Forum der Rasur

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Warum eigentlich Messerrasur?

Früher wollten Männer ihre Briefmarkensammlung zeigen, jetzt müssen sie ihre RM Sammlung zeigen.
:):):):):)
Der Leistungsdruck steigt.

:):):):)
 
Ach, gekonnt einer Frau die Beine zu rasieren, hat auch was für sich! :D
Wir sind ja unter uns.:happy

Ich hatte mal meine damalige Frau dort rasiert, wo selten Licht hinkommt (mit irgendeinem Systemie). Das war kein Vergnügen, das war Arbeit. Da war mehr Adrenalin im Spiel als bei meiner ersten Messerrasur, denn auf ungewohntem Terrain kann bei der Rasur ja einiges schief gehen.

Na ja, das Ergebnis war alles andere als optimal, aber wenigstens haben wir es beide unfallfrei überstanden. Seither habe ich von solchen Spezialaufgaben Abstand genommen.
 
zurück zur ursprünglichen Frage: Warum eigentlich Messerrasur?
ich machs kurz und zitiere einen Song von Ted Herold aus 1959 "Ich bin ein Mann"


hätte eigentlich auch in den Thread "Musik...was läuft bei euch?" gepasst
 
Anmerkung noch zum letzten Post:
das Video oder Lied hat keinen Bezug zu Rasur. Ich meinte wirklich nur den Titel,
 
Ach, gekonnt einer Frau die Beine zu rasieren, hat auch was für sich! :D
Das RM habe ich zweimal auf meine eigenen Beine losgelassen. Bei den langen Zügen an Unter- u. Oberschenkel geht es deutlich schneller als mit dem Hobel. Man kann mehrere Züge direkt nacheinander machen, weil das Messer mehr Schaum und Haare aufnimmt und man nicht so oft ausspülen muss. Lediglich die Kniekehlen waren etwas nervig. Es blieb aber bei zwei Versuchen, mit dem Hobel ist es stressfreier. Insofern für mich kein Grund für die Messerrasur, es sei denn man will es einfach.
 
Komplett naturbelassene Beine können — gerade bei Männern — einem Vollbart gleichkommen, und da ist man mit einem Messer sicherlich besser dran. Ich habe neulich die Probe aufs Exempel gemacht und wirklich lange Haare auf dem mons pubis mit einem Hobel entfernt, ohne mit einer Haarschneidemaschine vorher zu trimmen. Es klappte mit der gezähnten Seite des Acevivi tatsächlich. Verstopft ist sie mir nicht — das ist wohl dem großen Klingenspalt des Acevivi geschuldet. Ausspülen musste ich natürlich trotzdem viel, da die Haarbüschel ja irgendwo hin müssen. Gleichzeitig habe ich erneut festgestellt, dass die glatte Seite des Acevivi nichts taugt. Hätten sich die Hersteller eigentlich auch sparen können.
 
Ich finde es cool, wenn Männer sich mit einem Messer rasieren. Einer Bekannten von mir geht es genauso, und ich denke, da sind noch mehr Frauen, die so ticken. Könnte auch eine Motivation für Männer sein.

Ich finde es auch cool, dass du das cool findest. Die allermeisten Frauen der Altersklasse 50+ kämen überhaupt nicht auf den Gedanken, für die eigenen Enthaarungsbedürfnisse mal was anderes als Dosenschaum und Einwegrasierer oder Systemrasierer zu nutzen. Ebensowenig interessieren sie sich dafür, welche Werkzeuge das andere Geschlecht für die Rasur verwendet. So zumindest meine gefühlte Wahrnehmung in meiner Altersklasse.

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Bei mir war ein altes 6/8" Henckels sozusagen die "Einstiegsdroge". Anfangs habe ich das noch bei einem dieser "Experten" schärfen lassen aber ich hatte frühzeitig erkannt, dass man nur dann dauerhaft Freude an der Messerrasur hat wenn man selbst in der Lage ist, seine Messer in rasurscharfem Zustand zu halten. Später kamen nach und nach weitere Messer hinzu. Sowohl chinesische (Gold Dollar, ZY430) als auch ältere Messer aus Solingen und Frankreich.

Schon seit einiger Zeit habe ich, wie man so schön sagt, den Bogen raus und irgendwie macht es auch Spaß, sich mit dem Messer rasieren zu können. Das Erstaunliche an der Messerrasur ist ja die erreichbare Gründlichkeit bei gleichzeitiger Hautschonung, die man so mit keiner anderen Methode erreicht. Bei den verschiedenen Messern in meiner bescheidenen Sammlung gibts eigentlich keine ausgeprägten Favoriten. Ich liebe die Abwechslung und da kommt jedes Messer irgendwann an die Reihe. Die einzige Ausnahme ist ein Gold Dollar W59. Das ist aufgrund seiner gesamten Form recht gewöhnungsbedürftig und damit werde ich nicht so recht warm.

Für mich persönlich ist die Abwechslung der wichtigste Faktor. Je nach Lust und Laune verwende ich tagtäglich ein anderes Messer oder einen anderen Hobel, einen anderen Rasierpinsel, eine andere Seife und ein anderes Aftershave. Zeitweise hatte ich sogar eine spezielle App auf meinem Smartphone, die mir jeden Morgen per Zufallsgenerator ein zufälliges Setup generiert hat. Da kamen richtig lustige Sachen bei raus :rofl

Ein Punkt, der mir persönlich wichtig ist, ist die Schonung der Umwelt, d.h. bei Verwendung eines klassischen Rasiermessers entsteht kein Müll, es wird nichts weggeworfen, was unsere Umwelt belastet. Ich versuche, nach Möglichkeit jeglichen Plastikmüll im Badezimmer zu vermeiden.
 
Weil es nicht weniger simplizifiert geht und Messerklingen einfach zeitlos sind. Ich würde mich auch mit einem Obsidian-Messer rasieren, vlt, sollte ich mir mal eines schlagen :D dazu bedarf es aber einiges an Können :D Stahl aber liegt mir im Blut, mein Uropa hatte noch Äxte geschmiedet.
 
Einer meiner Altväter war auch Schmied. Alle seine Söhne mussten bei ihm Schmied lernen, bis auf den kränkelnden Jüngsten. Der durfte Elektriker lernen. Und so begann eine neue Familientradition, die mit einem Faible für alles Elektrische verbunden war. Bis auf Elektrorasierer.
-- Mein Altvater war offenbar ein Choleriker und warf, wenn er in Rage war, schon mal mit einem warmen Eisen. Mein Großvater betonte nur zu gerne, dass ein Schmied nie sagt "Das Eisen ist heiß", für den Schmied ist das Eisen "warm".
Möchte aber trotzdem nicht von einem warmen Eisen getroffen werden.
 
Warum mit dem Rasiermesser.
Ich war neugierig.
Wie hat man sich früher rasiert?
Was muss ein Mann/Frau können, damit die Rasur angenehm und vorzeigbar wird.
Ich empfinde jede Messer Rasur immer noch als etwas besonderes und es entschleunigt den Alltag.
 
Nachdem ich meinen ersten Anlauf der Messerrasur kurz nach meiner Öffnung dieses Threads abgebrochen habe, mich aber im zweiten Anlauf inzwischen seit fast einem Jahr ausschließlich mit Messern rasierte, antworte ich mal selber auf meine Frage:
ich finde nichts sanfter als eine gute Messerrasur

Genau so ist es bei mir inzwischen auch. Ich hatte zuvor gerade in der kälteren Jahreszeit nach der Rasur immer Hautirritationen am Kinn. Nun ist davon nichts mehr zu sehen.

Natürlich hat das auch im zweiten Anlauf nicht von Anfang an so geklappt. Aber inzwischen sage ich auch, dass die Rasur en mit dem Messer sanfter sind als alle Rasurformen, die ich zuvor genutzt habe (viele Jahre elektrisch, dann System, dann Hobel).
 
Möchte aber trotzdem nicht von einem warmen Eisen getroffen werden.
RM sind aber aus Eisen und wenn Du in diesem Google Book "Rasierspiegel, oder die Kunst sich zu rasieren" auf Seite 14ff ganz unten nachschlägst, findest Du eine Aussage (eventuell einen Mythos), wonach es besser ist, sich mit einem warmen Messer zu rasieren.


Ein interessantes Buch, so als kurzweilige Lektüre für einen schmalen Zehner. Mal schauen, obwohl mich eine ältere Ausgabe in Altdeutsch mehr reizen würde.

Back to Topic
Rasieren mit dem Messer hat für mich eher wenig mit Männlichkeit zu tun, einerseits weil es eine Notwendigkeit ist, sofern man nicht einen Bart tragen möchte. Andererseits ist Männlichkeit immer etwas schwer zu definieren, allein Männer und Frauen haben da unterschiedliche Auffassungen zu und andere Kulturen sehen das Ganze nochmal im anderen Licht. Einige Naturvölker wickeln ihren Schniedelwutz in Blätter ein und halten das für ein Zeichen für Männlichkeit und wir hier wundern uns warum diese Waldschrate ihre Joints nicht einfach hinter das Ohr klemmen...

Warum also ein Messer ? Ich wollte einfach Back to the Roots, weil ich von dem ganzen Plastik-Firlefanz aus China die Nase voll hatte.
Das Rasiermesser kommt aus Solingen und beim Hobel hoffe ich es einfach mal. Nachhaltigkeit, Microplastik und Co²-Bilanz hatte ich zwar auch im Hinterkopf, waren aber nicht meine Haupttriebfedern. Und ob es mal Cool und Lässig aussehen wird wenn ich mich mit dem Messer rasiere, wird wohl die Zeit zeigen. Zum gegenwärtigen Stand der Dinge vermeide ich unbedingt Rasuren unter Zeugen... :lol

Gruß
Michael
 
Habe mich ca 35 Jahre mit Systemis Rasiert dann 3 Jahre mit einem Hobel der mir zum ersten mal zeigte das eine Rasur auch Spass machen kann.Irgendwo las ich dann mal das die Königsdisziplin der Rasur die mit dem Messer ist.Das hat mir schon imponiert ,also kaufte ich mir in Köln ein Dovo das lag aber vor lautem Respekt 1Halbes Jahr nur so rum,bis ich mich an die Sache ran traute.Heute bin ich froh diesen Schritt getan zu haben, eine lange Jahre lästige Alltagsplicht zu einem herbeigesehnten Zeremoniel umgewandelt zu haben hat doch was.Groß verletzt habe ich mich mit dem Messer noch nie, die größte Verletzung habe ich mir mit einem Hobel zugezogen, dessen Spaltmas Riesen groß war und es scheinbar schlecht zu händeln wusste,da hat nicht mal Zeitungspapier die Blutung stillen können.Es ist sicherlich was besonderes sich mit einem Rasiermesser zu Rasieren, aber allzu viel Bedeutung sollte man dieser Prozedur auch nicht zukommen lassen wen interessiert es den schon wirklich.Die wenigsten in meinem Freundeskreis eher die Familie weis darüber bescheid.Sollte mal irgendwo das Thema Rasur aufkommen erwähne ich schon mal das ich mich mit dem Messer Rasiere, stelle ich Interesse fest erzählte ich mehr.Mir würde aber so schnell nie einfallen jemanden ins Messerlager zu ziehen ,dafür ist der Weg doch zu "Steinig";);).
 
Warum eigentlich Messerrasur?

Falls hier auch ein WKM-Eindruck geduldet wird.

.... ganz einfach und kurz:

Weil mit nur einer Klinge, sämmtliche Eigenschaften aus der "Hobelwelt", rasurtechnisch angewendet werden können. (meine Meinung).
... und weil's richtig Spaß macht. :proud
 
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