

Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich daraus keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Qualität der Entwicklung oder die internen Entscheidungsprozesse ziehen kann. Allerdings blieb für mich als interessierten Kunden unklar, in welchem Umfang die Ergebnisse dieser Tests noch in die endgültigen Produkte einfließen konnten.

Die aktuelle Angelegenheit rund um meine Seriennummer verstärkt bei mir den Eindruck, dass es hinsichtlich der Kommunikation und der organisatorischen Abläufe Verbesserungspotenzial gibt.

Besonders bedauerlich finde ich, dass ich die Entwicklung des Assassin Master über längere Zeit mit großem Interesse verfolgt und mich bewusst frühzeitig für den Kauf entschieden habe. Die Vorfreude auf dieses besondere Sammlerstück war entsprechend groß.

Nun muss ich mich unmittelbar vor der erwarteten Auslieferung mit Alternativen zu einer bereits bestätigten Seriennummer beschäftigen, obwohl ich meinen Wunsch rechtzeitig kommuniziert und mich auf die Zusage des Herstellers verlassen habe.

Bei einem Produkt in dieser Preisklasse von rund 450 Euro erwarte ich neben einer hochwertigen Verarbeitung auch eine sorgfältige Bestellabwicklung, transparente Kommunikation und einen verlässlichen Umgang mit individuellen Vereinbarungen.

Mir geht es dabei nicht ausschließlich um die Seriennummer 007. Entscheidend sind für mich die Verbindlichkeit einer Zusage, die Glaubwürdigkeit des Limitierungskonzepts und der Umgang mit Kunden, die solche Projekte frühzeitig unterstützen.

Ich schätze die handwerklichen Leistungen und die eigenständigen Produktentwicklungen durchaus. Gerade deshalb finde ich es schade, dass solche organisatorischen Unstimmigkeiten meine ansonsten positive Erwartung an das Produkt inzwischen deutlich beeinträchtigen.

Ich habe Urkunetrazor um eine erneute Prüfung gebeten und hoffe weiterhin auf eine Lösung, die der ursprünglichen Vereinbarung gerecht wird.

Bis dahin bleibt bei mir leider ein enttäuschender Eindruck zurück :rolleyes:
 
Ach komm, das ist doch Kinderkram.
Nummer 007 doppelt vergeben, Fehler zugegeben, drei Lösungen auf dem Tisch. Wenn das schon der große Skandal ist, sollten wir alle mal tief durchatmen. Selbst James Bond hat ja nicht nur einen Darsteller gehabt, und die Welt ist trotzdem nicht untergegangen.
Und mal ehrlich: Der Hobel rasiert mit der 007 genauso gut wie mit der 42. Am Ende zählt, wie sich die Rasur anfühlt, nicht was auf dem Griff steht. Ich hole mir erst mal einen Kaffee, Seife aufschäumen und gut ist ….
 
Ach komm, das ist doch Kinderkram.
Nummer 007 doppelt vergeben, Fehler zugegeben, drei Lösungen auf dem Tisch. Wenn das schon der große Skandal ist, sollten wir alle mal tief durchatmen. Selbst James Bond hat ja nicht nur einen Darsteller gehabt, und die Welt ist trotzdem nicht untergegangen.
Und mal ehrlich: Der Hobel rasiert mit der 007 genauso gut wie mit der 42. Am Ende zählt, wie sich die Rasur anfühlt, nicht was auf dem Griff steht. Ich hole mir erst mal einen Kaffee, Seife aufschäumen und gut ist ….

Natürlich rasiert der Hobel mit der 007 genauso gut wie mit der 42. Das hat allerdings auch niemand infrage gestellt. Wer eine limitierte Sammleredition ausschließlich nach ihrer Rasurleistung beurteilt, hat den eigentlichen Punkt der Diskussion offenbar nicht ganz verstanden.
Nach dieser Logik könnte man sich Limitierungen, individuelle Seriennummern und den damit verbundenen Sammlerwert grundsätzlich sparen. Schließlich erfüllt auch eine gewöhnliche Serienproduktion ihren Zweck.
Es geht hier weder um einen Weltuntergang noch um einen Skandal, sondern schlicht um eine verbindliche Zusage, die der Hersteller trotz frühzeitiger Abstimmung nicht einhalten kann. Dass man mir anschließend drei Alternativen anbietet, ändert daran zunächst nichts.
Bemerkenswert finde ich eher, wie selbstverständlich manche die Erwartungen anderer als Kinderkram abtun, nur weil sie selbst keinen Wert darauf legen.
Aber vielleicht sehe ich das tatsächlich zu kompliziert. Ich bin bisher einfach davon ausgegangen, dass eine auf 100 Stück limitierte und nummerierte Edition auch 100 unterschiedliche Seriennummern haben sollte. Offenbar schon ein ziemlich exotischer Anspruch.
 
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Reaktionen: HGS
Natürlich, die Rasurleistung hat auch niemand angezweifelt. Das war ein Augenzwinkern, mehr nicht.
Ich bleibe aber dabei: Aus einem einzelnen Fehler, den der Hersteller eingeräumt hat und für den er drei Lösungen anbietet, lässt sich schwerlich ein Grundsatzproblem ableiten. Dass Limitierung und Einzigartigkeit zusammengehören, sehe ich genauso. Genau deshalb hoffe ich, dass sich das sauber regeln lässt, und bei einer so klar benannten Panne dürfte das auch klappen.
Und exotisch ist dein Anspruch sicher nicht. Nur würde ich die Kirche im Dorf lassen. Kinderkram war vielleicht ein bisschen flapsig formuliert, aber gemeint war: kein Weltuntergang. Wir sind uns ja einig, dass es keiner ist.
 
Update zur Seriennummer meines Assassin Master
Inzwischen hat sich Urkunetrazor noch einmal ausführlich bei mir gemeldet und erklärt, wie es überhaupt zur doppelten Vergabe der Seriennummer 007 kommen konnte.

Ich war tatsächlich der dritte internationale Käufer. Was ich allerdings nicht wusste: Die Bestellungen aus China werden offenbar separat erfasst. Dort hatte sich ein Kunde die 007 bereits wenige Sekunden vor mir gesichert.

Bei der internen Zusammenführung der Bestellungen ist dann etwas schiefgelaufen. Dadurch wurde die doppelte Vergabe nicht erkannt und mir die 007 nach meinem Kauf sogar noch einmal ausdrücklich bestätigt.

Aufgefallen ist der Fehler laut Hersteller erst, als der Rasierer des anderen Kunden bereits verschickt war. Damit war die Sache natürlich nicht mehr so einfach zu korrigieren.

Urkunetrazor hat den Fehler inzwischen vollständig eingeräumt, sich mehrfach bei mir entschuldigt und zugesichert, die internen Abläufe entsprechend zu verbessern.

Natürlich bin ich nach wie vor enttäuscht. Ich hatte mich schließlich über Monate auf meine 007 gefreut, und gerade bei einer auf 100 Exemplare limitierten Edition hat die individuelle Seriennummer für mich einen besonderen Stellenwert.

Andererseits sind wir alle nur Menschen. Fehler passieren, auch wenn sie eigentlich nicht passieren sollten. Viel entscheidender finde ich, wie man anschließend damit umgeht.

Und da muss ich Urkunetrazor zugutehalten, dass sie sich der Sache gestellt haben, statt irgendwelche Ausreden zu suchen oder das Problem kleinzureden.

Die Enttäuschung über die verlorene 007 bleibt zwar, aber zumindest weiß ich jetzt, wie es dazu gekommen ist. Für mich ist die Angelegenheit damit nachvollziehbar aufgeklärt.

Am Ende zählt für mich nicht nur, dass ein Hersteller gute Produkte baut, sondern auch, wie er mit seinen Kunden umgeht, wenn einmal etwas schiefläuft.

Inzwischen konnten wir uns auf eine andere Seriennummer einigen, die ich auch schon als mögliche Alternative zur 007 im Hinterkopf hatte.

Es wird nun die #100/100 – also das letzte Exemplar der limitierten Master Edition.

Damit ist das Thema für mich auch vom Tisch. Natürlich hätte ich mich über die ursprünglich zugesagte 007 gefreut, aber ändern lässt sich die Situation ohnehin nicht mehr.

Mit der #100/100 habe ich jetzt eine Nummer bekommen, mit der ich persönlich genauso gut leben kann. Irgendwann muss man die Sache auch einfach abhaken. Entscheidend ist, dass wir am Ende eine Lösung gefunden haben, mit der beide Seiten zufrieden sein können.
 
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