Forum der Rasur

Registriere Dich jetzt kostenlos!

Dadurch bekommst Du Zugang zu dem geschützten Mitgliederbereich, kannst beim Gebrauchtmarkt mitmachen und stellst nebenbei auch noch sicher, dass niemand Dir Deinen Wunsch-Usernamen wegschnappt.

Viku Dauer Einlage

efsk

The Music was Thud-like
Moderator
FdR-Pate
Gold FdR-Pate
Der einfachste, und vermutlich häufigste, Methode ein Hobel zu tunen (außer das austauschen der Griff) ist der Einlage, was im Englischen Sprachbereich der Shim genannt wird. Der Zweck so einer Einlage ist das ändern, gewünscht vergrössern, der effektivität oder agression einer Hobel: oft wird der Blade-gap (ich meine auf Deutsch Klingenspalte) vergrössert, manchmal auch nur der Krummung der Klinge.
Das ist alles nichts neues.
Irgendwan kaufte ich mir ein Torsionshobel der mit so eine, alte, Einlage kam: der Viku. Ein Jahr später bekam ich mit ein Konvolut der zugehörender Anleitung. Diese erklärt das der Einlage zwisschen Klinge und Unterplatte gehört, und das man deshalb Klingen spart. Da der Einlage 50 Groschen gekostet hat, wo es gleichzeitig eine Dreigroschen Oper gab, sollte man schon ein Par Klingen sparen um diese Investierung zurück verdienen zu können.
Die beide Hobelbilder sind mit und ohne, wobei das obere Bild mit Einlage ist.
viku-dauer-einlage.jpg
DSC00489.JPG
DSC00488.JPG
DSC00480.JPG
DSC00479.JPG
DSC00479.JPG
 
Zuletzt bearbeitet:

Hellas

Klingenflüsterer
Moderator
Gold FdR-Pate
Danke:daumenhoch Es kursieren ja immer die tollsten "Gerüchte" zu der Einlage und Wirksamkeit solcher "Shims" und da ist es doch mal sehr interessant anhand der alten Bedienungsanleitung zu lesen, was sich seinerzeit ein Hersteller dabei gedacht hat.:cool:

Ich kann mir vorstellen, dass die sich beim gezeigten Krect ganz gut macht;)

Anderseits bezweifle ich, dass man damit, neben der Erhöhung der Aggresivität, "Klingen einspart" wie der Hersteller behauptete. Bei mir sind gerade die Aggresiveren Hobel die "Klingenfresser" bei denen die Klingen schneller durch sind..

Also, da ich keinen Shim habe, musst du jetzt wohl für die "Wissenschaft" mal einen Direktvergelich machen und die Stamdzeit einer Klinge nacheinander mit uns ohen "Shim" testen und berichten:D
 

sandoval

Active Member
Interessanter Bericht. Danke hierfür.
Der Erfolg des Produkts zeigt, wie sinnvoll und nützlich dies war. :nein1

Besonders der Hinweis, daß die Klinge "frei schwingen" kann hat mich irritiert. Erfahrungsgemäß bedeutet eine nicht feste Klinge Schnitte und Rasurbrand.
Haben die aber auch bemerkt und 3 Zeilen darunter geschrieben ".... und fixieren die Klinge richtig"
Waren sich wohl selbst nicht ganz klar was das Ding nun bringt.
 

efsk

The Music was Thud-like
Moderator
FdR-Pate
Gold FdR-Pate
Die Klingen waren damals schon dicker und deshalb mehr steif wie die Klingen heutzutage. "Frei schwingen" ist also vermutlich nicht das heutige frei schwingen :)
Das es trotzdem fixiert verstehe ich auch noch. Mehrere Hersteller haben damals geschrieben das man für effizientere Rasur den Griff ein halber Schlag weniger fest drehen soll. Auch dann schwingt der Klinge frei, aber bei Hobel und oder Klingen mit mehr Toleranz kann der Klinge eventuell ein bißchen schieben. Das will man nicht. Der Einlage hilft also vielleicht bei was in English heißt Blade alignment.
 

sl

Very Active Member
Genau das hab ich damals bei meinem BEN HUR mit dieser Viku-Einlage auch mal gemacht, ohne genau zu wissen warum, einfach so, mal gucken, was passiert. Hab ich aber wieder bleiben lassen, weil die Klinge dann doch das "Flattern" anfing. Wenn ich hier nun lese, dass damals die Klingen dicker waren als heute, leuchtet mir ein, dass es mit den heutigen Klingen nicht funktionieren kann, weil die ganz einfach zu dünn und flexibel sind. Damals, bei dickeren Klingen, kann das aber durchaus sinnvoll gewesen sein. Ich stelle mir dass dann so vor wie ein extrem hohl geschliffenes RM.
 

Hellas

Klingenflüsterer
Moderator
Gold FdR-Pate
Jetzt mal ne dumme Frage: waren die Klingen früher nicht dünner? Bei den meisten alten Klingen die ich kenne, steht immer was von 0,8mm drauf (weshalb man ja auch auf die Idee mit Torsionern kam, um die Klinge zu versteifen). Heutige
Klingen habe doch um die 1-1,1mm..
 

Gbkon34

Active Member
DSC08015.JPG Also das stimmt so eigentlich nicht. Die Klingen waren oft eher dünner. Heute ist 0,1 Standard, damals hatten die Kohlenstoffklingen sehr oft nur 0,08 und sogar 0,06mm Stärke - man versprach sich davon mehr Schärfe. Da das aber der Stabilität der Klinge nicht unbedingt gut tat wurde der Torsionshobel erfunden, der durch die Verspannung, die Klinge wieder steifer machte. Allerdings habe ich in meinem historischen Klingenkonvolut auch eine mit 0,13mm. Es gab damals wohl alle möglichen Stärken...
 

efsk

The Music was Thud-like
Moderator
FdR-Pate
Gold FdR-Pate

Leiche

Active Member
ich hab hier noch ein paar gebrauchte lose
ROTBART Be Be
hergestellt nach DRP. Nr 598672 , 609166
MADE IN GERMANY

die haben 0,15 mm
 

Nightdiver

Pinselbauer aus Leidenschaft
Gold FdR-Pate
Hersteller/Händler
Die Teile sehen echt interessant aus. Könntest du mal messen, wie dick die Platte ist? Mich würde interessieren, um wieviel Zehntel die Klinge tatsächlich angehoben wird? So wie es aussieht, sind ja die „Gnubbel“ noch etwas höher, als die eigentliche Platte.
 

riverrun

Active Member
Meine beiden Gedanken:

  • "mit der Patent-Punktlagerung" - ja welches Patent denn?
  • das müsste sich doch gut 3D drucken lassen...
 

riverrun

Active Member
Dritter Gedanke - King Camp Gillette im
Please, Anmelden or Registrieren to view URLs content!
:

King Camp Gillette schrieb:

0.006 Zoll sind 0.1524mm und somit etwas dicker als heutige Klingen.

Zum Vergleich: Injector Klingen sind 0.010" (0.254mm) und GEM Klingen 0.009" (0.229mm) dick und schon recht solide.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben