Also bei den JNats ist das sehr unterschiedlich. Mal reicht ein Koma und ein Tomo Nagura... bei einem anderen nehme ich vorher noch einen Mejiro und einen anderen Tomo oder einen anderen Koma Nagura. Dann gibt es JNats da brauche ich gar keinen Anreiber. Bei meinen Thüris eigentlich nur ganz leicht angerieben und dann mit Wasser. Aber dass ist nicht der Punkt.
Mit einer guten Vorarbeit auf diesen Steinen gehe ich danach auf einen Pferdelederriemen... da ist aufgeprägt for sharpening... 30 bis 50 DZ und dann auf Elch oder Seehund oder Cordovan noch mal 50 bis 70 und schon erreiche ich an jedem Messer die Schärfe die ich brauche. Ich spüre dann am Finger schon, ob das gut war, dann gehts für das Hautgefühl auf den Unterarm oder Oberschenkel. Und dann weiss ich schon mit welchem Leder ich dann die Schärfe oder Sanftheit einstellen muss oder nicht.
Nach den Steinen fühlt sich die Klinge immer unterschiedlich an. Manchmal recht bissig scharf... manchmal sanft scharf oder gar nicht so scharf... Aber nach dem LEDERN... haben die gefühlt alle meine Liebhaberschärfe. Tatsächlich mach ich das mehr übers Leder als über die Steine.
Trotzdem sollte die Vorarbeit immer auf einem guten Stein erfolgen. Aber mit dem Leder kitzel ich das raus, was die Messerrasur für mich super angenehm macht. Das mach ich aber nicht an einem Stein oder Leder fest. Es gibt halt immer mehrere Wege nach Rom... Hauptsache ist du landest am Ziel!
Vielleicht habe ich mich auch falsch ausgedrückt bei Setup. Ich habe einfach jetzt mehrere Wege für mich notiert mit denen ich meine Liebhaberschärfe erreiche. Bei der ganzen Hardware ist es nachher nicht ganz einfach den Überblick zu behalten und manche Kombi führt halt nicht zum gewünschten Ergebnis.
Viele Grüße Marko